Newspaper of Der Deutsche Correspondent, June 24, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated June 24, 1873 Page 4
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Ter Teutsche Korrespondent. Baltimore, 24. Juni IB7S. Stadt Baltimore. Personen, die während der Sommermonate die Stadt ver lassen uud den „Corres p onden. ten" täglich oder wöchentlich zu geschickt zu haben wünschen, sind ersucht, ihre Adresse in der Exp. d. 81. auf zug eben. Preis des täglichen Blatte« pro Monat, inclusive Porto, 80, des wöchentlichen Blattes 25 Cts.^ Die heutige Primärwahl. Der entscheidende Tag, soweit es die demo kratisch - conservativen Nominalionen für die Gesetzgebung anbetrifft, ist gekommen. Der Monate lang zwischen zahlreichen Aspiranten geführte Kampf lömmt heute zum Austrage, und wir können nur unserm Wunsche aber mals Ausdruck geben, daß das Resultat im Einverständnisse mit den billigen Anforderun gen ausfallen möge, die wir incht ohne Grund an die Partei stellen, die sich bisher in unserer Stadt und in unserem Staate als treuer Hort gegen Intoleranz, Druck und Verfolgung in ihren mannigfachen Gestaltungen erwiesen hat. Unsere Pflicht gebietet heute, daß wir nicht gleichgültig erscheinen, sondern durch ernste und eisrige Betheiligung au der Wahl den Erfolg jener Männer anbahnen, die ge rechten Anspruch an unser Vertrauen haben. Die Wahl findet an den in der betreffenden Anzeige näher bezeichneten . Orten von Mit tags 12 bis Abends 3 Uhr statt. Steht auf der Wacht und laßt Euch nicht vom graden Wege der Ueberzeugung ableiten! Schaut Denen, die um Euer Volum nachsuchen, scharf in's Auge und vergleicht sorgsam ihre Vergangenheit mit den Versicherungen, die sie Euch heute machen ! Eine Nomination ist noch keine Wahl, aber bringt Diejenigen, welche heute siegen, dem von ihnen gesuchten Ziele näher. Lassen wir es nicht aus den Augen, daß auch wir ein Ziel haben und dasselbe erreichbar ist, wenn wir ernstlich und unbeirrt zunächst den besten Männern unser Voium geben und sodann auf unsere eigene, fclbstständige Entschlossenheit bauen, damit wir nicht düpirt werden. Wir haben lange genug aus der politischen Warte gestanden, um für unsern Rath wenigstens das Verdienst einer genauen Kenntniß der Situation bean spruchen zu können. Wir werden, wie bisher, auch in Zukunft nach unserer Ueberzeugung zu Dem ralhcn, was am Besten geeignet ist, das Gemeinwohl zu fördern, wobei wir aber auch nicht für einen Augenblick die Interessen der Adoptivbürger, mit denen unsere ganze Wirk samkeit innig identifizirt ist, unserem Gesichts ireise entrücken lassen werden. Stimmt heute für die besten Männer uud Ihr tönni daß Bewnßts?in im Herzen tragen, Türe Pflicht gethan zu haben! Hollohai». Hollohan wurde am letzten Fieimge von dem Berichterstatter einer hiesigen Zeitung be sucht, dem er folgende Mittheilungen machte: „Ich wurde im Jahre 1843 zu Montreal in Eanada geboren. Mein Vater war ein Land, mann uiid ich arbeitete auf seiner Farm, bis der Bürgerkrieg ausbrach. Daun entlief ich und trai in die Reihender BuudeS-Armee, den Namen Hollohan annehmend. In mehreren Schlachten focht ich mit und wurde endlich ehrenvoll entlassen. Später trat ich wieder in die Armee und kam nach Washington, wo ich mich verheiratheie und bis zum Mai 1868 ver lilieb. Am 23. Mai des genannten Jahres miethete ich in Gemeinschaft mit einem Offi zier, Namens Alifon, und zwei Anderen ein Boot. Wir fuhren den Potoma«> hinunter und landeten an der Maryländer Seite in Prince George's County. Hier wohnlc ein gewisser Hr. Thomas Sheriff, ein Land mann, mit dessen Tochter Aliion ein intimes Verhältniß unterhielt. Alijon erzählle nun, daß er mit Sheriff kürzlich einen kleinen Streit gehabt habe und daß er große Lust hege, demselben einen Possen zu spielen. Er machte darauf den Vorschlag, daß wir einen Einbruch in Sheriff's "Wohnung bewerkstelligten, um demselben einen Schrecken einzujagen. Wir Anderen gingen auf die Idee ein und der lustige Schwank wurde ausgeführt. Der Ge danke einer Beraubung oder eines Angriffes aus Sheriff lag uns gänzlich fern. Noch an demselben Tage kehrte» wir nach Washington zurück, wurden aber daselbst am 25. Mai un ter der Anklage, einen Einbruch in Sheriff's Haus begangen und einen mörderischen An griff auf den genannien Mann gemacht zu haben, verhaftet. Man brachte uns nach Marlboro', wo wir dem Gefängnisse überlie seit wurden. Hier wurden wir auf die schänd lichste Weise behandelt. Man kettete mich mit eisernen Fesseln, deren Gewicht mehr als 60 Pfund betrug, an den Fußboden. Die Fes seln erlaubten mir kaum, mich zu bewegen. Ein Bett wurde mir nicht angewiesen, eine dünne Decke war Alles, was ich erhielt, um darauf zu schlafen und dabei war der Fußbo den meiner Zelle mit Ziegelsteinen gepflastert. Das Essen, das ich bekam,war so schlecht, daß ich es kaum anzurühren wagte. Wenn ich Kaffee erhielt, so mußte ich erst die zahllosen todten Käfer, welche sich in demselben befan. den, heraussuchen. Ließ ich eine Klage laut werden, so kettete man mich der Länge nach an den Fußboden und peitschte mich unbarm herzig. (Während er dieses erzählte, zeigte er dem Berichterstatter eine Narbe an seinem Knie, die er angeblich bei einer derartigen Züchtigung davon getragen haben will.) Der Arzt kam mehrere Male zu mir und sah nach den Wunden, welche man mir geschlagen, nnd bemerkte dabei, daß es eine »schände sei, mich in einer solchen Weife zu behandeln. Mein Fall wurde später von Prince George's nach Montgomery-Counly verlegt, wo derselbe am 19. Februar 1869 in Rockville zur Verhand lung kam. AIS meine Anwälte sungirten die HH. Fendall, Marbury und Woodberry Wheeler. Ich wurde entlassen, aber gleich darauf uuler derselben Anklage wieder verhaf tet und nach Prince George's County ge bracht. Als ich vernahm, daß ich abermals in Anklagestand versetzt werden sollte, machte ich einen Versuch, zu eulfliehen. Es gelang mir nicht und die Folge war, daß ich noch schlechter als früher behandelt wurde. Im Mai 1869 wurde mein Fall nach ljharles- County verlegt. Die Geschworenen fanden einen aus „Schuldig" lautenden Wahrspruch und ich wurde zu sünsjährigerZuchthausstrase verurtheilt. Als der Richter das Urtheil über mich verhängte, erhob ich mich im Gerichts saale von meinem Sitze und erzählte allen An wesenden, wie man an mir gehandelt. Der Richter entgegnete hierauf, es fei ihm nicht unbekannt, daß die Behandlung, welche man mir habe angedeihen lassen, eine durch Nichts zu rechtfertigende sei, es bleibe ihm jedoch nichts Anderes übrig, als den Urtheilsspruch über mich zu verhängen, da die Geschworenen mich schuldig befunden. Ich glaube, daß mein späteres Mißgeschick und meine gegenwärtige Lage nur jener Verurtbeilung zuzuschreiben sind. Am 3. Juni 1L69 kam ich in dasMary länder Staats.Zuchthaus. Dreißig Monate habe ich daselvst fleißig gearbeitet, dann aber brach meine Gesundheit zusammen, da es mir an hinreichend nahrhaften «speisen fehlte. Im Zuchthause ward tch nie bestraft, obgleich meh rere andere Sträflinge, wie ich glaube, zu wie verholten Malen unverdient gezüchtigt wur den. Ein gewisser George Gill, welcher we gen PferdediebstahlS im Jahre 1870 zu länge rer Zuchthausstrafe verurtheilt worden war, wurde buchstäblich zu Tode geprügelt. Als er aus seinem Sterbebette lag, rief er mich zu sich und nannte mir die Namen der Beamten, welche durch die Züchtigungen, die sie ihm zu Theil werden ließen, seinen Tod herbei sühr len. Im Sommer 1871 kam meine Frau von Washington, um mich zu besuchen. Mau ließ sie jedoch nicht zu mir und mir gebrochenem Herzen kehrte sie zurück nach der Bundeshaupt stadt, wo sie wenige Monate später starb. Alles Dies mußte ich ertragen. Wir schrieben uns gegenseitig Briefe, aber sie hat nie ein Schreiben von mir, ich nie eins von ihr er halten. Am 23. Dezember 1872 wurde ich vllyl Gouverneur Bowie begnadigt. Mein Gesundheitszustand war ein gänzlich gestörter, obcr dies hinderte meine Peiniger richt, mich im kalten Winter mit nur 2 Dollars in der Tasche und mit einem leichten dünnen Som meranzuge bekleidet, aus dem Gefängnisse zie hen zu lassen. Endlich gelang es mir, in Montgomery.County Arbeit zu finden. Spä ter lam ich nach Balumore, wo ich zuerst in der Blechbüchsen-Fabrik des Hrn. Nnmsen und in der Folge in den Fabriken der HH. Mallorey, McJlvaine K Pruth arbeitete, bis man mich endlich wegen der Ermordung der Frau Lampley verhaftete." WasHr.John T. Ford zu dieser Erzählung sagt: Hr. John T. Ford, einer der früheren Direktoren des Zuchthauses und längere Zeit Vorsitzender der Großge schworenen, erklärt, daß den meisten Aussagen Hollohan's kein Glaube geschenkt werden darf. Er (Hr. Ford) sei überzeugt, daß die gegen das Maryläuder Zuchthaus erhobenen An schnldigurigen von «eiten Hollohan's nicht auf dessen Ersahruug, sondern lediglich auf Hörensagen berusen. Mit Bezug auf den Fall des George Gill, welchen Hollohau er wähnt, sagt Hr. Ford, er habe nie gehört, daß Gill gezüchtigt worden sei. Gill