Newspaper of Der Deutsche Correspondent, June 25, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated June 25, 1873 Page 4
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Der Teutsche Correspsndeut. Baltimore, 2Z. Juni 1875. Stadt Baltimore. Personen, die während der Sommermonate die Stadt ver lassen uud den „C orres P o n deu ten" täglich oder wöchentlich zu geschickt zu haben wünschen, sind ersucht, ihre Adresse in der Exp. d. 81. auszugeben. Preis des täglichen Blattes pro Monat, inclusive Porto, 80, deS Wöchentlichen Blattes 25 Cts. Die Cholora, und was sollten wir dagegen thun? Dr. Charles A. reas, Ex-Hülsssauitäts- Jnspektor, hat in einer hiesigen Zeitung sal zenden Aussatz veröffentlicht: „Obschon gegenwärtig wahrscheinlich nicht viel Grund zu besonderer Beunruhigung Be treffs der Heimsuchung unserer Siadt durch epidemische Cholera vorhanden ist, fo gebietet doch die Klugheit iu fauitätlicher und com merzieller Hinsicht, daß nicht nur die Atmo sphäre rein sein, sondern bei einer solchen Ge legenheit, wie dieser, besondere und außeror deutliche Anstrengungen gemacht werden soll -tcn, um sowohl alle offen daliegenden, wie alle verborgenen Krankheitsursachen zu eiilfer neu, wenn wir nicht zu spät entdecken wollen, daß wir aus einem Vulkane vou Miasmen oder fchädlichenAuSdünstungen geschlummert. Wir sind dies uns selbst als Einzelpersonen, wie Einer dem Andern als Mitglieder einer großen Handels- und Geschäfls-Commune schuldig. Unsere eigene Geschichte liesert von der Richtigkeit dieser Ansichten hinlängliche Beweise. Im Jahre 1854 suchte die epide mische Cholera die Ver. Staaten heim uud fegte fast über das ganze Land; doch blieb Baltimore damals verschont; allgemein schrieb man dies dem reinen Zustande unserer Stadt, unserer Straßen, Gassen, Gäßchen, Häuser, Höfe und Keller zu. Betrachte man dann die Geschichte der eben überstaudeuen Blattern- Epidemie, so unterliegt es keinem Zweifel, daß die große Masse des Frühjahrs-Absatzes unserer Kaufleute, wenn nicht letzten Januar energische uud außerordeittlicheMaßregeln zur Bekämpfung Verseuche ergriffen worden wä ren, sich nach andcrenHandelsslädten gewandt hätte, abgesehen von den Opfern, welche un sere Commune an Menschenleben hätte brin gen müssen. Alle schwächenden Einflüsse oder diejenigen, welche die Lebenskraft und Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten ver mindern, prädispouiren zn Cholera-Anfällen, wenn der Peststoff in der Atmosphäre vorhan. den ist. Die drei Hauptbesörderer derseuche, welche in großen Handels- oder Fabrikstädten häufig gefunden werden, find Schmutz oder verwesende thierische und Pflanzenstosse, über füllte Wohnungen der Armen und Trunken heit. Die beiden erstgenannten vergiften die Atmosphäre, in welcher wir athmen und die, wenn sie den Körper in gesundem Zustande erhalten soll, rein n. von schädlichenGa!en frei sein muß; der letzte schwächt durch Ueberrei zung und nachfolgende Emkräftiing des gan zen Systems. Woimmer diese Drei existiren, uud die Bevölkerung unter ihre verderblichen Einflüsse gebracht wird, da saßt das Cho leragift auf seinen Wanderungen durch die Atmosphäre festen Fuß und beginnt feinen Gährungsprozeg und sein Todes- und Vcr wüstungs-Werk. Dies find keine Hypothesen, sondern Wahrheiten, die sich in Europa und Amerika überzeugend constatirt haben. Wenn daher diese pestbringenden Zustände in unserer Mitte existiren, so sollten sie beseitigt werden, wenigstens insoweit menschliche Energie uud Geschicklichkeit dies zu erreichen vermögen. Unsere Straßen, Gassen, Gäßchen und Werf ten sollten nnverweilt iu den reinlichsten Zu stand versetzt und bis November consequeut darin erhalten; unsere Straßengossen uud Rinnsale in allen Stadtgegenden, wo sie zur Aufnahme des Abflusses aüsKücheu, Slälleu und Schlachthäusern benutzt werden, täglich mit frischem Wasser übersluthet werden, sodaß man dieMassen verwesender und sich zersetzen der thierischer uud Pflanzenstoffe, die sich in den Haus- und Stallentleeruugen von über 50,000, ein Areal von wohl mehr, denn 6000 Morgen Landes umfassenden Gebäuden lös lich halten, rasch und oft hinwegspült. Kann die Wafferbchörde die Feuerhydranteu nicht zu diefemZwecke laufen lassen, fo sollte jcdeHaus frau ihre Hydranten täglich einige Minuten laufen lassen und dadurch zur Reinigung der Gossen beitragen. Die Stadtbehörden sollten wenigstens eine hinreichende Menge Wasser zum Ausspülen der Abzugskanäle uud Tun nel täglich liefern, damit darin die Luft mög lichst rein uud den Anwohnern der gräßliche Gestank, der ans unbedeckten Kloaken uud Luftlöchern aufsteigt, erspart bleibt. Jedes Familienoberhaupt sollte seine Lokalitäten so fort und häufig iuspizireu und nach den ge ringsten Anhäufungen von Schmutz oder nach defekten Klappen und Deckeln an Hausab zugs. uui> Entwässerungsröhren fleißig su chen, um die Luft im Wohuhaufe stets rein zu erhalten. Die in derStadl gelegenen Schlach thäuser sollten, wo möglich, täglich inspizirt und so von pestbringenden Ausdünstungen, welche die Atmosphäre der ganzen Umgegend vergiften, frei gehalten werden. Die Behör den follten die Wohnungen der Armen uud Dürftigen sorgsam besuchen und darauf sehen, daß dieselben nicht überfüllt, und die Sani täts - Vorschriften gehörig befolgt werden. Zwar weiß ich, daß die Polizei kürzlich jedes Haus visitirt hat; zudem ist Baltimore's Be völkerung imGaiizeii reinlichkeitSliebend, wes halb wahrscheinlich bezüglich des Hausfäu berus nicht viel zu thun übrig bleibt; allein einmalige Jnfpizirnng und einmalige Reini gung sind während des Sommers nicht hin länglich; sie sollten häufig sich wiederholen. Aber eine Quelle der Verpestung unserer Atmosphäre haben wir, welche verstopft wer den sollte: die Abtrittsreinigung nach unserem jetzigen Systeme mitEimern und Karren. Nicht nur wird in den schwülen Nächten, wo man eine Abtrittsgrube, um sie zu leereu, öffnet, die Luft der ganzen Nachbarschaft vergiftet, sondern auch der Weg des Karrens ist durch Auslaufen feines Inhalts bezeichnet. Dem braucht nicht so zu sein; das pneumatische Saugsystem bei'm Reinigen von Gruben ist seit längerer Zeit in Europa und diesemLaiide im Gebrauche und hat entschieden befriedigt. Man leert die Abtritte bei Tage ohne Belä stigung, und dieses System würde in Balti more dem Grundeigenthümer die Kosten der Abtrittsreinignng jedensalls nm die Hälste Niedriger stellen, als jetzt. Außerdem ließe sich die gethane Arbeit genau coutrolireii, und wer die Rechnung zu bezahlen hat, könnte sich vergewissern, wie viel sür das Geld geleistet worden. Schließlich möchte ich Denen, welche durch übermäßigen Genuß berauschender Ge tränke ihren Körper zu mißhandeln Pflegen, zurufen, daß die Cholera ihr besonderer Feind ist- Wenn sie in der Luft ist, so werden sie von ihr fchier sicherlich mit Heftigkeit gepackt und entgehen ihrem tödtlichen Griffe selten." Die gestrigen Primärwahlen. Unter ungemein reger Betheiligung gingen gestern von Mittags 'l2 bis Abends 8 Uhr in dm einzelnen Wards die demokratischen Pri märwahlen von je fünf Abgeordneten für die heute Mittag in den drei Gesetzgebnngsbezir !en der Stadt zur Ausstellung von Gesetzge bungs-Candidaten zusammentretenden Stadt- Conventionen vor sich. Im Ganzen fielen 13,880 Stimmen, von denen sich 9310 aus die siegenden Zettel, 4570 aus die unterliegenden vereinigten. In den einzelnen Wards wurden die Stimmen, wie folgt, abgegeben: » Ward. Sieger. Opposition. 486 299 2. 463 148 Z. 725 4. 362 193 5. 444 136 «. 325 7- 648 326 8. 475 391 9. 390 Ige 20. 415 301 21. 483 283 22. SB3 365 23. 518 80 24 . 35>3 295 25. 370 28k 26. Z 55 26g 27. 493 56z 28. 570 280 446 LO, 601 12g 9310 4570 4570 Im Ganzen 13,880. Bis jetzt weiß man, daß die erwähltenCon ventions-Abgeordneten aus der 2., 8. und 12. Ward sür einen Anhänger Whyte's, ans der 7. Ward sür einen Freund Swann's als Bundes-Senats 'Candidaten stimmen werden. In der 3., 6. und 19. Ward war nur ein Stimmzettel, in der 1., 2., 4., 5., 7., 8., 9., 20., 11., 12., 13., 14., 15., 16. und 20. zwei, in der 18. drei, in der 17. Ward vier Stimmzettel im Felde. Für zwei Deutsche, Hrn. Hari g ans der 15. und Hrn. Gr 0 h aus der 17. Ward, werden die dort gewählten Convrntions-Deputirlen ihre Stimmen abge ben. Im Nachstehenden findet der Leser in'S Einzelne gehend das Resultat der Wahl in jeder Ward, wobei der siegreicheZettel allemal obenan steht; im Berichte über eie 17. Ward fehlt die Liste der fünf Teputinen der v-cr Zettel, und 1» nur die Stimmenzahl, die je »er Candidat erhalten hat, angegeben. Für ThoS. Mcitoskcr, Zohn Emyth, üranz P- ToNrrweich, John Lailey, D?innch Anlon und Abraham Leagae jc Stimme». Fiir Jas. Thomas ttiibv —Mar. »it T. Ztafferly, Michael Morriieq, üijich. S. Heine, Hcinr. Patt u»d Georg KoxweU jc Luv Cümin-». ?. Ward. 