Newspaper of Der Deutsche Correspondent, June 23, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated June 23, 1873 Page 1
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F. Wlawe, Herausgebt,. Spezial - Notizen. Baltimore Fire Insurance Bssitt, Siidwest-Ecke von South- und WaterstraHe. Diese Gisellichastversichcrl fortwährend gegen Bei luft oder durch Brandungluck sowohl in dei Wohn-, und Äaarenhäufer, Handelsgüter, Ackerbau-Produkte, MSbeln, Hau» - Gcrvthschasten, im Bau begriffene oder im Hasen in Ladung befind liche Fahrzeuge u. s. w. . . Da« Direktorium desteht au» folgenden Herren: Wm. G.Harrijon, Präsiden!; «eo.R. BickerS, . David S- Wilson, T. Rodt. JenkinS, Jofiah Penningtou, «. Morton Etewzrt. Francis T. King, «- Newcomer, Lenrv Earroll, Orville Horw.y, R. k Steuart, W. W. TÄvlor, Wm. H. Brune, Israel Cohen. George i. Harnson. «vvlikationS-Formulare und weitere Nachricht über di. Neu S°tt wird.n der Oifice. Siidn.e>t-Ecke von und Walerstrage. ertheilt, wo auch alle Auf träaesofort erledigt werden. Versicherungen wilden aus irgend eine >sr>N angenommen, weiche der Appli- «oobworth. -ekr. R. 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Sprechstunden von» bis NhrßormittagS, LbisSUHr Nachmittagsund? ! v»r «bend». (kä-1 Der deutsche Correspondent. 33. Jahrgang. Spezia! - Notizen. pniceou S. 8. PMO^^OO. Dr. Emilie Föking, Dentist, in Dr. S. Water's Osfice, M. ' AuSlüllen aller Art von Zähnen mildem besten Golde und garanürt. Alle Arten Silbersullungen kl. Auch mache ich belunoere aus die von Zahn ist «lleS, was ich Nr. 14, Süd-Eutawttraße, i3unit7.l2Mtc) neben dem.Concordia.Opernhause. IchrcLbmÄMicn, Kaufmanns - Bücher Accidenz-Druckereien. «»»uggenheimer K» Weil, «r. I??, We» > Baltimorestr., iizc-1) Hlichzeitsgeschenke! MA Hochzeitsgeschexke! Massive silberne Löffel, massive silberne Gabeln, massive silberne Vorleglöffel, Zucker-Löffel, Serviettenringe, Salzsässer und Gemüselöffel, W. F." Bissing/ 28V, West-Kaltimolestrnße, 280, W. Kummer^ IKS, Süd-Broadway, hat stete vorräthig eine große Auewahl von golde nen und silbernen Ulire», äldte Gotd- und «il berwaaren. 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Hafenstädte auch noch durch das Gelbe Fieber bedroht. Der „Herald" hat schließlich auch den K ö nig-v on Schweden d'rangekriegt. Die skandinavische Majestät wurde zur Rate von 5 Spalten „tnterviewd" und Hr. Oskar meinte, er habe sehr gewünscht, Amerika zu besuchen, seiner Ansicht nach» solle jedoch ein König in seinem Lande bleiben und sich redlich nähren, er werde aber den Amerikanern seinen Sohn schicken. Die anhaltenden Regengüsse in Texas haben einen großen Theil der Saaten ruinirt. Eine Anzahl Bahn-Compagnieen welche idren Mittelpunkt in Chicago haben, werden künftig das Freipaßsystem abschaffen. Chas. P. Carty in Indianapolis wurde zum Prot. n. corresp. Sekretär der Su prewe-Loge der „Pythias-Ritter" ernannt, da durch wird jene Stadt das Hauptquartier des Ordens. Das in Wa sh in gt o n crscheinciide„Jonr nal" bemerkt Folgendes über den auch von uns aus der „N.-A. Sun" mitgetheilten Ar tikel: „Die Franeu in den öffentlichen Depar temenls„ES ist allerdings wahr, daß cs recht schöne oder hübsche Frauen in den De partements gibt, auf denen das Auge des Mannes mit Wohlgefallen ruht, die Frauen sind ja doch die duftenden Blumen des Lebens, welche Aug' und Herz ergötzen, und wozu hat denn die Natur das Gesetz der Attraktion oder der Anziehung in die Geschlechter gepflanzt? Wir dürfen jedoch mit großer Sicherheit be haupten, daß die Angaben der „Sun," als be stehe die Majorität der angestellten Frauen aus prostltuirten, gefallenen und mißbrauchten Frauenspersonen, eine grobe Unwahrheit. Cs mögen h-.e und da in den Departements, na mentlich in dem Schatzamts-Deparlemente, wo gegen 600 Frauen angestellt sind, Beispiele vorkommen, daß man Frauen das Addiren, Snbtrahiren wie auch das Multipliziren und Divlbiren durch Küsse lehrt und beibringt; wir können aber auch Beispiele beibringen, nach welchen verschiedene Frauen, die einen mehr oder weniger verdächtigen Charakter sührten, sofort entlassen worden sind. Es ist eine nnbezweiselte Thatsache, daß mit wenigen Ausnahmen, die Frauen in den Departements ehrenhast, fleißig und würdig sind. Die Ehre der Frauen ist ihr höchstes Kleinod; schon der Hauch des Verdachtes blendet den Spiegel ihrer Reinheit." Bon New - Nork wird der Tod des nach 10-jähriger Wirksamkeit 