Newspaper of Der Deutsche Correspondent, 23 Haziran 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated 23 Haziran 1873 Page 4
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Ter Teutsche Correspsndeut. Baltimore, 23. Juni 187». Stadt Baltimore. »M- Personen, die während der Sommermonate die Stadt ver laden uud den „Corresponden. teil" täglich oder wöchentlich zw geschickt zuhaben wünschen, sind ersucht, ihre Adresse in der Erp. d. 81. Aufzug e b e n. Preis des täglichen Blattes pro Monat, inclusive Porto, 80, des wöchentlichen Blattes 25 Cts. Die gestrige Frier der deutschen Adoptivbmatr Sattimore's. Die Grundsteinlrgung des neuen „All gemeinen Deutschen Waisenhau ses" an dcrAi quith-Skasje. Geschichte des Waisvhauses. Ganz Baltimore auf den Beinen. Eine riesioe Demonstration iw Juteresse der Nächsten liebe und des Wohlthätig kei.tss innes. Reden des Hrn. Kustav Faciu», des Gouverneurs William Pinkney Whyte und der Ehrw. H. Scheid und M. Kratt. Musik- und Gesang. Vorträge. Die Ceremonie der Grundstein legnng. - Sammlung zum Besten des Waisen Hauses. Fahnenschmuck. Der gestrige Tag brachte uns eine der erhe bendsten Feierlichkeiten, welche jemals in un serer Stadt veranstaltet wurden,—die Grund steinlegung des neuen „Allgemeinen Deut schen Waisenhauses" an der Äisquith-Straße. Schon der NaMe besagt, daß dieses Unterneh men, soweit es die Unterbringung und Ver sorgung der Waisenkinder anbetrifft, dem gan» zen deutschen Publikum zu Gute lommt und daß es nicht unter dem Einflüsse irgend einer besonderen Gemeinschaft steht. Ist es daher ein Wunder zu nennen, wenn eine derartige Anstalt, deren Pforten Jedem geöffnet sind, schließlich Schooßkind der ganzen deutschen Bevölkerung einer großen Stadl wird ? Und mit Recht dürfen wn sagen und be- daß das „Allgemeine Deutsche Wai lenhaus" der Liebling, das Schooßkind und sogar der Stolz des ganzen Deutschthums un serer Stadt geworden. Keine von Deutschen in's Leben gerufene Anstalt ist von allen Sei ten so thatkräftig untersti.tzt worden, wie ge rade die, zu deren neuem Gebäude gestern der Grundstein gelegt wurde. Trotz der Popula rität, deren sich das Waisenhaus und derWai ?cnhaus-Verein jetzt erfreut, sind beide den noch nicht alt. Seine ursprüngliche Grün dung verdankt das Waisenhaus dem Hrn. Martin Kratt, Pastor der evangelisch-lutheri fchen Dreieinigkeits-Gemeinde, und einer An zahl Mitglieder derselben unter Mitwirkung des damaligen Kirchenrathes der Gemeinde. Diese Männer organisirten am 12. Juli 1863 einen Waisenverein, aus welchem eine Anstalt unter dem Namen: „Das Deutsche Protestan tische Waisenhaus" hervorging. Das junge Institut hatte in den ersten Jahren mit vielen Mühsalen zu käikipfen und die Gründer wur den bei'm materiellen Ringen um die Existenz des Instituts häufig vouZagen ergriffen, aber stets rafften sie ihren Muth auf's Neue wie der zusammen. Am 8. November 1863 wur de das erste Gebäude um mehrere Tausend Dollars angekauft. Dasselbe stand an der Ost-Prattstraße und konnte im Anfange nur dürftig eingerichtet werden. So fehr man sich auch einschränkte, hatte man doch mit den größtenSchwierigkeitenund Mühsalen zu kämpsen, um die fällig werden den Roten zu bezahlen, denn bei'm Ankauf Gebäudes hatte Man nicht den kleinsten Fond in Händen gehabt. Hr. Martin Kratt war damals unablässig thätig für die gute Sache; er agitirte für dieselbe, wo er nur konnte, lernte aber zn gleicher Zeit einsehen, daß das Institut Eigenthum der deutschenßc völkerung werden müsse. Jetzt trat eine neue Aufgabe an die Grün der heran; es galt, das Waisenhaus auf der Basis der Gleichberechtigung der Confessionen neu zu begründen. Bei der Lösung dieser Auf gäbe erwuchsen neue Schwierigkeiten, man hatte mit Vorurtheilen zu kämpfen und die Gründerwaren sogar persönlichen Verfolgun gen ausgesetzt. Nach und nach lernte man zedoch die Verdienste der Männer, welche so warm für die Sache der Waisen stritten, zu würdigen und die Klippen, die sich dem Un ternehmen Anfangs in den Weg stellten, schwanden allmählrg. Bald mehrten sich die Gesuche um Aufnahme in das Waisenhaus, und als die Zahl der Kinder von 8 auf 34 an gewachsen war, stellte sich die Nothwendigkeit heraus, ein größeres Haus anzuschaffen. Man schritt darauf zum Ankaufe des Waisenhauses in der Calvert-Straße und erstand dasselbe um den Preis von SlK,voo. Mehrere Logen und Bereine traten dem Waisenvereine bei und ihren vereinten Bemühungen gelang es end lich, die Summe des Ankaufes zu decken. Am 7. Juli 1867 fand die Einwelhung des neuen Gebäudes statt, bei welcher Gelegenheit ein großer Festzug veranstaltet wurde. Derselbe bildete sich an dem erwähnten Tage, Nach mittags um 2 Uhr, vor dem alteuGebäude an der Ost-Prattstraße, wohin sich die zur Theil uahme eingeladenen Gesellschaften aus den verschiedenen Stadttheilen begeben ,ollten. Der Zug, welcher aus den Mitgliedern von SS Gesellschaften, Logen und Bereinen be stand, berührte auf seinem Wege nach der Calvertstraße auch die Stilesstraße, wo der Präsident des Vereins, Hr. Johann C.Krantz (vor einigen Jahren verstorben) wohnte. Der selbe war damals verhindert, der Feier beizu wohnen, indem er an's Krankenbett gefesselt war. Trotz seiner Leiden erhob er sich jedoch vom Lager, erschien am Fenster und begrüßte den stattlichen Zug, in welchem sich auch die 35 Waisenkinder befanden, die auf einem ho hen, von vier Pferden gezogenen Wagen sa- Hen. Bei der Einweihung des neuen Gebäu des an der Ealvertstraße waren Tausende von Personen zugegen, welche mit Aufmerksam keit den Festreden der HH. Friedrich Knapp, Capt. I. H. Schulten, Martin Kratt und Gustav Facius folgten. Im neuen Waisenhause blühte das Unter nehmen ersichtlich immer mehr auf. Au der Spitze des Vereins standen zu jener Zeit fol gende Herren: I. C. Krantz, Präsident; I. H. Schulten, Vicepräsident; Ernst C. Lin den, Sekretär; E. H. Möller, Schatzmeister; Martin Kratt, Christoph Höhn, Johann Rei senweber, Friedrich Schneider, Joh. Schön hals, Conrad Diestler, Thomas Ochs, Wilh. Wittgrefe, Heinrich Hoffmann, Dr. Heinrich Windwart, PhilippVogel, Johann G. Marr, Gustav Facius, Friedrich Knapp, Friedrich Klomann, Johann Elgert. GeorgFalkenstein, Ernst Knabe, Peter Kaiser, Ka>.l Simon, Louis Schaum und Christoph Ba:tel, Direk toren. Als Repräsentanten der im Jahre 1867 bei'm Waisenvereine vertretenen Logen, Vereine und Gesellschaften fnngirten die HH. Karl Sachse, Martin Weitzel, Friedrich Schlein, Heinrich Engelhardt, Gerhardt Er melmg, Johannes Miller, Martin Lötz, Joh. Philipp, Heinrich Granting, Jakob Kaiser, Johann Rudolph, Karl Plilt, F. W. Appel, Valentin Bauicher, Johann Schwarz, Georg Tolle und C, Wagner. Fünf Jahre später, im Jahre 1872, betrug die Zahl der im Di rektorium repräsentirtenKörperschasten 35 und in demselben Maaße, wie die Zahl dieser Kör perschaften, war auch die Zahl der Kinder angewachsen. Am 31. Dezember des vorigen Jahres zählte die Anstalt 42 Knaben und 22 Mädchen. Die stetige Zunahme der Kinder, sowie die schädliche Uebersüllnng derZßäume mußten das Direktorium, nachdem kaum 5 Jahre seit dem Einzüge in das Waisenhans au der Ca'vertflraße verflossen waren, auf Mittel und Wege weisen, den Verhältnissen eine entschieden andere Gestaltung zu geben. Man sah sich genöthigt, nach einer permanen ten Heimath zu streben, groß genug, um der Aufgabe des Waisenvereins gerecht zu werden. Infolge Dessen wurde in einer am 1. Febr. 1872 abgehaltenen Direktorial-Versammlung ein Antrag eingereicht, ein Comite zu ernen nen, welches es sich zur Aufgabe machen folle, einen Platz anzuschaffen, der sich durch ge sunde und günstige Lage, durch stattlicheGröße und durch einen niedrigen Kanspreis em pfehle. Neun Monate war dieses Comite thätig, ohne jedoch zu einem Resultat zu kommen. Man nahm mehrere Pläbe in Augenschein und schwankte eine Zeitlang zwischen dem An kauf des dem Hrn. Daniel B. Banks gehö renden und an der Franklinstraße gelegenen Grundbesitze« und dem Ankauf des Carmeli terionen-Klosters an der Äikquithstraße. End lich entschied man sich für den letzteren Platz. Dieser war umfangreich u. geräumig, oberes fehlte ihm an einem großen passenden Ge bäude, da das Kloster den Zwecken des Wai fenhauies nicht im Mindesten entsprach. Es sragte sich jetzt, ob man einen Umbau vorneh men oder dem Werke die Krone auffetzen solle, indem man für einen gänx!ichenN.u auSorge trage. Man entschied sich für das Letztere und bahnte durch die Ernennung eines Ban-Co mite'« die Erreichurg dieses Zieles an. Als Mitglieder des Bau-Comite's wurden die Das Allgemeine Deutsche Waisenhaus. HH. G. Facius, E. C. Linden, I. R. Fell mann, Johann Lorz, Karl Svachse, W. Eck hardt, Friedrich Knapp, P. L. Keyser, Louis Muth und Heinrich Kolle ernannt. Bald daraus gingen mehrere Pläne von hiesigen Ar chitekten für das neue Waisenhans ein und man entschied sich schließlich für den Plan der ! HH. Eduard Lupus L H. A. Roby. Mit der Ausführung des Baues wurden die HH. Christoph Gissel und Friedrich Dccker betraut. Bor mehreren Wochen begann mau mit dcm Abbruch des Klosters. Nachdem die letzten Steine dessclben verschwunden waren, wurde der Neuban in Angriff genommen, und die Vorarbeiten zu demselben sind jetzt so weit vorgeschritten, daß gestern der Grundstein ge legt werden konnte. Die Feier, welche mit der gestrigen Grund steinlegung verbunden war, muß in jeder Weise als eine großartige und wahrhaft erhe bende bezeichnet werden. Fast jeder Deutsche, von dem Interesse für die edle Sache getrie ben, nahm an der F:ier Theil und dieselbe gestaltete sich zu einer allgemein deut schen. Gegen H 2 Uhr Nachmittags begaben sich die einzelnen Logen, Gesellschaften und Ver eine von ihren Versammlungslokalen nach der Calvertstraße, wo die Formirung der einzel nen Divisionen und die Aufstellung des Zuges schnell vor sich ging. Trotzdem verzögerte sich der Abmarsch bis gegen 3 Uhr. Nachstehend lassen wir die Aufeinander folge der in dein Zuge repräsentirten Körper schaften folgen: Die Ordnung des Zuges ist, wie folgt: Adjutanten: Georg Glack, I. F^Pundt. Wmter's Mufitcorps. «khes.Marschall: Ot>o Düker; Huiss- Marschau: Carl Ehcs-Adjutrint: t!. F. Winter; G° >Äiutb/«.'SWUe,'Aug? ,°D.' Geo' Rod > nson,H. Mo E m a b >ir- Esksilc: 1. Marschall: Sari Biumharot. Adjutanten: A. Beck und F. Schneider. »Dr. MartinLuthcr-Unicrstuvungsvcrein," Marschall E.Denhardt; »Gustav Acolvh-Bc»e>n," Marschall W. > »S Germania-Loge Nr. 47, Marschall B. Kranz; izackson-Logc Nr. vä, Marschall I. Philipp; Wilhelm Tcll-Loge Nr. 4. Ztr.!