'ch N „ ss is , Luz und James Telany je Ii« Stimmen. 3. Ward. Für John H. Cooplr. JohuA. Cushle«, Jene Remmglon, Wm. tz. Bahne, Louis Eoieman und Lawrence Mayberry je Snm. item QppositionSzetiel. 4. Ward. Charles R. Hamilton. Lppositionszettel: Fiir John beaic»—Michael H. Toyle, James Kelly, Thomas Mallooly, Anjel Hell stein und Charles Sarr je >9Z Sninincn. 5. Ward. E S°ld"r"h^ m S. Cleinenis und Edwarc P. lt»ö Stimmen K. Ward. Eiisha Chaffinch, Alex. Kennedy, Franl Nicholson. Ostar Marx und Wi>h. i!. Etschberger je SL> Stim- Kein Lppofitionszetiel. 7. Ward. Für I. Nelson Foster. Perry, I. H. Rothert, VincentL. Roth, Eduart Oppositionszetlel: Für John T. McGlone A.P. Caidwell, Joh. L Sieiglcm »n, Louis Heise, Win. W. Hall und August Tegenhardt je 329 Stimmen. 8. Ward. Für John Staylor, jun. Jeremiah Horrigan, Jas. McEourt. Jcremiah Ca fty, Aiurray Blaney und Thomas Ratican, jen., je Lpposttionszetteli Für James P. Rock Michael Neilly, Patrick Murphy, JameS Donohue, Thomas g. Ward/ Für Major Wm. 15. Stewart. T. Harris Hodges, lzdw. Kearney, Conrad Schwinn, Chas. CarroU und Friedlich W. Ulrich je Z9U Etim. Für Joshua Plasliit; Wm. tz. Griistih. Patrick Beard, Chas. Mcßae, Friedrich Hahn uud SchiUlnger^j- I»>6 Swnmen. Für Chas. I. McAleese. Oberst Harry McCoy, John Smith, M. G. Hambur. gcr, P. C. F. Schascr und John M. Travcrs je 415 OpposttionS-Zeitel: Für Geo. H. Pagets! Oberst Geo. P. Thomas, H-i»r. S. «önig, S. L. Auerbach, L. H. Wieman uns Jas. T. Weisiager je MI Stimmen. 11. Ward. Für ChaS G. Kerr. I. Hall Pteasanis, Dekatur H. Miller, tz. W. War sielo,Michael O'Neill und Sidney C. Carey je tijZStiin- FiirJohn P. Poe; John Stewart, Chas. Wevb, Gen. James Howard, H. D. G.Carroll, jun., und Andreas Weidner je 283 Stimmen. 12. Ward. Für F. P. Stevens. Isaak S. George, Thos. I. Osborne, Michael P. Caughy, David H. Luchesi und Joh. Beck je 3?3 Stim- Lpvositions-Zettel: Für Thos. H. Bevan: Francas B. Lonty, Charles Lgie, Arthur Cmory. WaUer E. " War d Für A. H. Greensteld. Jesse Miller, Z tZdward Wcaver, Rich. C. Shipley, Für Ignatius Baiory! Wm. I. Cooney, Francis Schunto, John A. Barranger, Friedr. ic»c>crun Kimmen. Für James McCoigan. Joh. F. Ehlen, John O'Neill, Otto Benner, Jas. I. McKcwen und Wm. I. Brady je 358 Stimmen. Ovvosttiosn-Aeitei- Für Oberst M. S. Hetz; Wm. tz. jtülg. I. B. Wagner, S.R. Smiih, Louis Wal gcr und Wm. tz. CUfford je W5 Stimmen. 15. Ward. Für B. L Harig. Dr. M. W. Donavin, Philip Aull, Peler Lyons, Sam. Aaron und Chas. C. Swope je 370 Stimmen. Lppositwns.Zettri- Für C. R. Davis; Louis H. Reih, Dr. F. W. Weiiy, Thos. Ryan, Chas. R. Ro ino>-r und eorgc je 28« Stimmen. Für Oberst E. T. Joyce. K. G Wullocl, W. H. Farrall, C. L. Schulz, Elijah Carjon nnd Adam Arnold je 355 Stimmen. Opposition? - Zettel: Für John B. Emory; Caleb Kelly, Matthew tzeinzclma». William tzisscy, Eduard Daiger und Chas. tz. Gosnell je 2Lti Stiinmen. r d"" Für John G Fenton. Heinrich Schiller, Chas. E. Key, D. W. Stubbs.Ja- Oppositions-Zettel; Kür William H. Leonard; I. Phil. Jäger, Jos. tz. Davidson, Patrick Fiannery, tzi> ram F. Reed und James Gallagher je lii« Stimmen. Lvpsitions-ZcttiU Für Capt I. An- MaUcii und Marion Für Henry B, Hart. William Platt, <5. W. Wade, Eugene P. Mercer, Wiih. R. Weder und V. B. Hindcs je ltii Stimmen, itein Oppofttions-Zcttel. L. A? Winchester. L. Barringer, z'. WUH. «reis und W. H. Reysinger je 129 Stimmen. Die heutige» deiuokratisch.conseyva tiven Eonventlonen. Die gestern erwählten Abgeordneten des 1. Bezirkes treten heute Mittag um 12 Uhr zur Nomination im „Broadway - Institute," die des 2. in der„Lyric-Halle," Ecke der St.Paul uud Lexiligtoustraße, und die des 3. in der „Western-China-Halle," West-Baltimorestr., zusammen. Im 2. Bezirke wird außer den sechs Delegaten zur Gesetzgebung auch ein Senator nominirt, während im l. und 3. die HH. I. R. Blale und I. M. Denson in ih ren Stellen verbleiben. Die heutigen Con ventionen haben außer deuCandidaten sür die ivtaats-Legislatur auch die Abgeordneten zur StaatS-Couveution zu erwählen, welche am 12. Aug. zur Nominirung. von Candidaten für das Staats-Coiitroleurs-Amt nnd Appel lationsgerichts . Aktuariat hier zusammen tritt. Am 1. Juli finden die Primärwahken für das Mayors-Amt, am 2. Juli die Nomina tiv» statt. Die Primärwahleii für das Scheriffs-Amt sind auf den 24. Juli angezeigt, während am nächsten Tage die Noniinalion vor sich geht. Die Stadtraths-Candidaten (beide Zweige sind neu zu besetzen) werden an demselben Tage nominirt, wo die Primärwahlen für den Mayor stattfinden. Seitens der Republikauer und Temperenz ler sind noch keine Wahlvorbereitungen ge troffen worden, aber sie sind ersichtlich nicht unlhätig, um aus dem Aemter-Kampfe in nerhalb der demokratlsch-conscrvativen Partei möglichsten Nutzen zu ziehen. Das Maryländer Zuchthaus. Zum ersten Male, seitdem das Maryländer Zuchthaus in Existenz getreten ist, hat es ei nen Standpunkt erreicht, aus welchem es un abhängig dasteht. Künftig wird es dem Staate nicht mehr zur Last fallen, sondern im Gegentheil eine Quelle der Einnahmen für denselben bilden. Die Einnahmen betragen gegenwärtig etwa 570,000, die Ausgaben K 62,000 pro Jahr. Wenn nicht unvorherge sehene Umstände eintreten, welche neue Aus gaben verursachen, so wird die Verwaltung am Ende des Fiskaljahres imStande sein, 8- bis 10,000 Dollars Ueberschuß bei'm Schatz amte des Staates einzuzahlen. Die Zahl der zur Zeit im Institute befindlichen Sträflinge beläuft sich aus 585, 193 Weiße (190 Männer und 3 Frauen) und 392 Farbige (354 Män ner und 38 Frauen). Sämmtliche Sträflinge mit Ausnahme der wenigen Kranken werden in nützlichen Zweigen der Industrie unterrich tet und beschäftigt. Die Thatsache, daß das Institut, welches bisher als eine Bürde auf dem Staate lastete, demselben jetzt als eine Quelle nicht unbedeutender Einnahmen die nen wird, ifi ohne Zweifel ein Beweis, daß die Verwaltung stets ökonomisch zu Werke ging. Ungeachtet des Überschusses wurden mehrere Verbesserungen im Zuchthause ange bracht, welche den Sträflingen Annehmlich keiten verschafften, die ihnen bisher unbekannt waren. Nachstehende Herren sind die gegenwärtigen Beamten des Justitues: John F. Hunier, Präsident; Albert L. Whiting, Selretär; Heinrich Seim, Albert Siegmund, Geo. EvcuiL und Joseph Crisp, Direktoren; Thos. S. Wilkinson, Wardein; R. B. Page, Finanzsekietär; Rodert Stevenson, Hülfs wardein und Dr. Silas Baldwin, Hausarzt. DaSTHermometer stand gestern früh 9 Uhr aus 71, Mittags aus 73 und Nachmit tags 5 Uhr auf 74 Grad. Wettrraussich te n.—Bewölkter Him mel und Regen. Zur Nachricht für Steuerzahler macht Stadtsteuer-Einnehlner Anderson be kannt, daß nach dem 1. Juli das Diskonto bei Stadtstcuer-Rechnlingen für's laufende Jahr verringert, und zwar bei Grundsteuern auf 34, bei Personal-Stenern ans 2 Prozent, und allen aus 1872 rückständigen Abgaben 3 Prozent Zinsen zugeschlagen werden. U il lere vorgestrige Nummer. Unsere vorgestrige vollständige Beschreibung des Festes der Grundsteinlegung des deurschen Waisenhauses veranlaßte eine so starke Nachfrage, daß trotz einer bedeu tend vergrößerten Auflage, die Letztere bereits am Mittage vergriffen war. Wir werden nunmehr in unserer, am Freitage erscheinen den WochenauSgabe den Bericht wiederholt abd?.'iickne und nehmen schon heute dafür Be stellungen, entweder zur Versendung in'S In nere oder nach Europa, entgegen. (Siehe Anzeige.) Die „Gesellschaft der Armeen. Flotte der conföderirten Staa ten" hielt vorgestern Abend eine Versamm lung in Raine's Halle. Generalmajor Jsaae R. Trimble führte den Vorsitz, währendCapt. Winfield Peters als Sekretär fuugirte. Gen. Trimble verlas einen interessanten Aufsatz über die Schlacht bei Gettysburg und schrieb die Niederlage derConfödenrten den Generalen Ewell und Longstreet zu, welche die Flügel commaudirten. Er war der Ansicht, daß der Süden