1870 aus dem Amte geschiedenen PolizeiSuperintendenten Joh. A. Kennedy gemeldet. Weniger bekannt dürfte es sein, daß der Verstorbene ein gebore ner Baltimorer war, hier das Anstreichcr.Ge schäst erlernte, aber schon in den <loer fahren nach New-Uork übersiedelte. Hr. K. erreichte das 70. Lebensjahr. Eine Menge Verwandte Kennedy's wohnen in Baltimore. Als Frei maurer uud Odd-Fellow bekleidete Hc. K. her vorragende Stellungen. Die Ci v i l d ien st - C om m i s s i o n hat gestern zehn modifizirteCioildienstregeln, nach dem sie vom Cabinet gebilligt worden, pro mulgirt, die der Willkür des Präsidenten in Bezug auf die Ernennung von Beamten einen bedeutenden Spielraum gewähren. InNew - Ä) o r k erschoß sich Peter Keller; Frau Christiane Hopf kam in Folge eines Sprunges vom Dache ihrer Wohnung um's Leben; Joh. Steiner lprang in's Wasser, wurde aber noch rechtzeitig wieder aus's Trok kenc gebracht. Der Ban derneuenßrücke (liiternatio vkl Lriäxe) überdell Niagara nähert sich seiner Vollendung. In Milwaukee, Wisc., ist seit der Er wählung des neuen republikanischen Mayors Ludington anch der Temperenzzwang einge zogen. Es wird von dort gemeldet: „Bis jetzt ist der in der Temperenzfrage liberale und überall kernfeste demokratische Polizeirichter Mallviy immer noch der Schutzengel der sreien Geselligkeit inMilwaukee gewesen, allein wenn das aus lauter regulär-republikanischen und temperenzlerisch gesinnten Richtern bestehende Obergericht des Staates durch eine Entschei dung das Temperenzgesetz für constitutionell erklärt, dann dürfte der republikanische Mayor Ludington das Polizeigericht links liegen las sen, seine Fälle vor andere Gerichtshöse brin gen und das lebenslustige Milwaukee einmal gründlich zwiebeln." Jener kleineTheil der republikanischenPresse, der es in seinemJuteresse findet, gegen die Te mPe re nzle r e i zu agittren, machte unlängst viel Aufhebens über einen in toleranten Erlaß des neuen demokratischen Mayors von Cincinnati. Seit der, auch Freitag von uns gebrachten Erklärung des Mayors selbst sind die Schreier verstummt und auch dies von dem „demokratischen" Blatte „Times" in Chicago ausgegan gene infame Verleumdung der deutichenAdop tivbürger wird sich ganz anders lesen, wenn wir mittheilen, daß die „Times" schon lange der Demokratie den Rücken gelehrt und seit dem mit dem Gegner geliebängelt hat. (Ziehe heutige edltorielle Besprechung.) InJdaho wurde kürzlich (wie die „Alta California" vom 11. Juni berichtet) in einer Aukuon eine Chinesin verkauft. Nach leb haftem Bieten ward die menschliche Waare von einem Chinesen für den Preis von K 575 erstanden. Wo stud die Vertheidiger des 13. Amendements? Ueber die Ve rnrt h e il un g von Sufan Anthony sagt der „Philadelphia Ledger" tres send: „Wäre Fräulein Anthony nicht ein Frauenzimmer, sondern ein Mann und ein „Repeater" gewesen, so würde es weit befrie digender sein, eine Verurtheilung wegen Ver letzung der Wahlgesetze berichten zu können. Wie jetzt die Sachen stehen, können Diejeni gen, welche ein Einschreiten der Gerichte gegen „Persouators," „RepeatlorS" und Falsch zähler, welche jetzt bei den Wahlen eine so große Rolle spielen, wünschen, sedr wenig Genugthuung empfinden. Frl. Anthony hat ohne Zweifel das Gesetz verletzt, aber sie er schlich sich keine Stimme an den „Polls" in Rochester, indem sie sich fälfchlich für eine an dere Persönlichkeit ausgab. Sie verkleidete sich nicht als Mann, sondern nahm als Fraue nzimmer in Fraucnkleidung das Recht, zu stim men, in Anspruch. Sie begab sich nicht, nach dem sie als Susan Anthony gestimmt halte, zu einem Dutzend anderer Stimmplätze, um als Suian Smith, Brown, Sranton und unter anderen Frauennamen nochmals zu stimmen. Sie wandle keine Mittel der Täu schung an und stimmte mir einmal. Anch conspirirte sie nicht, nachdem sie ihre Stimme abgegeben hatte, mit den Wahlbeamlen, acht Stimmzettel sür zehn aus der einen Seite nnd zwölf Stimmzettel für zehn auf der anderen Seile zu zählen oder das Resultat zu fälschen. Wäre ste weniger offen, weniger ehrlich zu Werke gegangen, oder hätle sie eine der ange gebeiienSchurleieien begangen, fo würde man ihr nicht den Prozeß gemacht haben." In Minnesota betreibt ein Sohn des Dichters Freiligrath das Gescdält eines Hautehändlers. Der Industrielle heißt Wols gang Freiligrath und sein Geschäsl soll ein be deutendes sein. Ein Minnesota'er Blatt sagt: „Hr. F., ebenso liebenswürdig im Umgang, wie unternehmend