«, Maischahll Wlidcineizer, Louis H. Robinson. Johann Bonderhorst. »O. Ä.-Gesellschait", Marschall H. BuchSbaum; Waisen-Verein; Wilhelm"Tell Nr?lÜ, Marschall H. CamphauS; Schiller Nr. 4. Marschall I. Elles. MustkcorpS. Marschall: G. W. Hossmann; Adjutanten: F. Siegel und N. Hanolojer; Srstni Nr. t. Marichall H. Diehl; Fells' Point Nr. 2, MarschallM. Hammen; Baltimore Nr. 3, Marschall ffritz Knochen; Marschall: H. Eile!; - . Columbia Nr. 13, Jean Paul Nr. I, Marschall H. Triller; Schiller Nr. 17, Marschall A. Jackion Nr. Tv, Marschall E. Salliläo-Buno Nr. t. Marschau«. Meyer; »Sozialer Unlersliitzungs-Vercin Nr. 1," Marschall E. Brüssel; »Ballimorer Mctzgervertin Mars. P.Müller! Marschall »Bohmllcher - Verein,» Marschall I.Nos'ser. Jtzel'S Musikcorps. Nr?32, Marschall I. Schmick; ' Humboldt Nr. 2t)l, Marschall A. Gui'lher! Wilhelm Tell Nr. 58, Marschall W. Bitter; Eolumbia Nr. Ü2, Marschall S. Noll; Laiah.tte Nr. 2VV, Marichall W. Schreiber; Orfini Nr. 2l», Marschall Lange; Washington Nr. 2d4, Marichall Z. Araps; Teutonia?ir. 2a2, Göthe>Munnie - Mannie Nr.' 41, Washington-Loge »tr. >2. Seidenzahl. »PythiaS-Rilter," Chei-Marschall Änton Jäger; Jackson Nr. 3», Marschall H. Brauer; Schiller Nr. W, Marschall H. Kopie; De Kalb Nr. 7S, Allemanma Nr. 7ö, Nr. C. Frank; ' Madison Nr. 40, Marschall W. Retzleff; Germania Nr. 24, Marschall I. Schmus; Stenben Nr. 41, Marschall I. Bellen; Schiller Nr. 19. Marschall P. Leimbach; „Deutscher Jokanniter-Orden," Marschall I. Zkeßler; „Germania. Hain Nr. 2, U. O. T." Marschall A. Pick's MusUcoipS. „Schwarze Nittei:" Schiller-Wilnd Nr. 7, Marschall G. Hosmcisler; Luyow Bund Nr. !j Marschall E. Doulong, »lakobS-lllub, Marschall I. Winkel;« „Allzcmeiaer Kranken Un?crstuSungs-B:rcin,« Murschall G. Ztüblei; Lurz. Gabricl-Riner-Loge, U. O. B. B.; Cooenant - Loge, U. O. B. B.; König David - Loqe, U. O. B. B.; Ludwig Philippjon-Loge, U O. B B.; Mohawi - Slänim Nr. 3g, Marschall G. Kopp; Taima-Slamin ütr. 41, Marschall W. Otto; Anacoftia . Stamm Nr. 101, Marschall I. Fischer; Metamora - Stamm Nr. 1, Marschall C. Eberlein. Eapt. Äaschineijer'ö Kavallerie, des Gonverlieure Die Zugvrdnung erliil insosern eine kleine Veränderung, als manche Gesellschaften der ersten Division in Kutschen jvoranfuhren. Die Mitglieder der verschiedenen Logen waren sämmtlich in ihren vollen Regalien erschienen, was in Berdinduug mit den unzähligen Fah> nen und Bannern wesentlich dazu beitrug, dem Zuge ein stattliches Aussehen zu verlei hen. Die Zahl ver repräsentirten Gesellschaf ten, Logen und Vereine belief sich aus SS und die Zahl sämmtlicher im Zuge befindlichen Personen erreichte die Höhe von drei Tausend. Die ursprüngliche Marschroute erlitt keineVer ändernngen; der Zug bewegte sich von der Ealvert- nach Baltimorestraße, und von dort durch die Eden- mid Monument- nach der Aisquithstraße. Viele Häuser waren prächtig mit deutschen und amerikanischen Fahnen geschmückt und die Trottoire waren allenthalben mit einer dichten Menschenmenge besäet. Ganz Baltimore schien aus den Beinen zu sein; nur wenige Amerikaner waren zu Hause geblieben, die Mehrzahl derselben hatte sich eingefunden, um den Zug und oas Deutschthuni wieder einmal m seiner ganzen Stärke zn sehen. ES war freilich nicht das erste Mal, daß das gesammte Deutschthum auszog; schon bei der Friedens feier im Jahre 1871 zeigte es seine Stärke, aber uoch nie sah Baltimore solche große, für Wohlthätigkeit und Nächstenliebe durchglühte Schaaren durch seine Straßen ziehen. Der ' gestrige Festzug mochte etwa 2 Meilen lang sein, denn es nahm sast drei Viertelstunden in Anspruch, bis er an einer Stelle vorbeimar schine. Es war beinahe 4 Uhr geworden, als die Spitze der ersten Division vor dem Platze erschien, aus welchem einst das Kloster I der Earmelitcrinnen stand. Dasselbe ist jetzt verschwunden, um einem Hause Platzzu ma chen,auf das unsereDentschen später mit gerech' tem Stolze hinweisen können. Allerdings er bebt sich der Bau mit seinenZinneli noch nicht in die Lüfte, aber nach wenigen Monaten wird es vollendet vor nuS stehen, las präch tige neue deutsche Waisenbaiis. Die zu der gestrigen Feier auf dem Platze errichtete Tri büne war mit einem Zelldache überspannt und höchst geschmackvoll dekorirt. Auf dersel ben waren sämmtliche prominenten hiesigen Deutschen vertreten, aber auch die eingebore nene Bevölkerung war durch ihre hervorra gendsten Männer repräsentirt; u. Ä. bemerk ten wir Hrn. LameS M. Anderson, Steuer- Einnehmer, Richter Danels und G, W. Bi shop vom Waisengerichte, Hrn. Übler vom „Peabodq-Jnstitute," Ex-Sckeriff Albert uud Hrn. Snm und andere Mitglieder desSladt ratdes. Gouverneur Wui. Pinkney Whyte traf ge gen 4 Uhr ei» und wurde von den Mitgliedern des Empmng-Comite's nach der Tribüne ge leitet. Eine halbe Stunde später erschienen Mayor Joshua Vansant und der Ehrw. Hein rich Scheid, welche gleichfalls von dem obi gen Comite empfangen »nd nach ihren Sitzen auf der Tribüne geführt wurden. Wenige Minuten nach ihrer Ankunft begann die Feier mit dem Choral: „Eine seile Burg ist unser Gott!" welcher von Prof. Wmtcr'S Musik- Corps tresslich vorgetragen wurde. Kaum erklangen die ersten feierlichen Töne dieser al ten erhebenden Melodie, als eine tiefe stille unter den Tausenden eintrat, welche sich um die Tribüne gefchaart hallen. Als der Nach shall des letzten Tones erstorben war, betrat Hr. Gustav Facinsden Rednerstand und hielt die Eröffnungsansprache an die kaum überseh bare Menschenmenge. Nachstehend lassen wir seine Ansprache im Auszüge folgen: „Freunde uud Festgenossen! In Namen des Höchsten, des Edelsten und des Heiligsten, für welches Menschenherzen nur schlagen kön nen, im Nomen der allgemeinsten Menschen liebe heiße ich Sie willkommen an dieser sch lichen Stätte! Wenn ich die Tausende über schaue, welche sich hier versammelt haben, um der Grundsteinlegung des „Allgemeinen Deutschen Waisenhauses" beizuwohnen, darf ich mir mit srohem Bewußtsein sagen: Wir haben einen guten Grund gelegt und werden das gute Werk auch sicher vollenden ! Die zahlreich hier versammelte Menschenmenge liefert mir den Beweis, daß Alles mithelfen nnd mitwirken will an dem guten Werke. Die ersten Vertreter unseres Staates und unserer Stadt sind an dieser Stelle versammelt und j sagen Ja und Amen zu unserem Beginnen. Heute vor fünf Wochen fand eine ähnliche Feier statt; damals waren es die Israeliten unserer Sladt, welche ihr Waisenhaus ein weihten. Ihre besten und prominentesten Männer haben sich heute bei uns eingefunden und sehen, oaß auch bei uns kein Unterschied gilt. Hier gilt nur die Frage: „Seid Ihr bereis, Euer Scherflein auf demiAltar der Hu manilät niederzulegen Wenn ein Wan derer einen hohen Berg ersteigt und endlich er müdet den Gipfel erreicht, so vergißt er da droben bald seine Müdigkeit und freut sich über den neuen Gesichtskreis, den er gewon nen. Einen ähnlichen Standpunkt nehmen wir heute ein. Für die Humanitär haben wir uuabläßlich gestrebt und können jetzi, wo wir eine gewisse Stufe erklommen, mit neuer Kraft den Wanderstab ergreifen und uichl lange wird es währen, so stehen wir auf der Zinne. Dann können wir freudig ausrufen: „Die Liebe für allgemeines Menscheuwohl hat uns an'sEndziel gebracht." Laßt uns darum rüstig voranschieileii, denn was giebt es Schöneres, als für Memchenwohl in die Schranken zu treten! Mit Stolz darf ich heule sagen, daß jedes deutsche H-rz für uns schlägt. Auf den Jusignien aller Banner, die ich vor mir !chaue, die Gesellschaften nnd Vereinen angehören, welche gekommen sind, um der Sache der Waisen zu dienen, lese ich die Pflichten der Menschenrechte. Aber auch die Freuen, die so empfänglich für alles Gute und Schöne sind, haben an unserem Werke mitgeholfen. Sie Alle haben ein Herz für die edle Sache. An dem heutigen Tage, wo Millionen ihre Gebeie zum Hinimel schicken, feiern auch wir einen Gottesdienst, indem wir das Wort befolgen : „Lieve deinen Näch sten !" Was wir beginnen, werden künftige ! Generationen noch preisen. Noch einmal j heiße ich Sie darum Alle willkommen!" Ais Hr. FaciliS geendet, lrug der Balümorer j Sängerbund, der sich übrigens nicht so zahl i reich versammelt hatte, wie wohl zn wün schen gewesen wäre, einen Chor von Franz Abt vor. Das auf dein Programme ange zeigte Festlied von Zöllner bekamen wir lei der nicht zu hören. Hieraus solgte die deutsche Redner bemerkte zuerst, daß kaum Jemand den Muth fassen könne, zu einer solch' zahl reichen Versammlung, zu einem solch' beweg ! ten Meere geistigen Lebens zu sprechen. Aber es gäbe Stunden und Augenblicke, wo der ! leise Odem des Mundes hinreiche, Großes zu ! thun, indem sich Sinnen uno Streben