3 Nisan 1873 Tarihli Der Deutsche Correspondent Gazetesi Sayfa 1

3 Nisan 1873 tarihli Der Deutsche Correspondent Gazetesi Sayfa 1
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57« Natne, Herausgebe?. Spezial - Notizen. Baltimore Fire Julureluce von South- und Äaleiiiraß?. D'-sc iiÄ->t zeg.n Äcr u>> oo.r L»>.ocn eurch sowv«i in der Sadi. w>e Im oder im Pa?en in Zadunz vestnd- Il«e Fahrzeuge u. I. w. - . Das beredt aus solg'n»en Serien: Wm G.Harrison, Präsident; «eo.R.BijrS, H v. »apff. David s Wilsen, R°bl. Zenkin», <iofiah Pcnninxiou, <». Äio-ton Stewart, Francis T. K-nz, « «ewcomec, ?-n.v ü rr:ll, Orvillr Horwi,, R. S Steuart. W Tavlo., Wm.H. Brune, .Israel Cohen. > ?r. Woodworth. Eckt. N. Courtney Bruder, Z?r. R 4, Nord - Eharleöstraße, Wir machen am unserem re>chhaltigeii und afta'ti" t«n Borrath von Champagner, Sber-.?^'Port» "und Madeira-Weisen, »r«nntu>«in, Havanna-Cigarren aasmnksam, -vel-te aUe »wei Wochen per Dampser °mpl°ng-n und >m Kleine i zu EngioS-Preiien ver kauft werten. feinen Thee und a«»g«i»»t>lte Sroccrie-Waaren für Hamiii». alleinlae Agenten des berühmten <Zlu bhouse rei ne nRo g aen-Whislev. 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(Forrletzun«.» Ter König blieb eine Zeitlang stumm, dann erhob er sick, die Hand auf die Lehne seines Sessels gestützt, wendete sich nach der Seite, wo an der Wand die lebens großen Brustbiloer des Königs Ernst Au, gust und der Königin Friederike hingen, und ließ sich langsam auf die Kniee nie der. O Du allmächtiger, dreieiniger Gott, sprach er mit leiser Stimme, deren inbrün stiger Ton das Gemach durchdrang, Du siehst mein Herz, Du weißt, wie ich im Gebet zu Dir gerungen habe in schweren Stunden meines Lebens, Du hast mirKrast in die Seele gegossen, die schwere Sckik kung zu ertragen, daß ich das Angesicht meines Weibes und meiner Kinder nicht schauen kann, Tu hast mir Licht und Stärke gegeben, als ich in verhängnißvoller Zeit die Negierung dieses Landes übernahm segne mick auch jetzt laß mich dasßechte treffen in diesem ernsten Augenblick, er leuchte meinen Geist, zu erkennen, was meinem Lande und meinem Hause zum Heil gereicbt, und sühre mich gnädig durch die Stürme diejer Tage. Doch nicht mein, sondern Dein Wille geschehe und ist es mir befchieden, daß Leid und Trübial mich trc,fe. fo gib mir Kraft zum Tragen, Muth zum Ausharren! Die betenden Worte desKönigs verklan> gen, tiefe Stille herrschte im Gemach. Da bewegte eine Luftzug klirrend den ge öffneten Flügel des Fensters, etwasSckwe res fiel zu Boden, man höUe das Geräusch zubrechender Scherben. Der kleine King Charles schlug an. Der König schrak zusammen, erbob ssch rasch und stellte sich vor seinen Lehnstuhl. Dann drückte er an den Knopf der elektri fcken Glocke seines Schreibtisches. Ter Kammerdiener trat ein. Was fiel dort am Fenster zu Boden? fragte der König lebhaft. Der Kammerdiener eilte dem Fenster zu. Es ist der Rofenstock, den Ihre Majestät die Königin zur Btüthe gebracht und hier her gestellt hat. Ist die Blume beschädigt? Tie Blüthe ist gebrochen, erwiederte der Kammerdiener, indem er die Scherben aus hob und die verschüttete Erde zur Seite schob. Georg V. schauerte leicht. Tie Blüthe ist gebrochen, wiederholte er halb leiie, indem er das Haupt erhob und das Auge wie fragend zum Himmel rich tete. Tann ließ er sick wieder aus leinen Sessel nieder. Wer ist im