seine Unabhängigkeit erreicht hätte, falls die Conföderinen in der Schlacht bei Gettysburg erfolgreich gewesen wären. Hr. T. S. Latimer vom Comite für die Schmük kung der Gräber auf dem„Loudon°Parke" be richtete, daß die eigentlichen Kosten der in die sem Parle aufzustellenden Statue me bekannt geworden seien. Hr. Volk habe einst erklärt, er sei bereit, die Statue für den Preis von »2800 zu liefern und aufzustellen; »1200 habe er bereits erhalten. Seit jener Zeit sind aber noch S3OV von Hrn.Goldsliorongh, »600 von Hrn. Hambleton und 5379 ans der Cemetery colleklirt worden. Ferner schenkte Hr. M. A. Sisson einige Blöcke Marmor im Werthe von <500; Hr. Dunlap schenkte 560 und Hr. Rid gely Howard 527. Da diese Summen hin reichen, um Hrn. Volk gerecht zu werden, so wurde das Comite angewiesen, Hrn. Volk zu bezahlen. Capitäu Peters verlas einige Sta tistiken mit Bezug auf die Anzahl der in den nördlichen Staaten fchlummernden conföderir ten Todten. Er zab die Zahl derselben auf 15,255 an. Schließlich stellte er den Antrag, daß ein Fünfer-Ausfchiiß ernannt werde, wel cher in Verbindung mit ähnlich gesinnten süd lichen GeseUschaite'n Vorbereitungen treffe für die Ausgrabung der in nördlicher Erde ruhen den Leichname und für die Wiederbeerdigung derselben im Süden. Der Antrag wurde ein stimmig angenommen und Capt. Wm.Peters, Gen. Georg H. Steuart, Oberst John Mc- Nully, Thomas S.Lalimer und Capt. Fred. M. Colston als Mitglieder dieses Comite's er nannt. Das Comite wurde zugleich ermäch tigt, Arrangements für die Beerdigung dreier Leichname, welche hier nächstens von Gettys burganlangenw?cden,ausdcm„Loudon-Parke" zu treffen. Diese drei Todten, deren Namen Bryan, Parker uud Cusick sind, gehörten einst der Chesapeake-Batlerie an. Dem Stadtgesängnisfe stattete ge stern das Gioßgeschworeneii - Collegium des Crimivalgerichls einen Amlsbefuch ab, dcssen Hauptzweck darin bestand, daß Hr. John T. Ford, sein Obmann, mit Hollohan über seine Angaben Betreffs seiner srühercn schlechtenße- Handlung undßetöstigung im Zuchthause eine Unterredung hatte; in derselben blieb Hollo han bei Dem, was er darüber gejagt, uud das wir dem Leier vorgelegt haben, stehen. Ge stern Vormittag besandcn sich im Gesängnisse im Ganzen 361 Insassen, von denen 75 ihren Prozeß wegen verschiedener Anklagen erwar ten, 73 ihre gerichtliche Strafe absitzen und 213 (120 Männer und 93 Frauenzimmer) als fogeuannte "Luwmcrs" wegen Unfähigkeit, Friedensbürgschaft zu geben, dorthin geschickt waren. Von der letztgenannten Sorte erhiel ten im Laufe des Tages 88 ihre Freilassung nach dem Brauche, daß jeden Dienstag der Criminalgerichts-Aktuar eiue Weisung zur Entlassung solcher Gesängniß - Insassen dem Wardein übelschickt. Abends befand sich be reits eine Anzahl der Entlassenen wieder in Händen der Polizei, um heute früh wohl wie der den Weg nach dem liebgewonnenen Ge fängnisse anzutreten. Die S ladt fchukbc Hörde nahm ge stern Abend in ihrer regelmäßigen Wochen sitzung einige Lehrstell-Gefuche entgegen; es wünschen Fannie A. Sieger und Lulu L. Showacre an Schulen sür Weiße, S. Baird Wolse als Oberlehrer an Negerschulen, Agnes Jones und Thomas Dailey als Hüissiehre riunen au Neger, oder an Schulen sür Weiße angestellt, und M L. Gibbs wieder als Ober lehrer an der Negerknabeuschulc Nr. 7 einge setzt zu werden. Als Hülsslehrcrinuen resp, an der Knaben-Grammäi-Schulc Nr. 10 und der Knabeu-Elementar-Schule Nr.l7 reichten Laura Tapman und Mollie Ray ihre Abdan kung ein, welche man annahm. —ln einer Zuschrift von S. Baird Wolfe wurde die Ei nführung gewisser Schiefertafeln in den Schu len empfohlen; man verlas sie und überwies hc dem betreffendenComile zur Begutachtung. DasConto-Comiteberichicteßcchniliigcn im Gesammlbetrage von 5475.43, wovon 580.30 auf Negerfchuleu kommen, als richtig ein, worauf deren Bezahlung angeordnet wurde. Dr. Chaucellor unterbreitete Beschlüsse, welche Hrn. H. B. Römer, welcher die Wie ner Ausstellung besuchen wild, zum Vertreter der Baltimorer Schulbehörde daselbst ernen nen und ihm deren herzliche Wünsche eines fröhlichen Wiedcrfehens seiner Jugendfreunde in Deutschland und einer glücklichen Rückkehr nach Baltimore ausdrücken. Sie fanden ein stimmige Annahme, worauf Hr. Römer für die iimi gewordene Ehre uiid die Wünsche sei nen Dank aussprach. Die vou mehreren Commissären offerilten Beschlüsse, verfchie. dene Schulen mit Pulten, Bänken und Estra den zu versehen, gelangten in die Hände des zuständigen Ausschusses.-Die Beschlüsse des betreffenden Comite's, vier deutsch > englische Sonderschulen zu errichten, uud Praug's Wellgeschichls» Karlen einzuführen, wurden wiederum eine Woche zurückgelegt, worauf man die öffentliche ui cine geheime Sitzung verwandelte, um die jahrliche Wahl des Lehr perscuals für die Sladtvolksfchuleu fortzu setzen. DieZionsschnk e.— Hr. Pastor Hein rich Scheid, der tüchtige Superintendent der Zionsschule, gibt in feinem letzten Jahresbe richte eine Geschichte der vor 37 Jahren ge gründeten Zionsschule. Der Bericht ist ein höchst interessanter, wenn uns auch allerdings manche Seiten gerade keine ersreulicheußilder enthüllen. Mit unendlichen Mühsalen und Schwierigkeiten hatte der würdige Superin tendent in den ersten Jahren des Bestehens der Schule zu kämpfen. Das erste Schulhaus, eiu kleines, zweistöckiges, backsteinernes Ge bände mit einem einzigen Zimmer im ersten und einem andern im zweiten Stocke stand in dem jetzigen Schulhofe auf einem Theile des Raumes, welcher den gegenwärtigen Turn platz bildet. Als Hr. Pastor scheid bei fei ner Ankunft in Baltimore dem Schnkhause einen Besuch abstattete, fand er iu dem zwei ten Stocke des Gebäudes in einem unreinen, verwahrlosten, an Wänden und Fenstern mit Spinngeweben gezierten Raume 17 unglück liche Kinder verschiedenen Alters und beiderlei Geschlechts auf wackeligen Bänken nm zerbro chene Tische gereiht. In diesem Zustande hatte die Schu'e sei» Deceunien bestanden, unge pflegt und ungeliebt oonDenen, deren heiligste Pflicht es gewesen wäre, ihr Wachsthum und ihre Wirksamkeit zu fördern. Hr. Scheid schildert den Eindruck, welchen er hier em pfing, mit folgenden Worten: „Ein einziger Blick in diese Pfiaiizschnle belehrte mich, wo die Früchte gewachsen waren, die ich bei mei nem Eintritte in die Zionögemeinde fand. Ich wußte, woher das viele Unkraut kam, sah den Anger, aus dem die Dornen wuchsen, und leicht erklärbar war der Leichcngeruch, der mich umwehie: im unteren Raume desschul hauses wohnte der „Todtengräber" (so wurde der Küster genannt), der die Leiber bestattete, und im oberen Raume haus'te der Schulmei ster, der die Geister begrub was Wunder, wenn die Umgebung des SchulhaujeS einem verwahrlosten Kirchhose glich? Der pädago gische Todteugräber war glücklicher Weise nicht mehr an der Schule, als ich die Leitung der Gemeinde übernahm, und als er nach eini gen Jahren das Zeilliche segnete, schrieb ich in Gedanken ans seinen Grabstein die Worle: Am 21. November 1836 wurde in einem neuen Schulhause die erste deutsch - englische Schule in Baltimore mit 71 Kindern eröffnet und am 3. Januar 1837 eiuSchulsest gestiert, au dem sich der 'schuloorstaud, Lehrer Schü ler uud deren Eltern beteiligten. Am 28. Juli desselben Jahres saud die erste öffentliche Schulprüsuug im obern Saale des jetzt als Hochschule benutzten, damals unter dem Na men „Assembly-RoomS" bekannten Gebäudes an der Ecke der Holliday- und Fayettestraße statt. Die Prüsung umfaßte deutsches und englisches Lesen, deutsche und englische Gra malik und Orlographie, Geschichte, Natur geschichte, Denkübungen und Formenlehre. Im Jahre 1839 wurde das SchulhauS durch Brandstiftung zerstört; aber schon am 2. Sept. desselben Jahres sand dieEinwelhung des neuen Schulhauses statt. Die Zahl der Schüler be trug zu jener Zeit 120 Kinder. Mit dem Be ginne des Schuljahres 1844, wo die Schüler zahl aus 163 angewachsen war, wurden die Regeln über Ausnahme neuer Schüler ver schalst. In einer im Jahre 1850 abgehalte nen Versammlung der Mitglieder der Zious gemeinde wurde einstimmig die Erbauung ei nes neuen Schulhauses genehmigt und bald darauf mit dem Baue, dessen Ko»en sich aus KBOOO belieseu, begonnen. Im Jahre 1853 wurde die schule, welche damals 315 Kinder zählte, in 6 Classen getheilt. Von jeuer Zeit au erlangte die Schule von Jahr zu Jahr nach Außen eiue größere Erweiterung, nach Innen eine festere Gestaltung. Im Frühjahr 1861 zählte die Schule 7 Classen mit 418 Kiuderu, im März 1864 7 Classen mits2s Kindern uud im Anfange des Schuljahres 1866 8 Classen mit 632 Kindern. 