habe sich im Gegentheile stets sehr gut betragen und sein Tod sei durch Auszehrung herbeigeführt. Hr. Fo«d bemerkt ferner, dag er als damaliger Direktor des Zuchthauses Positiv weiß, daß Gill während seiner letzten Lebenstage sich mehlfach lobend und dankend über die Be handlung aussprach, die ihm im Zuchthause s zu Theil geworden sei. Auch sei es eine Un- > Möglichkeit, daß HolZohan sich an Gill's , Slerbebelte befunden haben könne. i Was Hr. Doll sagt: Hr. Toll, Hol lohan's geistlicher Rathgeber, eizählt, dag cr Hollohau ausdrücklich ersuchte, die obigen Aussagen nicht zu machen. Mit Bezug au die Entlassung aus dem Zuchthause mitten im Winter, bemerkt Hr. Toll, daß mon Hol lohan mit Allem vcrsorat haben würde, falls feine Entlassung dcr „Gefangenen-Hülfs-Ge selljchaft" zuOhren gekommen wäre oderHollo han nm eine Unterstützung bei der Gesellschaft nachgesucht hätte. Die gegenwärtigen Beamten und Direkto ren des Zuchthauses sind dcr Ansicht, daß die Aussagen Hollohan's im Betreff der Entlas sung ans dem Zuchthause aus Unwahrheit be ruhen, da die Gesängnißregeln vorschreiben, daß jeder Sträfling, bei'm Verlassen des fängnisscs im Winter dicke wärmende Klei dungsstücke, im Sommer dagegen einen leich ten Anzug nhallen soll. Das gestrige Wetter. Die bis ge stern Nachmittag H 5 Uhr aus dem Büreau des Signal-Corps eingelaufenen Depeschen berich. teteii leichten Regen aus Lynchburg und Sau geen, sowie lheilweise drohenden Himmel mit Regen aus Knoxoille und Detroit. In Grand Häven, Portlaud (Oregon), Dnluth, Phila delphia und Cape May regnete es den ganzen Tag. Ueber den Stand der Flüsse liefen keine Berichte ein. Der Thermometer stand in Baltimore auf 71, in Philadelphia auf 65, in Washington auf 79, in New-Zork auf 64, in Boston auf 61, in Wilmington auf 89, iu Pittsburg aus 91, in Charleslon auf 83, in Cape May aus 69, in Ml. Washingioii auf 48, in Buffalo auf 79, in Tororilv auf 61, in Milwaukee auf 92, in Augusta auf 89, in Knoxville auf 85, in Montgomery aus 94, in Mobile auf 80, in Galveston auf 89, in Cincinnali aus 93, in St. Louis aus 92, in Montreal aus 70, iu Chicago aus 90, in San Frauzisco auf 57, iu Savaunah auf 83, in Memphis auf 92, in Delroit aus 84, in New-Orleaus auf 86 und in Vicksbnrg auf 91 Grad. Das Th erm ome te r stand gestern früh 9 Uhr auf 78, Mittags aus 81 und Abends 5 Uhr auf 73 Grzd. Wetter-Aussichten. Theilweise bewölkter Himmel und möglicher Weise auch Regen. Die heutige Wahl. Es ist bemer kenswerth, daß sich die heutige Wahl fast aus schließlich um sie Frage dreht, wer der nächste Bcr. St.-Seriator von Maryland werden soll. Als hervorragendster Candidat ist Gouverneur Whyte im Felde und ihm steht, wenigstens in Baltimore, hauptsächlich Hr. Ths. Swaun gegenüber. Ersichtlich hat, wie man zu sagen pflegt, den "insiäe traek," wenn auch die Bedeutsamkeit des Schweigens seines Gegners uns über die von ihm einzu schlagende Taktik noch in Zweisel läßt, wäh rend es keineswegs ausgemacht, sondern viel mehr sehr zweifelhaft ist, ob selbst die, welche heute ohne besondere Zusicherung, sür den einen oder den andern der Candidaten stimmen zu wollen, ;u den Gegnern des Gouverneurs oder zu den Freunden des Hrn. Swann gehören. <Ler Kampf hat durch die Vermischung mit der Senatoriatsfrage erhöhte Bedeutung er halten. Die Temperenzlern ist gänzlich aus dem Spiele geblieben nnd wo sie hier u. dort sich bemerkbar zu machen verfnhte, ignvnn worden. Die „Allianz" erwartet allnnige Hülse von den Republikanern, welch' Letztere allerdings nach beiden Seiten hin im Trüben zn fischen suchen, aber bis dahin wenig Erfolg gehabt haben. Wer noch einen Augenblick in den Republikanern Schutz gegen Druck und Willkürherrschaft erwartet, befindet sich (siehe alle Staaten, wo sie herrschen) gar arg aus dem Holzwege. Seien wir deßhalb aus der Hut, daß wir unsere Kräfte nicht in Be friedigung eines gemeinsamen Feindes zer splittern und hier in dieselbe Falle gerathen, in welche politische Thorheit und selbstsüchtige Intrigue anderwärts unsere Mitbürger ge bracht haben. Demokratische Versammlung iii der 6. Ward. In Bcyer's Halle aü der Ecke der Eden- und Mullitiustraße fand gestern eine Versammlung der Demokraten der 6. Ward statt. Hr. John W. Darley leitete die Verhandlungen, während Hr.J. E. San. ner das Amt des Sekretärs versah. Gen. Ferdinand C. Latrobe hielt eine längere An sprache an die Versammlung, in welcher er sich tadelnd über die gegenwärtige städtische Verwaltung aussprach. Er rügte das Ver halten des MayorS während der Blattern- Epidemie; derselbe habe Nichts in dieser Sache gethan, obgleich Dr. Taylor und Dr. Benson dringend die Annahme von Maßregeln em pfahlen, um die Ausbreitung der schrecklichen Krankheit zu verhüten. Ferner bezog er sich aus die städtische Wasserleitung und manches Andere. Alsdann bemerkte er, daß er keinen Verwandten habe, den er mit einem Amte be glücken werde. Falls er gewählt weiden sollte, würde er bekannt machen, daß jedes Amt vakant sei, um Leute für die Stellungen auszusuchen, die zu der Partei gehörten und für dieselbe gearbeitet Hütten. Auch erwähnte er, daß er gegen nneWiedernominiruiig Van jant's sei; die vor dem Volke liegende Frage sei die, ob es Hrn. Hodges oder den Redner habe wolle. Hr. Hodges sei ein Mann von bedeutenden Fähigkeiten, aber es mangle ihm in der Verwaltung öffentlicher Aemter an der nöthigen Ersahrnng. Was aber auch das Resultat sein möge, Red ner würde dennoch denjenigen unterstützen, welcher die Nomination erhalte, gleichviel ob es Hr. Hodges, Hr. Vansant oder ob er es selbst sei. Nachdem Gen. Latrobe geendet, richtete Senator John R. Blake einige Worte an die Versammlung und bemerkte, daß in früheren Tagen die Nominalion mit der Wahl gleichbedeutend gewesen sei. Dies sei Herne >edoch nicht mehr der Fall. Redner habe Vansant, als derselbe zum ersten Male nnmi nirt wurde, unterstützt, heute könne er dies nicht mehr, uud er sei auch überzeugt, daß bei der bevorstehenden Wahl zwei Drittel sämmt licher Srimmgeber nicht sür Vansant stim men würden. Die Radikalen warteten nur darauf, daß ein nicht populärer Candidat die Nomination erhalte. In diesem Falle wür. den sie eine größere Macht gewinnen und eine Majorität in der Gesetzgebung erlangen. Wir aber müßten uns darauf gefaßt machen, daß unseren Polizisten die blauen Röcke ausgezogeu und die Söhne Afrikas damit bekleidet wür den. Als Senator Blake schloß, vertagte sich die Versammlung. Demokratische Versammlung in der 1. Ward. Die Mitglieder des „Latrobe-Clubs" versammelten sich gestern Abend unter dem Vorsitze des Hrn. James B. Saliner in dem Lokale an der Ecke der Wash ington- nnd Lankstraße. Ansprachen wur den gehalten von den HH. Alex. H. Hobbs, E. Key Buchanan und Gen. F. C. Latrobe. Hr. Buchanan.verlas mehrere Beschlüsse, in welchen er Gen. Latrobe als den Repräsentan. ten der jungen Demokratie bezeichnete und demselben die nngetheilteUnterstützung sämmt licher Stimmgeber der ersten Ward in Aus sicht stellre. si)ie Beschlüsse wurden angenom men. Unsere gestrige Nummer. Un sere gestrige vollständige Beschreibung des Fe ste« der G r u n d st e i n l e g u n g d e s d e u t schen Waisenhauses veranlaßte eine so starke Nachfrage, daß, trog einer bedeutend vergrößerten Auflage, die Letztere bereits am Mittage vergriffen war. Wir werden nun mehr in unserer, am Freitage erscheinenden Wochenausgabe denßericht wiederholt abdruc ken und nehmen schon heute dafür Bestellun gen, entweder zur Versendung in's Innere oder nachEuropa, entgegen. (Siehe Anzeige.) Etn - und Aus fu hr. —Es kamen fol gende Fahrzeuge von ausländischen Häfen hier an: die englische Barke „Prince Haßan" in Ballast von Sligo in Irland; der Schoo ucr „shiloh" mit 487 Oxhosten und 100 Ki sten Zucker von Cardenas auf Euba; die engl. Barke „Cliflon" mit 4200 Säcken Zucker von Pernambnco; die englische Brigg „A .M. Owen" mit 245 Oxhofren und 80 Fässern Zucker von Mayagnez, P. R. Es segelten nach dem Auslande von hier ab: die englische Barke „Salellile" mit 3663 Scheffeln Waizenmehl nach Belfast in Irland; die russ. Barke „Carl Gustav" mit 38,983 Schefseln Mais nach Oueenötown in Irland; die engl. Barke „Josephine" in Ballast nach Bridgewater, N,-Sch.; die dänische Brigg „Charles A. Hoad" mit 319 Tonnen Kohlen nach St. Thomas; die Brigg „Francis l Jane" mit 3612 Fässern Waizenmehl nach Pernambuco; die engl. Brigg „Sainval Cai pel" mit 50 Fässern Waizenmehl uud 150 ditto Maismehl nach Bean River, N.-Sch. Ankunft des Dampfers „S e a G u l l." —Der Dampfer „Sea Gull," Capt. Dullon, zur Baltimore - Charlesloner Linie gehörig, traf gestern von Charleston, S.-C., hierein. Er brachte folgende Passagiere: B. W. Wise, I. M. Jndcps, Frau Villa, C. Strauß nebst Frau uud 6 Kinder und 21t. Lobrecht nebst Frau und 5 Kinder und nach stehende Fracht: 1700 Kisten Gemüse, 579 Fässer Harz, 389 Pipen Reis, 28 Stücksäs ser Thon, 31 Kisten Taback, 2 Ballen Baum wolle, 15 Rollen Leder, 12 Ballen Haushalts artikel, 9 Ballen Lumpen, ? Eijenplatten und 50 Fuß Nutzholz. Ankunft des Dampfers „I. A. Gar y." Der Dampfer „I. A. Gary," Capt. Hall, kam gestern mit 224 Fässern Harz, 53 ditto Terpentin, 46 Ballen Baum wolle, 13 Fässern Theer, 60,000 Fuß Nutz holz und 150 Packeten Kausmannswaaren von Ncwbern, N.