Vorzimmer? fragte er den Kammeidiener. General von Tfchirfchnik. Graf Platen, Venera! von Brandis, Minister Bacmei ter. Rufcn Sie die Herren alle! befahl der itönig. Ter Kammerdiener stellte vier Stühle rm den Tisch des Königs und entfernte ich. Nach einigen Selunden traten die vier Personen in das Kabinet, indem der Kam neroiencr je den Namen des Eintretenden lannte. Guten Morgen, meine Herren, rief der König ihnen entgegen —setzen Sie sich! Ter Minister oer auswärtigen Angele zenbeiten, Graf Platen zu Hallermund, — lin Nachkomme jener bekannten Gräfin platen, welcke in dem Königsinart'fcken Ryflerium fo viel genannt wurde, setzte ich zunächst zur Seite des Königs. Er war ein Mann von fünfzig Jahren nit scharf geschnittenem, vornehmen Ge icht. Tas glänzende Schwarz seines dick en, sorgsätiig gescheitelten Haares und eines Schnurrbarts sckieu ».it feinenJah en nickt völlig übereinzustimmen, wohl iber mit der jugendlich.» und elastischen zaltung seiner schlanken, eleganten Ge ialt. Zur andern Seile des Königs setzte sich er Minister des Innern, Bacmeister, ein Nann, wenig älter als Graf Platen, da ngen weit mehr den Stempel feines Al ers tragend. Sein dünnes, blondes Haar oar grau geworden, die Züge seines bart osen Gesichts trugen den Ausdruck der Ermüdung und Abgespanntheit durch zei tige Arbeit, sowie durch Kränklichkeit und örperliche Leiden. Nur wenn er aufmerk am hörte, gewannen diese Züge Lehen, >as Auge leuchtete in dem Strahl einer )vhen und außergewöhnlichen Intelligenz ind ein Zug feiner Ironie umspielte oft >en geistreichen Mund. Wenn er sprach, so begleitete seineWor e ein so lebendiges und scharfes Mienen piel, daß man glaubt.', Zwilchen denWor en, die er >prach, noch viele unausge prochene Gedanken zu lesen, die scharfen, laren, wohlgervählten und genau den Sinn reffenden Worte gestalteten sick in Bek undung mit diesem Mienenspiel zu einer o hinreißenden Beredsamkeit, daß selbst eine heftigsten Gegner dem mächtigen Eins ?ruck dieser Anfangs unscheinbaren Per önlichkeit versieten und vollständig i-virn e eksrmo tieies Eindrucks sick besanden. Beide Minister trugen den blauenAmts rack mit schwarzem Sammtkragen. Der Kriegsminister, General derJnsan crie von Brandis, war ein Mann von ftiundsiebenzig Jahren, ein al er Legio lär des eisernen Herzogs von Wellington, er hatte in Svanieu gedient und die Heldzüze von 1813 —15 mitgemacht. Hei tere Jovialiiät strahlte aus seinem für seine frischen, lächelnden Gesicht, das eine ichwarze kurze Perrücke umrahmte. Seine Lippe deckte ein kleiner, ebenfalls kohl schwarzer Schnurrbart. Er setzte sich mit dem General vonTschir ichnitz dem Könige gegenüber. Ich habe Sie gebeten, zusammen hier her zu kommen, meine Herren, sprach der König, weil ich in dieser ernsten Zeit noch mals Ihre Meinung hören und Ihnen Weinen Willen aussprechen wollte. Ich habe Sie gerufen, General Brandis, und sie, meine Generaladjutanten, als Ver treter der militärischen Verhältnisse des Königreiches, Sie, Gras Platen, als mei nen Minister der auswärtigen Angelegen heiten, in dessen Reffort die unmittelbar ?orliegenden großen Fragen »allen und Zie, mein lieber Ministerßacmeister, weil Sie die innere Lage des Landes und die Stimmungen des Volkes genau kennen, il!d fügte er mit verbindlichem Lächeln ?!N>u, weil ich in Ihre Ansicht und Ihren kath ganz besonderes Vertrauen setze. Ter Minister