in geschäftlicher Beziehung, hatle den ganzen vorigen Winter hindurch sei nen Wohnsitz in St. Peter, von wo aus er die Häuteeinkäuse in allen Theilen Minnesota'« besorgte. Die Waare wird von da aas größ tenteils nach London nnd zwar an die große Lederfirma Schoellkopf 6- Sohn versandt, de ren Ausgaben sür Häute, die sie in den Ber. Staaten auskaufen lassen, sich aus viele Milli onen Dollais belaufen. Hr. Freil'grath, der sich gsgenwärtig in Europa befindet und im Juli wieder in St. Peter eiuzutressen gedenkt, vtlfendet aber auch noch an andere Handels. Plätze Häute, fo namentlich nach Hamburg und Antwerpen, und Tausende derselben neh men alljährlich, unter der Gestalt und dem Namen „French K>p, oder bestes impcrtirtes Leder" ihren Weg zurück in dieses Land." Während der „Herald" ans den nichtpnbli zirten Aussagen der „Potari s" .Unter suchung, die früher ausgestellte Behaup tung, daß Capt. Hall vergiftet worden sei, ausrecht zu erhallen sucht, puvtizirt die Regie rung noch eine Reihe von Zeugenaussagen, welche Alle dahin gehen, daß Capi.Hall eines > natürlichen Todes starb. Nur einer der Zeu gen, der Koch Wm. Jackson will von Hall ge i hört haben, daß derselbe, aus Dr. BesfelS zei gend sagte: „Jener Mann hat mich vergiftet." > Capt. Hall sei zuletzt der Ansicht gewesen, daß Baltimore, Md., Montag, den 23. Juni 1873. Jeder am Bord versuche, ihn zu vergiften. Cavt. Buddington wild von Allen als ein Trunkenbold geschildert. Die franz. Barke „Alto ," welche in vori ger Woche mit niedreren Fieberkranken von Havanna auf der Rhede von Hampton ein traf, ist nachdem die Leute wiedelhergestellt wurden, nach Havre abgefahren. Lorillard's neueDampferlinie zwi schen New-Uork, Norfolk und Rickmond wird in's Leben" treten, trotzdem eS große Opfer kostet, mit der „Old Dominion-Linie," welche eine ganzeDampfeiflotte besitzt und glänzende Geschäfte macht, zu coukurriren. Um das sog. „A da i r-" oder „Civil- Entfchädigungs."Temperenzge fetz, durch welches der Wirth, welcher Je mand ein Glas Bier verkauft, und der Haus besitzer, in dessen Hause dies geschieht, sür allen Schaden, den ein Betrunkener anrichtet, verantwortlich gemacht werden sollen, un schädlich zu macheu, wird in einer englifchen Zeitung in Ohio, wo das Gesetz in Kraft ist, vorgeschlagen, daß sich ein Familienvater von seiner besseren Hälfte einen Erlaubnisschein ausstellen lasse, der etwa folgendermaßen lau ten könnte: „Ich, Christine Gchwenfeger, oder Molly Thomson, gebe hiermit meinem armen, verfolgten Ehemann die Erlaubniß, heute Abend fo viel Wein oder Bier zu trin ken, als er bezahlen kann, und ich verpflichte mich außerdem, allen Schaden zu bezahlen, den er möglicherweise anrichten könnte." In Cincinnati wird die Errichtung eines zoologischen Gartens angeregt. In St. Louis hielt bei der kürzlich vollzogenen Grundsteinlegung einesHospiials der „Alexianer-Brüder" einFarbiger eineßede in deutscher Sprache und forderte dann iu plattdeutschem Dialekte die Anwesenden zu ei ner Collekte auf. Präsident Graut war gestern bereits wieder in Long-Branch. Dieie Woche be sucht ihn die Familie des Sekretärs Richard son. Das Krie g samt sucht vm Angebote zur Lieferung von 250,000 Grabsteinen sür die ge- In Washington wird jeder Angestellte des Kriegsamtes entlassen, der nicht präcis S Uhr Morgens auf seinem Posten ist. Aus der Fabrik in Spring sield, Mass., gehen jetzt täglich 900,000 Postkarten In der Nähe von Webster, 0., an der „Portsmouth- und Cincinnati-Bahn" wuroe vorgestern der Bremser Zos. Barnes überfah ren und getödter. In den Fällen dervierzehu Stimm rechtsweiber, welche mit Susan P. An. ihony in Canandaigua, N.>Z)., gemeinschaft lich angeklagt waren, hat der Disttiktsanwalt In New-Oiteans wurde vorgestern nach achttägigen Verhandlungen der Libell prozeß des I. Hawkins gegen die „Pi cayune" entschieden; dem Kläger wurden SlB,- 000 zugesprochen. Mehrere Geschworeue er klären offen, daß sie bestochen worden sind; ei ner erhielt K 125, der andere H5OO. Der Fall wird vor das Appellationsgericht kommen. Der Prozeß der nach FortKlamatd gebrach ten Modocs wird nicht eher beginnen, bis Hr. Meacham, soeben von Washington abze reif't, an Ort und Stelle eingetroffen ist. Hr. Meacham wurde bekanntlich zur selben Zeit, als Gen. Canby erschossen wurde, schwer ver wundet. Unterhandlungen sind zur Zeit mit Eng land imGange, um den Postlarte n-B er kehr zwischen Großbrittanien und den Ver. St. einzuführen. Das