-C. hier an. Ankunft des D ampfer« „Lucil l e."—Der Dampfer „Lucille," Capt. Berinett, von der Ballimvre-Wilmiugtoner Linie, lief gestern Abend mit folgender Ladung von Wil» mingion, N.-C.,hier ein: 1061 Fässern Harz, 180 ditto Terpentin, 140 ditto Pech nnd 24 Ballen Baumwolle. Nach Ci nc in na ti! Als Delegaten des hiesigen „Social - Demokratischen Turn- Vereins" gingen gestern Abend pcr „Balti more Ohio-Bahn" die HH. Julius Hofsmaun und Chas. Kroh zum Bundesseste nach Ein. ciunati ab. Es schlössen sich ihnen folgende Washingtoner an: Rudolph Patterson, Carl HainS, Carl Peterson, Kretjch und vier andere Herren, deren Namen wir nicht erfahren konn ten. Das A s h l a u d S g ii a re, auf welch-m der Stadirath den beiden im Krftge von 1812 gefallenen Knaben Wells und McComaS ei nen Denkstein hat errichten lassen, wird jetzt durch Schilliuger - Pflaster von verschiedenen Farben um die Einfassung herum verschönert. Die Großloae des „U na bh ängi g e u Ordens der Odd-FellowLvon Maryla n d" hiell gestern Nachmittag um 5 Uhr nne Versammlung in der „Odd-Fel lows-Halle" an der Groß- Meistcr>lc>seph Thompson führte den Vorsitz. Die Ex - Groß - Muster Vansant, Garey und Ridgciy hielieu Ansprachen ?u Ehren des in diesen Tagen in New-Hork verstorbenen Hrn. John A. Kennedy. Schließlich wurden die Groß-Meistcr Thompson, Groß-Sekrciär I. M. Jones und Ex-Groß-Meistec Ridgely als Delegaten ernannt, um die Groß-Loge von Maryland bei der heute Nachmittag um 2 Uhr in New-Hork stattfindenden Beerdigung des Hrn. Kennedy zu repräsnniren. Ia h reS pr üs uu g der Zionsschu le. Die unter der Leitung des bewährten und tüchtigen Pädagogen Hrn. Pastow ZÄeib stehende Zioitsschule hält iu dieser Woche ihre jährliche Prüsunci. Wohl leine Lehranstalt in den Ver. Slacmn hat eine solch' glänzende Vergangenheit huuer sich und leme hat sich zu einer solchen Höhe emporgeschwungen wie die mit dem hiesigen Deuijchlqum innig verwach sene Zionsschule. Ein fcohes Gefühl muß den Direktor beseelen, wen» er heute aus die Vergaugeuherl zurückichaut uud der Früchte gedenkt, welche die schule biS jetzt getragn:. Eiu Corps der tüchtigsten Lehrer, fähig, in allen Lehrfächern den gediegensten Unlercichr zu ertheilen, läßt es sich angelegen sein, den Ruf, welchen die Schule fni Jahren genieizi, zu wahren. Die Prüfung uahu: geflcrnMor. gen milden linieren Classen ihren Anfang. In den Classen 1 B und 1 A prüften Frl. Porgeß im Deutschen, Hr. Grisfiih im Eng lischen und Hr. Barthel im Rechnen; in den Classen 2 B nnd 2 A Frl. Wiegand und Frl. Brummer im Lesen, die HH. Ehrhard und Broadbelt im schriftlichen uud mündlichen Rechnen und Hr. Ortmann im Anschauungs unterricht; iu der 3. Classe die HH. Ehrhard und Broadbelt im Rechnen, Hr. Kranz im Lesen, Hr. Barthel in der Grammatik und im Lesen, Hr. Fehler in der Naturgeschichte und Hr. Ortmann in der Heimathskunde und im Ueberietze». Die Prüsuug gestattete sich zu nuer höchst interessanten und dem Beobachter mußte namentlich die große Gleichmäßigkeit auffallen, welche in den blassen herrscht. Von allenseiten kamen treffende gesunde und was besonders hervorzuheben ist, rein deutsche Ant worten. Heute wird die Prüfung Mit der 4. und 5. blasse fortgesetzt. Auf einen Pas 1 a g ierz u g ges ch os sen. —Als am Samsiag Morgen Uhr der vom Westen kommende „Baitimore-Ohio- Bayu"-Zug AiiuapoliS - Juultton passine, flog eine Pistolen, oder Fttutenlugel durch nn offenes Fenster, au welchem eine Dame mit einem Kinde saß, ohne nnS von Beiden zu verletzen, fuhr dann durch ein Zeitungsblatt, welches Hr. Ths. A. Cuuningham in der Hand hielt uud zum anderen Fenster wieder hinaus. Die Leine im Wagen hörten in Folge der SchneUigiett, mtt welcher der Zog dahin brauste, leinen Knall und hätte man nicht das eigenthümliche Zischen vernommen und die Spur in der Zeitung gesehen, so hätte man keine Ahnung von der Nähe eines solchen To desboten gehabt. Hr. Cuuningham Halle sich zusällig stark zurückgelehnt, hatte er auf > recht gneffni, so würde die Kugel seine Brust > durchbohrt haben. Die Sache wurde dem Transportmnster. Hrn. Sharpe augezeigt und ! wird streng uurersuchl werden. Ein böser Streich. — Col. E. T. Joyce ist ein Eandidal der 16. Ward für die ! Gesetzgebung. Gestern erschien in der,, snn" ! und IM „Corrcsprnidentnr" eine von ''>Veor > >„L t>t' iliL unterzeichnete Anzeige, worin der Schreiber den Colone! als Franzo sensreund hinstellte, der zudem seine religiöse Anschauung für politische Zwecke benutze u. s. w. Die Anzeige klang vielleicht dem ober flächlichen Leser harmlos. Dahinter aber war der Wunsch versteckt, dem Col. Joyce, der in dcr 16. Ward und darüber hinaus viele war me Freunde unter den deutschen Adoptivbü» gern hat, zu schaden, Vornrthnle zu wecken u. f. w. Die männliche Erklärung, welche l der heule erläßt, kömmt noch grade ° rechtznlig genug, um die Absicht des Mannes, > der die betreffende Anzeige publizirtc, zu ver > eiteln. " Ei n eScc n e auf offen erStraße. > —Vorgestern Äbeud herrschte in der Nähe dcr ' Biddle- und Wolfstraße eine bnrächtlicheAuf l regung. Mehrere Male vernahm mau deut ' lich den Ruf„Mord!" und als niair der Rich l tung folgte, aus welcher der Ruf herzutom > men schien, begegnete man einer jungen, vor Erregung zitternden Frau. Dieselbe erzählte, daß sie während des Nachmittags mehrere Freundinnen besucht und dabei mehr Bier ge trunken habe, als fle zu vertragen im Stande i sei. Als sie sich auf dem Heimwege befunden > habe, fei sie einem jungen Manne begegnet. - der sie nach Hause begleitete. Ihr Mann, welcher sie kommen sah,sei dann auf die Straße - geeilt und habe mit ihrem Begleiter einen , Wortwechsel angefangen, welcher damit en > dete, dag der Letztere ihrem Manne einige ! Schläge in's Gesicht versetzte. Ihr Begleiter , habe dann das Weite gesucht, während ihr ! Mann in's Haus geeilt und mit einem Beile > bewaffnet zurückgekehrt sei. In dem Augen l blicke habe sie die vorhin erwähnten Rufe aus gestoßen. Als man die Frau iu ihre Woh nung führte, war ihr Mann, welcher sich je denfalls vor nnerVerhaftung gefürchtet halte, ' verschwunden. Man hielt es sür das Gera l thenste, die Frau nebst ihrem Kinde zu ihrem an der Harford-Avenue wohnenden Vater zu bringen. Traurige Befürchtung. Am Montag, den 16. d. Mts., wurde die Nach barschaft von Still-Pono, Knu.Hv., nicht wenig durch die Nachricht alarmrrt, daß Frl. Sarah E. Penninglon sich ertränkt habe. Sie war Nachmittags mit ihrem Bruder ausge fahren und hatte in Slill-PonS einige Sachen gekauft. Nachdem Bruder und Schwester nach Hause zurückgekehrt waren, ging sie auf den Balkon, wahrend dcr Bruder das Pfcrd in den Stall brachte. Als er zurückkam, fehlte die Schwester. Sofort fand eine Nachsnchnng statt; man wanote sich der nahen Bai zu, wo man die Fußtritte un Sande wahrnahm und ein Stück des Unterkleides des Frl. P. fand. Die Befürchtung ist nur zn begründet, daß die Unglückliche, trotzdem sie bisher leine Ge müthserregung zeigte, sich nm's Leben ge bracht hat. Sie hielt früher sür zwei Brüder Hans, die sich aber einer nach dem andern ver ehlichtcn, wählend die Ellern fchon lange im Grabe liegen. Die Familie kam aus Dela ware nach Maryland. Ohne Zweifel belrach. ine sie sich allein nnd verlassen in der Welt, obgleich sie nicht mittellos und demzufolge von ihren Brüdern unabhängig war. Es ist nur wenig Aussicht vorhanden, daß sie noch am Leben ist. Die Familie war allseitig geachtet, und das Erngniß hat tiefe Theilnahme her vorgerufen. Plötzlicher To d.—Marg. O'Lrie'n, 42 Jahre alt, starb unerwartet Freitag Abend in ihrer Wohnung, Nr. 4, Slalestr. Da Dr. River, welcher sie behandelte, erklärte, daß ihr Tod durch Erstickung in Folge einesßlm andrangcs nach dem Kopfe herbeigeführt wor den war, dielt es Coroner Mackall sür uunö thig, eine Leichenschau zu halten. Bran d.—Gestern Nachmittag um 3 Uhr brach in dem Holzgebäude, Nr. 64, Ann-, nahe Fayettestraße, welches von einer alten. Negerin, Namens I. Shipley, bewohnt wird, ein Feuer aus. Mau vermuthet, daß daß Feuer durch einige Knaben entstand, welche „Crackers" abfeuerten. Dcr angerichtete Schaden beläuft sich aus KlOO. Der Fabrikbrand bei Wood berry. Die Entstehung des Feuers, wel ches am vorigen Freitag die Monnt Beruon- Baumwoll-Fabrik Nr. 1 zerstörtc, ist noch mcht enthüllt worden. Mehrere Agenien nördlicher Versicherung« - Compagnien sind hier angekommen und werden eine gründliche Untersuchung Betreffs der Entstehung des Brandls anstellen. Zur vorgestrigen Feier.