1865 wurde das Schul haus durch einen neuen Anbau erweitert. Seit 1869 traten keine wesentlichen Veränderungen im Lehrplane mehr ein und die Schule behielt fortan dieselbe Classencintheilung und die glei che Schülerzahl. Da eiue Classeuvermehrung nicht mehr beabsichtigt wird, so wird die Ge sammtzahl derschüler selten 800 übersteigen." Gestern fand die Prüfung der 4., 5. und 6. Mädchenklasse in der Zionsschule statt. Heute wird das Examen mir der 4. A- und 4. B- Classe fortgesetzt werden. Personal-Notiz. Wie wir verneh men, wird der seit drei Jahren im Tempel an derLloydstr. wirkende Vorbeter (Llrasan), Hr. M.Frank, nach Philadelphia übersiedeln, um eine ähnliche Stellung an der größten israeli tischen Gemeinde daselbst anzulreteu. In London befanden sich am 10. Juni folgende Baltimorer: A. S. Abell, Waller R. Abell, Frl. Mary L. Abell, Frl. Fannie Abell, Capt. McLaughlin uud Frau uud Hr. Samuel H. Tagen und Frau. Die Angebote zur Uebernahme des Con trakts zum Baue der Musikhalle des „Germa uia - MännerchorS" wurden am Dienstage geöffnet; heute wird das Co mite die Auswahl treffen, aber erst Freitag den erfolgreichen Bieter nennen. ch o l s o n's K i n d e r. Verflösse nen «Sonnabend erschien in John R. English's Wohnung an Nord Exeterstraße ein Coustab ler mit einem vomFriedenSrichterGorsuch aus gestellten Befehle, ivelchen Frau Georgie Ni cholson, English's Stieftochter uud Frau des wegen Ermordung ihrer Großmutter die Voll streckung desTodesurtheiles erwartenden John Nicholson, erlangt hatte, um wieder in den Besitz ihrer beiden Kinder zu gelangen. Das Englüh'sche Ehepaar weigerte sich entschieden, die Kinder herauszugeben; doch begleitete Eng lish den Beamten nach dem Gorsuch'jcheu Amtslokale uud stellte sür sein späteres Er scheinen »1000 Caution. Montag Nachmittag fand er sich auch vor Richter Gorfuch ein, je doch ohne die Kleinen, und Richter Gorfuch er klärte, er habe ermittelt, daß er in dieser Ange legenheit keine Gerichtsbarkeit besitze, weshalb er den Fall abwies. Wie es heißt, will sich nunmehr Frau Nicholson an's Stadtgericht wenden und um einen Nabels Lor-pus-Erlaß nachsuchen. Ein großer Uebelstand. Am Sonntag Abend zwischen 3 und 9 Uhr wurden die Bewohner der West-Fayettstraße, nahe Frankiin-Square, wieder durch eine Heerde Rindvieh in ihrer sonntäglichen Rnhe gestört. Während sie ruhig vor ihren Thüren oder an den geöffneten Fenstern saßen und sich des herrlichen Abends freuten, sahen sie plötzlich eine snrchtbare Staubwolke herannahen. Die selbe kam näher und näher, und bald wurde man gewahr, daß eine riesige Heerde Rindvieh durch die Straße getrieben wurde. Der auf gewirbelte Staub drang in die Wohnungen und lagerte sich auf den Möbeln, Teppichen :c. Dies war jedoch bei Weitem nicht das Schlimmste. Viel schlimmer war die Gefahr, welche den Frauen und Kindern, die auf dem Trottoire wandelten, drohte, denn jeden Au genblick sprang ein halbwild gewordenes Thier zur Seite mitten unter die Lustwan delnden. Man sollte, sobald wie möglich, Maßregeln treffen, daß der Durchmarsch von derartigen Viehhecrden durch die dichtbewohn ten Siraßen der Stadt nicht mehr gessattet werde. Vermißt. —Wie wir bereits mittheilten, wird Hr. Heinrich Huck, der Verwalter des „Germania-Clubs," an der Lombardstraße feit letztem Mittwoch vermißt. Bis jetzt hat man noch Nichts von ihm vernommen. Er ist 31 Jahr alt, von Mittlerer Größe, trägt einen Schnurrbart, welcher gleich feinem Haar rothblond ist, und hat als besonderesKennzei chen eine große rothe Narbe hinten am Halse. Es ist möglich, daß er nach Newark, N.-1., gegangen ist, da in dem Briese, welcher den aus 500 Gulden lautenden Wechsel enthielt, die Rede davon ist, daß er eine verheirathete Schwester in Newark aussuchen solle. Der Vermißte unterhielt eine regelmäßige Torre spondenz mit feiner in Offenbach, nahe Frank furt, wohnenden Mutter. In den Briefen, welche sie an ihn schrieb, erwähnt sie mehrfach ihrer in Newark lebenden Tochter und ersucht ihren söhn, sich nach jener Stadt zu begeben, seine Schwester zu besuchen und ibr alsdann zn schreiben, in welcheußerhältnissen sich die Schwester befinde. Man vermuthet in Folge Lessen, daß er sich nach Newark begeben hat, aber obgleich feine Freunde schon wiederholt dorthin telegraphirt haben, so haben sie doch noch keine Nachricht erhallen. DieAussahrt zum Druid - Hill- Parke. Um die Kosten einer täglichen Be wässerung der Ausfahrt zum Druid-Hall-Park, von dem Endpunkte der Madison-Avenne bis zumEiugauge zu bestreiten, will man bekannt lich einen Fond von K5OO erheben. Bis jetzt sind K2OO für diefen Zweck gezeichnet und zwar von solgeudenHerreu: Chauucsey Brooks KIO, John R. D. Thomas KlO, Wm. G. McCor mick K 5, R. G. Whitelock K 5, Rudolph Pelz S 5, H. A. Ramsey 555, E. Hoffmann K 5, C. F. Brooks Sto, With. F. Weber K 5, O. F. Hak Z 5, D. W. Caskell 55, George M. Horn 55, C. Ostendorff S 5, B. W. Mister KS, W» B. Brooks HlO, W. E. Hooper <5, P. H. Macgill »10, H. F. Turner K 5, George F. Webb K 5, McCay Q Parkhurst K 5, John Gill Co. K 2, John H. B. Latrobe K 5, George S. Brown SlO, Mrs. Jjabella Brown KlO, E. D. McConkey 85, Wm. WcKim 55, Geo. Wm. Bro vn 55, John M. Orem K 5, Wm. H. West sli, Mrs. George Conlter 55, S. T. Wallis 510, Thomas I. Morris 55, I. M» Alexander 51, H. G.Vickery 52, A. B. Couk ter K 5. Schulcommisfäre als Amts- Candidaten. Wie es heißt, sollen von den letzigeiiischulcommissären solgende Herren Candidaten sür solgende Stellungen sein: für die Gesetzgebung Dr. Kelly aus der 4., James McGloue aus der 7. und John P. Poe aus der 11. Ward; sür den Stadtrath B. Cafsidy aus der 8., Alexander L. Spear aus der 9., T. I. Magruder aus der 12., Dr. Dodge aus der 15., Emmerich aus der 18. und Dr. Chan cellor ans der 20. Ward. Anerkannt hat Präsident Grant den hiesigen Zolleiunehmer Hrn. Washington Booth als peruanischen Consul in Baltimore. Eiuppolitcher Kniff, durch den sich die Betreffenden eben leinen rühmlichen Namen erworben, wurde gestern am demokra tischen Wahltage gegen Hrn. Plaskitt, einen Candidaten aus der 9. Ward, verübt. Wider seinen Willen setzten es sich seine Nivalen in den Kopf, ihn Plötzlich und gerade an diesem Tage zu reformiren, und verbreiteten Stimm zettel mit seinem Namen,über dem mit großen vettern die Worte: „Temperenz-Zettel" prang ten; das Spaßige au der Sache ist, daß die 9. Ward mehr Trinksalons enthält, als irgend eine andere, und daß drei Delegaten aus dem „Reform-Zettel" Spirituosen-Verkäufer sind, die über den ihnen durch die Ueberschrist des Zettels („Temperen; - Zettel") angethanen Schimps nicht wenig entrüstet waren. Unsere Künstler. Diejenigen uufe rer Künstler, welche noch nicht abgereif't sind, treffen Borbereitungen, die Stadt sobald, wie möglich, zu verlassen, um vor Anbruch des Herbstes nicht wieder zurückzukehren. Hr. Da vor wird sich nach New - Hork begeben und später nach den While-Suiphur-Springs rei fen. Hr. Hovenden und Prof. Volk haben noch keinen Entschluß bezüglich ihrer Abreise gefaßt, und es ist möglich, daß sie in der Stadt bleiben werden. Hr. Van Reuth, ohne Zweifel einer der bedeutendsten Künstler Ame rika's, wird in Baltimore verweile«. Die mit der römifch - k a t h o lisch e n St. Martins« Kirche an der Ecke der Fayelte- und Fultonstraße verbundene Sonn tagsschule hielt vorgestern im Catonsviller Eisenbahn-Park ein Picnic, welches äußerst zahlreich besucht war und sich sowohl für die Kinder, wie auch für die Erwachsenen zu einer heiteren Festlichkeit gestaltete. Johannistag. Der gestrige Tag. Johannistag wurde von allen Logen, welche dem Freimaurer-Orden angehören, fest lich begangen. In Europa, wo die ersten Männer des Staats und die ersten Größen der Kunst und Wissenschaft dem genannten Orden angehören, wird der Tag aus unge wöhnlich glänzende Weise gefeiert. Einführ. —Aus dem Auslande kamen gestern hier an: das ruff. Schiff „Dagmar" init 671 Tonnen und 3042 Säcken Salz und 270 Kisten Ziegelsteine von Liverpool; die englische Brigg „E. H. Oakes" mit 192 Ox hoslen und 125 Fässer» Zucker von Demerara; der Schooner „M. N. Hail" mit 915 Oxhof ten, 57 Pipen und 46 Kisten Zucker und 40 Oxhoften Melasse von Havanna und Carde nas auf Euba; der Schooner „Active" mit 2 Säcken Kaffee, 360 Oxhoften und So Kisten Zucker von Havanna. Ankunft des Dampfers „G eo. ApPol d."