Porto joll auf 3 Cts. ermäßigt werden. Der vor einigen Tagen in GLttingen verstorbene OberamtmannGoltenborn Hai der Universität sein ganzes bedeutendes Vermö gen, man sagt gegen 80,000 Thlr., vermache, und zwar zu Stipendien für bedürftige und würdige Studirende mit ausdrücklicher Aus schließung der theologischen Fakultät. „Der Erblasser (so commeutirl die „Speu. Zig.") wollte ein für alle Mal verhindern, daß die modern-orthodoxe Richtung, wie sie auch iu der lutherischen Kirche der Provinz Hannover eingerissen ist, von seinem Gelde irgendwie unlerstützt würde." Die Iu b e lfei er des fünfzigsten nie d err hei n if ch enM u si kfe st es hat am 2. und 3. Juni zu Aachen stattgefunden.

Es wirkte ein Chor von 388 Stimmen und eiiiOrchester von 125 Instrumenten mit. Das Programm war ausschließlich der Zeit der großen und anerkannten Meister von I. S. Bach bis auf Schumann entnommen. Unter denSoustcn werden besonders gerühmt: Frau Will aus Wien, Hr. Hubert, die AllistinFrau Gomperz-Bettelheim uno Andere. Ein Ju belfest kann schließlich nicht ohne lubelouver türe und lubelrede beginnen. Erstere war bereits im Jahre 1822 von Beethoven verfaßt —es ist fein Opus 121—, festlich genug, ohne gerade fo bedeutend zu fein, um den Schwer, puukt der ganzen Aufführung zu verschieben. Die Letztere schrieb und sprach Emil Ritter- Haus, indem er in ihr blumig und gewandt ausdrückte, was cm dichterlich angelegtes und in gebundener Rede wohlgeübtes Gemüth in einem solchen Augenblicke von der Bedeutung der Musik imAllgemeinen, der Musikseste im Besonderen und deslubelsestes in aller speziel ler Beziehung zu empfinden und zu sagen ver mag. Das „Mannheim?rTageblatt" vom 20.Mai bemerkt über Hecker's Empfang: „Hecker hielt an die zahllose Menge vom Wagen aus eine Ansprache, m welcher' er sagte, daß er, der„Rebell," nicht gekommen sei, um daSVolk aufzuwiegeln, ssudcrn um an dem Grabe sei nes in Ehren verstorbenen Vaters, an den Gräbern aller ihm gestorbenen Lieben zu beten, und um sein großes Vaterland, seine Heimath wiederzusehen. Nachdem er noch in warmen Worten sür deu herzlichen Empfang gedankt, betrat er das HauS, während ein vieltausend faches Hurrah und das Absingen des „Hecker liedeS" die Worte des schlichten Mannes er wiederten. Voraussichtlich wird Hecker nur kurze Zeit hier verweilen, da er baldigst zum Kurgebrauch in ein Bad reisen wird. Hier von zurückgekehrt, wird er sich längere Zeit hier aushalten." Iu nicht minder herzlicher Weise sprechen sich die anderen Mannheimer Blätter aus. Die „Familieublätter" begrüß ten den Gefeierten mit einem Gedicht.'. Soinmers.-Krecken.—(Zholera in den Ver. Staaten und Europa. Das Gelbe Fieber imHafen von New-Pork. Eholera in Europa. Verlin , 21. Juni. Eine Depesche von Danzig meldet, daß zweiundvierzig polnische Flößer auf der Weichsel an der Cholera er krankten und 25 davon starben. Von den übriger. 17 sind bis jetzt uur vier wieder voll ständig hergestellt. In Neufahrwasser, eine (deutsche) Meile von Danzig, ist ein neues Hospital für Pestkranke eingerichtet worden. Constant i n o p e l, 21. Juni. Die Cholera ist inßuitschuck, in der Provinz Bul garien, ausgebrochen. Rom, 21. Juni.—ln der Provinz Teviso sind mehrere Personen au der Cholera geilor ben. Die Behörden ireffen Vorkehrungen, um ein Umsichareisen der Seuche zu veryindern. Nashvil > e, Tenn., 21. Juni.—Gestern starben 43 sarbigeund 24 weiße Personen. Die Sanitätsbehörden thun alles Mögliche, um eine weitere Verbreitung der Chclei a zu ver hindern, aber ohne Erfolg. Es ii't schwül, obgleich es etwas gereguet hat.—Eine andere Depesche gibt die Zahl der Todten aus 59 an, darunter 48 Neger. Wafhin gt o n, 21. Juni.—Ein promi nenier Regierungsbeamter erhielt heute fol. gende Depesche aus Nashville: „Die Cholera greift rasch um sich; es sterben täglich 100 Menschen; die halbeStadt steht verlassen. Alle Geschäfte ruhen." Nash v i ll e, 22. Juni. Die Sterb lichkeit belief sich heute auf 52 Personen, eine Abnahme von 7 im Vergleiche zum gestrigen Tage. Memphis, Tenn., 21. Juni.—Gestern starben 17 Personen an der Cholera. Gegen Abend fiel ein starker Regen, begleitet von einem Gewitter, und es hat sich infolgeDessen etwas abgekühlt.—Hn den benachbarten Or ten ist die Seuche im Abnehmen. Cincinnati, 21. Juni. Bis heute Morgen k Uhr wurden 14 Todesfälle in Folge der Cholera berichtet; gestern erkrankten sechs und stalben drei Personen. Cairo, Jll., 21. Juni. —Von Mducah, Ky., wird berichtet, daß dort gestern fünf Per sonen an der Cholera starben. Boston, 21. Juni.