gewalt ! sam auf Großes richte. Dieses richte auch ! die Kraft des Redners aus. Menschen, de ren Sinn sich nickt auf Großes nnd Edles I richte, seien nur menschiich verslärdigeu Thie ren vergleichbar. Bei solchen Menschen aber, in deren Brust edle Gefühle ruhten, bedürfe ! es zuweilen nur eines leichten Hauches von ! Menschenlippen, um die Flammen für das l Gute anzufachen. Stunden wie diese, seien ! Offenbarungen für die Menschheit. Für den ! icnigen, welcher den größten inneren Reich ! thum in sich trüge, seien diese Offenbarunzen am Größten, am Schönsten. Nur in der Gesellschaft vermöge sich der Einzelne zn bil ! den und die Ausgabe der Gesellschaft sei es ! auch, für die Bildung des Einzelnen Sorge !zu tragen. Dies thue sie auf verschiedene Weise, sowohl negativ wie positiv. Hn man chen Staaten herrsche und regiere noch heute die rohe Gewalt, das Recht des Stärkeren, während andere Staaten den Weg zum Heil einschlügen, indem sie auf dem Psade dcSFrie dens wandelten. Auch in der Natur mache ! sich das Gesetz des Friedens geltend. In ! Frieden erblühien die Blumen und in Frie > den vollendeten die Jahreszeiten ihren Lauf. ' Das Gesetz der Natur solle aber auch Gesetz der Menschheit sein. Es gelte darum, ein Mittel zu finden, daß Einer dem Andern hülfreich zur Seite stehe, daß ein Staat zum Andern spreche: „schütze meine Angehörigen in Deinem Laude und ich will sie schützen in dem meiiligeo." Dieser Sinn des Friedens sei es, welcher die Gesellschaft antreibe, Schu len, Armen- und Waisenhäuser«;!! errichten, Flotten zu bauen, um den ruhigen Bürger zu beschützen, und Handel und Industrie zu fordern. Aber nicht die Starken, nicht die Großen, welche aus den Thronen säße», seien die wahren Förderer des Menschenivohls; son dern die Entdecker großer Ideen, Diejenigen, denen schon klar vor Augen steht, was Andere erst lernen müssen, Diejenigen, welche im Gesetze bereits ausfindig gemächt, die Gewalt der Elemente zu bekämpfen, Diejenigen, welche das Feuer vom Himmel holten, seien die wah ren Wohlthäter der Menschheit. Aber es gäbe noch ein Anderes, ein Höheres, welches nicht nur Eigenthum der Gebildetsten, sondern Ei genthum Aller sei, welche ein Heiz in der Brust irrigen. Dieses Edlere und Höhere sei die Liebe. Schon das Äind vernehme den Ton der Liebe von den Mmterlipvcn und die Liebe sei es, welche den rauhen Mann veranlasse, die sonnige Seite seines Wesens, seinem Kinde zuzukehren. Demjenigen, welchem das Herz warm und liebend in der Brust schlägt, seien sdie edlen GMHIe der Men schenbrnst nicht fremd, er freue sich mit den Fröhlichen und weine, wo er ein Auge in Thränen zerflossen sehe. Es bleibe ewig wahr, daß die Menschheit mehr Vertraue» zu einem warmen liebenden Herz:n als zum hell sten Verstände habe. In jedem Herzen schlumm're die Verheißung einer Zeit, wo die Liebe eine umfassendere sein werde, wo die Schwerter nicht mehr gezogen würden, und ein allgemeines Reich des Friedens herrsche. Und immermehr breche sich diese Menschen liebe Bahn, sie suche den rauhen Diamant, den sie in einer Menschenbrnst fände, einzn fassen und zu vergolden, sie fuche sogar das Kind, welches das Elend seinen Vater nenne, in den Hütten der Armuth auf. Die heutige Stunde sei eine Stunde, auf welche das Deutjchthum unserer Stadt mit Stolz blicken könne, denn es sei ein Bau der Liebe, der sich hier austhürme, ein Bau, unter dessen Dach die Liebe einst wohnen werde, selbst dann noch, wenn Alle, die bei dieser Feier die Stätte umständen, längst ruhig entschlafen unter der Erde lägen. Redner schloß, indem er auf die Sache der Waisen hinwies, mit den Worten der Bibel: „Was Ihr thut Einem der Ge ringsten meiner Brüder, das habt Ihr mir gethan, und wer eines dieser Kleinen aus nimmt in meinem Namen, der nimmt mich au>!" Nachdem der „Baltimorer Sängerbund" hieraus den „Siegesgesang der Deutschen" von Ml gesungen hatte, stellre Hr. Gustav Focius der unabsehbaren Versammlung den Gouver neur unseres Staates, Se. E;e:llenz Wm. Pinkaey Whyte, als englischen Festredner vor. „Meine deutschen Mitbürger!- In der Cathedrale, wo der Priester heute Gott lobt, in den ärmlichen Missionshäusern in der Umgegend unserer Stadt, wo die Armen sich versammeln, um deu Worte» des Evangeli ums zu lauschen, in jeder Kirche, protestantisch oder katholisch, wird heute von der Kanzel aus auch der Mildthätigkeit das Wort geredet. Was auch sonst in allen Kirchen gepredigt sein mag, Nichts kann eindringlicher sein, als die Worte: „<)ie wahre Religion besteht darin, die Wittwen und Waisen zu besuchen und sie vor den Anfechtungen der Well zu bewahren." Die in diesen Worten enthaliene Wahrheit hat uns an diesem friedlichen SonutagS-Nachmit iage aus unseren Wohnungen hierhergebracht. Mein trefflicher und ausgezeichneter Vorredner hat bereits in einer Sprache zu Ihnen geredet, welche gewiß die lebhaftesten Erinnerungen in Ihnen erweckt hat an die Plätze Ihrer Kind heit. Er sprach zu Gunsten der armen Wai sen und appellirte an Ihr Herz, Ihre Sympa thie in hohem Grade erweckend. Wir legen deute deu Grundstein zu einem Gebäude, dessen Wohlthaten Allen zulommen. Der Name, den dieses Asyl im Anfange trug, bezeichnete, daß es nur einer speziellen Sekte angehörte, später aber wurde der Name geändert, und das Aiyl stand allen Waisen offen. Mildthätigkeit sollte nie von irgend einer besonderen Sekte beeinflußt werden, sie sollte stets gleich der un begrenzten See sein, welche alle Ufer bespült. Wie alles Große klein und gering beginnt, so hatte auch dieses Asyl im Ansauge mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, aber heute, wo laum 10 Jahre seit der Gründung desselben verfldsfen sind, sucht es sich schon auszubrei ten, um allen armen Waisen die Liebe des Vaters und die Zärtlichkeit der Mutter zu er setzen. Aus allen Theilen unserer Stadt sucht der Waisenverein die armen heiinathsloien Kin der, welche ohneFrennde ans fremder Erde um herirren, an sich zuziehen, um für sie zu sorgen. Welches Herz muß nicht ein derartiges, aus allgemeine Menschenliebe begründetes Unter nehmen segnen? Diejenigen aber verdienen gepriesen zu werden, welche in nnseremLande, das von Gott mit allen Segnungen beoacht ist, ihre Hände öffnen, um den Kindern ihrer Landsleute, die in diesem Lande eine neue Heimath suchten, aber durch den Tod von ih ren geliebten Kindern gerissen wurden, eine ZustuchtSstätte zu bereiten. Welch' ein Trost erblüht dem sterbenden Emigranten noch in seiner letzten Stunde, wenn er weiß, daß hier auf diesem Platze, wo die Carmeliterinnen so vieie Jahre hindurch ihr Leben dem Dienste Gottes weihten, seine Kinder eine Heimath finden werden, wo ihnen kein Sturm etwas anhaben kann, wo die Leiden ihnen fremd bleiben, welche dem fremden Einwanderer in unsern großen Städten so oft das Leben zu einer Qual machen. Ich kam nicht, um Sie mit einer langen Rede zu ermüden, sondern um Ihnen zu sagen, daß ich als höchster Be amter dieses Staates meinen ganzen amtli chen Einfluß ansbieten werde, um Sie m Ih ren edlen Bestrebungen zu unterstützen und ich hoffe, daß der Himmel Ihr Werk segnen möge." Nachdem Pros. Winter's Musikcorps noch Kreutzer's herrliche Composition: „Das ist der Tag des Herrn!" gespielt hatte, begaben sich der Präsident, Hr. Gustav Facius, der Achtb. Joshua Vansant, Mayor von Balti more, Gouverneur William Pinkney Whyte, sowie die Mitglieder des Bau - Comite's und die Architekten und Contrakioren nach dem nordöstlichen Theile des Platzes, wo hierauf gelegt wurde. Der kupferne Behälter, der in oen Stein gesenkt ward, enthielt folgende Do kumente: 1. Namen des Präsidenten und Vicepräsi denteii der Ver. Staaten, des Gouverneurs von Maryland u«d des Mayors von Balti more. 2. Constitution des „Teutsch - protestanti schen Waisen-Vereins" von Baliimore, 1864. 3. Constitution des „Allgemeinen Deut schen Waisen-Vereins der Stadt Baltimore," 136 k. 4. Constitution und Nebengesetze des „All gemeinen Deutschen Waisen-Vereins," 1867. 5. Jahresbericht des „Allgemeinen Deut schen Waisen-Vereins" und Verzeichniß der collektirten Beiträge sür 1872. 6. Liste der Mitglieder des Direktoriums, der Beamten und stehenden Comite'n, sowie aller im Direktorium repräsentirten Körper schaften und ihrer Repräsentanten. 7. Jahresbericht desDirektoriums des „All aemeinen Deutschen Waisen-Vereins" für 1867. 8. Bericht des protokollirenden Sekretärs des „Allgemeinen Deutschen Walsen-Vereins" für das zweite Quartal von 1872. 9. Namen aller im „Allgemeinen Deutschen Waisenhause" zur Zeit der Grundsteinlegung am 22. Juni 1873 befindlichen Kinder; Na men des Hausvaters und der Hausmutter. 10. Aufnahme-Formular zur Prüfung von Gesuchen um Ausnahme von Kindern in das Waisenhaus. 11. Vollmachts-Formular bei Aufnahme von Halbwaisen. 12. Entlasjnngszeuguiß aus dem „Allgem. Deutschen Waisenhause." 13. Liste der Beamten, Direktoren nnd Mitglieder des Damen-Nähvereins des „Allg. Deutschen Waisenhauses." 14. Liste der Beamten des Damenvereins der ZionS-Gemeinde. 15. Medaille zur Erinnerung an die Aus stellnng zum Besten des „Allgem. Deutschen Waisenhauses" im Jahr 1867. IL. Abschrist eines Antrags auf Ernen nung eines Bau» Comite's, 7. November 1872. 17. Abschrift eines Beschlusses des „Allge meinen Deutschen Waisenvereins" von, s.De zember 1872, betreffend die Errichtung des küns- Ilgen Waisenhauses aus dem Platze des ehe maligen Carmeliter-Klosters an der Westseite der Aisquithstraße. 18. Abschrift eines Beschlusses der außer ordentlichen Generalversammlung des „Allge meinen Deutschen Waisenvereius" vom 13. März 1873. 