des Innern verneigte sich. Sie erinnern sich, meineHerren, daß vor einiger Zeit in einem größeren Conseil, das ich hier in Ihrem Beisein abhielt, die große Frage erörtert wurde, welche Stel lung Hannover in dem immer schärfer her vortretenden und sich zufpitzende», fo un endlick bcklagenswcrthen Konflikt zwischen den beiden ersten Mächten des deutschen Bundes einnehmen solle. Die Herren Militärs —insbesondere auch der heute nicht anwesende General von Jacsbi. e» klärten übereinstimmen», daß die Armee zu einer ernstlichen Theilnahme an einem etwaigen Kampfe den Gott verhüten wolle gegenwärtig nicht bereit sei; eine Mobilmawung und milltäciiche Vorberei tuygxn ernster Natur wurden aus politi schenGrüni>en für bedenklich erachtet, wäh rend aus der andern Seite darauf gedrängt wurde, Maßregeln zu treffen, um von tzer< militärischen Ereignissen nickt ganz unvor- breitet überrascht zu werden. Um zwi schen den beiden Meinungen zu vermit teln, habe ich die Festsetzung eines früheren > Termins für die Exerzirzeit befohlen, wo durch einmal die Truppen für alle Fälle l leichter disponibel sind, und Zugleich auch ' der Bevölkerung eine Erleichterung ge ! schassen wird, indem die Ererzirzeit nickt mit der Ernte zusammenfällt. Die Er eignisse schreiten indeß weiter vor und der Ausbruch des Konflikts scheint unvermeid lich. Es tritt nun die ernste Frage hervor, ob für Hannover eine Parteinahme nach der einen oder der andern Seite mög lich oder gerathen oder ob die strikte Neutralität zu empfehlen sei. Ich bitte den Grafen Platen, sich zunächst zu äu ßern. l Fortsetzung tolgt.t Telegraphische Depeschen. Weiteres über den Uvtcvqang deö Dpfrs. „Atlan.ic." Große Aufregung in Äcw-?)ork. Eine strenge Nntersuchung wird verlangt. Tie erschütternde .stunde von der Strandung und dem Untergänge des Dpfrs. „Aklantic" bildete gestern lper sowohl, wie iuNcw?)ork, Philadelphia, Boston:c. das Tagesgespräch. Mit größter Spannung steht niandcnEin zelnhciten der furchtbaren jtalaürophe entge gen. Nach den bis dahin vorliegenden Be richten ist nur zu ersichtlich, daß grobe Fahr, läisigkeit das Unglück veranlaß! hat, und end. tick die Heit gekommen lein muß. wo die bis herige Nachsicht gegen die Dampfschiff.Eom pagnie'n aufhören nnd einer unnachgiebigen Strenge Platz machen wird. Ne wo rk, 2. April. —Es befindet sich kein Berzeichuiß der Passagiere des Dpfrs. „Atlantic" in New»?>ork. Der Agent der „Ähttc-Star Linie" theilt mit, daß die rie stern Abend von Halifax eingegangenen De peschen die Kunde einhalten, daß kein Thei! des Eargo's bis dahin aus dem Wasser schwimme. Man folgere daraus, daß der Rumpf des Schiffes nicht zerbrochen sei. Leute, die Angehörige und Freunde am Bord des Dampfers hatten, umringten heilte den ganzen Tag das Bureau dcr Dampferli nie, in dcr Hoffnung, die Namen der Geret teten zu erfahren. Aber bis dahin fehlt iede näher? Mittheilung. Das furchtbare Unglück bildet, beinahe ausjchlteßlich aUesAndern, das Tagesgespräch und eine vollständige Untersuchung wird ver langt, damit die Schuld für das Ereigniß be gründet nnd die gerechte Strafe erlangt w:r deii taun. Halifax, 2. April, Morgcus.