—Gestern Morgen lies der Dam pfer „Geo. Appold" von Boston über Provi dence, Rh.-J., und Norfolk, Va., hier ein. Er brachte von Boston 3034 Packete Kauf mannswaaren, wovon 435 für Foster Ksell mann, 421 für die „Calvert-Zucker - Raffine rie," 75 für Sam. G. B. Cook, 72 für Geo. Houng K Comp, und 15 für Higgins, Cobb ek Comp., 3 Packete und 234 Fässer Fifche; von Providenee 1166 Packete Kaufmanns waaren, wovon 100 für W. H. Crawford K Comp, und 35 für Chase, Stewart K Comp, und vou Norsolk 7 Ballen Baumwolle für A. A. Dunn 6- Comp, und verschiedene Colli für mehrere Firmen. Englische Dampfer. Der Dpfr. „Andes," Capt. McLaren, traf am 10. Juni von Baltimore zu Belfast in Irland ein. Der Dampfer „Ganges," Capt. Tyson, zur neuen unabhängigen Baltimore-Liverpooler Linie gehörig, stach am 8. Juni von Liverpool nach unserem Hafen in See. Gruudstücks-Vcrkäufe. Hr. S. B. Meltam verauktionirte am IS. ds. Mts. in Baltimore-County folgende Grundstücke: ein Grundstück an der Reisterstown-Pike, 1 Morgen 3 R. groß und mit einem 2-stöckigeii Hanse bebaut, für 52800 an Hrn. Numsen; keiner einen Platz an der Reisterstown- Pike, 0 Morgen 2 R. 5 P. groß, mit einem 2-stök kigen Hause aus Fachwerk bebaut und einem Jahresgrundzinse vsn 5125 unterworfen, für 515,400 anAlfred Gallagher; ferner einen un bebauten Platz an der Pimlico-Road, 6 M. 3 R. 5 P. groß, für 56225 an Charles I. Hull. Hr. Gerard H. Reese, Verwalter, ver kaufte am letzten Montage eine Farm bei Woodberry, 105 Morgen groß, für 51000 pro Morgen an E. B. Sanford von New-Z)ork. Grundzins-Berkauf.— DieHH. S. H. Gover 6-Söhne verauktionirten gestern Nachmittag an Ort und Stelle einen Grund zins von 577 auf ein Grundstück an der Park- Straße, 25 bei 49 Fuß groß, mit einem zwei stöckigen ziegelsteinernen Wohnhause bebaut, für 51010 an Jofhna Jnloes. Ankauf eines Damvfers. Die „Richmond - Jork - Fluß- Lhefapeake-Bahn- Compagnie" hat den großen eleganten Dam pfer „Sue," welcher bisher von den HH. Har lan K Hollingsworth »n Philadelphia geeig net wurde, angekauft. Derselbe wird künftig die Verbindung zwischen Baltimore und Rich mond und Diersburg, Va., vermitteln. Das zweite Stiftungsfest undJahres-Ban kett der „G erm ania- L o ge Nr. 120, U. O. der Freimaurer," fand gestern un Schützenparke des Hrn. Louis Muth statt. Der Saal war zu diesem Zwecke geschmackvoll mit Fahnen, Guirlanden und Blumen deko rirt und gewährte einen Prächtigen Anblick. Sämmtliche Mitglieder der Loge und deren

Familien, der Vice-Großmeister I. R.Brewer, Mitglieder der Presse, Logenbrüder und an dere eingeladene Gäste waren anwesend, welche! sich Abends zwischen 7 und 8 Uhr versammel ten, um den alten traulichen Johannistag nach ächt deutscher Freimaurer-Art zu feiern. Das von Hrn. Louis Muth nach den besten Re geln der Kochkunst bereitete Festessen wurde um Uhr fervirt uud war in der That so einla dend, daß der größte Gourmand hätte befrie digt werden können. Die Zahl der Gedecke be trug 125, die Gerichte waren mannigfaltig und der Saison entsprechend. Den Borsitz führte der würdige Meister der Loge, Hr.Geo. Schad, zur Rechten und Linken unterstützt vom Vice-Großmeister Hru. I. R. Bremer und anderen Beamten der Schwester - Logen der Stadt. Nach Beendigung der Tafelfreuden, welche etwa eine stunde in Anfpruch nah men, wurden vou dem Vorsitzenden die regel mäßigen Toaste vorgelesen und, wie folgt, be antwortet: 1. Freimaurerei—die älteste uud gechrtest: aller Institutionen, beantwortet vonHrn.Jor dan. 2. Unsere Mutterloge, die Großloge von Maryland, beaniwortet von Hrn. A. Cnn ningham. 3. Die Liebe die größte der Drei, sie erstreckt sich jenseits des Grabes, über die unermeßlichen Reiche der Ewigkeit, beantwortet von Hrn. I. R. Bremer. 4. Die Damen welche durch ihre Gegenwart dieses Fest verherrlichen und verschönern, beantwor tet von Hrn. W. Holzmann. 5. Unsere Gäste —welche durch ihre Theilnahme ain Feste uns den Beweis ihrer brüderlichen Zuneigung ge ben, beantwortet vom Ehrw.Pastor Schäffer. 6. DaS Fest, welches wir seiern—der Geburt stag unseres Schutzpatrons nnd das Grün dungsfest der „Germania-Loge Nr. 120," be antwortet von Dr. C. W. Heuser. Hierauf wurden folgende Boluntär-Toaste gegeben: 1. Die neuerwählten Beamten, beantwortet von Hrn. F. G. Genso. 2. Der würdige Meister der Loge, beantwortet von Hrn. G. Schad. 3. Unser adoptirtes Baterland von Hrn. E Jordan. Mehrere andere Toaste solgte» hieraus, die nicht spe ziell beantwortet wurden. Die Musik für die Festlichkeit ward vou Hrn. Jungnickel geliefert uud zwar mit den besten Kräften der Siadt. Mitglieder des „Germania» Mänucrchors," die zugleich der Loge augehören, trugen fol gende Quartette vor nnd erndteten vicienßei fall: „Dir möcht' ich diese Lieder weih'n" von Kreutzer; „Der Gesang" von Maurer; „Liedes-Freiheit" vonMarschuer; Collum" von Roffi. Hr. W. Holzmann sang „In diesen hciligeuHallen," welches stürmisch begrüßr wurde. Nachdem allen Toasten uud Gesängen volle Ehre erwiesen worden war, solgte ein gemüthliches Tanzkräinchen, das alle Anwesenden mehrere Stunden fesselte. Das Fest war eine Begebenheit, welche der jungen Loge Ehre machte uud lange in Erin nerung bleiben wird. Die Anwefenheit der Damen gab den galanten Maurern cine be sondere Ursache, heiler und wohlgemuih zu fein. Im Loyola-College fand vorgestern die 22. Jahrcsprüfung der Classe sür Phynk uud Chemie stall. Ualer den Schülern, wel che sich besonders auszeichneten- erwähnen wir nur Wm. F.Bevau, Jakob Gutmann, Mar tin Oppenheimer und Edwaro Flaherty. Bliiiden - C o n z er t. J.i dem Insti tute zur Erziehung Blinder und Taubstummer in Nr. 92, Süd-Broadway, saud vorgestern Abend ein Conzert statt, das sich eines starken Besuches erfreute. Mehrere von deuSchülern vorgetragene Piecen wurden mit großem Beisalle aufgenommen. Der Musillehrer der Anstalt ist Hr. Louis Zumstein. Wohlthätiges Vermächtnis;.— Wm. A. Clark's Testament setzt dem Geistli chen B. I. McManus zur Verwendung sür die Armen der kalholischen St. Johns-Ge meinde 5100 aus. Unter den Thcilnehmern am Zuge zu Eh ren der Gru udstetu l e g u n g des „A. D.Waisenhauses" erregten die Depu taten des böhmischen Gesang- und Turnver eins "lilesk" allgemeine Aufmerksamkeit. Derselbe hatte Abgeordnete, die seine drei Sek tionen vertraten, gesandt, wie solgt: die HH. I. Pejril, K. Barock, F. Each, Joseph Rejzek. I. Medliu und Joseph Roch, Vertreter der Turn (Lvl!»l)-Setlion, die das erste Mal in der slavischen Uniform fchwarzem Hute mit roihweißer Straußfeder, rothemHemde,grauem Rocke, der vamar«,, grauen Hosen und elegan tem Degen öffentlich erschienen; die Hy. A. Straka und V.Schimek, Vertreter der Ge sangs Sekiiou und die HH. Jo seph Karas und R. Sima, Repräsentanten der Unterstützungs - Sektion. Als der Zug vorüber war, versammelten sich die Mitglieder des "IZlvsk" (Blitz) ,n ihrem Haupiquarliere auf der Ecke der Washington- nnd Jefserson- Straße, wo verschiedene Ansprachen, darunter eine mit großem Beisalle aufgenommene der Frau Bolarr, gehalten wurden. Der Zustand des Hafens. Capt. Eonstanlinc, der Hasenwurdein, stellte am 1. März eine große Anzahl Arbeiter au, welche bisher mit dem Ausbaggern des Schlammes in dem Bette beschäftigt waren. Dasselbe ist jetzt gründlich gereinigt, nnd der Schlamm, welcher sich während vieler Jahre unter den Werften angesammelt hatte, ist ganz und gar entfernt. Der Hafenwardein hat die feste Zu versicht, daß die gründliche Reinigung des Bassins bedeutend zur Verminderung der schäd lichen und übelriechenden Dünste beitragen wird, welche während der letzten Sommer dem Bassin entstiegen; doch werden dieselben nach seiner Ansicht nicht eher gänzlich aufhören, als bis die Abzugstauäle, welche gegenwärtig die unreinen flüssigen Substanzen dem Bassin zu führen, nach einem anderen Orte geleitet wer den. Aus C a r 0 l i n e - C 0 u u t y. Hr. I. Bradt) Wilson von Colloway-County, Ken tucky, beansprucht deu Besitztitel auf 1000 in Carotine - Couuty, zwischen GreenSborough und Bullocktown, gelegene Morgen Landes. Seine Ansprüche fußen auf das Recht der Erstgeburt, und obgleich einem Erben das Recht zusteht, die Übertragung eines Fidei