19. Namen aller Mitglieder des Bau- Comlte's, der Architekten, Baumeister und Conlraktoren. 20. Einladungsschreiben bezüglich einer Snbscription zum Neubaue des Waisenhau ses, 20. April 1873. 21. Ausrns an unsere Mitbürger in eng lischer und deutscher Sprache. 22. Verzeichnis der Collektoren für deir Neubau, geordnet nach Distrikten. 23. Douations-, Mitglieds- und Einla dungskarten. 24. Drei Nummern des „Deutschen Cor respondenten" vom 3. und 21. Mai und vom 21. Juni 1873. 25. „Baltimorer Wecker" vom 21. Juni 1873. 26. „Katholische VolkSzeitnng" vom 21. Juni 1873. 27. „Die Biene von Baltimore." 2«. „Baltimore American." 29. „Sun." 30. „Gazette." 31. „Slavia." Eine in Racine, Wis consin veröffentlichte czechifche Zeitung. 32. Programm der Grundsteinlegung des „AllgemeinenDeutschen Waisenhauses" anZder Aisquithstraße am Sonntag, den 22. Juni. 33. Verzeichniß der an der Feier der Grundsteinlegung theilnehmenden Vereine. 34. Eine Anzahl hiesiger Münzen. Nachdem die Grundsteinlegung vor sich ge gangen war, hielt der Ehrw. Martin Kratt die Schlußrede. „Meine beiden vereehrten Vorredner haben in beredten und eindringlichen Worten Ihnen die Waisensache an's Herz gelegt; mir bleiben deshalb, wie das Programm sagt, nur noch einige Schlußworte übrig. Mit Dank und Freude begrüße ich diesen Tag als einen der schönsten meines 15-jährigen Wirkens in dieser Stadt, dieweil ich die lange crsehnteHoffnnng, endlich eine bleibende Stätte sür unsere Wai sen gesunden zu haben, verwirklicht sehe, und wie der Prophet des Alterthums möchte ich mit eisernem Griffel jene denkwürdigen Worte in diesen soeben gelegten Grundstein schreiben: "acl derrg>li assrsnu „Bis hieher hat uns die Energie geholfen." Ein Jahr zehnt unseres AnstaltStebens liegt hinter uns. Welch' ein Unterschied zwischen Einst und Jetzt! Atmselig und klein nnd neben all' der Begei sterung für die gute Sache mit Herzensban g.gleit, wurde in diesem Monat vor zehn lah ren der sich nicht länger unterdrücken lassen de Gedanke, sür unsere deutschen vater- und mutterlosen Kinder ein Asyl zu gründen, die erste Walsenanstalt in Ost-Prattstraße eröffnet, so klein war die Zahl der Mithelfer und so mittellos dieselbe, daß Männer, deren Pflicht es schon lange gewesen wäre, die Waiseniache m Angriff zu nehmen, uns nicht allein be mitleideten, sondern privatim wie öffentlich belächelten und bespöttelten. In der That, wir hatten bei'm Ankauft des ersten Hauses Nichts, als eine humane Absicht und ein Herz, das sür die armen Waisen schlug. Sind nicht die meisten oder gar alle derartigen Anstalten von jener Klasse vonMenschen gegründer wor den, denen das Elend und der Jammer so nahe liegen? Wenn man warten wollte, bis reiche Kaufleute, Bankiers oder gar der Staat Waisenanstalten gründeten, da könnten noch manchem armen Waisenkinde Gram uiidKuin mer sein Herz brechen. Doch es ist nun ge schehen; ob im Sonnenschein des Glückes oder unter schwierigen Verhältnissen, die Anstalt ist > gegründet. Vorbei sind jene Zeiten, wo mir mit leerem Korbe durch die Märkte ziehen, lange unbeachtet vor den Fleischer- oder Bäckerstän dcn stehen wußlen, um endlich ausGnade und Barmherzigkeit einigeUeberbleibsel zu erhalten. Vorbei sind auch jene Zeiten, wo wir oft des Morgens noch nicht wußien. woher wir sür unsere Unmündigen das Mittags-oder Abend brod i sollten. Die Freude des heuti gen Tages, der Sieg nach schweren Kämpfen »eilt alles das vergangene Trübselige weil, weit in den Hintergrund. Die Gründung der Waisenanstalt hat neben dem eigcnilichenZwcck, für welchen sie bestimmt ist, noch einen besonderen, und den dürfen wir gerade bei dieser Gelegenheit nicht aus dem Auge lassen, ich meine die permanente Verei nigung uud Verbindung des Deittschihums Baltimore's. Dreimal vor diesem Feste hatte unsere Stadt großeProzejsioiien auszuweisen, nämlich bei'm Stcubenfeste, bei der Ankunft des ersten Bre mer Dampfers und bei dem Friedensseste. So groß und begeistert auch jene aus vielen Ge sellschaften und Veieinen bestehenden Verbin dungen waren, so waren sie doch nur lempo rär, und nachdem der spezielle Zweck erreicht und der Jubel verklungen war, zog jeder Ver ein sich aus sein eigenes Feld zurück und stand isolirt dort. Eine ganz andere Wirkung, weil eine ganz andere Ursache, hat die Gründung und Entwickelung des „Allgemeinen Deutschen Waisenhauses" hervorgebracht. Hier sind nn gesähr einhundert Logen, Vereine und Gesell schaften versammelt, wovozi die meisten durch Repräsentation im Direktorium vertreten sind und einschließlich des Waisen- und Damen- Nähvereins eine Zahl von über zmanzigtau. send Personen repräseniiren. Diese große Zahl von Gesellschaften oder Personen ist nicht locker aneinander gereiht, so daß ihre Bande sich lösen, wenn der letzte Ton des Red ners verhallt ist, nein, sie sind organisch mit einander verbunden. Wenn wir fortziehen von dieser uns so lie ben Stätte und unseren Berussgeschäfien nachgehen, nnfer Streben geht hieher, unser Herz bleibt hier und wird hier bleiben, so lange es Deutsch schlägt, sür deutsche Waisen. Der deutsche Waisenvcretii hat zunächst alle protestantischen Vereine auf einer Basis per manent vereinigt und, wie man jeden Ver. ein als einen Staat betrachtet, einen großen Staatenbund geschlossen. Der „Allgemeine deutsche Waisenverein" ist der humanste unter allen humanen Vereinen. Wenn er bittet, so wird ihm gegeben, wenn er anklopst, so wird ihm ansgelhan; es ist die große Ccutralsonne und Eeiellschaslshimmel, um die sich willig alle Vereine schaaren. Ein anderes schönes Zeichen ist es, wahrzunehmen, daß an diesem unseren Feste unsere israelitischen und römisch katholischen Gesellschaften unsere Freude mit uns theilen. Gerade diese Theilnahme der drei, im Grunde ganz verschiedenen religiösen Körperschaften ist derschlagendste Beweis, daß Humanität höher steht, als alle religiösen, na tionalen oder politischen Ansichten. Leider existiren noch die Zeiten religiöser Differenzen, welche die Menschen voneinander trennen und unglücklich machen, was eines theils der Beschränktheit unseres Geistes, an derntheils dem wildenFaiiattsmus zuzuschrei ben ist; aber eine Basis ist geschassen, aus der alle Nationen und Consessioneu ruhen, auf der sie alle Platz haben, von welcher aus sie alle gleichmäßig operiren können, und dieses ist die Basis der Humanität. Wenn der Israe lit ein armes Waisenkind find,t, so bricht sein Herz und sein Auge gehl ihm über, uud ohne zu fragen, welches Glaubens bist du, ist er auf feine Rettung bedacht. Aehnlich ist es bei Katholiken und Protestanten. Je mehr die Menschlichkeit sichßahn bricht, desto völli ger schwindet Haß und Fanatismus. Nieder mit den Bollwerken, die uns trennen, fort mit den Fanatikern, die unser individuelles uud soziales Glück zerstören, laßt uns einig sein als Menschen. „Menschlichkeit müsse," wie Klopstock sagt, „unsere Wonne sein, der sei der Größeste unter uns, welcher derMeusch» lichsle ist." In der Humanität hat dieser so eben gelegte Grundstein sein Fundament. Was nützten diese stolzen Mauern, was Hilst der herrliche Vau, wenn Liebe und Humanuät seine Räu> ine nicht durchströmen. Darum Freunde, alle die Quellen der Existenz dieser Waisenan stalt liegen in Euch. Habt Ihr zu Tausenden diesen Stein gelegt, diesen Grund sür seinen Zweck gekauft, diesen Bau unternommen und sür all dieses das größeste Fest veranstaltet, das unsere Stadt je sah, und mit dem, bei läufig gesagt, ungefähr 80,000 Dollars im engen Zusammenhange stehen, —so ist dieses ein Beweis, daß die Liebe und Humanität auch serner in Eurem Herzen nicht erkalten wird. Denket daran, daß es das edelste Ge schäst ist, die Thränen der Waisen zu trock> nen, ihre Noch zu lindern, Valer nnd Mutler, die ein herbes Schicksal ihnen enlzogen hat, zu ersetzen, nnd dieselben an Körper und Geist herrlich ausgestaltet, getragen in dem Boote ihrer eignen geistigen Krast und Erkenumiß, hinein zu senden in den Ocean dieses Lebens, damit ste ihr Glück suchen und finden. Die ser edle Zweck, Menschen zu Menschen erziehen, oder wieSchiller sagt, „aus Christen Menschen machen," versüßt alle Mühe und Arbeit." Nachdem der Redner hieraus mit dem Se gen geendet, fiel Pros. Winter's Mnsikeorps mit dem Ehorale: „Nun danket Alle Gott!" ein. Als die letzten Töne verklungen waren, hatte die Feier ihr Eude erreicht, uud die vor dem Platze versammelte Menschenmenge zer streute sich. Große Anerkennung für das Gelingen der Feier gebührt dem Chefmarschall des Zuges Hrn. Otto Dnker, den HH. E. C. Linden, Johann Lorz und Karl Sachse als Mitglie dern des Arraugeinents-Comtte's und den HH. Christian Ax, I. Slellmann, Oberst Friedrich Raine, Oberst M. S. Heß, Karl Lehmkuhl, Karl Pracht, Gen. Leopold Blu menberg. Karl Bein uud Johann Hemmcter als Mitgliedern des Empfangs - Comile'S. Als Collektoren fiinglrten bei der Feier die HH. Jakob Trust, Dr. G. Neuling, H. Vonder heide, Wilhelm Willgrefe, I. H. Gohling horst, Johann Deist, Georg Zenn, Conrad Reinhardt, Conrad Eckhard, Michael Hoser, Michael Millinger und Philipp Walter. Beitrügt zum Baue deö Waisenliause». Im Lause der Versammlung wulde eine Collekte erhoben, die solgendes Resultat er gab, wobei wir bemerken, daß diese Samm lungen unabhängig von der allgemeinenSub scription sind, die zur Zeit zum Baue des Waisenhauses im Publikum stattfindet: Achtb. Thos. Swaun 8100, Shalom- Loge, Nr. 20, 825, Lindau K Comp. 825, Flqnn 6c Cmick 85, Hildise-Bund 825, Friedensrichter D. Hagertq KS, Joh. Medinger 82, O. K. Gesellschaft 829.50, F. W. Seidewitz 825, Präsident und Direktorium des Israelitischen Hospitales 8130, Beaimen uud Direktorium der hebräischen Wohlthätigkeits - Gesellschaft 8150, Direktorium des Israelitischen Waisen hauses 8125, Von der Heide und M. Wellin ger sammelten 8114.14, Columbia-Loge, V. O. U. B. , 815.17, llllman K Comp. 8300, Jakob F. Greasley 8100, Chas. Reuter 810, Chr. Josepp Lipp« 8500, Friedr. Wehr 8200, Joh. Bruns 810, H. Mailänder 825, I. D. kremelberg (ols weiterer Beitrag zu früherer Sudjcription) 8100, S. Etiinger 850, Wash' ington-Loge, Nr. 2, V. O. U. 8., durch Hrn. Seidenzaht, 810 40, De Kalb-Loge, Nr. 45, durch Hrn. Schlomann, 84.70, Jean Paul- Loge, Nr. 1, V. O. U. 8., 88.20, Schiller- Bund, Nr. 7, Schwarze Ritter, durch Hrn. G. Hofmeister, 814.25, Steuden Loge Nr.4l, U. O. G. 8., durch unsern allen Freund Hrn. Pilert, Caiitonsvitle, 815,, Germani