-Ter nach dem Unglücksortc abge'.chickte Dpsr. „Delra" ist noch nicht zurückgetehrt, und weitere Mit theilungen, als bereits gestern telegraphirt wurden, sind unmöglich. Der Dampfer wird jedoch beule Nachmittag zuriickerwaNct. Loudo u, 2 April. Die Nachricht von dcr Strandung des Dampfers „Attauüc" n. des dadurch veranlaßten großen L lusttS hat hier nnd in Liverpool die liefste ?enjation hervorgerufen. Es wird heute über nichts Andeies gesprochen. Die Bu reaus der Lampf rüuie nnd sowohl hier wie in Liverpool von Menschen umlagert, die mit banger Erwartung weüercnßerichtcn über das Schickial von Angehörigen und Freunden, die sich am Bord befanden, cn'gegenseben. Die Spannung nimmt zu, je länger die De tailZ von Amerika ausbleiben. New-Zork, 2. April. Gleich aus die Kunde von dun Verlust des Dampfers „At lantic" ging ein Agent der Linie von hier nach Halifax ab, um den Geretteten Hülse zu bi in gen und ihre Namen so schnell, als möglich, nach den hauptsächlichsten Städten dcr Ver. Staaten zu tclegiaphircu. Man sieht der Ankunft des Passagieiverzeichnisjcöjedcn Au- Heute Morgen gingen zwei weitere Agenten !>er Linie nach Halifax ab, um die Geretteten so schnell, als thuntich, nach ihren Bestim mungsorten zu befördern. Dcr Ciiuard-Dampicr „City of Montreal," der gleichzeitig mit dein Dpfr. „Atlantic" (am 20. März) von Liverpool abging, hat ein Duplikat der Pasjogi>rlisie des Letzteren am Bord. Er wird hier heule Nachmittag er wartet. Tie hieügen Beamten der Linie sind nicht geneigt, im Hinbl'cie auf die unvollständigen, bi? dahin vorliegenden Belichte irgend welche Erklärungen über die Ursachen des Unglückes zu geben. Sie äußern sich nur dahin, daß ein Versehen im Betreff dcr Küsten-Lichter slallgesundcri haben muß und sprechen den Capitän nnd seine Offiziere von aller Schuld frei. Capt. Williams ist ein kieuzt seit 12 Jahren den Ozean und stand in Diensten der „Williams Guion-Linie," ehe er in den der „Whike-star-Linie" trat. New-))ort, 2. April, Nachm. i llhr. Tie Ägciuur dcr „While-Stal-Linie" irl noch immer von Menschen umringt. Viele Frauen machen besorgte Anfragen über Angehörige, die sich ain Bord besuntcn. Ein Gefühl dcr Tiaucr änßcrt sich in dc» ganzen Stadt über duS Unglück. «» , B o st on, 2. April. Dle Angabe, daß sich Russcl Slurgis und Franklin W. Smith von hier am Bord des Dvsrs. „Atlantic" be fanden, ist grundlos; sic rcij'lcn Beide in einem andern Dampfcrvon Liverpool ab. Bosto li, 2. April. In Boston hat die Kunde von dem Unglücke große Aufregung hervorgerufen. Man glaubt nicht, daß sich viele Personen von Boston am Bord des Dampfers befanden. So viel man bis jetzt eifabren hat, ist Hr. I. M. Wellington der einzig; Bosloner, der sich unter den verun glückten Pasfagiercn befindet. Londo n, 2. April. Folgende Liste der Namen der Kajüieupassagicre hat der hiesige Agent dcr „Whue-Star-Linie" veröffentlicht: A. Brandt, John Price, H. ölrüge r, S.W. V i ck, Albert Siimncr, I. Hewitt, Sp. I»nes, H. Wellington, W. Garsener, I. Brown, R. E amack s, I. Mark iv a l d, H. Hirsch, B. Richmond, W. Mer rilt, W. Sheat, H. Sheat, Chas. Allen, A. Jnlita, I. Brindleh, L. Leoinjon, Frau Da vidson, Frau Meiritt, Frau Sheat, Frl. Da vidson, Frl. Randon, Frl. Brodie, Frl. Bar ker, Fil. Merrilt, Frl. Shear u. zwei Schwe stern, Namens Roie. Halifax, 2. April.—Nur drei oder vier Kajürenpassagicre wurden von deni Wrack des Dampfers gerettet, darunter ein Engländer und zwei oscr drei Franzosen. Nur eine Damc versuchte sich ni retten; sic sticg in die Takelage, cifror aber dort und fiel loci iii's Wasser. Der Zahlmeister ist unter den Ver iinglückten. N c w-N ork, 2. Apitl.