—Hr. W. Holtzmanit schenkte zum Einschlüsse in den Grundstein einen Beuicl mit seltnen Münzen. Nicht unerwähnt können wir lassen, daß die HH. Gen. Btnmenberg, Aovokal Heunighau. sen, Lorz, Sachse, Wittgrefe und Ändere als Comite der Sammler in der Zählung nnd Buchführung dcr eingegangenen Gelder sich bis spät Abends unermüdlich thätig zeigten. Die ganze vorgestrige Sammlung erreichte H 3409.04, davon 5116.04 baar, tzsBo in An weisungen und 1668 in Subscripliviini. Dr. Renling colleklirte am Sonntag 'Nachmittage K 125, Hr. Chr. Ax S3O, Gonv. Whyre gab 810, Waisenrichler Dancls HlO, verschiedene Personen 541.15. Ein Comite der Waisenkinder über reichte während der Feier jedem Redner ein prachtvolles Blumenbouquet. Gefährlich verbrannt. Samstag Abend um 5 Uhr fiel ein kleiner siebenjähriger Knabe, Namens Charles Williams, während er in einer Dampfjägnnühle an der Barrestraße spielte, in einen Dampskesfel und verbrühie sich gefährlich am Kopfe, an den Schultern und an den Füßen. Man brachte das be dauernswerlhe mnd nach dcr Wohnung feiner Eltern in Nr. 153, Lighlstraße, wo Dr. Birch ihm hülfcnchen Beistand zu Theil werden ließ. Ob das Kind mit dem Leben davonkommen wird, ist sehr fraglich. Todtschlag iußa l ti mo re Co u ii ty. —Am 31. Mai waren mehrere Personen in vemHanse des G. W. Zouck, Beckleysville, Bailimorc-Couuty, versammelt. Darunter besand sich auch Joseph Eaton, dcr mehrere Jahre wegenTödtung des Andrew Turner im ! Zuchthauje saß. Em Mann, Namens I. Price, hielt eine Rede, wurde aber von Joh. ! H. Zouck gestört. Ein anscheinend harmlose», > Streit entstand, als plötzlich Joseph Ealon > über einen Stuhl gestoßen wurde. Eaton wurde darüber höchst aufgebracht, zog ein Pi stol und feuerte zwei Mal, ohne jedoch Je manden ;u verletzen. Geo. W. Zouck und Nicholas Ensor nahmen jcht mit Gewalt dem Eaton das Pistol ab und er bekam noch oben d'rcin arge Schläge. Die Verletzungen, welche cr dabei erhielt, waren der Art, daß er bett läg?rig wurde und am 12. Juni mit Tode ab ging. In Folge eines Coroiiers-Jrqacsics wurden I. H. Zouck, I. A. Price, Geo. W. Zouck und vi. Ensor arrelirl und inTowson town in je »1000 Caulion für ihr gerichtliches Erscheinen genommen. Vor einigen Jadren wurde ein Sohn des verstorbenen Ealon von einem Zuge der „Northcrn-Central-Bahn" üb.'rfahren und getödtet. Unfall. Während der neunjährige John Bnsey gestern Nachmittag auf einem Grundstücke an der St. Petersstraße fpietle, wurde er von einem Maulthiere in das Gesicht geschlagen und trug schwere Verletzungen da von. Man brachte ihn nach dcr Wohnung seiner Ellern in Nr. 66, Wyethstraße, wo Dr. Cooke ihm ärztlichen Beistand leistete. Einen rollen Hund tödtele Polizist Jones gestern Mittag an der Central-Aveuue nahe Bankstraße. Ein Mann für die Vergehen sei ner F r a u bestraft. Im Criminalge richte wurde gestern Morgen ein eigenthüm licher Fall verhandelt. Joh. H. Dannettel war angeklagt, in Nr. 323, Noro-Broadway, ein unordentliches Haus gehalten zu haben. Der Mann hätt weder eine Wirthschaft, noch sonst ein Etablissement öffentlichen Charak ters. Alles, was die Belastungszeugen vor bringen können, ist, daß mitunter ein schreck licherSkandal in dem betreffenden Hause voll sührt wird, welcher den Nachbarn förmlich das Leben verleidet und keineswegs dazu bei trägt, die Nachbarschaft wohnlich und ange nehm zu machen. Nähere Untersuchung er gab, daß Frau Dannettel mitunter „Einen nimmt" und dann gewöhnlich mit allen Hausgenossen, besonders aber mit ihrem 19- jährigeuSohne,Händel ansängt, wobei sie der Frauen fchliinmste und furchtbarste Waffe, die Zunge, in beständiger Bewegung hätt und Laute, ja Worte hören läßt, welche die decente Damenwelt jener Nachbarschaft mit Abscheu und Schrecken erfüllen. Von Hrn. Dannet tel dagegen wird gesagt, daß er ein ruhiger braver Mann ist. Das Gericht befand sich diesem Falle gegenüber in nicht geringer Ver legenheit; daß die Nachbarschaft Ursache zur Klage habe und dieser beliändige Lärm einGe meinschaden sei, wurde festgestellt, da aber das famose Colonialgesetz, welches dem Ehemanne einer zanksüchtigen Frau gestattet, „diese mit einem Haselstocle, nicht dicker als einen Man neSdaunieii zu bessern," nicht mehr in Kraft ist, so muß man den Gatten sür die Sache verantwortlich machen, derselbe wurde infolge Dessen um K2O nebst Kosten gestraft.— 810 ß wegen des abgeschafften Haselstocks von der Dicke emcs Mannesdanmens. Wie sich Einer einen Dampfer kaust e.—Am Samstag Morgen erschien ein ärmlich gekleideter junger Mann auf dem an der Südseite des Bassins liegenden Dampfer „Emma Dean" nnd übergab dem Wächter eine von dem Eigenthümer Hrn. Roben Tay lor unterzeichnete Anweisung, dem Betreffen den, welcher sich George M. Holt nannte, den Dampfer zu übergeben. Der Wächier schöpfte zwar Verdacht, kam aber im Uebrigen dem Befehle nach. Bald darauf erschienen zwei Arbeiter der Firma Clark Sc Cochill, um die Maschine auf Holt's Order zu repariren. Beide entdeckten jedoch, daß gar Nichts zu re pariren sei, sie kehrten infolge Dessen nach ih rer Wertstätte zurück und unterließen dabei nicht, ihrePrinzipäle an' die verdächligeHand- Inngswelje des jungen Menschen ausmerkjam zu machen. Hr. Taylor hatte unterdessen Nachricht von den Vorgängen auf seinem Dampfer erhalten, doch ehe er noch ankam, war der junge Mann bereils auf Betieideu von Clark Sc Cahill wegen Schwindels ver haftet worden. Im südlichen Siationshanse lagte er, daß er der Sohn eines Baumwolle spinnerei-Besttzers in Philadelphia sei und Hrn. Taylor den Dampfer für K9OOO abge kauft habe» Dieser, welcher unterdessen auch nach dem Sialionshause gekommen war, sagte, er kenne den Menschen gar nicht und von einem Verlause seines Dampsers sei gar keine Rede. Die armselige Kleidung und die leeren Tafchen des jungenMannes ließen seine Angaben sehr unwahrscheinlich erscheinen, er wird festgehalten, bis man nähere Angaben über ihn erhallen hat. Die Vermuthung, daß es in seinem Oberstübchen nicht richtig ist, wird sich wahrscheinlich bestätigen. Politisches. In fast allen Wards fanden gestern im Hinblicke aus die heute statt findenden Wahlen Venammlungen statt. Er heblicher Enthusiasmus belundete sich aller Ons und eine Menge auf den Wahlfelvzug bezüglicher Reden wurde von den Aspiranten gehatten. In der 14. Ward waren die Freunde des Col. M. S. Heß, in der 10. die des Hrn. Geo. H. Pagels, in der 17. die des Hrn. Ja kob Groh, in der 13. die des Dr. Chaisty, des Hrn. Grünseld und des Hrn. I. Batory, in der 15. die des Hrn. Hang ?c. überaus thätig. Die Spannung, mit welcher man dem Resultate der Abstimmung entgegensieht, Hai beinahe einen fieberhaften Grad erreicht. Abschied nahm vorgestern Abend der Ehrw. Pfarrer Poutson von seiner ref. Ge meinde an der Aisquithstr., um zur iuterna lioiialenTemperenz-Convention sich nach Lon don (22. Juli) zu begeben. Vor seinem Ab schiede hielt der Ehrw. Herr noch eine sal bungsvolle Rede und forderte seine Zuhörer auf, die Fahne der Temperen; nicht imStiche zu lassen. Die4o-stündige Andacht begann am Sonntage im Sc. Josephs.Kloster der Passionisten-Väter an der Frederick-Road, ge genüber Loudon-Park-Cemetery. Das herr liche Wetter führte Tausende von Besuchern herbei und die Stadt besonders sandte Gläu bige in großer Zahl. Feierliche Hochmesse celebrirte Morgens um 95 Uhr der Hochw. Rektor Vater Karl Lang, asststirt von Vater James als Diakon nnd Vater Raphael als Sub - Diakon. Nach der Messe fand eine Prozesjion statt n.VaterLang trug das allerh. Gut, begleitet von den Vätern James und Raphael. Der weißseidne Baldachin wurde von lechs Männern, jeder mit einer weißen Schärpe geschmückt, getragen, sodann folgten zehn weitere, durch Rosetten ausgezeichnete Personen und schließlich der lange Zug der Theilnehmer der Andacht. Die Prozession bewegte sich um das Kloster und kehrte hierauf zur Kirche zurück. Mit der Abstugung der Litanei der Heiligen schloß die Morg-n-An. dacht. Um Uhr wurde die Vesper gesungen, gestern Morgen von 5 bis 7 Uhr fand Messe, später Predigt uud Abends Uhr abermals Gottesdienst statt. Die 40-stündige Andacht schließt heute srüh um 8j Uhr. An dem musikalischen Theile der Feier beteiligten sich namhafte musikalische Kräfte joivohl aus der Sladt, wie dem County. Der alte Roß Win ans läßtauch wieder einmal von sich hören und bespricht in einer von der „Sun" publizirten Anzeige die nothwendigen „Jmprovements" dersiadt. Es sollten die achtbarsten Bürger mit derAnf sichl dieser Bauten beiraur werden :c. Hr. W. hat ganz recht, wer aber iveiß, wie schwer es ist, folcheLnite zu bekommen, darf sich nicht wundern, daß oft untüchtige Männer in's Amt gelangen. Wir haben wiederholt und wiederholt nnjern Einfluß geltend gemacht, nm solchen Wünschen, wie Hr. W. Vorschub leistet, Gellung zu verschaffen, aber sind nur zu häufig durch die Theilnahmlofigkeil gerade dieser „achtbarsten Bürger" abgeschreckt wor den. Wenn Hr. Winaus diese Elemente wecken nnd zur Thätigkeit veranlassen kann, so wird ihm unser Lob uud das vieler unserer Freunde nicht vorenthalten werden. Das Direktorium der „Cantonl- Compagnie" hielt am letzten Freitage in New-Zork eine Versammlung und erwählte folgendes Exekutiv-Eomile: Präf. Hrn.Chas. I. Baker von