— Die Staats-Saui tätsbehörde von Massachusetts hat em Cirku lar an die Städte und Ortschaften des Staa tes erlassen, in welchem Maßregeln gegen die drohende Seuche empfohlen werden. Was h tn gto n , 22. Juni. Der erste Fall asiatischerCholera ereignete sich hier; eine Negerin ist gestern der Seuche erlegen. Man sagt, daß gestern Abend der Sanitäts-Com misston aus den schmutzigen Quartieren der Neger fechs ähnliche Fälle berichtet worden sind. Dal Gelbe Fieber. New -Vorl, 21. Juni.— Nach den Be- richten der „Union" sind in der Miethka!eri?e an d«-r Statestr., in welcher kürzlich der junge Ennis starb, vier Personen au: Gelben Fieber gestorben. Die Brigg „Tnbal Cain" von Matanzas berichtet, daß am 17. Juni G. Anderson und am 21. Peter Blackston, zwei Matrosen, am Gelben Fieber starben. Ein Kind des Capt. Stones erkrankte an der Qnarantaine. Brookl »n, 22. Juni. —Die SanitätL- Behörde von Brooklyn berichtet, daß kein Ge lbes Fieber herrscht. Telegraphische Tepesches. (europäische Aabelberichte. Paris, 22. Juni,—Lie „Union" publr zirt ein Gerücht aus Berlin, dag Kaiser Wil helm nicht mehr im Stande sei, die Regie rung zu sühreu, und daß Kron-Prinz Fried rich Wilhelm demnächst zum Regenten pro klamirt werden dürfte. Wie n, 21. Juni.—Hr. Jackson S.Schultz hat sich von seinem Amte alsHaupt-Commii sionär der Ber. Staaten bei der Ausstellung zurückgezogen, und der Achtb. John Jay, ame rikanischer Gesandter, hat nach Washington telegraphirt, nm die Ernennung des Hrn. H. Garrettson von Cleveland, Ohio, zu empfeh len. Der Letztere war einer der luspendirten Commissionäre und wurde von Hrn. Schultz zu einem seiner Assisienten wiedererwählt. General Ban Buren hat Wien verlassen, da er alle Hoffnung aufgegeben hat, wieder einge setzt zu w?rdeu. Kais r Franz Josevh besuchte gestern dieAns stellung und besichtigte alle Sektionen. Er be kundete großes Interesse an der Maschinerie, welche im amerikanischen Departement aufge stellt ist und verbrachte einige Zeil mit Be sichtigung derselben. Das Wctter istdrük kend he^ß. Wien, 21. Juni. Ein internationales Schachtournier um den Preis von H2OOO in Gold wird am 2V. Juli stattfinden. Loudon, 2l.Ju»i. — Der Schah von Persieu wird heute Woolwich besuchen und will eine Jnspektionstonr durch den Schiffs banbof, das Arsenal und die königliche Mili tär-Akademie machen. Glasgow, 21. Juni. Gestern Abend entstand in dem im Hafen liegenden Cunard- Dampfer .Marathon" Feuer, und konnte dasselbe nicht eber gelöscht werden, als bis ein Theil des Schiffes verbrannt war. London, 21. Juni. Ein trauriger Un fall ereignete sich heute aus der „Mioland Bahn." Mehrere Waggons wurden aus dem Geleise geworfen, und mehrere Personen wur den getödtcr und verwundet. Frankreich. Paris, 21. Juni. Pfändungsbefehle wurden gegen daSLesitzthum des Hrn. Gustave Courbet erlassen, und soll dasselbe verlauft werden, um die Auslagen fürWiederaiisbauung der Vendome-Säule zu decken. Der Schah von Persien wird hier am 5. Juli erwartet. Madrid, 21. Juni. Senor Castelar hat der Regierung einen Borschlag zur Errich tung einer Republik nach dein Muster der von Amerika gemacht. Danach soll das Land in Staaten eingetheilt und ein Präsident vom Bolke erwählt werden. Die Zahl der Staaten soll fünfzehn nud die Dauer des Amtsiermins des Präsidenten fünf Jahre sein. Bon Lenda, einer Festung in Catalonien, wird berichtet, daß die Karlisten bei einem Angriff aus die Stadt eine bedeutende Nieder lage erlitten uud sich in aller Eile zurückziehen mußten. Madrid, 20. Juni.— Die Aufmerksam keit der Regierung ist auf mehrere Landoerbes sernugspläue in den spanischen Colonie'n gerichtet worden, welche im Sinne einer gründ lichen Reform ausgedacht sind. Einer dersel ben ist finanziell von großer Bedeutung und besteht in einem ausgedehnten Anbau des Ta backs in den Colonie'n unter der unmittelba ren Aussicht der spanischen Regierung. Dieser Plan ist vom Cabinet bereits gebilligt wo» den, und die Regierung beabsichtigt, Pflan znngeu auf den Philippinischen Inseln an Private zu verpachten. Die Karlisien sollen die Bahnstation inßel lock durch Feuer zerkört haben. Bayonne, 2l.Jum.—Die Karlisten in hiesiger Stadt haben Depeschen erhalten, in welchen berichtet wird, daß die Insurgenten die Stadt Pancorba in der spanischen Provinz Burgos eigcnommen uud 400 Gefangene ge macht haben. Madrid, 21. Juni.