—Hr. McDermott und zwei öiindcr waren unter den Passagieren des verlorenen Dampfers. Frau MiLerwott ist die Matrone des „Fisth Avenue-Hotels." Der in der Passagierliste genannte John Price in ein hiesiger Advokat, Gunter desfen Schutze zwei Damcn rcii'ten; P. Brindley ist Agent einer Firma an der Barclaystr. Die Agenien dcr Linie sind instrnirt wor den, Alles siir die Geretteten zu thun, was iu ihren Kräften steht. Halifax, 2.'April.— Einige der gerette ten Passagiere kamen heute hier an und ge ben herzzerreißende Schilderungen der Cala mitäl. Ter Dampfer hatte 850Z-vischendcckS- und 30 Kaiüteiipassagiere, zwei Kinder wurden unterwegs begraben. Die Mannlchast war 142 Man» stark. Nach der Abfahrt wurden noch 14 Einschmuggelte entdeckt. Bon 1038 Peisoncil wurden im Ganzen 300 gerettet. Halisax,"2. April. Ein Zwischen decks-Passagier macht folgende Auslagen: „Ich begab mich gegen 11 Uhr in der Mon tags-Nacht zur Rahe, es war zwar dunkel, aber die Sterne schienen und das Wetter war schön. Ich wuizte, daß der Dampfer nach Halifax WH--, um sohlen einzunehmen. Das Letzte, was ich mich cnnncrn kann, war, daß die Schijssglocke zwei Schläge that (1 Uhr), ich schlief ein und wurde durch einen yesligen Stoß aus dem Schlafe gcichrcckt. „Der Anker ist losgerissen," bemerkte ich und glaubte, wir feiea im Hafen von Halifax. Bald darauf veispüne ich aber einen zweiten S'oß und sagte: „Mein Gott, dcr Dampfer strandet!" tbir fuhren in uniere Kleider uuo fanden bald die Vorhalle des Schlafraumes gedrängt voll von Passagieren. Schon begann das Was ler hereinzubrechen. Ich hals rasch denjenigen, die ich eneichen konnte, aus den Kszen klet tern ttnd eilte dann ngch dem eisernen Lukea- Battimore. Md.» Donnerstag, den 3. April 1873. Geländer, a» welchem ich mich festhielt. Tci Dampfer war unterdessen aus die Seite ge fallen und das Zwischendeck voller Wasser, Nur eine Seite des Schiffes ragte aus dem Wasser, und das einzige Rettnugsmiitel bet die Takelage. Etwa 20 Mann krochen dmch die Seitenluken aus die sreie Seile des Dam pfers; ich wartete, bis Jeder hinaus war. Viele ertranken in ihren Kojen, und eine groß« Anzahl kam bei dem Versuche um, die Lukeil zu erreichen. Schließlich kroch ich auch hin aus und hielt mich an der Seite des Dam pfers fest, worauf ich mit dem Ziehtau ans den Felsen gebracht wnrde. Als ich den Damvi'er verließ, befanden sich noch Viele in der Takelage, welche ebenfalls auf Rettung warteten. Qie ertrunkenen Zlijüten- Lassagitte, Die Namen der verunglückten Kajütenpas sagiere sind: CqruSM. Fischer nebst Frau ausVermont; Fräulein Brodie und Fraulein Barker aus Chicago;G. H. Piice, Nr. 151, Broadway, N..?).; Hr. Krüger, Nr. 54, N.; Albert Snmner, San Frauzioeo; Henry I. He'witt, von der Firma Best Co., Nr. 448, Broomestraße, N. ?).; Hr. Merruc und Frau, New-'Acrk; Fräulein Scryuiiser und Frl. Merrill, !liew-?)ork; Frau David ion und Tochter von London; W B. Wel lington von Boston, Hr. Streat nebst Frau, Sohn und Tochter von Nevada." Die solgenden Osfizicre wurden gerettet: James A. Williams, Capitän; I. W. Fritb, erster Ossizier, Cornelius Brak»,, dritter Of fizier, I>>hn Brown, vierter Offizier, Heun, Cuvpage, Schisssarzt. Tie Hälfte der Äann schai't ist umgekommen. Die Namen der geuttcten Zwischendecks- Passagiere sind: Rvbcrl Wood, lge, ThomaSiluly, M Grcc. Krci nan. Zl> -inciair, P McAdam, ili tzmslett, Piiir N P ÖSt M >, I Rqa». T>>n, Pcdlrion, (!U dl, Mich T>! Ä>u>on, Taniri Walsh, H R Prilchcr, Michel kcliy^AndrcnZ I Wiitiam Th P -ultw'an' P ÄcKralh, Auer tzordur A Jol- Reilly, Zialvt, -muh, A Frien ütody, A I oie Vulfie aller Zwischendeckspas. sagiere ist Hingekommen. Alle Bücher und Papiere des DanipseiL find verloren und die Namen der Verunglückten sind nicht inErsah rnng zu bringen. reitet D. Marckwald von der Firma Thompson, Langdon Co., 391, Broadway, N.