Baltimore; Vice-Piäs. HH. G. S. Brown; Wm. Butler Duncan und Jas. G. Baker. Es wurde beschlossen, sür 85,000,000 sechsproz. Goldbonds auszuge ben, »«eiche durch die aus den Landverkäufen realisirten Summen wieder eingelös't werden sollen. Ein Theil dieser Summe soll verwen. det werden, um Controle über die „Westliche Mailänder Bahn" zu sichern, derßest—etwa ein Viertel der Summe, soll als Dividende den Aktionären zu Gute kommen, um sie für gehabteAnslagen zu entschädigen. Die Bonds sollen in London aus den Markt gebracht wer den. W i e d er er wähl te Aerzte. —Die Doktoren M. G. Harrison, Lindlay Ellicotl und G.W. Teackle wuiden gestern alsAer;te für die „Allgemeine Klinik" an der Ecke der Fayelte- und Liberlystraße wieder erwählt. Die Blech buch senmach er, wel che kürzlich dieÄrbeit aussetzten, versammelten sich gestern Morgen in der „Rechabite-Halle." Dem Vernehmen nach beabsichtigt einer der Fabrikanten, 25 Knaben anzustellen, um nicht langer von seinenArbeilern abhängig zu sein. Da jetzt aber die Zeit hereinbricht, wo die Fabritanten der Hülse der Arbeiter so sehr be dürfen, so werden sie den Nachtheil aus der Affaire ziehe», falls es iqnen nicht gelingen sollle, andere Arbeiter zu gewinnen. Die Fabrikanten VH, I. Wyaiit, Philip Sholt und L. Smith haben die Forderungen ihrer Arbeiter bewilligt. Dieselben verlangen be kanntlich SS, 6U und 70 Cents pro Hundert. Die Ge je l lfch aft der conf. S o lda teu und Matrosen hat bei Gelegenkeit der letzten Gräberschmückungsfeier Kl2OO bis StSvo gesammelt, genug, um die noH auf dem Denkmale lastende Schuld zu decken und die Gräber der 201 Soldaten auszuschmücken. Gestern Abend fand in Raine's Halle eine Versammlung statt, worin man über das Geld im Sinne Derjenigen, welche dasselbe beitrugen verfügte. Eine Versammlung der Anhän ger Ban fant's in der ersten Ward fand gestern Abend in dem Lokale an der Ecke der Canton-Ave. u. Chesterstr. statt. Als Präsi- dertt fungirte Hr. Joh. Maxwell. Major A. M. Vniable und Hr. Albert Ritchie hielten Ansprachen an die Vcisammlurig. Beschlüsse, welche die gegenwärtige städtifche Verwaltung billigten, wurden angenommen. Die Blechbüchsen-Arbeiter, welche in letzter Woche eine Lohnerhöhung von 30 Prozent verlangten, aber bei den Prinzipalen kein Gehör fanden, stehen seit Samstag aus. Das Geschäft wurde seit Kurzem wieder l:b -bofter, was die Arbeiter zur Forderung der Lohnerhöhung und als diese nicht gewährt wurde, zum Ausstande veranlaßte. Die Ar beiter behaupten, daß dcr Lohn bisher zu nie drig gewesen sei, die Arbeitgeber dagegen, daß sie schon ,ur vollen Hohe ihier Kräfte ihre An gestellten besoldeten. Schießerei zwischen Farbigen. Aus den aus Washington gekommenen NegerAshton eifersüchtig geworden, trat Sonn tag früh Ii Uhr der Schwarbe Thomas Sor reü im Hause der Negerin Elüe Brown, Nr. 38, Nord-Hollidaystraße, in's Zimmer des Ashton, den er frug, was er hier suche, sor rell, Elisen's Zuhälter, mit der Antwort niht zufrieden, nannte ihn einen Lügner und schlug ihn zu Boden; da feuerte der unten Liegende drei Schüsse auf Sorrell, welche alle trafen:

einer iu den rechten Oberschenkel nahe der Hüfte, der zweitein den linken Arm nahe dem Ellenbogen, dcr drittein die linke Seite des Kopfcs; der Letztere, dessen Kugel an der linken Backe herauskam, verursachte nur eine Fleisch wunde. Ashton versuchte, zu entfliehen, schlug an der Thüre George McGlone, der ihn hal ten wollie, nieder und wurde von Sorrell mit einem großen Messer bis zum mittleren Sia tionShauie verfolgt, kam aber nicht nahe genug an ihn. Beide wurden ergriffen, Sorrell aber gleich wieder entlassen, indeß Richter Hagerty den Washingtoner wegen Mordavgriffes anf Sorrell und Mißhandlung McGloue'S dem Crinttual - Verfahren überantwortete. Sor rell'S Wunden wurden im Spiiale der „Wa° shington-Universität" verbunden; dort schnitt man ihm die Kugel aus dem Arme, die andere steckt noch im Ober chenkel. Ein interessanter Fall. Ex- Richter William Alexander verklagte kürzlich die „Lowsontowner Pserdebahn-Compagnic," um von derselben den Betrag eines Dollars wieder zu erlangen. Er sagie in seiner Klage, daß den Passagieren, wenn sie dem Condnk teur eine Note einbändigen, welche größer als der Betrag des Fahrgeldes ist, Coupons zu rückgegeben werden, auf denen die Wolle ste- Der Kläger bchauplcl,' daß cr eine Anzahl sol cher Coupons bis zum Betrage von einem Dollar erhallen habe; er verlange jedoch, daß ihm anstatt dcr Coupons das baare Geld in den Waggons eingehändigt werde, da das Ausgeben derartiger Coupons ungesetzlich und nach dem 30. Ariikel des Gesetzbuches unier einer Strasc von K2O und Kosten verboten sei. Rich'er MyerS, vor welchem der Fall zurVer haiiolniig kam, entschied zu Gunsten des Klä gers und verurlheitte die verklagte Compag nie in die Bezahlung der Koste». Verhaf! eie Schlagball >' p i el e r. Eine Anzahl junger Leute, welche während der lc" .n Znr häufig in dcr Nähe Highland town'S Ball spielten, wurden am Sonntag ans Veranlassung mehrerer dortiger Grund besitzer verhasiet. Die Letzteren behaupten, daß die Schlagballspieler die Ruhe und dcn Frieden dcr dortigen Gegend störlni. Zwei Ilu,l>vss<Zorj> uZ-Fälle lagen Sonnabend dcn Gerichten vor. Im Common PlcaS-Gerichle suchte Jamcs W.Watkins um einen Befehl zur Auslieferung seines achtjäh rigen Sohnes Napoleon Lee Watlius nach; seine Frau Marie A.Watkins, geb.Perkinson, habe ihn im Stiche gelassen und das >iind mitgenommen, und da cr glaube, sie pflege mit Andern veipönten Umgang, so lange der Mittler Gesellschaft nicht sür den Kraben. Die Frau wandte ein, cr habe sie vor zwei Jahren verlassen, und sie habe sich und ihre zwei Kinder sleiS durch schwere Arbeit ernäh ren müssen; er sei häufigen Jrrsinns-AnsüUen niiletworfen und habe'sie mit Gewaltthätig keiten bedroht. Das Gericht verschob die An gelegenheit bis kommenden Sonnabend. Der andere Fall wurde im Stadtge richte verhandelt; James E. Strong erlangte die Obhut über seinen sechsjährigen Sohn Harry iL. Slroug wieder, dcc von seiner vom Vater getrennt und bei ihrer Tante Ellen Porter nahe Woodberry lebenden 18 jähr,gen Schwester Emma E. Sirong, einer fleißigen Fabrikarbeiterin, ernährt und erzogen wurde, wieder. Während wir im Vorhergehenden mit theilten, daß dasGericht dem Vater dasSöhn chen zuerkannte, verdient bemerkt zu werden, daß Richter Pmlney erklärte, nur durch das Gesetz gezwungen, zu dieser Entscheidung ge langt zu sein. Der kleine Knabe hatte wäh rend der ganzen Verhandlungen an der Seile seiner Schwester gesessen und als der Vater sich erhob, um ihn wegzuführen, sprang die Tochter auf und forderte ihn heraus, es zu wagei, den Bruder ihr abzunehmen. Alle im Gericht anwesenden Peisonen sympaihisir ien mit dem jungen Mädchen. Inzwischen griff Wesley Sttong, ein Neffe des Petenien, den Knaben auf und eilte mit ihm ans dem Gerichtshause. D'raußen angekommen, wur de Strong von einer Anzahl Frauenzimmer umringt und ihm das Kind, wahrscheinlich in Folge vorherigen Verständnisses, abgenom men. Die Frauenzimmer liefen mit dem tinäblein die Fanettestr. hinunter und fanden Schutz in dem Büreau eines Advokaten. Sie kehrten bald zurück, aber ohne das Knäblein, das verschwunden schien. Eine große Men schenmenge wurde durch das sonderbare Ereig iiiß zusammengeführt, die sich erst nach meh> rereu Stunden wieder verlies. Der Knabe war wieder in dem Besitze der Schwester, aber ein Polizist nahm ihr denselben aus'S Neue ab und brachte den Knaben mitsammt dem vorbesagten Neffen uud dem juugeu Mädchen vor den Polizei-Marschall. Aber der Vater hatte sich inzwischen aus dem Staube gemacht und Neffe nnd Schwester zogen tnumphireud mit dem Kleinen von bannen. Ein im Ge richte anwesender Herr wurde von der Liebe der Schwester zu dem Bruder dermaßen er griffen, daß er ihr eine Htoo-Note aufzudrin gen versuchte, eineGabe, welche sie jedoch ans schlug. Das Gerücht von einem Morde, der d'raußen nahe dem „Drei meilen-Hauje" an der Reisterstowuer Straße verübt, und wobei ein Mann förmlich in Stücke gehackt worden sein sollie, bewog Sonntag Capt. Lepson von West-Baltimore zu einer Fahrt an Ort uud Stelle; er hatte die Genugihuuug, sich von der totalen Un wahrheit des i« West-Batttmore verbreiteten Gerüchts zu überzeugen. Ueberfahren wurde Sonnabend auf der Ecke der Pine- und Fayettestraße, als er ans einem Waggon der „Bürger-Pferdebahn" stieg, der Negerknabe W. I. Coston von dem Wagen des Georg Heierle, der aber, ohne sich um den Knaben zu bekümmern, weiter fuhr, bis er arretiit wurde. Richter Bell schickte ihn iu's Gefängniß. Der Knabe hat einen com plizirten Knöchelbruch erlitten. Abgewiesen ward Sonnabend früh die Anklage gegen Thomas Clark, die Tasche F. W. Slockmann's von Nr. 13, Centrc.Markn- Space, geplündert zu haben. Aus Annapolls. Am Samstage wurde nahe Fair-Haven die Deiche eines unbe kannten Mannes gesunden. Der Eoroner hielt einen Jnquest und ließ die Leiche am User beerdigen. Wahl.'