-- Eine Privat-Ver. Sammlung der Majorität der CorteS wurde heute abgehalten, in welcher Senor Pi y Mar gall, Präsioentsrath, anwesend war und eine ergreifende Rede hielt. Er verlangte eine ener. gische Politik und fordert, daß der Regierung besondere Vollmacht ertheilt werde, um dieje nigen zur Rechenschaft ziehen zn können, die den Umsturz der Republik beabsichtigen. Se nor Eastelar forderte ein Vertrauensvotum, welches angenommen wurde. Hierauf vertagte sich die Versammlung. Vi arri tz, 21. Juni. Serrano, Mar ias, Caballero de Rodas, Gaminde, Sagosta und Andere, hier und in der Nachbarschast wohnhaft, bemühen sich, eine Partei von Ge> mäßigten zu orgauisiren nnd sich den Besitz der Regierung zu sichern. Sie haben den Kar listen und deu regulären Regimentern, zur Zeit im Dienste der Republik, Anträge ge macht mit der Absicht, sobald sie eine genü» gense Truppenmacht gesammelt haben, nach Madrid zu marschiren. Borschläge dieser Art wurden an Elio, Dorregary, Lizzarga und andere leitende Karlisten gemacht; alle weigern sich jedoch, irgend eine Verbindung mit Ser rano oder seinerParttieinzugehen; man glaubt aber, daß viele reguläre Regimenter der spa nischen Armee an der Verschwörung belheiligl sind. Die Partei gibt vor, eine einige konser vative Republik gestalten zu wollen. Türkei. London, 21. Juni. —Ein Spezial-Cor respondent telegraphirt von Constanliuopel, daß der Sultan so gefährlich erkrankt ist, daß jeden Augenblick sein Tod eintreten kann. Die Bevölkerung hat sein Leiden längst für unheil bar gehalten und die Ankündigung seines To des würde deshalb weniger Erstaunen erregen, als die Erklärung, daß seine Genesung zu er warten stehe. C o n st a nt i n o p el, 22. Juni. Der Bericht, daß der Sultan gefährlich krank ist, entbehrt jeder Begründung. C o n st a n t i n o p el, 21. Juni. —Gre gory Aristurchi Bey ist zum türkischen Gesand ten in Washington an Stelle Blague Bey's, welcher seine Abdankung vom Sultan gefor dert hat, ernannt worden. Queenstow n, 21. Juni. —DerDpfr. „Ciiy of Washington" ist nach New-Hork ab gefahren. London, 21. Jnnl, 11 Uhr Vormitt. Consols eröffneten zu 92H für Geld und 924 für Brief. „Amerikaner," alte'Kser92Z;'K7ec lo.4oer 89; neue Fünfer 895. Ene SO4. London, 21. Juni, 3 Uhr Rachmitt. Consols und amerikanischeWerlhpapiereschloß sen unverändert. Liverpool, 21. Juni, 11 Übr Vorm.— Baumwolle stetig; Oberl. 3Z-9; Ocl. 9i-9j. BcrHv» 10,000 Ballen. L W?r Pool, 21. Juni, 2 Uhr Nachm.— Baumwolle leichter und theilweise etwas hö her; Verkäufe 10,000 Ballen; Spekulation und Ausfuhr 2000 do. London, 21. Juni, Nachm. Talg 43 Sch. Inland - Ttpeschea. Der FriedenS-(so,nmissär Meachai» über die Modocs. ?! cw. Bsrl der Vermischte Depeschen anZ ?kew-'Aolk. New - Vork, 22. Juni,—Ter Mörder Charkey isl Oberst W, A. Mckillrp von Westminster, Md,, als Kommissär zur Wiener Welt- einrr Woche in e nach Europ geschickt. Waldbrände. King jt o n, N -?),, 21, Zuni.-Jn den Wälder»in Rahe des Wcit-Harley, die Eine «andevon Pferdedieben. Die «taatsobliqationen von Missonri. Unfall auf der Jagd. lhattenin>)t.d in e da r.R aP I Juni,— Auf rer Farm de? wie GaNe. Aus Arizona. gZerhaftunft und Auslieferung eines ,ig»-' teueres au« Meriko. gen, Nachrichten von Mcatin melden, daß die dortige Re Unfälle von Dampfern. R,-B . 21, Juni,-Heute brannten hier 5 UOV." ° Äermischte Berichte. Philadelhia, 21. Juni. (Die bei den vernichten Kinder aufgefunden.— Myste riöser Borfall.) Durch eine Anzeige wurde bekannt gemacht, daß zwei kleine Mädchen, Namens Anna Elisabeth Ragan und Maggie Mulvey, von denen keines noch das k. Lebens jahr überschritten, seit dem Mittwoch spurlos verschwunden seien. Die Eltern baten, etwai ge Nachrichten über den Verbleib der Kinder nach ihrer Wohnung in der Rosehill- nahe Sommer>et - Str. in der 25. Ward zu senden. Die Familien Ragan und Mnlveq wohnten in einem unter dem Rosehit! Bitlage bekannten Theile der 25. Ward, nahe der Kensington- Aveniie und Somnierset»Str. Der Platz wird von Süden nach Norden von Straßen durchschnitten, welche paialell laufen und Rosehill-, bezügiichOram-Straße heißen. Im achten Hause auf der West-Seite der Rosehill- Stc. wohnte die Familie Ragan und in dem zehnten Honie auf der Ostseite von Oram- Str. die Familie Mulvey, so daß die Höfe der beiden Häuser fast kommenstießen. Die Häuser an beiden Straßen sind sogenannte „Eoitage Häuser" d. h., es fehlt ihnen da« Vorder-Gebäude und