commisses zu brechen, indem die Gesetzgebung eine bestimmte Verfugung für diesen Fall er lassen hat, so hat doch in dieser Angelegenheit der älteste Erbe unterlassen, Vortheil aus der Verfügung zu ziehen, und der Besitztitel muß jetzt nach dem englischen Gesetze in Hrn. Wil son's Hände übergehen. Der Letztere hat be reits einen Advokaten angenommen uud ge denkt seine Ansprüche ungesäumt zu verfol gen. G 0 ldagi 0. Im BundeskreiS-Gericht begann Montag vor Richier Bond und Bei° sitzer Giles die Klage der „Natioiial-Farniers und Plauters' Bank" gegen Robert M. Smith, den Ex-Bundesstciier-Einuehiner sür deu dritten Maryländer Bezirk, Behnss Rück erlangung von 55788, welche die Bank als Steuer auf Goloagw vor dem 1. Januar 18V2 und zu verschiedenen Zeilen seitdem bis 1807 bezahlt hat. Die Steuer wurde, wie die Klägerin sagt, nicht unter Protest bezahlt, weil sie die Saisirung und Veräußerung ihres Etablissements befürchtete; ferner sei das Goldprämium kein Profit, den sie gemacht oder während des JahrS dem Ueberschußfond zugeschlagen, gewesen; es sei überhaupt gar kein Profil gewesen, sondern nur ein Goldaus tausch für Papiergeld, weshalb die Bank nach dem Austausche nicht reicher war, als zuvor, folglich sei sie dafür nicht zu besteuern. Die Regierung macht dagegen geltend, die Bezah lung der Steuer sei freiwillig geschehen, und das Goldprämium zu versteuern. Für die Klägerin traten I. G. Kimball von Washing ton uub A. Sharp von hier, für den Verklag ten A. Stirling, jun., als Anwälte auf. Gestern erkannten die Geschworenen zu des Verklagten Gunsten. Böswilliger Unfug. Samuel Müller wurde vom Polizisten Sahm uuler der Anklage, das Geländer um die bischöfliche Kirche „Unseres Heilandes" aus der Ecke des Broadway und der McTlderry - Straße zer brochen zu haben, verhaftet und vom Richter Watjon um 55 Strafe nebst Kosten gebüßt und zum Stellen von Friedens - Caution an gehalten. Verhaftungeineswiderspensti gen Trios. Margarethe Johnson, an erkannt die reizendste Courtisane Baltimore's, sollte wegen Haltens eines liederlichen Lokales an Josephine-«traße festgenommen werden. Als die Polizisten Troll und Schulz in das Haus traten, um genaumem Frauenzimmer den Verhaftsbefehl zuzustellen, traten Gcorg H. Evans, Ulms Porter, und Fannie Clark, alias Frenchy, dazwischen, um die Berhastung der Prinzipatin zu hindern; es gelang ihnen nlchl, und auch sie wanderten nebst Margare then vor Richter Bell, welcher Porter uud Fannie Friedens-, Margarethe aber Unter suchungs-Bürgfchaft stellen hieß. Die Ober sie Stadtgerichtsbank trat gestern früh 9 Uhr im Saale des Stadt gerichtes zusammen; es erschienen die Richter Dobbin, Garey und Gilmor. William R. Reese's Prüfung durch das Comite war gün stig ausgefallen, weshalb er als Mitglied iu's städtische Barreau zur advokatorischen Praxis an allen städtischen Gerichtshöfen zugelassen wurde; dasselbe Privilegium ward auf Daniel Clarke's Antrag Joseph T. K.Plant aus dem Distrikte Columbia uud auf R.W. Veuable's Antrag Chapman Coleman aus New-Jork zu Theil. Betreffs der anderen Geschäfte, wel' che die „Bank" gestern vornahm, ist an anderer Stelle berichtet. Prozeß wegen Pferdedieb, stahls. Die Zeugenaussagen in dem Falle des Henry Combs, welcher angeklagt ist, vem Dr. W. Riley in Ballimore - Coumy ein Pferd im Werthe von S?5O und dem Hrn. Thomas I. Harding an der Frederick-Road ein Pferd im Werthe von Kl5O gestohlen zu haben, erreichten vorgestern ihr Ende. Der Gerichtshof behielt sich die Entscheidung vor. Im Cri m in al g eri ch t e soll heule eine bedeutende Anzahl Angeklagter prozejsirt wer den, wie folgt: wegen Diebstahl Jsabelle Davis, James North, Milton Livezey, Fre derick Thomas, Thomas Watkins, I. Gan nen, James Sheetina, Oliver Sturgis, Ma rie Barton, Isaak Davis, John K. Sanks, Thomas Croning, John Doyle, James John joa, Henry Howard, alias Bill Thomas, und Joseph Smith: wegen thätlichen Angriffs Elisha Hall, Alexander Griffin, Otto Rariner und Johann Hart mann; wegen Einbruches in Michael Hofer's Wohnung an Secondstraße Georg Smith, welchen man sür einen New - Porker Gauuer hält; wegen Einbruches in Keith 6-Kclso's Waarenmagazin au Charlesstraße James North und Milton Lioezey unter je zwei Au klageu; wegen Haltens eines Spiellokales I. Reilly; wegen Spirituosen - Verkaufes an Minderjährige Heinrich Freund; wegen pro fessioneller Dieberei uud Vagabundirens Al fred Taylor, John W. Parker, Hoiea Cole n. Edward Clarkc, alias Stanley; wegen schand baren Angriffes auf ein kleines deutschesMäd chen, Namens Marie Reinhard, Edward W. Wheeler. ntrag Chas. M. Hasline's, iUias Tucker's, welcher wegen Uebertretuug der ihn sür immer aus Maryland verbannenden Bedingung seines Pardons nach dem Zucht hause zur Absitzung des Restes seiner Stras. zeit von 16 Jahren zurückgebracht werden soll, auf Sistirung dieses Erkenntnisses kam gestern in der sitznng der Obersten Stadtgerichls bank zur Verhandlung; für denselben plaidir ten Walter W. W. Bowle und Daniel Clarkc in läuzcrcn Reden, gegen ihn Staats « An walt A. Leo Knott. Die „Bank" behielt sich die Entscheidung vor. Der Mörder JameS West, der Ne ger, welcher feine Conkubins Anna Gibson, alias Stille, mit einem Beile erschlug und des Mordes schuldig besuuden worden, hatte be kanntlich einen neuen Prozeß aus de» Grund hin beantragen lassen, daß das Crimiual-Ge richi alle Zeugenaussagen, welche die ihm vou der Verstorbenen widersahreneßehaudlung uud die dadurch hervorgerufene Stimmung West's darthull fallen, für statthaft hätte erklären müssen; diese Stimmung hätte dann das Verbrechen des Mordes auf Todtschlag ver ringert. Den Antrag befürwortete Advo kat W. H. S. Burgwyn; der Gerichtshof verwarf jedoch denselben, und West ist somit dem Galgen verfallen. Miß ha nd lu iig en un d Thätlich keit? n.—Telfair Mcitim, der Mißhandlung des Wm. C. Jarbus und des Widerstandes gegen den Polizisten Mitlenfcld angeschuldigt, mußte, vor Richter Farlow gebracht, Bürg schaft bis zur Vorladung vor den Criminal richter stellen. Joseph Vandaniker hatte M. M. Big ham's Arbeiter mit dem Tode bedroht und sie von ihrer Arbeit an der Falls' Road ver trieben. Richter Bride ließ ihn Behufs des Criminal - Verfahrens nach dem Gefängnisse absühreu. Robert Boice soll gestern Mittag auf MountClare aus Zacharias Müller mit einem Stücke Eisen einen Mordangriff verübt ha ben. Jetzt erwartet er auf Richter Wheeler's Weisung im Gefängnisse das Gcrichtsversah ren. Geldbußen. Georg W. Foy zog sich durch allzurasches Fahren 55 Strafe nebst Kosten zu. Frank Smith hatte seinen Nachtkarren auf der Straße stehen lassen, was Polnei richter Farlow mit 55 Strafe ncbst Kosten ahndete. Wilhelm D. Zeller's Kuh, die sich von den delikaten Kräutern auf dem Lafayette- Sqaare zur Weide nach dem nunmehr freien Platze verlocken ließ, kostete ihrenEigenthüiner K 5 Strafe nebst Kosten, die ihm Richter Bell zndlktiite. Verhaftungen nahedenTtimm- Lokalen. In Ost- u. Mittel>Baltimore ging es bei den gestrigen Wahlen imMgemei nen ruhig zu; desto erhitzter waren theilweife die Gemüther in West-Baltimore. Wegen ordnungswidriger Aufführung an dem Wahllokale in der 14. Ward sah sich Franz Kräger, in der 13. Ward Thomas Thompson und Arthur A. Kelly, in der 11. Ward Thomas Pender nnd Thomas Collins arretirt, aber sämmtlich vom Richter Bell ge gen Fiicdensbürgschast wieder entlassen. Nach Schluß des Stimmlokales der 18. Ward entstand aus der Ecke der Baltimore- und Schröderstraße eine Ruhestörung, in wel che auch eine Serenadir-Gejellschaft verwickelt wurde. Etwa Hll Uhr kam es dort zu einer tüchtigen Prügelei, wobei Jeremias Kenny, Commis in einem Slaais-Tabacksmagaziue, und zweiPolizisten arg gemißhandelt wurden; einer der Letzteren erhielt mit einem Ziegel steine einen Schlag auf deu Rücken. Capt. Lepson entsandte unter Lieut. Lan nan zehn Mann Verstärkung, denen die Zer streuung der rauflustigen Menge gelang. Meh rere wurden arretirt und harren im westlichen Stationshause des heutigen BerhörS. Nach Schluß der Wahlurnen geschahen außerdem zehn Arreturen wegen Trunkenheit und orduuugswidrigeu Betragens im westlr chen Bezirke. E i n e x c e l l e n t e r Weideplatz. Das eiserne Geländer, welches den Lasayelte- Square bisher umgab, ist jetzt glücklich ent sernt, und das liebe Bieh, das in der dortigen Gegend aus den nahegelegenen Wiesen weidete, hat