— Hr. W. L. EUis wurde am Freilag Abende anstatt des Hrn. V. F. Mc- Donald, welcher resignine, zum Major des 6. Regts. erwählt. Exploston. Am Sawstag Abend wars ein kleines Kind eine Kohlenöllampe von etilem T'sche in der Wohnung des Hrn. Street in Nr. 4, Süd Careystraße. Die Lampe explodine und der Teppich, sowie ein im Zimmer befindliches Bett geriethen in Flammen. Polizist Pnd kam sosort hinzu und mit Hütte mehrerer Nachbarn gelang es ihm, die Flammen zu unlervcücken. Der an gerichtete Schaven beläuft sich aus etwa S5O. Baltimorer Sterbetabelle. Verflossene Woche wurden aus Baltimore 156 Peisonen, 79 männlichen und 77 weiblichen Geschlechts, darunter 29 Farbige und 6 Todt geborene, beerdigt; 25 mehr, als in der Vor woche und 4» weniger und 7 mehr, als in den Parallelwochen von '72 und '7l, 1 weniger, als '7O, aber resp. 22, 51, 57 uud 40 mehr, als in dencorrespondirendenWochen v0n1869, '63, '67 und '66. Es waren 65 noch kein Jahr, 11 zwischen 1 und 2, 10 zwischen 2 u. 5, 6 zwischen 5 und 10, 3 zwischen 10 u. 15, 2 zwischen 15 und 20, 9 zwischen 20 und 30, 12 zwischen 30 und 40, 9 zwischen 40 und SO, 8 zwischen 50 und 60, 12 zwischen 6» und 7«», 4 zwischen 70 und 30, 3 zwischen 80 und 90, 1 zwischen 90 uud 100 Jahren und 1 Perion wurde über 100 Jahre alt. Es starben je 1 an Engbrüstigkeit, Luftröhrenenlzüudung, durch einen Unglücksfall, oeret>rv-spiir!ttv luenillgilis, Diarhoc.Ruhr, Untcrlnbsciil;üu dung, Eingeweideenizüiidung,Schwindsucht, Masern,Seitenstechen,Rückeudarre, Gewächs, Kopswassersucht, Entkräftnug und Mund schwämmchen; je S an Kindbeit, Halsbräune, Wechselfieder, Dipbthene, Rose, Gallenfieber ! und Leber-Entzündung; je 3 am Krebs, an > organischem Herzfehler, Lähmung, Nervenfie- > der, Blattern und Keuchhusten; je 5 an Hirnentzündung, allgemeiner Wassersucht u. - Altersschwäche; 10 au Krämpfen; 13 anZah- 112 neu; 22 au der Kindercholora, uns 23 an der Auszehrung. i Die Zahl der tödtlichen Blatternfälle b'c- > trug in der vorigen Woche abermals 3, wie in der vorhergehenden Woche; es starben I. r Glaser, 17 Monate alt, Frank Culten 23 und < Maggie Groome, 4 Jahre alt. Der neuen Krankheit Leredro-sjiiriLcle c meniriAilis erlag die siebenjährige Fannie B. Scheckells. Verqiißt. —Seit letzten Mittwoch wird » Hr. Heinrich Huck, der Verwalter des „Ger- H mania-ClubS," an der Lombardstraße vermißt. Derselbe ?og an dem betreffenden Morgen einen Wechsel von 500 Gulden, welchen er von Deutschland erhallen halte, bezahlte verschie dene Schulden nnd kam gegen Nachmittag zurück, worauf er, da seine Frau in Beglei- Hing eines seiner Freunde das Schützei.fei be suchte, wieder ausging, um noch nn Geschäft zu besorgen; dicsmal haue er ungefähr S9O bei sich. Seitdem hat man ihn nirgends mehr gesehen. Da der Manu nüchtern nnd Haus lich war, uud keine Ursachen vorliegen, wes halb er frauzöstschenAbschied genommen haben sollte, so ist man in der größten Besorgniß u. befürchtet, daß ihm etwas Schlimmes wider fahren. Die Sache ist der Geheimpolizei übergeben worden. Thätlichkeiten. —L. I. Flannigau, welcher den Neger Charles Ringgold ange griffen und mißhandelt hatte nnd sich bei der Arretur widersetzlich gegen Polizist Wright benahm, mußte Friedensdürgschaft stellen/ —Wm. T. Hebden, welcher einen Versuch machlc, Anna Webster mit einem Messer zu verwunden, wurde vor Richter Bell geführt und mußte bis zu dem am Donnerstage stalt findenden Verhör Bürgschaft stellen. Jo'eph Donnell, der sich dem Polizisten I. B. Goldimith widersetzte, während dieser in dn Ausübung seiner Pflicht begriffen war, wurde vou Richter Bell dem Gerichtsverfah ren überwiese!:. G eld bn ß eii.—H. Little, welcher feinen Wagen am Sonntage auf der Straße hatte stehen lassen, wurde von Richter Bride um 85 und Kosten gestrast. E. Rodliurg, welcher das Geleise der Stadt-Pserdebahn versperrte, sah sich vor Richter Bell geführt und mußte tzs und Ko sten erlegen. Wegen Verkaufs von L ot te ri e l o o se n in Nr. 26, Josephinestraße, wurde gestern der Neger James Johnson arretiit uud zum heute stattfindenden Verhöre eingesteckt. Charlcs Penn, weicher Steine auf die Straße geworfen hatte, wurde von Richter Tall in Sl Strafe genommen. Polizeiliches. Wm. Skinncr, der in Holly-Grove Frau injullirte, wurde auf Veranlassung derselben arretirt und dem Gefängnisse überwiesen. Der Besitzer von Holly-Grove war der Dame behülflich, um Skinrier zur Haft zu bringe» uud ist über haupt einschlössen, jchlechteChacaklere von dort sern zu hallen. Strase. I. M. C. Nully wurde von Richter Bell zu L2O Strafzahlung nebst Ko sten verurtheilt, weil, zuwider der Stadtver ordiiung, er Schweine innerhalb der Sladt grcnze hielt. CHS. F. DiggS gerieth nach Urtheil desselben Richters in s?l0 Strafe nebst Kosten, weil er ohne aivilichen Eilaubniß schein einen hölzernen Verschlag hinter seinem errichtet hatte. Der Ehrw. I. Briscocvon St. Mary's Co. ist als GehülfSpredizer an die episcopalc St. LulaS-Kirche nahe dem Franklin.«Square berufen worden. Die Stelle bekleidete bisher der Ehrw. E. Souihgale, welcher bekannilich zur kaih. Küche übergnieieu ist. Die Grand-Juru wurde gestern Mor gen bis zum Donnerstage entlassen. Aus der Ball sch lag - Arena. Der berühmte „Philadelphia'er Club" spielte gestern Nachmittag im „Ncwington-Parte" init dem „Baltimore-Elub." Verkäufe. Die Aull. P. H.Sullivan Sc Sohn veräußerten gestern sechs Grundstücke an der Boundary-Avenue, unmittelbar au der Stadlgrenze in Baliimore-Co. und nahe dein „Moilitt Royal-Refenzoir" gelegen, nebst al ler darauf befindlichen Maschinerie und ande renGerechtiamen, das Ganze einem vertheilten Grundzinse von §295.»l nntcrworsen, sür K 25,000 an R. Snowden Andrews. Die HH. Ankt. Woooville Sc Norman veräußerten gestern Grundstück Nr. 43, Jack soiistr., 12 Fuß breit und 75 Fuß tief, bebaut mit einem stöckigen Wohnhause nebstLadeii, eiliem Grundzinse von 13.50 ui.terworseu, sür j>l4lo an Rebecka Schnitze. Die HH. Trego Sc Kirliand veräußerten gestern Grundstück Nr. 48, Saratoga-, nahe St. Panlstr., 22 Fuß 11 Zoll brcit und 110 Fuß tief, bebaut mit einem 4-stöckigen Wohn. Hanse, zur Zeit für siooo pro Jahr vermie thet, und einem Grundzinse von SlBO unter worfen, an W. A. Fischer. Die alte Fahne, welche 1814 über dem Forle McHenry wchte und die damals PH.F. Kcy zur Dichtung ljirnuor" begeisterte, ist nach der zu Char lestowu zur Reparatur geschicki worden. Z Die Fahne war ursprünglich 36 Fuß lang und 2i Fuß brcit, hat aber durch langen Gebrauch über 4 Fuß an derjLäuge nngcvüßt. Die Fahne Hai 15 Streifen und ursprünglich 15 Sterue. wovon jedoch einer während des eng lisch - amcrik. Krieges weggeschossen wurde. Erst in 1818 passirie das Gesetz, welches die Anzahl auf die ursprünglich 13 vcrmindcrie. Uebrigeus befindet sich die alte Fahne in fehr traurigem Zustande. Kaum ein Fuß im.Ge vierte, das nicht durchlöchert ist. Auf einem der weißen Felder der Fahne steht der verbli chcne Name des Col. George Armstead, der zur Zeit des Bombardements in 1814 Fort McHeury befehligte. Das erste große Picnic der „S t. Lnka S- Ge m etiide s ch uI e wurde gestern in dem reizend gelegenen „Greenwood-Paike" an der Belair-Road abgehalten nnd war ein Fest, das an Gemüthüchkeit und Frohsinn nicht übertroffen werden konnte. SümmtlicheSchü ler und deren Lehrer versammelten sich früh 7 Uhr im Schnllokale, Ecke der Henrielia- und Eutawstraße und zogen von dort in Prozession zum Festplatze, wo der Zug um 9 Uhr an langte. Der Tag wurde äußerst angenehm mit Gelang, Tanz, Spielen und allerhand Kurzweil verlebt uud fand erst einige Stun den nach Sonnen-Untergang seinen Ab ' schluß. Nachmittags wurde vom Ehrw. Pa stor iteller eine inlerefsanie Rede über Schul wesen und Erziehung gehalten, welche all gemeine Ausmerksamkeil erregte. Der Kirchen chor trug unter Leitung des' Organisten Hrn. Semmter im Lause des Tages mehrere Ge sänge und Lieder vor, welche eine angenehme Abwechslung boten. Eine andere willkom mene Attraktion bildete das von Hrn. T. Ha bermalz aufgestellte Panorama de« deutich französischen Kriegesund europäischer Sehens würdigkeiten. Sch»ukel, Caroussel uud an dere Spielgeräthe wurden bedeutend in An spruch genommen. Capt. Hosmann's aus gezeichnete Kapelle lieferte ermunternde Taru we.sen nnd ausgewählte Couzert- Mceu. In jeder Hinsicht befriedigte die Aufwartung der Hp. C. Hoen K Sohn. Alles war aufgebo ten, um den Gästen einen angenehmen Tag zn verschaffen, und jede.