statt dessen ist ein Gar ten vor dem Haufe angelegt, welcher der Straße ein überaus sreuudllchcsAassehen ver leiht. Jeder Bewohner dieser Häuser scheint aus die Ausschmückung derselben Fleiß und Geld verwendet zu haben. Aus den Höfen der Häuser führcnThüceii nach einer mit beiden Straßen paralill laufenden Atley und da alle Thüren stets offen standen, konnte man von einer Straße zur Anderen ohne Umweg gelan gen. Hier spielte am Mittwoch Morgen um 8 Uhr Anna Elisabeth Ragan und Maggie Mulvey. Anna wurde von ihrer Mutter wie derholt gerufen, hörte aber nicht, fondern spielte mit Maggie, welcher sie einen Besuch abgestauet hatte, ruhig weiter. Um 85 Uhr Morgens wurden dieÄinder Plötzlich vermißt und seitdem haben die Eltern und Nachbarn unabläs>>g nach den Kindern gesucht, ohne sie jedoch zu finden. Kein unbewohntes Haus, keine Grube, kein Wasser, kein Gebüsch blieben undurchiucht. Die Geheimpolizei wurde sofort beuachrich. rigt, in allen Stationshäusern wurde telegra fisch angezeigt, daß die Kinder vermißt wür den, nirgends aber war eine Spur von densel ben zu finden. Tie Geheimpolizisten Tryun und Wood, sowie Capt. Harns durchforschten selbst die ganze Nachbarschaft, aber vergeblich. Der Officer Dingas und ein Bruder des Hr. Ragan traten noch vorgestern Nachmittag um 1 Uhr in das säion seit einigerZci« unbewohnte dritte Haus auf der Ostseiie dcr Oram-Stra ße, durchsuchten dasselbe nebst allen Wand schränken und sonstigen Gelassen grundlich, ohne auch uur eine Spur voa den Kindern zu entdecken. In oieiem Hanse sind später die Kinder ge funden worden. Als nämlich am Donnerstag Abend uni lii Uhr, also volle 37 Stunden nach dem Verschwinden der Meinen, das Ehe paarßagan abermals dieOram- und Rosehill- Straßen auf- und abgingen, horteFraußagan plöelich das Hüsteln eines Kindes, welches aus jenem Hause zu kommen schien. Sie machte sofort ihren Gatten und die Natibarn daraus ausmert>am, man brachte Licht herbei, und drang in das HauS ein, welches nochmals durchsucht wurde. Im vordem Zimmer deö zweitenStockwcrks war ein Wandschrank, welcher' durch ein Schnappschloß verschlossen war, und als sie die Thür öffneten, fiel ihnen die kleine Mag gie Mulvey entgegen. Mittlerweile hatten sich mehrere Nachbarn in dem Hause eingefun den, darunter auch Hr. Mnlvey, wclcher sein wiedergefundenes, noch lebendes Töchterchen in die Arme schließen konnte. Die Kleine kannte nur noch sagen „O Papa, d>e Frau hat uus weggelockt und der Mann hat uns hier cmzesperrt," worauf sie iu nervöse Kämpfe verfiel, wie winde in ein Haus gebracht uns lag gestern Mittag noch im tiefsten Schlafe. Es war der strengste Be fehl vom Arzte und von der Polizei gegeben worden, unter keinen Umstanden das Kind mit Fragen zu belästigen, um es nicht aufzuregen und seine Erinnerungen nicht zu verwirren. Der Arzt bofst, daß die Kleine, welche Spu reu von Mißhaudluugeu au sich trägt, aber nicht erheblich verlezt ist, Mit dem Leben da von kommen wird. Die kleine Anna Ragan lag aus dem Boden desselben Wandschrankes, und als mau sie aushob, gab sie noch einige Lebenszeichen vou sich, starb aber bald nach her. Dieses Kind war gräßlich mißhandelt worden; es waren ihm die Kleider zum Theile vom Leibe uud die Haare ans dem Kopse ge rissen worden, außerdem trug es Spuren sou stiger brutaler Gewaltthätigkeiten. Die Leiche wurde nach dem Hause der El tern gebracht und wird wahrscheinlich bald begraben werden müssen, da bereits Berwe juug eingetreten ist. Die Detektives glaubten znerst, daß d.'eKin der sich bei'm Spielen in den Wandschrank versteckt hätten, daß das Schloß der Thüre eingeschnappt sei und daß sie daun von ihien Spielkameraden nicht gefunden und vergessen worden seien. Hiergegen spricht Erstens der Umstand, daß Ossicer Dingas vom 24. Di strikte und der Bruder- des Hru. Regan erst am Tonncrslag-Nachmittage um 1 Uhr das Haus und jenen Wandschrank durchsucht und die Kinder nicht gesnnten halte. Ferner muß es kaum denkbar sein, daß die Kinder 37 Stunden lang in dem Wandschränke bleiben konnten, ohne zu ersticken. Außerdem würden dann die Kinder keine Verletzungen amKörper ttagen. Es bleibt dahec keine andere Theorie übrig, als daß die Kinder in ein anderes Hans ge lockt, dort festgehalten und mißhandelt, schließ !ich nach dem unbewohnte» Hause ge>chlepm und iu das Eloset gesperrt wurden. Es ist kaum denkbar, daß die minder erst in dem un bewohnten Hanse mißhandelt wurden, da aus dem Fußboden des Hauses