a Nr. 2, U. 0.D., durch Hrn. A. Berke meier, 86.55, Johannes-Orden durch Hrn. I. Kestler,B3.so,Chs.Weber 8100, Schiller-Loge, Nr. 23, PythiaS - Ritter, 815.05, Meyer Steigewald 8100, Aug. Hellweg 850, Adolph Röder 85, Major F. Eliermann 85, V.Kohl hepp 85, Fritjchuer 81, A.Ellerbrock 85,Chs. Fischer 825, Geo. Storre 810, J.Eppier 810, Geo. Holtzmanu SlO, Humboldt-Loge Nr. L, durch Hin. Peter Schmidt, 88.90, Dr. Mar tin Lulher-Unt.-Verein, durch Hrn.Denhardt, 832.20, Maryland-Turnverein, durch Hrn. H. W. Heniiemann, 813.75, Fells-Point- Loge, O. S. d. F., dura? Hrn. OttoSchöive, 85.85, Jackjou-Loge Nr. 30, Pythias-Rttter, durch Hrn. H. Brauer, 811.84, Turuer-K.- Unt.-Verein, durch Hrn. F. List, 85.30, Tal ma-Loge Nr. 31, U. O. R. M., durch Hrn. W. Otto, 87.11, Schiller-Loge Nr.l9, U.O. d. G. 8., durch Hru. P. Limbach, 83.45, Vallimore-Loge Nr. 3, O. S. d. F., durch Hrn. F. Knoch, 87.17, Harmonie-Loge Nr. 4, O. >s. d. F., durch Hrn. I. Henkell, 85.60, LasatMe - Turnverein, durch Hrn. Chs. ! Schmidt, 84.85, Germania-Loge Nr. 24, U. O. d. G. 8., durch Hrn. Geo. Schmuck, 87. 55, Jedidjah Loge Nr. 7, Hasmouea Nr. 45, Gabriel Rießer Nr. 75, Ludwig Philippjohn Nr. 133, zusammen 8100, Freundichasts- Bund, durch Hrn. Ang. Schnauder, 811.30, Sammlungen durch Hrn. Joh. H. Gohling horst durch Hrn. Chs. Ullrich 830.43, durch Hrn. H. Wtttgrcfe 818.40, Jachonloge Vir. IL, V. O. U. 8., durch Hrn. Zimmer, mann, 812.45, Wittwe Anna Stalfort, Ecke derEutaw-u.Pacastr., 8100, Talma-Slamm Nr. 31, U. O. R. M., durch Hru.W. Otto, 87.11, Libertyloge Nr. 93, U.0.5.8., 89.25, Orsinl-Loge Nr. 1, O. s. d. F., durch Hrn. H. HelmSmeier, 810, Washington-Loge Nr. 254, D. O. H-, durch Hrn. I. Äiapss, 810.- 25, Madisou-Loge Nr. 98, U. O. S. 8., duich Hrn. W. Wiedemeyer, 88.70, Hr. Joh. Schmalze! 85; Cys. Bein 8100, Hr. Georg Kremer 83, Mad. B. Wiesenseld 825, Hr. G. Holtzmaun 810 u. A. Außerdem sammellen noch die HH. PH. Walter, D. Lauer, Dr. Reuling, Joh.Deist, Michael Hoser, G.Zeun, Conrad Reinhardt, C. Eckhardt und Andere namhafte Summen. Die Geiammt-Collek tion erreichte 82927.83, resp. 83000 und dar über, ein cclalanter Beitrag, wenn man in Betracht zieht, daß fast alle obengenannten Gesellschaften und eine Menge Privatper sonen bereits namhafte Beiträge, je von 850, KlOO, H5OO, >lOOO und darüber gezeichnet ha ben! Es ist schon möglich, daß wir oben einige Zeichnungen ausgelassen haben, die wir aber nachtragen werden, sobald die Zählung der dem Comite übergebenen Gelder stattgefunden hat. Abfahrt des Dpfrs. ~>ttaltilnore." Sonnabend Nachmittag Punkt 2 Uhr ver ließ der Dampfer „Baltimore," Capt. F. Li licnhain, seine Werfte auf Locust Point und dampfte majestätisch den Fluß hinab, während die zurückbleibenden Angehörigen und Freun de den auf kürzere oder längere Zeit Scheidenden den letzten Abschiedsgruß vom Ufer aus zuriefen oder durch Taschentuch schwenken äußerten. In der Cajüte fuhren 36, im Zwischendecke 21 Passagiere; der Er steren Namen theilten wir bereits Sonnabend früh mit. Des Dampfers Ladung bestand aus folgenden Gütern: nach Bremen 82!) Ox hoflen Blätter - Taback, 200 Fässern Svrup, 327 Fässern gedprrier Aepfelfchnitze, 23 Pipen Schinken, 500 Fäilern Handelsgut, 138 Pi- Pen Schweinefett, 162 Kisten Eingemachtes in Blechbüchsen, 10 Kisten Whiskey, 1000 Kisten Stäike, 66 Oxhoflen Kentuckyer Taback und 1031 Säcken Gerberrinde; nach London 48 Oxhoften Blättertaback; nach Antwerpen 20 diito; außerdem verschiedenen Packelen und Collis. Unter den Cajüten - Passagieren befand sich auch Papa Georg F. Lötz von Nr. 168, Conwaystraße. Er beabsichtigt, seine Bater stadt Calw in Württemberg, die er vor 40 Jahren verließ, um in der Barke „Clemen tine" nach Baltimore zu fahren, und andere Plätze auf dem Conlinente zu besuchen und im Monate Oktober zurückzukehren. Das gestrige Welter.—Die bis ge stern Nachmittag !5 Udr aus dem Bureau des Signal-Corps eingelaufenen Depefchen berich. Teten aus Detroit heftigen, aus Bussalo und Port Dover, Co»., leichten Regen, sowie theil weise drohenden Himmel mit Regen auSNew- Hork, Augnsta. Außerdem regnete es seit 58 Uhr Morgens in Davenport, Milwaukee, Es canaba, Omaha, Rochester und Toronto. Ueber den Stand der Flüsse liefen leine Be richte ein. Der Thermometer stand in Baltimore auf 89, in Philadelphia auf 80, in New Dort aus 69, in Washington auf 87, in Charleston auf 83, in Bostsll auf 60, in Cap May auf 75, in Chicago auf 81, in Montreal aus 65, in San FianeiSco aus 67, in Savannah aus 86, in Bussalo auf 62, in New-Orleans auf 88, in Omaha auf 75, in Norfolk auf S 2, in Au gusta auf 88, in Montgomery aus 82, iu Mo bile auf 34, in Pitlsburg aus 35, in Cinem nati auf 89, in St. Louis auf 81, in India napolis auf 83, in Tkt oit aus 67, in Mem phis auf 93, in Louisville auf 86 und in Knoxville auf 88 Grad. Das Thermometer stand Sonnabend früh 3 Udr ausB3, Mittags auf 86 und Nach mittags S Uhr aus 90 Grad. Gestern stieg das Thermometer nicht über 84 Grad. Politisches. In der 4. Ward ist Hr. John Healey Candidat für die Legislatur. In der 8. Ward lagt heute Abend an Federal-, nahe AiSquilhstraße, der demokra tische „Jackson-Club." Die e u t e" der 7. Ward laden aus heute Abend „Christen und Ungläubige, Demokraten und Republikaner, Radikale ulidConservative" zu cineröersamm lung nach Monumentslraßc, nahe Broadway, ein. Der „Latrobe-Clnb" der 6. Ward ver sammelt sich hente Abend in Beyer'« Halle, Ecke der Eden- und Mullikinstr. Ja der 13. Ward sind für die morgen stattfindende Primärwahl drei Zettel im Fel de: Henry scheeler, Charles E. Key, D. W. Siubbs, James Cassidy nnd Eduard Zieg ler zu Gunsten von Jodn I. Fenton; Joseph H. Davidson, I. P. Zeager, Patrick Flan nery, Hiram F. Reed und Wm. H. Higdon zu Gunsten von Wm. H. Leonard; Anton Fexler, Ambrose Wingate, John Hatgley, James Malten und F. Marion Hay zu Guu sten von Capt. W. I. Phelps. 13. Ward-Zettel sür morgen: E. P. Mercer, Wm. Platt, Wm. Weaver, E. W. Wade und B. B. Hines. 20. Ward-Zettel: A. C. N. Matthews, Wm. Gonder, Noah Lemmon, Bernard Linn und Calvin I. King zu Gunsten von Henry E. Loane; Jakob Baker, O. A. Winchester, L. L. Barringer, I. Wm. Kreis und W. H. Reisinger zn Gunsten von L. Z. Barrett. 2. Ward: Heinrich Cashmeyer, Georg L. Hamel, Heinrich Kruse, Francis Jordan und Geo. Balster. Heute Abend findet eine Vansant-Ber sammlung der 1. Ward an der Ecke der Can ton-Avenue und Chesterstraße. statt. In der 5. Ward ist der wohlbekannte Mitbürger und Arbcitersreund Louis A. Ja mart auf's Neue sür die Gesetzgebung im Felde. In der 6. Ward ist der Name unseres achtbaren und beliebten Mitbürgers Geo. F. W. Otto sür den Stadtrath angezeigt. Ja der 8. Ward wird Hr. Thomas Co burn für die Gesetzgebung angezeigt. In der 14. Ward hat sich Hr. A. Worth Spates zurückgezogen; an seiner Statt ist in Opposition gegen Hrn. McColgan unser Freund Oberst M. S. Heß für die Gesetzge bung ausgetreten. Obwohl es den Verehrern de» Letzteren erst vor einigen Tagen gelungen ist, ihn zu veranlassen, die Wahl-Äreua zu betreten, so zweifeln wir doch nicht, daß sich die Burger der 14. Ward enthusiastisch um ihn schaarm und ihn morgen zum Siege verhelfen werden. Den Gegnern der Temperenz-Verfol gung aber bietet sich eine Gelegenheit dar, in der 14. Ward praktisch ihre Gesinnungstreue zu bethätigen. Oberst Heß ist einer der we nigen Repräsentaktv-Männer des Adoptiv- Burgcrihums in unserer Mitte, und seine Nomination sür die Gesetzgebung kann nur von den segensreichsten Folgen begleitet sein. Eine Erklärung. Der Stadt-Pro kurator Ritchie weis't die Anschuldigung des Hrn. Hodges, daß er K6lOO sür dreimonal liche Arbeiten zur Prüfung der Besitztitel des zur Correktion von Jones' Fällen expropri irten Besitzthums erhallen habe, mir Nach druck zurück; er habe während des Herbstes und Winters bis zum 1. Juni mit fünf Ge hülfen die Titel von 203 Grundstücken ge prüft und nicht von der Stadt, resp, dem Mayor, sondern der Commission für Jones' Fälle das Geld erhalle», und zwar sei die Summe für mehr, als neunmonatliche, von sechs Personen besorgte Arbeit keineswegs zu groß, wie jeder Anwalt und mit der Schwie rigkeit gerichtlicher Arbeilen vertraute Mann bestätigen könne. Der de nls ch e Necht ss chutz - V erein der 2. W ar d, d. h. die Gegner der söge nannten "I>c)e»I Option," hieltFreitag Abend im Horr'schen Lokale anCanton-Avenile, nahe Broadway, seine zweite Versammlung, in welcher Hr. Markus Katz das Protokoll führte. Nachdem die in der ersten Versammlung zur Förderung nnd Agitiruuz der Vereinszwecke in der Ward und zum Sammeln von Fonds eingesetzten Comue'n über ihre seitherige Thä tigkeit günstigen Bericht erstattet, las der Schriftführer einen von ihm ausgearbeiteten Aufsatz über den Gegensatz zwischen Mäßigkeit nnd gänzlicher Enthaltsamkeit vor und erndtete dadurch ein Dankvolum