-?) ; «. W. Vick von der Firma Vick Ätebane, Wilmington, I. Spencer Jones von New-Roß, Irland; Lewis Levin son von London; W. Gardenervon London; Cha?. W. Allan von London; Heinrich Har sel aus der Schweiz; isimon Camacho von New-Ä>ort; B. B. Richmond von Detroit; Adolphliijila, Handschuhhändler, 737,Broad way, William I. Biindlry von Burslem, England; Daniel Pinane von Spingneld, Ohio; JameS Brown von Man chester und Nikolaus Brandt von New-Zjolk. Der Bericht des Capitöut. Ter Capitän des veruuglücktcn Dampfers hat folgenden Bericht gemacht: „Wir fuhren am 20. März von Liverpool ab. zu Anfang der Reise hatten wir schöne» Welter und Ostwind; am 24 , 25. und 2K. kamen starke Südwest- uudWestslinme, welche die Schnelligkeit des Dampfers auf 118 Mei len pro Tag rednzirten. Am 31. März er gab der Bericht des Maschinisten, daß wir nur noch 127 Tonnen Kohlen hatten; wir be fanden uns zur Zeil 4LO Merten östlich von Sandy-Hook, hatten noch immer Südweil wind; das Schiff machte nur 8 Knoieu pro Stunde. Hielt es für eui großes Nisico ra scher zn fahren, da uus ein Sturm in der Nähe dcrKüste übersallen konnte, beschlcß des- Haid nach Halifax zu fahren. Am 3!., Mit tags 1 Uhr, waren wir noch 170 Meilen vom Sambro Leuchtthurm entsernt; das Boot machte B—l 2 knoten pro Stunde bei Süd- Wind. Der Tag war regnerisch. Abends 8 Uhr liärle sich das Wetter; gegen Mitternacht hatte der Dampser meiner Ansicht nach 122 Meilen zurückgelegt, demnach befanden wir nns 43 Meilen südlich von Sambro; ich ver ließ das Verdeck und begab mich in das Zim mer, wo die SchissSkanen ausbewahrl sind; ich befahl, schärft Wacht zu hallen und mich zu ruseu, sobald man Etwas gewahre, mich aber jedenfalls um 3 Uhr zu wecken; ich beab sichtigte dann, das Schiff südlich zu lenken und den Anbruch desTageS abzuwarten. Erst als das Fahrzeug an Meagher'SjJsland auf stieß und festsaß, erwachte ich und eilte auf's Deck. Die See spülte über das Boot, die Offiziere befanden sich aus ihren Posten und begann?» die Boote an der Backbordseite fertig zu machen; die Boote der Leeseite waren nicht zu cireichen; der zweite Offizier brannte Raketen ab. Noch ehe die Boote los gemacht werden konnten, etwa 10 Minuten nach der Stranduug flog das Schiff auf die andere Seite und auf diese Weise wurden auch die Backbordbooieunbrauchbar. Als ich sah, daß mit den Rettungsbooten Nichts zu machen war, ließ ich die Passagiere in die Takelage steigen nnd sprach ihnen Muth ein. Der dritte Offizier Brady und die Ouarliermei ster Owens und Speakeman hatten unterdes sen erue Verbineung mii dem Felsen herge stellt, welcher etwa 40 Harbs entsernt war. Noch vier andere Ziehtane wurden gelegt und an diesen brachte man etwa 200 Personen auf den Felsen. Der Felsen was etwa 100 NardS vom Uftr entfern:, mau besörderie Mt ein Zrehtau nach dem Festlande, an welchem etwa 50 Per sonen gelandet