seine bisherigen Weideplätze verlassen nnd dem kleinen hübschen Parke seine ganze Aus merksamkeit geschenk. Früh Morgens, wenn die am Lafayette-Sguare wohnenden Leute er wachen und zum Feni'ter hinausschaueu, feheu sie zu ihrem Erstaunen schon die Kühe im Parke grasen. Die Letzteren haben übrigens ansgefunden, daß die Blätter der Ziersträucher und jungen Bäume viel fchmackkafter, als die Grashalme sind, und mehrere Sträucher sehen ebenso kahl, wie im Januar aus. Die kürz lich im Stadtrathe passirte Verordnung Be treffs dcrEntsernung der eisernen Geländer um die Squares scheint sich demnach doch etwas anders zu bewähren, als manAnsangS vermu thete. Eine in Süd-Baltimore wohnende Negersamilie ließ vorgestern einen hiesigen ka tholischen Geistlichen ersuchen, sofort nach ih rem Hanse zu kommen. Der Geistliche solgte der Aufforderung, war aber nicht wenig er staunt, als er bei seiner Ankuust in dem Hause daselbst mehr, als 50Menschen vorsand, welche sämmtlich gekommen waren, um zu sehen, auf welche Art der Priester den Geist austreibe, der seil längerer Zeit sein Spuckweseu in dem Hanse getrieben haben soll. Als der Geistliche erfuhr, in welcher Absicht man ihn gerufen hatte, hielt er eine kurze Anrede an die Anwe senden, in welcher er ihnen das Thörichte ihres Aberglaubens klar zu machen suchte. Dies ge laug ihm jedoch nicht, denn als er das Haus verließ, zitterten sämmtliche Mitglieder der Familie am ganzen Körper. Äie behaupten, daß in jeder Nacht ein Seist in ihrem Hause umgehe und ein ichrcckücheö Getöse mache. Ein ausgesetztes Kiu d, äugen fcheinlich nicht älter, als zwei Mouale, wurde vorgestern Abend nm i>2 Uhr von Hrn. Rich. Tie'rncy in der Vorhalle eines Hauses an der Linden-Avenue, zwischen Hofjmaii- und Dol phinstraße, gesunden. Das Kind lag in einem Korbe, welcher mehrere Kiudertleider enthielt. Hr. Tieruey brachte den kleinen Findling nach dem westlichen Stationshause, wo Lieutenant Laiiiian denselben in Empfang nahm und ihn später dem Hrn. Lemnel Braysen einhandigle, welcher sich erbot, für den kleinenHcimatylojcn zu sorgen. Noch bei seiner Schwester. Der Knabe Hany E. Sirong, wegen dessen am Sonnabend eine solche Sensation im Stadl gcrichte heivorgerufcn winde, befindet sich noch bei seiuerSchwester, und der Vaier scheint es ausgegeben zu haben, die Obhul über sein Kind wieder zu erlangen, obgleich Richter Pinkncy'S Ausspruch für ihn lautete. Diebstähle. Aus die Anschuldigung, Alexander Glann auf der Ecke derMoiiumeiit uud Carolinestraße ein Hemd und ein Paar Unterhofen im Werthe von 51.25 entwendet zu haben, fah sich gestern die Schwarbe Sarah A. Pratt vom Richter Hays dem Criminal- Versahren überantwortet uuo bis zu dessen Beginne Hilter Bürgschaft gestellt. Die Blechbüchsen » Arbeiter. In der vorgestrigen Versammlung der Blech büchsen-Arbeiter wurden folgende Beschlüsse gefaßt uud angenommen: „Beschlossen, daß wir uns genöthigt sehen, um eine Erhöhung der uns gezahlten Löhne nachzusuchen, da die gegenwärtigen Löhne uns in den Stand setzen, unsere Familien hinreichend zu versor gen. Beschlossen, daß wir aus unseren gegen wärtigen Forderungen bestehen." Ferner wurde beschlossen, den HH. Wyant, Schott und L. Smith, welche sih bereit erklärt ha ben, die Forderungen ihrer Arbeiter zu bewil ligen, den Dank der Versammlung auszuspre chen. Borgestern Mittag wurden im Bureau des Mayors die eingegangenen Angebote Be tresfs der Nlvellirung der Lst-Battiinore-, von Giststraße bis nach dem östlichen Eudpunite der Baltiinorestraße, geöffnet. Als Bewerber um diese Arbeit treten die HH. D. C. Cham berlaiu, Christian Hax 6c Sohn, Loman K Taylor, Francis M. Hay, Gebr. Schneider, John H. Lammont, John Hongh und James A. Printz auf. Die Entscheidung wird in we nigen Tagen bekannt werden. Serenade. Gestern Abend beehrte der „Arion" unter Hrn. Rose's Direktion jem langjähriges Mitglied Hrn. Jojeph Schreier an der Belair-Road zur Feier seines 54. Geburtstages mit einem solennen Ständ chen. Daß das Geburtstagskiiidchen dann die delikatesten Geheimnisse von Küche und Keller enthüllte, bedarf nicht ausdrücklicher Erwägung. Aus der Ballschla z - A r e n a. Gestern Nachmittag fand in Washington zwi schen den „Philadelphia'ern" und „Washing tonern" das zweite einer Reihe Wettspiele statt, welches gegen 1000 Zuschauer herbeige lockt hatte. Die Philadelphia siegten mit 23 gegen 6 Pointen; Harvey McLeän fuugirte als Unparteiischer. Heute Nachmittag messen sich dahier im Newington-Parke die „Athlctics" mit dem „Baltimorer Club" zum vierten Male. Ein schrecklicher To d.—Ein Mann, Namens Georg Rulisheimer, fand geliern Nachmittag in der Schmelzhutte des Hrn. Daniel M. Run an der Fort-Road aus eine schreckliche Weise seinen Tod. Während er nämlich au< der Brücke stand und den Trich ter des Ofens inftHolzkohlcn, Austernfchaalen u. Eisenerz süllte, wurde er, wie mau vermu thet, von den cmvorsteigenden Gasen betäubt und fiel in den Trichter. Er war nicht als Arbeiter in der Schmelzhütte angestellt, son dern versah nur die Stelle seines Bruders, welcher zum Fischen ausgegangen war. Es ist gebräuchlich, daß der Mann, welcher diese Arbeit versteht, cine Klingel zieht, um dem unten stehenden Arbeiter ein Zeichen zu geben, neues Material hiiiauszuwinden. Als ein längerer Zeitraum verflog, ohne daß der Un tenstehende das Signal vernabm, begaben sich mehrere Männer nach der Brücke. Als sie RuuSheimer nicht sahen, stellten sie Nachfor fchungcn an und fanden seinen Leichnam in dem Trichter. Dr. Donavin hielt eine Leichenschau, und die Gefchwoieueii sällten den Wahrspruch, daß der Verstorbene infolge einer durch die aufstei- bewirklenßetäubung in denTrich tcr fi-l. Der Leichnam des unglücklichen Man nes wurde nach dessen Wohnung iu Nr. 75, Griudallüraße, gebracht. Riinheimer war 32 Jahre alt uud hiutcrläß t eine Frau und zwei tliuder. Er halte sein Leben zum Belrage von 51000 im „Hlldisc-Bnud" v rsichert, unglück licher Weise aber die letzte Prämie, welche vor zwei Wochen sällig war, noch nicht bezahlt. Jähes Ableben. — Montag früh H 7 Uhr wurde der 35-jährige John Shields da heim in Nr. 36, Woodyearslraße, entseelt im Bcitc angetroffen. Coroner Mackall, der sich überzeugte, daß der Mann eines natürlichen Todes gestorben, hielt keine Leichenschau. Verunglückt. Letzten Donnerstag fuhr der 20-jährige Sohn des nahe Forrest- Hill in Harsord - County wohnhafte Nathan Grafton . auf einem mit Brettern beladcnen Wagen; nahe Hanway's Mühle giugeu die Pferde durch, der Jüngling wurde vom Bocke .geschleudert, und die Räder gingen ihm quer über den Hals, sodaß der Tod augenblicklich erfolgte. Unfälle. Gestern Nachmittag um 3 Uhr stürzte der 15 jährig?, iu James D. Ma fon'sßäckerei in Nr. 133, McElderry'sWerfte, arbeitende John Andrews aus dein dritten stocke des Etablissements durch die Luke in die unterste Etage und blieb ;war bewußtlos liegen, Halle aber trotz der Höhe des Sturzes nur unbedeutende Verletzungen erlitten. Man trug ihn nach dem nebenan gelegenen Bureau James Brown s, wo Dr. Cathell die zunächst angezeigten Mittel verordnete, und schaffte ihn dann unter dem Geleite Christian Schmidt's, eines Arbeiters der Bäckerei, zu feinen Eltern in Nr. 124, Süd-Wolfstr. Wahrscheinlich töd t licher stnrz. Gestern srüy gegen 2 llhr stürzte der 60 Jahre zählende Joieph Sampson ans dem Fenster seines Schlafzimmers im dritten Stocke von Nr. 123, Roß - Straße (Drnid Hill-Avenue) aus 30 Fuß Höh! auf das Dach eines Schuppens und rollte in den Hof hinab. Durch das Geräusch munler geworden, eitieu mehrere Hausbewohner hinaus, fanden ihn bewußtlos und trugen ihn in'S Haas. Dr. Winslow, welchen man zu Hülse rief, diaguo stizirte einen Schlüsselbeiubruch, mehrere Quetschungen am Kopfe und gefährliche innere Verletzungen, und da Sampson gestern Nach mittag das Bewußtsein noch nicht wiederer langt hatte, so wird ein tödtlicher Ausgang der Verletzungen befürchtet. Im schlasc verunglückt. Job. Hdam Schaff, 65 Jahre all und iu der Na» gengyst'fcheu Brauerei, Nr. 370, iiia-Avenue, beschäftigt, wurde gestern früh 5 Uhr in einem alten Schuppendes Elabliffe meuts lodt gefunden. Man benachrichtigte so fort Dr. Mackall hiervon, welcher zur Todtcu fchau ein Geschworenen Collegium berief. Bei der Unlersuchuug stellte es sich heraus, daß Schafs der juihle halber aus einer Bank in dem Schuppen Montag Abend zur Ruhe sich niedergelegt, im Laufe der Nacht von der Bank gefallen und mit dem Halse fo aus den Rand eines eisernen Tcpfes gestürzt war, daß er das Genick brach. Die Leiche wurde nach der Wohnung des Schwiegersohnes des Ver storbenen an^Ä^ Theil. ' Thätlichkeit widcr Louis «oll: Eben» - Pnichard! Waggon der »Burkcr-Pservtdadi,,» B u » !