vom Vereine, der zu gleich den Druck des Aufsatzes beschloß und ei nen Dreier. Ausschuß, die HH. Weil, Greil und C. Lötz, damit beauftragte, zur Bestrei tung der Druckkosten Gelder auszubringen. Den Schluß der Versammlung bildeten bei fällig aufgenommene Ansprachen der HH. Hemmeter und Joseph Letzer. Auslegung des Gesetzes von 18 64. Der 6. Abschnitt des 1864 er Geset zes verfügte, wenn beschworene Aussagen nebst den Klage-Gründen eingereicht sind, sollten die Erkeiininisse binnen dreißig Tagen, es sei denn, daß stichhaltige Vertheidigung vorliegt, ersol gen. Am Freitage wurde im CommonPleas- Gerichte vor Richter Garey der Prozeß I. W. Barron's gegen W. H. Peirce verhandelt; der ihm zu Grunde liegende Wechsel war in der „Union-Bank von Maryland" zahlbar. In Barron's Klageschrift fehlte diese Angabe, weshalb des Verklagten Anwalt den Gerichts hof um Justruirung der Geschworenen in dem Sinne, daß der Kläger durch diese Auslassung den Anspruch aus Gewinnung der Klage ver wirkt habe, ersuchte; der Kläger kam nunmehr um Erlaubniß zur Verbesserung der Klage schrist durch Hinzusügung der ausgelassenen Worte ein, und der Gerichtshof versügte die Zurückziehung eines Geschworenen, legte den Prozeß dann zurück nnd entschied damit, daß nach der Auslegung des 1864 er Gesetzes die nachgesuchte Amendirung der Klage snr einen neuen Prozeß nach dem gemeinen Rechte nicht mehr für ein statutarisches Verfahren anzuse- Heu sei. Des Klägers Sache verrraien die Ad vokaten Hinlley und Morris; de« Verklagten Anwalt war John Henry Keene, jnn. Beamtenwahlen. Am Freitage wurden aus der Ecke der Fayette« und Liberry straße die Mitglieder des alten Direktoriums der General-Klinil daselbst für die nächsten zwölf Monate wiedergewählt, nämlich die HH. Tbomas Whitney, Thomas M. Smilh, Thomas I. Wilson, I. J.THomson, W. W. Brown, Carl Märkel, W. I. Rieman, I. Brown Baxley, Dr. John McCulloh, Dr. Wm. Keever, W. M. Boone uud Dr. James A. Stewart. Das „Bayard-Schloß-Toncläve Nr. 4" der „Oberstin Patriotiichen Ritterschaft" (Su- Pi-Liue ?ati-i»tic wählte Freitag Abend in der „Osceola-HaUe" an Nord-Gay siraße folgende Herren zu Beamten: Fritz Pvhlmeyer zum Commandeur, E. S. While zum Vice - Commandeur, Heinrich Rodeu- > meyer zum Herold, L.E. Herring zum Schrift. sührer, W. A. Dann zum Kassirer, D. Mc- Pherwn zum Wächter, George A. Carlye zur Schildwache; E. I. Star, W. S. Pinckney und L. E. Herring zu Vertretern des Concla oes im Grok-Conclave des Ordens. Das Conclave zählt 130 Mitglieder. Für das neue „L eer-P a r k-H o t<»l" der ,Baltimore.Ohio.Eisenbahn"zu Oalland hat Hr. H. M. Kingsley, Geschäftsführer dessel» > den, in Boston über fünfzig weibliche Dienst boten engagirt, weite Donnerstag Abend j9 Uhr von demEamden-Slraßen-Bahnhose nach ihrem Bestimmungsorte abfuhren. Patron «fest. Der „St. Aloysius- Jüngling«.Verein" feierte gestern in der St. Aiphonsus-jtirHe fein 27. Patrons- und Ftif tungssest. Sämmtliche Muglieder commu ni',iiten Morgens um 7 Uhr, versammelten sich um 9 Uhr in dcr ..St. Alphonsus Halle" und zogen von dort unter Eskorte des „St. Johannis-Vereins" von der St. Jakobus- Gemeinde und des „St. Alphonsuö-Jüna lings-Vereins" von der St. Michaelis-Ge wcinde mit Fahnen und unter dem Geläute aller Glocken zu der geaenüberliezende Kirche, wo zu Ehren der Gesellschaft ein Levitenamt abgetanen wurde. Am Hochaltare sungirten die Hochw.Pattes Brandslätter, Wayrich und Schüler. Der Hochw. Petri hielt über des Tages Evangelium mit besonderer An wendung aus die Feiillchknt des Tages und die segensreiche Thätigkeit der Wohlthätig keils-Geieilschaften überhaupt eine Predigt. Nach Gottesdienste zogen die Vereine in Proznsion nach der „St. Alphonsus Halle" zurück, wo der Zug sich anslös'te. Der Kir chenchor sang unter Leitung des Organisten H>n. Joh. Schiffer das "Xvris," und "6ant.'lus" aus Mozärt'S 12. Messe, aus Greith's Messe in 11-ilur und das Osser» von Hummel. Bei'm Eintritte in die Kirche und am Schlüsse wurden zwei National- Märsche geblaien. Capt. Feldmann's Musik corps lieferte sämmtliche Orchester-Begleüun gen. Zur rechten Seite des Hochaltars war zu Ehren des heil. Aloysius ein Altar errich tet, wo für die Dauer von sechs Wochen An dachtsübungen verrichtet werden.—Der „St. Aloysius-Verein" besteht seit 1846, ist «ine der ältesten Wohllhätigkeits-Gejellschasten der Stadt und zählt 80 Mitglieder. Hr. P. I. Herzog ist der jetzige Präsident, Hr. L. Bayer ihr Sekretär. Bei der gestrigen Kircheripro zeision fuagirte Hr. Johann Thomann als Marschau. Beerdigun g.— Gestern Morgen um 9 Uhr wurde der am Freitag Mittag nach einer langwierigenkrankheit mit Tode abgegangene Hr. Samuel Neuberger vom Sterbehause, Nr. 107, Nord-Howurdstraße, aus aus dem „Oheb Jsrael"-Fricdhose—nahe der ostlichen Grenze des Stadtweichbildes—unter großem Gefolge Leidtragender zur Erde bestattet. Un ter den Letzteren waren viele angesehene Kauf leute der Stadt, Mitglieder der„Oheb-Js rael"- und „Oheb-Schalom"-Gcmelnde uud andere persönliche Freunde, die mit dem Ver storbenen in Eejchäits- und sonstiger Verbin dung gestanden. Auch waren die „Hasmo nca-Loge Nr. 45" dcs „U. O. B'nai B'rilb," die „Wilhelm Tell-Loge Nr, 58" vom „U.O. der Harugari" uud der Großstamm desselben stark vertreten. Der Ehrw. Dr. Hochheimer leitete den Trauergottesdienst und hielt am offenen Grabe eine lrosivolle Rede. Der Red. iier schloß mit erhebenden Trostesworten für die Hinterbliebenen. Die Ocdens-Kaplane Baumganen uud Blum hielten Schlußreden. Die Beerdigung geschah nach dem Ritus der be den vertretenen Logen. Als Bahrtuchträ ger fungirten die HH. A. Fuld, I. Jackion und L. Großmann von der „Hasmonea Loge" und A. Hedrich, Gottfried Fathe und M. Roie von dcr„WilhelmTell-Loge."—Der Verstorbene wurde am 2. Juli 1811 zu Bu chau am Federnsce in Württemberg geboren, kam im Jahre 1849 nach den Äer. Staaten und wohnte 2j Jahre in Philadelphia, 3 Jahre in Berlin, Pa., und sut 1855 in hiesi ger Stadt. Er heirathete im Jahre 185 t» eine Tochter des Hrn. I. Ettinger, der jetzt 87 Jahre zähl!, und hinterläßt eine Wittwe mit 9 Kinder», Letztere im Alter von 1 bis 21 Jahren, 7 Mädchen und 2 Söhne. Seit ei nem Jahre von der Luströhrenschwindsucht heimgesucht, halte er unsägliche Schmerzen zu erdulden; seil sieben Monaten war er au s Krankenlager gefesselt uud starb ruhig und be wußt, umgeben von den Seinigen. Friede seiner Asche! MitTode abgegange n.—Abermals ist einer unserer ältesten deutschen Mitbürger aus dem Kreise der Lebenden geschieden: Hr. Theodor Dehn, auch als Dr. Dehn bekannt, im Publikum hoch geachtet und geehrt, starb Freitag Abend um 10 Uhr in seiner Behau sung, Nr. 37, Conwaystr., im Alter von 7t) Jahren, wovcn er mehr, als 40 in Baltimore zubrachte. Er hinterläßt eine betagte Wittwe und fünf erwachsene Söhne. Die Beerdigung fand gestern Nachmittag aus der „Western- Eemetery" statt, und sprach sowohl in Trauer- Hause, wie aus dem Kirchhose der Ehrw.Pfar rer Dörkson von der Ollerbein'schen Kirche er greisende Worte. Zahlreiche Freunde gaben der Leiche das letzte Geleite. Er möge in Frie den inhen! Jäher To d.— Sonnabend früh fand die Negerin Kate Harvey von Nr. 187, Ches nut-AUcy, bei'm Erwachen ihren zwei Mo nate alten Säugling todt neben sich im Bette. Es fand keine Todtenschan statt. Unfälle. Der siebenjährige CarlWar nefeld lies am Sonnabende durch den Hof einer Sägemühle an Barre-, nahe Lightstraße, und stürzte, als gerade der Damps aus dem Kessel abgelassen wurde in die Dampfkisten »Vertie fung, sodaß er in gräßlicher Weise verbrüht wurde. Zu seinen Eliern in Nr. 152, Light straße, geschafft, kam der Kleine in Dr. Byrd's Behandlung. Am Sonnabende brachte sich der sechs jährige Georg Schltpper daheim in Nr. 367, Lighlstraße, während er mil einemßeile spielte, eine sehr schlimme Verletzung an der linken Hand bei. Dr. Owings wurde von den El lern herbeigerufen. Der eils Jahre alte, in Nr. 137, Mont gomery-Slraße, wohnhafte EarlWeber stürzte Sonnabend aus der Ecke der Paea- uud Cam denstraße auf's Trotloir und trug eine bedenk liche knöcheluerletzung davon; Dr. Herbert übernahm seine Behandlung. — Vorgestern wurde Wilhelm Bartz bei'm Felsensprengen für die „Baltimore-Ohio-Ei senbahn-Gesellschast" auf Locnst-Point von ei nem Stück Gestein gelrossen und am Rücken schwer verletzi. Der Militärarzt s. S. Beltz letzten nach seiner Behausung in Nr. 45, Le monslraße, schaffte. Freilag Abend kurz vor « Uhr gingen aus der Ecke der Sharp- und Hamburgstraße die Pserde mit einer Lohnkutsche durch, welche nahe Sharpstraße mil einem Karren so heftig zusammenstieß, daß ein Pserd niedergerissen und der Fiakerkutscher Johann Hartman» aus den karren geschleudert wurde. Das Thier kam mit unbedeutenden Quetschungen davon, indeß Harimann über innere Verletzungen klagte. Ein Bekannter trug ihn in seine Kui sche und suhr ihn heim nach Nr. 407, West- Prallstraue. Fahrun fall. Gestern Nachmittag i 5 Uhr wurde Joh. Schumacher in Lightstr., wo sein Gefährt mit einem Sladtbahnwaggon zusammenstieß, ans's Pflaster geschlendert und am Kopfe und der linken Schuller erheblich verletzt. Nachdem er in einem uqhen Hause von Dr. Thomas die erste ärztliche Hülse er halten halte, sorgte man für leine Heimbesör dernng nach Nr. 249, Süd-Sharpstraße. Die Hitze streckte gestern Vormittag jl2 Uhr den Polizisten John W. Sinzky in Tha messtraße, nahe Broadway, darnieder. Man geleilete ihn zu Dr. Sullivan, von wo er nach seiner Behausung in Nr. I33,Süd-Choplank. Straß?, geschafft wurde. Zuvor bekam er meh rere heftigeKrampfansälle; gestern Abend ging es leidlich mit ihm. Rettung vom Wassertod, Als Freitag Abend Georg Jane«, Diener des Climilial-Genchtes, von einem Boote an der zu Eanton mit einer großen Kiste K' ! auf der Schulter an's Land tre ten woUlc, stürzte er mit feiner Bürde in's Wasser; das Gewicht der K'fte, die ihm aus den Rücken zu lieg?n kam, betäubte ihn, nutz bei einem Haare hätte er im Wasser den Tod gesunden; aber seine Freunde, die bei ihm waren, zogen ihn heraus, rollten den Besin nungslosen aus einem Fasse hin und her und brachten ihn durch die und andere Manipula tionen bald wieder zum Bewußtsein. Am Sonnabend besorgte er seine Dienstpflicht wie gewöhnlich. Ertrunken. Sonnabend Vormittag gegen 10 Uhr glitt ein 12 Jahre alter Knabe, Namens Fischer, bei'm Fischen in Jones' Fällen nahe dem Damme der abgebrannten Monnt Vernon-Fabrik in tiefes Wasser und ertrank, ehe ihm Beistand geleistet werden konnte. Noch im Lause des Tages erlangte man seinen Leichnam, über den ein Eounty- Friedensrichter Todtenschan hielt. B r a n d u n s a l l.