Änfmerlsamkeit wurde sreundlichsi anerkannt. Den Schülern wurde um die Mittagsstunde ein Imbiß nebst Limo nade unentgeltlich verabreicht nnd bewiesen eine lobenswerlhe Liberalität der HH. Hoen. Dem Exekuliv-Comii? gebührt das Verdienst, ein schönes Sommerfest arrangirt zu haben uud bestand aus folgenden Herren: Ehrw. Pastor Keller, T. Temmler, C. Jäckel, I. Schmiermann, H. Grobe, A. Ullrich, T.Rö dinger, A. Strohmann, F. Gernhard, E. Gohlke, F. Felde, M. Reich, C. Gelting und G. Hänfling. Der Play wurde im Laufe des Tages von mehr als 1500 Personen besuch!, die Alle mit der Ueberzeugung, einen schönen Tag verlebt zu haben, den freundlichen Park verließen. Die „H arm onie-L oge Nr. 4, O. S. D. F." seierle gestern im Darley-Parke an der Harsord-Road ihr Stiftungsfest. Die Loge, welche vor noch nicht langer Zeit in's Leben gerufen wurde, zählt gegenwartig 64 Mitglieder, welche fast ohne Ausnahme im südlichen Stadttheile wohnen und ihre Ver sammlungen in „Wacker's Halle" au der Haniburgstraße abhalten. Das gestrige Pic nic und Stiftungsfest war recht zahlreich be sucht, obwohl der Himmel gerade lein sreund liches Gesicht machte, sondern sich während des ganzen Tages in ein graues Wolkengewand hüllte. Die Mitglieder der Loge zogen nm Uhr Morgens mit Prof. Wacker's Musik corpS von ibrem Veriamwlungslokole durch mehrere Straßen des südlichen Siadltheils nach der Ecke der North- und Fayettestraße, wo in sie die Waggons der „Baliimorer Hall- Springser Pferdebahn" stiegen und nach dem Festplatze hinausfuhren. Hier angekommen, unterhielt man sich auf die verschiedenstcWeise; der Haupttummelplatz der Fröhlichen bildete fedoch der Tanzsaal, wo Prof. Wacker'S Mn silcorps lustige Melodie'u erklingen ließ und Sorge dafür trug, daß die Fröhlichkeit, anstatt abzunehmen, von stunde zuStnnde einen Hö heren Grad erreichte. Das Arrangnnntts- Comitc, welches sich um das Gelingen des Festes besonders verdient gemacht hat, bestand ans den HH H. Propf, A. Sander, Chr. Blum, C. Hainmer, H. Klug, G. Kruder, M. Carl, B. Wtcklein, H. Lollinann, C. Neidert, H. Wietz, P. Parsch, I. D, Thiel bahr, sen., G. Andre und F. Schwab. Züsch nelles Fahren ans der Straße ?og dem Geo. W. Fay eine Strafe von K 5 u. Kosten zu. Der Druid-Hil-Park. In der vergangenen Woche srequentirlcn 188 l Zwei spänner, 4487 Einspänner, 15.159 Fußgänger und S2O Reiter den Druid-Hill-Park. Paul u s Schule« an der siern in Louis Math's Schiitzenhos stall, und war eines seilen welches meinde langten jvaier an und wurden von den Schülern in Empfang genommen. Hierauf wurde der Tag nach acht deutscher Sitte mit Musik. Tanz. Gesang und land. licher Unterhaltung bis zur dul.llen Abe»ditunde anqc. nehm verlebt. Capt, Wietzner skapelle die Kon zert» und Tanzmusik, welche viel zur Erheiterung der Ga ste beitrug. Unter Leitung des Hrn. W. Seidler wurden vom .Beechoven.Mannera.or" und dem Kirchenchor der Gemeinde abwechselnd Lieder vorgetragen, welche mit lebhaften Ne>fallSäußcrungen ansgenomincn wurden. Die Bewirthung war in den Händen des Anordnu»«s. Lpelj'/salile w>r Gemeinde anvertraut und nicht we" den. Folgende Tamen bildeten das dazu ernannte <!o - Müller, M. Brede. i 5, K- ,sl. E. Brockmann E. Henkel, E Lorenz, E. Bensei, E. Ulrich. C. Schaab A. Müller, G. Roth, C. Rose, H. Sohl, E. Müllet' F. Schobert, M. Bolz und Heimbuch. Unter de» An-' An die deutschen Adoptivbürger der 15. Ward : Col. M. S. >Ve ß als Candidat für die Gesetzgebung im Felde!! Am Dienstage, den 24. Juni, wählt Ihre Ward fünf Abgeordnete zur Convention, wel che Caiidibalen für die Slaatsgesetzgebniig zn nominiren hat. Die Wichtigkeit der Wahl ist Ihnen zur Genüge bekannt. Sie Alle wis sen, daß gerade von der Gesetzgebung in An napolis bis zu gewissemGrade das Wohl und Wehe Ihres Staates und Ihrer Stadt ab hängt: Sie Alle wissen, daß gegenüber den gesährlichen Umtrieben der Fanaiiker, die das Voll durch politische Maßnahmen zn drücken und in zu beeinträchtigen wün schen, die Sendung eines Mannes, wie Col. M. S. Heß , von vornherein eine klare, un bestreitbare und und verläßlicheßürgschaft ge währt, daßJhreJnleressen sich in schütz e n d e!'. Hän d e n befinden u. SieinAnnapolis einen Vertre ter erhalten w erd eu,desse n g a n z e Vergangenheit Beweis seiner Verläßlichkeit und Tüchtigkeit sür den Posten lieserr ! Er sucht dasÄmt nicht des schilödenGewinnstes halber; er snchl das Amt nicht, um bloßem Ehrgeize zu genügen: er tritt in die Schranken, um durch Wort uud That in der gegenwärtigen inhaltsschweren Zeil sürJhre, sür Ailerßechte in die «schranken zu treten. Als vieljähnger Präsident der „Concordia" und aktives Mit glied anderer deutscher Gesellschaften, als Freund des Volkes, woimmer es vor dem Fo rum des Gesetzes Schutz und Hülse gegcuübcr ungerechtfertigter Uebergriffe verlangte, als Dueklor der „Westlichen Maryläuder Eisen bahn," als Visitor der Jail, als Kaufmann und Bürger stand er immer in erster Reihe, um seinen Slammcsgniossen gerecht zu wer den und dem deuischeu Namen Ehre zu ma chen. Vollkommen der englischen Sprache mächtig, vermag er es, Jhien Verkehr mit der Gesetzgebung zu vermitteln, und seinWort wird hell und klar durch die Hal len der Legislatur dringen, wenn der Versuch gemacht werden sollte, durch drakoni sche Maßregeln Ihre Freiheiten uud Ihre Rechte zu beeiniiächtigen. Es weht ein sri scher, lebendiger Geist dnrch unsere Stadl, und die Demokratie sucht die besten Rräfte, um Jhueu und dem S.aaie die Ujuipaiionen vom Lnbe zu halten, welche im Trncke, in der Beschäukung der Freiheiten, in der Versol gung ihren Ausdruck finden. , Heule sollle kein Demokrat, lein Conseroaliver, lein Liberaler veifehlen, sein Votum sür Col. M. S. Heß abzugeben. Lasse sich Niemand dnich irgend eine anderweitige Beschäftigung davon abhal len, seine Pflicht im vollsten Umfange zu thun. Sprecht zu Eueren Nachbarn, fprechr zu Allen, die zum Votum berechtigt fiud, uud v'raulaßt sie, zu den Polls zu gehen. E S ist zum Erstenmale, daß in Ihrer Ward ein deutscher Adoplivbür ger von hervorragender aner kannter Stellung, ein achtbarer Bürger um Ihre Stimme nachsucht. Möge dieselbe dem Col. M. S. Heß ein stimmig zu Theil werden, nnd möge der Dienstag Abend der Sladt verkündigen, daß die deutschen Adoptivbürger der 14. Ward in erster Reihe gestanden haben, nm durch Ihr Votum den Ausschlag zu geben. Stimmt für Col. M. S. Heß, und der Ruf wird durch die ganze Sladt erschallen: Wohlgelhan, 14. Ward! Wohl gethan, Ihr d e n tsch e n A d o p iivbürger, dieJhreinenver dienten Mann aus Eurer Mi tte, einen Mann, der Euch rechtschaffen und ehrlich vertreten wird, der Eure Ansprüche nnd Eureßechte lennt nnd zu würdigen weiß, erwähtt dabl! Germania. An die deutschen Ädoptivbürger der t<>. Ward! Indem Ihnen der Name unseres Mitbür gers Georg H. Pagels als Candidat für die Slaats-Gesetzgebung von Maryland unterbreitet wird, suchen wir um Ihre Stimme zu seiner Erwählnug in dem festen Glauben nach, daß er dem Posten nicht nur vollkommen gewachsen ist, sondern auch, als der dentschen Sprach e kundig, besonders das Votum seiner deuts ch eiiMib ü r g er beanspruchen darf. Seine bisherig? öffentliche Wirtsamkeit liegt wie ein aufgeschlagenes Buch vor Jhuen. Als Stadtrath, als Präsident des Armenhaus- Direktoriums und iu anderen von ihm beklei deten Stellungen hat er Denen, die ihm ihr Vertrauen schenklen, nurEhre gemacht. Und Diejenigen, die ihn heute bekämpfen, wissen sehr wohl, daß er die Interessen des Volkes, Gesetz und Recht jederzeit redlich und nach besten Kräften gewahrt hat. Man hat ihm vorgeworsen, daß er als Stadtrath sür die Lohnerniedrignng der Arbeiter war, wäh rend er nur deuMißbrauch der städlischenGek der zu andern, als gemeinsamen Erfordernis sen, mißbilligte. Als Armenhaus-Präsident gab seiueVcrwallung die entschiedenste Befrie digung, und die Anstalt war noch nie in bes sern Händen, wie Freund uud Feind eingeste hen müssen. Als Vorsitzer der Grand-Jury gehorchte er nur dem Gesetze, benutzte das Letz tere aber nicht zur Verfolgung und zur Hetze rei, wie eS früher nur zn oft geschehen ist. E r that fei n e Psli ch t in der vollen Würdigung der Verantwortlich kei t, welch e er üb er ii omm e it hat> te. Während er in allen Lebensgenüssen ein mäßiger Mann ist, ist er dsch kein p o ' lit 11 ch er Tempere n z le r, und noch weniger mir jenem bösen Elemente im Ein klänge, das die Freiheiten und Rechte des Voltes zu unterdrücken droht und im Vorur theile und in der Selbstsucht seinen Ausdruck findet. Wer Hrn. Pagels und seine ganze Lebensrichlung, seine Finsinnigknt in allen Beziehungen seiner öffentlichen undPrivatthä tigknt auf die Waagschaale legt, wiid ihn nimmermehr zu leicht befinden. Em Volks niann, iin wabren Sinne des Wortes, ein Arbeiter, wie Viele von Ihnen, der sich selbst durch Fleiß und Beharrlichkeit und unter nn säglichni Schwierigkeiten empor-gearbeitet hat, ein grader Mann und in allen Verhält nissen desLebens rechtschaffen, bieder und treu, verdient er uud sollte er unsere Stimme erhal ten. Als deutscher Adoptivbürger kaun er Denen, die ihn in die Gesetzgebung senden, nur Ehre machen. Sein Wort wird immer frei und offen erschallen, wenn die Volks-Jn tcreffen bedroht sind, wenn die Arbeit Schutz und Hülfe verlangt! Ar beiter! Laßt Euch nicht durch falsche Ein flüsterungen einem Manne entfremden, der stets in erster Reihe mit Euch staud ! Deutsche Adopuvbürger! Laßt Euch nicht beihören, daß Hr. Pagels Eurem Gewerbe, Eurer Fre iheit jemals Hemmnisse bereiten wird ! Ihr werdet in allen Verhältnissen des Lebens im mer einen warmen Freund, einen graden und offenen, einen