> > 4 < Kreii.Gericht. (Vor Richter An unsere auswärtigen Subscri benten! Vom 1. Juli an werden wir sowohl den täglichen, wie wöchentlichen „Corresponden ten" nur gegen Vorausbezahlung des Subscnpttons - Betrages auf wenig stens ein Vierteljahr für das täg liche und ein halbes Jahr sürdaS wöchentliche Blatt expediren. Das Porto ist in allen Fällen am Em pfangSorte zahlbar. Wir nehmen an, dag Alle, die nicht bis zum 1. August den Betrag einschicken, den„Coire'poiidenten"nicht mehr zu halten wünschen,nud siellen desfenZu sendung ein. Die Expedition. Der „Junqe Männerchor" wird Sonntag, den 6. Juli, mit dem Dam pfer „Ehester" nach dem reizend gelegenen „Monumental-Fljhmg-Grove" fahren. Der Dampfer geht um 8 Uhr Morgens und 1 Uhr Nachmittags von der Nr. 7 am Fuße der Eonwaystrage ab und wird zur Bequemlichkeit der Ost-Baltimorer an Ramsey's Werfte anlegen. Die „Ludwis, Plttlippson.Lyge Nr. 13», Z. v. «.-L.," wird heute zum Besten des israelitischenWai jenhauses'ein grojzes Picnic in Rost's Hain an der Belair-Rsad abhalten. D-r Gesang- Berein „Harmonie" wird mehrere «Lhöre vor tragen, während Hr. S. Weil eine Festrede an die Anwesenden richten wird. Der, Marvkänder Turnverein" macht Sonntag, den 21. Juli, einen Ausflug nach „Monumeutal-Fifhing-Grove " Die Restauration, der Schenk- und Condüorstand werden heute Abend um 8 Uhr in der Halle aus der Nordostecke der Euiaw- uud Doverstr. versteigert. Die „West-Saltiinorer^echüyen- Gesellsctiaft" hält heute Abend ihre regelmäßige Versamm lung iu der „Mechanics-Hallc" ab. In dem Lokale des Hr. Ä? W. Lin denstruth, Nr. 59, Nord-Central-Ai'eniie, wird heute Abend eine Versammlung vou Bürgern der 5. und L. Ward stattfinden. Siehe An zeige ! Die Schule dcr,,t?heb Schalom-lhe iiicinde" feiert heute ein Picnic und Sommernachtsfest im „Tarley-Parke." I» der „Germania Männerchor- Halle" wird beute bei günstiger Witterung das gestern ausgesetzte Couzerr stattfinden. Die Areuvde des Ächtli. Joshua S ausaiit werden auf morgen zu einer im „Waihingwn- Garten," Sir. 58, Nord-Canalslraße, statt findenden Versammlung eingeladen. Kein Demokrat und Freund des Ächtb. Joshua Valisaut follte in der Versammlung fehlen. Der ~Deutsche t?rden^der Ha rngari" feiert fein großes Jahres.Picnic u. Sommer uachtofest Donnerstag, den 2t!. Juui, inLonis Muth's altem Schützenhofe an der Belair- Road. Das Arrangements - Comite hat die umfassendsten Vorbereitungen getroffen a. A. auch Prof. Jtzcl's Mufikcorps eugagirt, wel ches für treffliche Conzert- und ' Tanzmusik Sorge tragen wird. Der „Beetlwven Män nerchor" und der „Zuugmäiiner-Chor" wer den durch den Vortrag mehrerer Lieder dasFest zu verherrlichen suchen. Der erste Damofer Auöfluq des ~L»ederkranzes" wird Herne, den 25. Juni, stattfinden. Das Ziel desselben bildet der so reizende an der Bai gelegene nnd so schnell beliebt gewordene Platz: „Monumcntal-Fishing-Grovs." DaS Arrangements Comite hat Nichts unterlas sen, um sür Unterhaltungen in ausreichendem Maße Sorge zu tragen, und wir zweiseln nicht, daß sich der Ausslug in jeder Hiusichi zu einem höchst brillanten gestatten wird. In der Halle," Nr. 185, Süd - Ann - Straße, findet jeden Dienstag und Samstag Abend Garten-Con zcrt statt. DaS Dampfsclnff ~«>Hefter" ist während der Cxcursiouszeit zu vermiethe-!. Hr. A. N. Braiuard, Ac>ent, Pier Nr. 7, Lighlstr.-Werste, ertheilt nähere Auskunft. Der .»Fidel»» - Dsch. Mut, Nr. l" wird Souutag, den 29. Juni, seinen ersten diesjährigen Ausflug nach Jerry - Point machen. Die „Harmonie" macht Souutag, deu 29. Juni, ihren ersten Dauipfboot - Ausflug nach „Monumental Fisching Grove." Der Dampier „Ehester" wiid Morgens um 9 Uhr von der Lightstraßeu- Werfte am Fuße der Conivaysiraße abfahren. Zur Bequemlichkeit der Ost-Baltimorer wird derselbe an Ramiali's Werfte am Fuße der CaroUneilraßc anlegen. Prof. W. T. tslagett's erste große mit dem Damp'er „Champion" nach "l.a ttülw wird Montag, den 30. Juni, slaktifinden. Pros. Heinrich Silber's Musik corvs wird sür ausgezeichnete Conzert- und Tanzmusik sorgen. Die ~!lia,ia" wird Mittwoch, deu 9. Juli, ihren ersten Ans slug nach „Mouliiiunlal - Fijhiüg - Grovc" machen. Der lHesanqvercni „Frotmiin" feiert sein erstes Picuic Montag, den 14. Juli, im West Balnmorer Schützeuparke. Die „Madison - Voqc Htr. tl), U. hält Montag, den 30. Juni, ein Pienic nebst Fahnenweihe in Lonis Mulh's allem Schul zenhofe an der Belair-Road ab. Der „Valtinivi rr Turnverein" veranstaltet fein 14. JahrcS'Pienie, verbun den mit PreiStnrnen nnd Pyramidenbau, am Freitag, den 4. Juli, in Rost's Hain. Bil. lete sind in der „Turnhalle," Nr. 5!», Noid- Central-Avennc uud bci allen Mitgliedern zu haben. Heckcr's Marina ist ein delikater Nauriingi>artikel und eine henliche Taselzierde. iMaiZl.üWie, l. i>.) Als Blut uud Säfte reinigendes Mittel ist das Karlsbader Sprudcl- Salz unübertrefflich. Dasselbe wiid von vielen Aerzten gegen Unverdaulichkeit, Kops schmerzen, Mangel an Äppetit und alle Uebel, welche aus llnordnnng des Magens oder der Leber entstehen, angewendet. A. V 0 geler C 0 ni p. sind die Agenten für Amerika. ' M-) Endlich gefnlldcn:—ein Mittel, das lenen Erbfeind'der Menschheit, die Aus zehrung, sowie die zahlreichen Begleiter, die sich nm dieselbe in der Form von Erkältung, Luftröhrenast - Entzündung, bösem Halse, Grippe u. s. w. schaare», nicht nur lindert, sondern heilt. T)as Mittel, von dem wir spreche», ist Dr.SLMar's St!,ldkirsc!,e»- Balsam, von Seth W. Fowler k Sohn in Boston zubereilet. (149-54) ciHZH «g. »K Co., Provisionen.Händler Etablissement an der verlängerten Pennsyl vania-Avenue. 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Jatob Hreand, Beiij (Heipe, Michael Goff, CHS Gtein, Moses >Ä<Nomann, Georg lVunh, >sunie, Loring, Oscar Vehndon Johann Mack, Maurer, L Mcyer, ilteo. Gottl Meyer, Mühldoffer, Michael F Nusemunn, tftiter. V Rosendeiin, E Schröder, LoiiiS «chlutte, H Ä <ä Eickel. S Eonddrim, Ch'.rl»s Börsenberichte. Berichtet von Wm. z-isher « Söhnen, Nr. LS, Soiuhsiraße. Baiii mo r e. ten 2i. Abends 5 Uhr. Aug, «„a Verl. Z "Or i«, w' i^. P, kr. I>".iör'li'lU-4 Fe'u ° IM Howard Vers Na vr a 11,... Z« ReruMß»,! B NavrW Ä Kr'7s. >pa 6i i>7 b<i lO N >. ' itia Eons. ni'< s', '.?or still »77 » >, !..< v.,-« R»r!t.'i,,«»,gld'.,'. >.1.. Valio "-0.. üeiiiOhioiirl. «all» i.r-I- ZI! L 7 " örs? »jülio,!, «clio »r <-!,>. i„, «Monphis,j» - 5» IUI Buk ««Salt» IN !,ö «,t>, _ «ich Da» l. 7'. ssr .nliin «ant < > Or.Äl.^Ä.'a7r?>i Haw Bank Or..iA!KrZ. 8. - - dl -I>. > I.>Z ?! iircteiick lurnp 60 aus ter hiesigen B»ise de» 'E.chscr ' Ä t dm» du:» 1.....n.»c7... 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Miller,Eigenthümer, 8» vru ,?l->sck>« ot«r « HI». haben dti Lllen Droqnistcn und s Zevl2>. lÄj'Ne.«." > Das große Heilmittel für Schwindsucht, welche durch zeitige Zuflucht z» diesem Mu sterpräparate geheilt werden kau», wie es durch die Hunderte von Zeugnissen, welche die Eigenthümer erhalten haben, bewiesen wird. Tiefes ist von vielen hervorragen den Aerzten anerkannt als das zuverläs sigste Heilmittel zur Erleichterung und Hei lung aller Lungenleiden, das je eingeführt wurde, und es wird dem Publikum als durch die Erfahrung von mehr, als vier Jahr zehnten erprobt angeboten. Wenn man in der Zeit da;u feine Zuflucht nimmt, fo ermangelt es selten, Heilung zu bringen, auch in den schärfsten Fällen von Husten, Bronchitis, Eroup, Keuchhusten, Grippe, Asthma, Erkältung, Rachengeschwüren, Schmerzen in der Brust, Seitenstich, Le berleiden, Lungenblutung zc. Wistar's Aalsam macht einen Hnsten nicht trocken und läßt die Ursache zurück, wie dies die meisten Präparate thun, sondern er löf't ihn und reinigt die Lungen und besänftigt den Reizzustand, in dem er aus diese Weise die Ursache des Leidens entfernt. Seth W. Howle Sohne», «oston, Mass. P. Hausou Hiß «K (somp., Nitoveln und Vorhänge-Stoffe, französische Zirrrathen Sitr. 5?, «ord»<sharleSstraße. t«Ugl2.lZMte.».v > Alte Zeitungen

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