- Gestern früh gegen 6 Uhr wurden einem gewissen Freitag in der Stcigerwald'schen Ziegelei nahe derFerry-Bar durch Herabsallende glimmende Asche Füße und Hände gefährlich verbrannt. Seine Wohnung befindet sich in der Ziegelbren nercl. Brand. Sonnabend Nachmittag kurz nach 4 Uhr brannte an demz zweistöckigen ziegelsieinerneu, John Kenney gehörigenSlalle No. 77 Süd-Greensträße, das obere Stock, werk nieder; der Schaven an dem Gebäude beläuft sich auf S3OO und ist in der „Deut scheu Feuerversicherungs-Geiellschast" verasse kurirt. Die Flammen sprangen ans das Dach des von einer Negerfamilie bewohnten, Dr. Bailey gehörenden Nachbarhauses über, das, ehe man sie bemeisterte, zum Betrage von KISO beschädigt wurde, Freitag Abend 48 Uhr geriethinTanton ein H. Brooks gehöriger Haufen Vahnsch rel ltn durch Flugsunken einer vorüberfahrenden Lokomotive in Brand, der jedoch rasch ge dämpft wurde, s? daß der Schaden nur unbe deuieuo ist. Gestern früh !5 Uhr kam in dem hölzer nen Stalle Nr. 2, Bowman-Allcy, die von Bankstraße bis Eastera - Avenue, zwischen Edenstrage und Semral-Avenue, geht, Feuer ms, das sich dem davor stehenden zieqelstei» lernen Wohnhause >- s Mles Eava'uaugh mittheilte; c? sprang von da auf Nr. 4, Bowman-Alley, Johii Tonovan'sWohniing, auf Nr. 25, Bankstraße, David Harrington'S Wohnhaus, aus das von Thomas Queen be wohnte Haus Nr. 164, Canalstraße, auf Nr, 148, Canal - Straße, worin Daniel Carri gan wohnt, aus Nr. leg, Canal - Straße, James Donovan's Wohnung; Nr. 170, Ca nalstraße, Wohnung Patrick Hamel's nebst Stall; Nr. 54, Canalstraße, von Mike T»r tty, dem Manne der Eigcnthümeriii, srühe ren Frau Vurns, bewohnt, über. Im Gan zen wurden acht Häuser und zwei Holzställe von den Flammen ergriffen und mehr oder weniger beschädigt. Der Gesammt-Brandschaden belräzt nach der Ab chätzung des FcucrinspeklorS K2OOO an Gebäuden und Möbeln, während er im Stationshause von den Braiidbeirofferen aus 53900 angegeben wurde; ?ir. 2 und 4, Vom mai-Allcy,Nr. 25,Bankstr.,u. l64,Canalstr., gehören Andrew Doyle, der in der „Howard- Compagnie" versichert ist. Nr. 148, Canal- Straße, James Doyle's Eigenthum, ist in der „Firemen's Compagnie;" !1!r. 168, Ca nalstraße, Darby Kionahan gehörig, ebenfalls; l7O, P, Hamel's Eigenthum, ebendort; Nr. Ist in der „Baltimorc-Compagnie" ver sichert. Kirche i n w ei hu ng.— Zu Glencoe in Baltimore - County wurde Donnerstag früh eine neue bischösticheitirche seierlich eingeweiht; die Festpiedigt hielt Bischof Johns von Vir ginien, welchem auch Bischos Pinkney bei den Weihe-Ceremonie'n zur Seite stand. Ein großes Auditorium wohnte der Feier bei; Pa ttor Mason ist Oberpsarrer am neuen Gottes haus?. Äa st p re d i g t.—Der Ehrw. Pastor G. Neefs, ein in den mittleren Staaten rühmlichst bekannter Kanzelredner, hielt gestern Morgen 10 Uhr in der 4. resorinirtcn St. Johan nis-Äirche an der Nord-Catvert-Straße eine Gaslpredigt. Die Kirche war gedrängt voll von Andächtigen und die Predigt bestätigte das Renommee dieses geachteten Geistlichen auf's Neue. Pastor Neefs kam vor sechs lahren nach den Ver. Staaten, bekleidete zu erst mehrere Jahre eine Predigerstelle in Phi ladelphia und wirkt zur Zeit als Seelsorger an einer kleinen Gemeinde in PoltSville, Pa. Die „M aryländer Bibel-Gesell > chaf t," welche im Mai 1833 gegründet wur de, hat in den vierzig lahreu ihres Bestehens ihre Jahres - Einnahmen von 51500 aus über 515.000, ihre im ersten Jahre geschehene Per theilung von 1500 Bänden ans mehr denn 50,- 000 Bänden jährlich während des Bürgerkrie ges, wo sie unter den Armee'n des Nordens und Südens starken Absatz hatte, gesteigert. Seit dem Kriege vertheilte sie durchschnittlich 21,500 Bände jährlich. In den vierzig lah ren betrugen ihreEiiinahmcn, worin Verkäufe, Beiträge und Vermächtnisse eingerechnet sind, im Ganzen 5342,157.84, ihre Bücher-Aus gäbe 649,718 Bände. Aus eiuer Tour durch den Staat bejuchtcnColporlcure, deren Dienst, zeit über vierzehn Jahre sich erstreckte, nach April 1867 157,135 Erwachsene und vertheil teu dabei 649,718 Bände. In dem vom 1. April 1872 bis zum 31. März 1873 reichen den Jahre vertheilten vier Colporteure in süns CounlieS und der Stadt Baltimore 3795 Bände, versahen l7oMissions- und bedürstigc SonntagSschuleu unentgeltlich mit 4370 Bän den, und aus verschiedenen anderen Wegen kamen 2410 Bände zur Vcrtyeilung. Im Monate Mai 1873 erhielten 24 Sonntags, schulen ohne Kostenberechnung 589 Bibeln und neue Testamente im Werthe von 5175.24. Axent der Gesellschaft ist Hr. William H.Cole. Das 5. Regiment versammelte sich vorgestern Äbend unter des Obersten Jenkinö Vorsitze, welcher die bevorstehende Beziehung eines Lagcrs bei Cape May, N.-J., zur Sprache brachte und volle Betheiligung daran hoffte. Man glaubt, daß ungefähr 400 Mann Theil nehmen werden. Oberst-Lieut. Louey unterbreitete einen Bericht sür neue Unisoruii rnng des Musik-undTronimler-CorpS: östrei chischer Frack, grau imt Gold und Roth be setzt, graue Hosen mit rothen Streifen. Nach Europ a!—Zu Denen, welche der Sonnabends - Dampfer nach Europa ent sührte, gehört auch unser alter Freund Dr. McKciv, der nach vieljähriger Thätigkeit ei nige Monate Erholung jenseits des Welt meereö sucht. Die wohlbekannten Aerzte Dr. W. Gle>t«mann und Dr. H. W. Webster werden inzwischen die Praxis deL Dr. Mcöt. besorgen, dem wir eine augenehme Reise und sichere Heimkehr in unsere Mitte wünschen. Aus der Balljchla g - A r e n a. Das dritte Wettspiel zwischen den „AtlantieS" von Brooklyn und den „Ballimorern," das Sonnabend Nachmittag daher im Ncwingtor.« Parke in Scene ging, endigte wiederum mit einem glänzenden Siege der letzteren, welche die Broollyner nilt 18 gegen 2 Pointen schlu gen. Ueber 1000 Personen waren Zeugen des Spieles, bei welchem Michael Hooper als Un parteiischer sungirte. Die „Philadelphia'er" brachten Sonn abend in Philadelphia den „Alhleticd" zum vierten Male eine Niederlage bei, und zwar mit 17 gegen 5 Pointen. Grnndst ü ck S. Ver kä ufe.— DieHH. Trego verkauften vorgestern Nach mittag auf der Börse das Schieß- und iiegel gebäude im nordwestlichen Theile de« West- Baltimorer Schützenparkes sür 51250 an Jos. Thomas >K «ohn. Die HH. F. W. Bennett K Co. verank tionirten gestern Mittag an Ort und Stelle einen Landsitz au derFrederick Turnpike-Road in Baltimore-Eounty, derselbe ist unter dem Namen „Suinmil" bekannt, 61, Morgen groß und mit einem 2j-slöckigen ziegelsteinernen Wohnhause nebst verschiedenen anderen Ge bänlichkciten bebaut, sür 828,000 an Jas. A. Garey. Wieder gra s' te n gestern früh zwei Kühe auf dem uneiugehegten Lasayctte- Square. Einen tollenHund erlegte Sonn abend Nachmittag gegen 4 Uhr Polizist Garduer auf der Ecke der Croß- und William straße. Das gefährliche Thier schnappte nach mehreren Personen und zerriß einem Kiude da« Kleid; doch wurde glücklicher Weise Nie mand körperlich verletzt. Bundes -Com m issär Rogers entband vorgestern Theodor Salomon von der Anklage, ans Cigarrenkisten seinen Namen oder die Nummer des Stenerbezirks nicht ein gebrannt zu haben, und entließ ihn bedin. gungslos, Die Voruntersuchung gegen Moritz und Louis Heilbronn wegen angeschuldigter Cre diterlangung innerhalb der drei Monate vor dem Beginne des Bankerott - Versahrens ge dieh Sonnabend zum Schlüsse; die Augeklag. ten wurden vor die Großgejchworenen des Bnndesbe.zirls-Gerichts gewiesen und mußten je 510,000 Untersuchungs-Cantion stellen. Kirchen raub. Fraukliu Tay und Wm. «Smith wurden vorgestern in später Abendstunde unter dem Verdachte, die Ema nuel-Kirche dcr Vereinigten Brüder in Christo an Süd-Caroline-, nahe Baltimore-Straße, beraubt zu haben,verhaftet, jedoch gestern früh vom Richter Farlow wegen Mangels an hin länglichen Schuldbeweijeu irieder freigelassen. Die Collektenbüchse fand mau erbrochen und geleert; der Kirchenvorstand pflegt sie nur alle sechs Monate im Januar und Juli zu öffnen. Sch windelklage» Georg M. Holt, 19 Jahre alt, versuchte Sonnubend, mittelst einer gefälschten Weisung des Eigenthümer« Robert Taylor vomDampser „Emma Dunu" Besitz zn erlangen. Richter Jorden lieh ihn bis nächsten Sonnabend in VerhörShast ab sühren. Ge fä ngni ß strafe erhielten gestern fol gende eilf Persor.cn vom Criminalrichter Gil mor zudiktirt: Pqseal Sterling wegen An griffes auf Wm. Hitchens 5' der Schwarze Charles Williams wegen Thätlichkeit gegen Charles Brown S; Georg Connolly wegen Durchprügeins des Negers Wm. Timms ä; der Schwarze John Smiih, der sich an Ma rie E. Groß thätlich vergriffen, 10; Basil Warfield weaen thätlichen Angriffes auf I. Ri?e 2; der Schwarze Thomas I. Hyer we gen