keine Spuren von Gewalt gesunden werden konnten. (Späteres.) Dr. Shapleigh, der Arzt des Coroners, hielt gestern Nachmittag eine l>o6l luui'teiu-Untcrsuchung an der Leiche der Anna Ragan und erklärte, das Kind sei nicht miß handelt wordeu, sondern an einer Gehirn- Coiigestion in Folge von Erstickung gestorben. Dr. Shapleigh untersuchte auch das andere Kind und fand leine Spuren einer Gewalt that vor. EinigePersonen waren im Lause des gestri gen Tages verhaftet worden, da dieselben im verdacht standen, Näheres über das Geschick der Kinder zu wissen. Aus Anordnung des Eapt.Heins von der Geheimpolizei wurden die Verhafteten in Freiheit gesetzt, da keinßeweiS gegen dieselben vorlag. Der Fall wird heute näher untersucht wer den uud w>rd vielleicht die Untersuchung deS Coroners Weiteres entbn!l>'n. (PH. Dem.) T . HI g- tN ch rey.l Ioli» Ryan wirer I .inei B, vemMa. Bli e s KreiS-Gericht.- sVor Richter Berichte aus tem Inneren des Staates. < »kr <^h-^ L°Uowa«i (S.W. G. W. N„ 6, V-Pearl°iu <z>, zu z,,. I, d, Äoor wm; Ä, W. ll.> A. R. Rase! G W. v!.. L. ttußmaul. Ein J)tord rn stillster, Do Nuvimer 1-t9. Lokalberichte aus Jvasbinqton. Hofes stal: An tem Auszüge, der bet dieser Kriegen. und^Ge^ll^ch^ften^T Krau Verbleie Gattin des Sani'äts.Coininifsärs, welche wie wir in voriger Woche mittheilte», schwer er trankt damierer lag, soll sich jetzt aus dem Weze zur die Herren Spitzbuben curch dasselbe enlschlupf! Marie R, Chichester, Wittwe des verstorbe- apt, George Ehichcstrrvon Fairsax.iiounth, Va,, Washingion von einem Wage» überfahren und trug da- Verletzungen davon, denen sie nach iPoundlculel, welche aiigctlagt' Abend einen Angrist auf >ür, Barter gemacht zu haben, umerjuchien, be>chloss-n, Burgjchasl -für Mlller, Haw kins Uli: Brooks zu stellen, da sie sich Uderztiigtiu, daß selben gennesen würbe. Capt, Webster, in Alexandria, wurde gestern Morgen von dem geheimnißvollen Verschwinden eines Farbigen, 'Lamens Jakob Parier, in Nenninitz ge wohnt ä " Mann Neue Anzeigen. Domokra.isch - canscrvatilie Sliiniugc z, Nordwest der Pia und Bo dstra^e.^ Llvwinn's eukal. der Caroline- und Or EiraKr. ü. Nr.!«, Hciurc-Market - Tpace, nahe Balit- !u, Nr. K, Parkftraße. t» >, iiamtenslra^ Straße.' V - u lt>. ?!r. ü'l^Acsl 'Lerirgtonstrafic. Ons Kt ",vl>n Dempsen, Zckr>tar, ' lü. Ward. Temokratisch-conservativer Zettel. Für das Haus der Delegaten: Dr. Sdlvnrd I. Gegner der l.uc-U Uptivn. Ivsct» »». An die Stimmqeber der l-t. er'"e^^.^v" I ll!>-A) Freiheit, An dle Wähler deS zweiten Gesetz» soll, ober nicht, verwickeln. In des P. Poe in einer Rede, die rcrselbe wril>ch°-i>,?z'Ad'rn?« in einer Versammlung in der eilften Ward hielt be haupiet, ein Candi-at sue die «e,et!g-bung iollte'das Poll im Por»us willen laisen, wie er bezüglich der beab sichtigtcn tierietzung des Hrn. Whl»e aus dem Knüver neurs-Stuhle in den elnträgticheren, aber vom demokra. tifchen Standpuntie aus sicherlich nicht ehrenhafteren gebe» werbe Wahrend ich gegen Gouve»nhur Wh"e kein Geiühl perfönlich-r Feindichafl hege und an ihmden Beweis der Fähiglei, , welche thut den Ruf. besten er sich unier leinen Berufs - Genssteii unc Milburgern erfreu, gesichert, anerkenne, bin ich aus das oaß keil der sowie All,?, »e!che Wohlfahrt I»ler-,se und diesen Brauch wenu man rhn aniilin.»,, als geeignet, nicht nur die Partei- Or,»lii,at>on zu iemaralistren. sonde,»ste «am und aar zu «ernichlcn, zu dranomarken. Nach meiner bejcheidenen Ansicht, gab es in de: cs- Ich.chie oer d-inol-atisch.» Partei kerne vo d,e ?n! sehnliche Start« ihrer Gegner prompies. energisches inannhasteS unc unabhaiigigez Austreten nothwendiger machte, als gegenwarrig. ganzen Staate wublen die «.Mdlilaner a-schr-.. un/scharsstnnig. um °» °!i7s°r' Reihen Zwietracht und Hader zu brin en. Die Eon. Hause »der selbst bei gei»einjch>fiijch-r Äbitimmun» ist ihr gros-s Ziel und Endzweck, zu deren Erreichung st alle» Airdere zu opfern und mit irgend ein Bundniß einzugehen bereit sind. H>eint es sich demnach für uns nicht, mit geschlagener T i? rucken Zit es nichl mindestens Avancement ein«? oder te verwund ihre,. .«ierr. Bureau des Geliäude-LnspeltorS. D M.iUv!» um offene»-chupp.n, tZ bii 4» Werste: > » 112 t von Ä Pjeiditraf:, !/>r Zjj, Wcst-Äaili- Slraje! , von iZ. Bcelc» UNI drei onene schuppen, 7 bei 10 Zuß, hinuri, 91 und Lunlslr.! Für Schneider und S ch u l) m «z ch r r. Unsere Skene G. 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