deutschen Vertreter in ihm sin den ! Seine Freunde schaaren sich Herne um ihn, um seine Erwählung als Mitglied der Legislatur anzubahnen. Steht zu thm, steht zu Euch selbst! Gehl am Dienstage in hellen Schaaren zu den Polls und laßt den Ruf er schallen: Hie, Pagels! Hie, Freunde eines bewährten Mannes! Und daß unsere mahnenden Worte gehört werden, dafür bürgt der billigende Blick aus Eurem Auge, mit dem Ihr diese wenigenZei» len durchlest. Pagcls auf immer! Gebt ihm eine Mehrheit, "die ihn zum den Bannerträger der Demokratie und der Freunde der Freiheit und des R.chts der 10. Ward macht! Viele deutsch cAdoptivbür ger der 10. Ward, die in Hrn. Geo. H. Pagels einen vollkommen zu ihrem Votum berechtigten Mann erblicken! (150) 1 j Ward. Aquila H). Greenfield. Als Gesetzgeschgcvungs - Candidat i,i Hr. Greenfield, Sohn eines Deutschen und mit unserer Sprache vollkommen veiirani, aufge st llt worden. Hr. G. bekleidete bisher die Stille eines Präsidenten des 1. Raths,weiges und hat in diefer Eigenschaft sich so rühmlichst beivorgnhan, daß er auf Wunsch einer Menge Bürgcx inner Ward nunmehr Candidat für die Gesetzgetzgebung ist. Ein offener Feind des Tewpcren;.Druckes und der Verfolgung, streng in den Grundsätzen der Demokratie er zogen, mit dem deutschen Adoplivbürgerlhum identtfizirr und vollkommen dem Posten ge wachsen, sollte heute für ihn die Stimme eines jeden Adoptivbürgers fallen. Stimmt heute für Greenfield! (lsg) Ward. Harrison's ncnevadcanstalt aus der Lighttir-ivriicke ist jetzt eröffnet. Wer sich Erhosung vcrschaf. sen oder feine Glieder stärken'will, versäume nicht, diese Anstalt zu besuchen! „Deutsche >t?rde» der Ha ruaari" feiert sein Kroges Jahres-Pienic n. Sommer nachtSfesl Donnerstag, den 26. Z.mi, Mvth'S allem Schützenhofe an der Belair- Das Arrangements. Comite Hai die umfassendsten Lorbeceilungen geiroffen a. A. auch Prof. Zvel'S Musikcorps engagirt, wei ches fiir treffliche Eon,erl und Tanzmusik Sorge tragen wird. Ter „Beethoven Man nerchor" und der „lungwännerEhor" wer den durch deiiPorlrag mehrerer wieder daSZest zu verherrlichen suchen. Der erste des ~LlederkranzeS ' wird Mittwoch, den 2.'». stattfinden. TaS Ziel desselben bildet de«so leizende au der Bai gelegene und so schnei! beliebl geivordene Platz: „Monnmental-Fiihing.Grove." Das Arrangements - Eomite hat Nichts unteilas sen, um für Unterhaltinigcn in ausreichendem Mage Sorge zu tragen, und wir zweifeln nicht, daß sich cer Ausslug in jeder Hinsicht zu einem höchst brillanten gestatten wird. In der „Germania - Mannerchor» Halle" findet heute Abend ein großes Conzert des Winter'jchen MusikcorpS statt. -k>ic „Madien-Loqe Nr. Ä», tt. hält Moulag, den 3i>. Juni, ein Picnie nebst Fahnenweihe in Louis Muih's altem Schür zenhofe au der Belair-Road ab. Herker'» Karina delilater Naqrungöariikel und eine herrliche Dafelzicide. AIS Blut und Säsie reinigendes Mittel ist das .karlsbader Sprudel- Saiz uuübertresslich. Dasselbe wird von vielen Aerzten gegen Unverdaulichkeit, Kopf schmerzen, Mangel an Appetit und alle Uebel, weiche aus Unordnung des Magens oder der Leber entstehen, angewendet. A. Bogeler 6c C o m p. sind die Agenten für Amerika. IN-1 Endlich gefunden!-ein Mittel, das leiien Crbseind'der Menschheit, die Aus. zehrnng, sowie die zahlreichen Begleiter, die sich um dieselbe in der Form von Erkältung, Luftröhrenast - Entzündung, bösem Halle, Grippe u. s. w. schüren, nicht nur lindert, sondern heilt. von dem wir ip'echen, ist Dr.Wntar'ö Balsai», von seth W. Fowler Sohn in Boston zubereitet. (I tg-'it) Aultlichl Brlestiftr. 's. razmann. John ! 11. ii. Kahl. Henr., >2. W.>l-Dovciitr. /tr.S7). 7. Köhler, Wilhelm s tlböl W Tenniion, Postni. Börsenberichte. Berichtet von Win. Fisher d» Ävhuen, ' Nr. !!2, Soulhstraste. Bal ti 111 ore, den LZ. Zuni, Aberds 5 Uhr. - „ Verl. Aug. Verl . !«o!d 11,, „ ,i), V. St. 5.20 r - - NaZ. 2«?. ' E t 'Lass Bahn I > 21! > it»'ti7 ...n Äiio Feu Vers 4-, , V. St. M.,i,rl! i Md Feu Vers ->'» MSM 'i>Z lv! .?ownrd Beri Ba Kr alt... Zi - MernMVerl d ' «akrkll ii,i «a Va Lr>>7 öv - — WBaSrSutt »e.'i l.7'!«' - ' Va Sonj li'S . Nor seutki'i7!««i'. >.,7 ! kr'77>.. !ii !?toi gld 9Z , «alto Lr PÄS7 ' WMdt!r'2.»'!v:«7 ' Ballu i!r — >n>, Wj)!di>r2.Wal 7^ d «Llio iir üM.. !,!>', I>»i WMoiir.t.^ul''7>i EMemphisür 7ij Ma.<iSi!i7r' wl Bnk o> Butt» — Macktjin «s>. I Sitiz 8an?.... »ich t Dan t. 77» I Franklin Ban! 11--, 12 >a>, , oow Bank.... lu — I 3. ittat Bank >u Bat to O »e G 17" stredeiiij Turnp s<) R- >S. »». M. M A 7-, ' t aus dcr hlcstgkn ivoist d«. S ü Dik große Enideckimg dcs -<eii' jcdafii, kcine i!ähmnng, imlchcnichl des w.id ani Pcrl.ingrn gratis irqnid »ugcschictt. >»s ist diesec- das wunderbar,tc, i-matS in dcr Wcit prodnzirtc heitcndc »nd schmerjjllUcndc Äilici. 6s iindct ichnctlcr Ali sah, als irgend ein anderer Ariikei, grade wcii es das - bewirkt, was es ocrlplicht. Cin» Flasche des siir Thiere (gelber Umschlag! l!i ein wenh w. 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Schwäche der Frauen, llnsruchlbarkeit, weißer Fluß in Folge v>.ii i»nerer Verschwärung und Gebärinutterleiden, Wasser- tt sucht, Dyspepsie, (sntlrästung unr allgemeines Schivia» ! den der Kräste. Milderen Verschwinden kehrt tie Ge- . sundheit zurück. A nge sert inty o u d Dr. Z 'Zlner S» in LowcU. M?ass . H praktischen u analqsirenden Chemikern. Bet alle» Apolhekern und Arineihändlern zu haben. I.t.j.a.T Kw.) P. Hanson M ä: Comp., Möbeln und Vorhänge-Stoffe, französische Zierrathei, «tr. 4T, Stord-EharleSflraKe. Keine Zahnschmerzen mehr! Übn An, scldft wenn die Zähne bvht und angcneckt und, werden für die Dauer durch D-r'kldc -ra!l" besciiigi. Weltruhin erworden ? L " ""d du Cls. die Flasche bei 75. «,in°°e,st.abc! <<, l 0 M1..«/-?'?/2 L. -!»ei»!io,er. Nr. <U>,. . '.. Ba««»a,.n„ Pean. L. « ekarl Rvkle. 8011-n- und H. Man,w 25>-. ?t!cl,ler, Z.'r. I!>", u> > ,'d vcup!> Ziiederiagc «r. »Ort« tus, >i»r die «U.rgcr> nqi?" iih'um ot.r Lpium in H. 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Tiefes ist von vielen hervorragen den Aerzten anerkannt als das zuverläs sigste Heilmittel zur Erleichterung und Hei lung aller Lungenleiden, das je eingeführt wurde, und es wird dem Publikum als durch die Erfahrung von mehr, als vier Jahr zehnten erprobt angeboten. Wenn man in der Zeit dazu seine Zuflucht nimmt, so ermangelt es selten, Heilung zu bringen, auch in den schärfsten Fällen von Husten, Bronchitis, Eroup, Keuchhusten, Grippe, Asthma, Erkältung, Nachengeschwüren, Schmerzen in der Brust, Seitenstich, Le berleiden, Lungenblutung zc. Mftar's Balsam macht einen Husten nicht trocken und läßt die Ursache zurück, wie dies die meisten Präparate thun, sondern er löf't ihn und reinigt die Lungen und besänftigt den Rcizznstand, in dem er aus diese Weise die Ursache des Leidens entfernt. Teth Tis. Aowle Svhnen, Boston, Mass. haben bei allenA rothckern! lApr 1 ,j.a W.) )ahre zurück lvurde das M crikanische Mustang-Liniment ;ner>Z in Amerika bekannt. Seine Eigen schaften sind sehr wohl bekannt. Es hat da« Verdienst. das älteste und tiefte der Welt ;u sein. Betreffs der Millionen über Millio iicn Flaschen, die veikanst wurden, hat bis dahin auch nicht eine cinziqe Beschwerde uns erreicht, lind als ein keilendes »nd schmerzstillendes hat es nicht seines Gleichen ! '. Es kann mit »»begrenztem Beitranen in alle» Fällen von Schnittwunden, Quetschun gen, Brandwunden. Leirenkungeu, Rheuma tiSinns, karten Geschwülsten, Bißwunden, Frostbeulen, Gelenkslelsizkeir, erfrorenen Fü ßen und Ohren n. s. w., n. s. w., bei allen Personen und gegen Verstauchungen, Rehe (Steifheit), Rinzbein, Railenfifieln, geschun dener Haut, Fluszgalle, Aiauenriiz, Spat, Zucking, Reibwniidcn durch Sattel, Kummet und Geichirr, auch gegen und Ohren keankhciten bei Pferden, Mault'iieren oder Rindvieh gebrauch! iverden. Das Mllfkilttg- Littimeut heilt auch Nenralzie. Rheumatismus, Gicht, labme» Nüclen, giftige Bisse, änkeie .Kno chen- und Muskel - leiten, wede' «.ustwar eü "ür all- " die Panacä nußertiche Wunden gelten. Man mcrke woh», dieses Lini, ment kalil nicht in einen» Tage odec empor, das die absurdesten nnd u»» naiüilxbiten Kuren, wie sie sür wie Pilze ein- Porgeschoisene, neue Linuneute beansprucht werden, vollkracht haben sollte. Sondern uns stehen eine Eisahrung und Priifzeit von über drriftlg Jahr?!« mit den meientlichfteir Resultaten uud einer Masse von Zeuguiffe» znr Seile. Erweist sich das Liniment nicht so, wie e« empfohlen nt, so wird dno zuriick^egeben. Man lasse sich richt durch oen Gebrauch ei ne« anderen Lii iments, für welches-dieselbe« Eigenschauen und Resuliate beanspinchl wer. den, hiuiergehen! Sie sind nur Luq uud Trug. Man gehe sicher und hole sich nur das Amerikanische Mustang-Liniment. Es ist bei allen Apothekern uud in al eil randladen zn 25, 5o Ccnlö und §i pro FlalHe u haben. gebe auf Gröge der Flasche, Verpak. ung u. f. w. Acht I I-I)'«!» AlsvufitLturinZ Oompanv. >

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