thätlichen Vergreifeus an A. Wilson ZV; der Schwarze John Washington, der an Ma rie Washington Hand gelegt, s; John Tur ner wegen Mißhandlung James Thornton's 5; Geo«g Johnson, ein Schwarzer, wegen Mißhandlung der Anna Stewart 30; de» Schwarze Joseph Peach, der Wm. H. Carroll geschlagen, 30; Joseph Curisly wegen Wider setzlichkeit gegen »en Polizisten Garrett Stack 5 Tage Stadtgesängniß. Geldbußen. Den Neger Am. E Armstead straste Richter Bell Freitag früh, weil er aus dcr Sicaße Feuerwerk losgelassen, mit Kl nebst Kosten. Dies sollte Knabe», wenn sie sich und ihren Eltern Ungelcgenheiten und Geldkosten ersparen wollen, zurWornung dienen; die Polizei ist angewiesen, das städtt» sche Fei'.er Werkgesetz streng dnrchzusühren. Dcr Dampfer „Liberty," Cavt. Hudgins, segelte am Freitage von New - Or leans über Havanna und Key West nach Bal timore ab. S ol st»« Hochzeit. Dem teutschen Ehe- Palire «ihriM» und Maitha Hombach, 77, res» 75 ban-verstr . im «reise'von ü t" Freunde seine Wollene Hochzell zu Sonnabend wurde Prof. nächstens iUis einige Monate nach reis t. von den Damen des Chors der „Har-Ti iai"-iSeincinde an Lexington.. nahe Pincstraße, mit wem Diamantrinze beschenkl! in dir Miiie vranat ein »Mtlhyst, welchen etile DjaNiant.Garnitur umgibt. Hr. Ehr. Leutbechsr zat die Delmonico-Restauration in Nr. 144, West-Fayettestraße, übernommen und wird dieselbe heute, den 23. Juni, mit einem ausgezeichneten Lunsche und dem in kurzer Zeit beliebt gewordenen Raibn'schen Lag?» iier eröffnen. Den außerhalb der Stad: woh icndca Herren macht Hr. Leutbacher die An leigc, daß dieselben stets einen guten deutschen Nlttagslisch bei ihm finden werden. SS" Die jährliche Prüfung der Zionsschule beginnt beute und wird bis 'UM Freitag an jedem Tag fortgesetzt wer. den. Heute werden die Elememarklafsen qe den 30. Juni, stattfin dendes t-chulscu ,m?nnd.Hlll Parke b.ltet die schlugieier der Priii.ina. a s B > cni Fleet straßen cli u slttdet in allen „ an der Belair-Äoad statt. Hr. Johann Daickcx. der bekanine und belieble Wind ni Nr 5,1 Germaustraße, zeigt dem hiesigen Publikum an. dag er heute, den 23. Juni, feine neue Garteumirihschasl unter gesälligerMiiwirkniia des Geiaiigvere,iis„E»ilrachl" eröffnen wird. Der „Jakobs Elub" wird sich in ein^ finden. Der - Schnelderoerein" feiert beule, den 23. Jnni, fein erstes Pic nic in Loui» Mulh's altem Schützeuhose an der Belair Road. Der ~Dcut,ct,c der Ha riiizari feiert lein großes u. Fommer nacht?fest den 26. Juni, inLouiS Muth's allein Schützenhose au der Belair. Road. Das Arrangements . Comite hat die umfassendsten Vorbereitungen getroffen a. A. auch Prof. Jtzel's Mnsikeorps en.iagirt, wel ches für treffliche Eonzert- und ' Ta»zmusir Sorge tragen wird. Ter „Beethoven Mau. nerchor" und der „Inngmänuer Lhor" wer den durch denßortrag mehrerer Lieder dasFest zu verherrlichen suchen. Hr. A. H. Fisher Hit feineWitthschafl in Nr.lk, straße. neu renovirl u. wvd dieselbe heute, den 23. Juni, mit einem delikaten Luusche u. Seeger'schem Lagerbier cinweilien. Der ..FideUo-Fisch-El «rb Nr. l" wird Sonntag, den 2!>. Juni, seinen ersten diesjährigen AnSflug nach Ferry. Point machen. Die »Harinonle" macht Sonntag, den 2ii. Juni, ihren ersten - Ansslng nach „Monumental F'ihlug Grove." Ter Dampfer „Thesler" wird Morgei snm Uhr von der Lizhtsttaßen- Werste am Fuße der Conmaystraße absahren. Zur 'Stguemlichkeit der Ost Baltimorer wird derselbe an Ramsari'S Werste ain Fnße der Earolinestraße oule^en. Die „Harinvnie Loa? Nr. 4. v. D. S. F-." hält beute, den 23. ihrZ Pienie und Slistungssest im ab. Hr. Friedrich Köisjg macht seinen Freunden und Bekannten die Anzeige, daß er beute, den 23. Juni, in seinem Lokale an der Ecke der Ann- und Lau casterstraße einen delikaten Lunsch auslischen wird. An kühlem Bier wild es dabei nicht fehlen. H?. Anglist (hutckii„st wird seine »clieingerichlete Wirlhschaft in Nr. 4S, Presidenlstraße, hcule, den 23. Juni, mit einem solennen Luiiiche eröffnen. Das 'i," das „Epsilon Eonelave Vir. 5" und daS„Shi loh iöonelave vir. 12" der „Heplasophoi" oder „Sieben Weilen" werden heule, den 23. ein Picnic in Rosl'S Hain abhallen. Die Mitglieder des Ordens werden ersucht, sich um 7 Uhr in ihren respekiiveil Der erste Dampfer de» ~Llederkran;cS ' wird Mittwoch, den 25. Inni, stattfinden. Das Ziel desselben bildet der so >eizende an der Bai gelegene und so schnell beliebt gewordene Platz: „Moniimental-Fishing-Grove." Das Arrangewenis - Lomile I>at NichiS unterlas sen, nm sür Unterhaltungen in ausreichendem Maße Sorge zu tragen, und wir zweifeln nicht, daß sich der Ausflug in jeder Hinsicht zu einem höchst biillanlcn geitatlen wird. Hr. H. Etheridqe, Nr. 21, Süd-Broadway, hat sich ,chon vor langer Zeit einen bedeutenden Ruj als Zahn arzt erworben, und wir können ihn daher mit Recht allcnZahnleidenden aus's Beste einpseh len. Die von ihm angesertigieü Zähne sind nicht nur billig, sondern auch von der besteil Oualiläi.uud was seine Präininm-Zähiie au belangt, so können dieselben gar nicht über, troffen werden. Das von Dr. Elheridge täg lich frisch bereitete Lachgas hinterläßt nicht die geringsten bösen Folgen. Wer daher an schmerz leidet, veriäume uichi, den genannle» lresflichen Zahnarzi anfzusuchen. In der Halle," Nr. 135, Süd - Ann - Slraße, findet jeden Dienstag und Samsiag Abe«d Garten-Eon zert statt. Die evangelisch - lutherische St. Matthai - Schule wird heute, den 23. Jur.i, einen Ausflug nach „Monumenial-Filbing-Grove" machen. E>» qropes plemc hat die schule der evangelisch lulherischeuSt. Lukas.Gem.iNde auf heute, den 23. Juni, im „Greenwood-Parke" an der Bclair-Roud Da diese? das erste Pienie zum Besten der Schule ist, so loltte keiner Verlan» men, sein Zcheisleiii beiziltrageil. Eapt. Hoff inann'S Munkeorpö lielerr die Eonzerl- und Taiiziuusil; ist ein Panorama ans dem Plahe angestellt, in welchem jedem Be> sncher einige bedeutende Schlachten ans dem dentsch-sranzösischen jtrieae aereiqt werden. Conzerte in der „Arbeiter'- Halle." Die jeden Montag, Donnerstag und Samstag Abends in der „Arbeiter . Halle," Nr. ü, Süd - Fredeiidstraße, stalifiudeiiden Eonzerle ersreuen sich ni hohem Grade der Gunst des Publikums. Die Eonzeile stehen liuler der besoudeien Direktion de« tüchtigen Pros. Rose. Außerdem spielt das berühmle Orchestrion jeden Ätorgen von Ii) bis l, leden Nachmittag von 3 bis 6 und jeden Abeno von 8 bis II Uhr. Die Eonzelte der „Arbeiler- Halle" gehören zu den populälstcn der Stadl, und wir kennen leinen Ort, wo man sich ein Stündchen besser erholen kaun, als die „Ar. beiter-Halle." Sc?" Prächtiger thrundbesty in» Markte. Hr. Gerard H. Reeie offerirr Iys Morgen Land im Ganzen oder in belie bigen Parzellen neben dem Druid-HiU-Parle nnd dem Fabrikdoise Woodberrl> zum Ver kaufe. Dieses Land gilt für das werihvoUste in der Umgegend Baiiimore'ij sowohl wegen seiner reizenden und bequemen Lage, als auch weil es sich für gewerbliche und Fabrikzwecle besonders eignet. Woodberiy zählt gegen» wäNig 10,000 Seelen, von denen die meisten in Fabriken arbeiien oder anzesteUt sind. Dampf- oder Wasserkraft läßt sich dort auf's Borlheilhaftefts verwenden; die „Nördliche Centralbahn" durchschneidet das Land. Land- Compagnie'», Bauvereiue, Spekulanten und alle Unternehmungslustigen haben jetzt Gele genheit zn einer höksi vrosttabelii Anlage. Weitere Einzelnhelten theilen die betreffenden Anzeigen an anderer Stelle mit. Die „Maotson - Loge Nr. 4l), U. v. G. hält Monlag, den 30. Juni, ein Pieuic nebst Fahnenweihe >n Louis Mulh's allem Schüt zenhoft au der Belair-Road ab. DaS Dainyfscbiff „tLhester" ist wählend der Ercnrfionszeii zu vermielhe,'. Hr. A. N. Braiiiard, Agent, Pier Nr. 7, Lighls'r.-Werste, erlheilt nähere Auskunft. Herker'» Aarnia ist ein delikater Naorungsartikel und eine herrliche Tafelrierte. <MaiZl,2Mie 4. " Als Blut und Säfte reinigendes M'.uei ist das Karlsbader Sprudel- Salz unübertrefflich. Dasselbe wird von vielen Aerzten gegen Unverdaulichkeit, Kops schmerzen, Mangel an Appetit und alle Uebel, welche aus Unordnung des Magens oder der Leber entstehen, angewendet. A. B 0 geler 6- E 0 mp. sind die Agenten für Amerika. i»!-) HL?" Endlich gefunden!-ein Mittel, das jenen Erbfeind der Menschheit, die Aus zehrung, sowie die zahlreichen Begleiter, die sich nm dieselbe in der Form von Erkältung, Luftröhrenast - Entzündung, bösem Halle, Grippe u. f. w. schaaren, nicht nur lindert, sondern heilt. Das Mittel, von dem wir sv'echen, ist Dr.NZ»star'S Wlldkirschen «alfam, von Seth W. Fowlcr k Sohn in Boston zubeleiiet. (149-54) Die „TkaUä" wird Mitlwzch, den S. Juli, ihren ersten Aus fluz nach „Monumenlal - Fishing . Grove" machen. Börsenberichte. Berichtet von Win» Fisher di Söhnen, Nr. 32, Soulhstraße. Baltimore. tinZl. Zuni..»bendS 5 Uhr. «nq. Brrl. ü<crl. Gald - B.Gt. 5 2vr - Nack 2, 'i>l> ...II!»« SI Pafs Bahn <bj'i!7 Äila Üicrj U V. El. lii - «5 Fku Bcrs 4>i IVZ 1V4!» xolvard Scrl »a vr a 11,... z< 11««cr« t» Va lir'i? Äa Zrlul« «>. 7 1. «ailodr Ä.. iÄeniOhioKrl. ' tü<^ dl !v! -7 _ Ballo ftrt'j iZ. g«>,' Ä!Äi>iir2.Was— 7?« «,'lloUl IM., tu» WMdtirZ.ZuZ^^ SMemphlsbr ü« Mat>si»7r' Ii» Lnk ol BalisBrZ. öS'» Sitiz Bunt.... !<>ch>tDant7> Frmilnn Bane Voio Bast.... 1o Or.ckAlvr!j. 8z Mkrchvclit 12') Or.t AI Kr <. IL'. «iioGas-NS Di Z. Vtai Bank Aeo'eiitLul»l t 22 öallo O E 17» !urn? 60 ». R. N. ZK Z7^ Baliiirorer Siadiscchstr, ltigo W'/ I Coupons <!< .Wcsll"Mo.-Badii"-Obl., gar! ! >0 »Mar.-Eine.-ival>n"-Odligcil. I. H. ?r, IM-, liXl ditto ditto »!uo bM»Orange»Alex..!vi.-Bahn-"0b1.,8r.... «1'

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