wurden; Viele ertranken jedoch bei dem Versuche, sich zu retten. Gegen sünf Uhr kam das erste Boot der Insulaner an, doch dasselbe war zu klein, um irgend welche Hülse leisten zu können. Durch die Austren gungen des Hrn. Bra'y wmden die Jusrlbe wohuer aus der Ruhe aufgeschreckt, und Mor gens 6 Uhr kamen drei gipßere Voote, welt,e Alle, die noch an der Seite des Schrfses hin gen, retteten. Auch die L ute vom Felsen wurden abgeholt. Die Schiffbrüchigen wur den von einem armen Fischer, Namens Clan ey, und dessen Tochter versorgt. Die Geret teten, im Ganzen 42» Perwnen, wurde» im Laufe des TageS auf die verschiedenen Fischer- Hütten vertheilt. Der erste Offizier war in die obere Takelage geklettert, er stand K Stunden lang bei einer Krau, welche in die Takelage gebracht worden war, die See ging zu hoch, um einen Versuch zu ihrer Rettung machen zu tonnen. Gegen 3 Uhr Nachmittags gelang es einem Geistlichen, dem Ehrw. Hrn. Ancicnt, ihm ein Tan zuzuwerfen und ihn zn reiten. Viele Passagiere starben in der Takelage infolge der Salle, darunter war der Zahlmei ster des DampserS. Ehe die Dooie abgingen, brachte ich zwei Damen in eins der Rettungsboote, da das selbe jedoch nicht zu gebrauchen war, trug ich sie nach der Häuvtlakelage, wo iev sie ihrem Schicksale überließ, um nach den anderen Pas sagieren zu sehen. Zu derselben Zeit zerjp an geit die Kessel und das Boot ful nach der Lee seite. Ich sah wieder nach den Damen, fand dieselben aber verschwunden. Viele Passagiere waren nicht zu bewegen, irgend einen Schritt zu ihrer Rettung zu lhun, sondern hingen in der Takelage und starben an der Kälte oder vorAnast. 'lch blieb bei den Passagieren, bis ungefähr 15 gelandet waren; als ich fand, daß meine Hän.e und Beine den Dienn versagten, ver liest ich den Dampfer. Zwei andere Boole befanden sich in der Nähe und retteten Tie, welche noch lebten. Als ich den Strand erreichte, schickte ich den ."> Offizier über Land nach Halifax, uin Hülfe Herbeizuholen. Hr. Marrow, Agent der „Cunard-Linie" war derEcste, weicherHülse schickte, indem er 2 Tampsboole mit Proviant abgeben lieg, um die Geretteten nach Halifax rn bringen. Von hier aus werden sie unter Obhut des ersten u. vierten Offiziers nach New°Z)ork abgehen. Ter dritte Offizier und vier Matrosen bleiben auf der Insel zurück, um die Leichen in Ob' Hut zu nehmen, welche auf dem Wrack gefun den werden. Ter Taucher Capt. S. Hendon hat Ermächtigung erhalten, das Cargo und daö Material zv retten. Der zweite Offizier kam in dem Rettungs boote Nr. 30 um. Halifax, 2. April. Heule Morgen fuhren der RegiernnMutter „Lady Head," Eapt. Malteson.der Cunard-Tpfr. „Tella," Capt. Shaw, und der Schleppdampfer „Go ttah," Capt. Jones, von hier nach der Stelle des Unglücks ab, nur Hülse zu bringen. Am Bord tes „Lady Head" befauden sich mehrere Zollbeamte und auf dem „Te'ta" waren ver miedene Berichterstalter. Tie Dampfer fnh. reu gegen 3 Uhr ab, jo daß sie Meagher's Is land gegen Tagesanbruch erreichen konnten. In der Morgendämmerung näherten sich die Dampfer dem Leuchihurme vcn Prospekt und die Passagiere derselben sahen sehr bald die i UuglückSstcllc, eine große Anzahl Fiicherbcote umschwärmte das Wrack. Man landete nnd iuchte die Geietteren au>, welche in den engen Fischerhüttcn zusammengedrängt waren. Die beiden größeren Dampfer mußten vor Anker gehen und der kleimre Dampfer, sowie ein Langboot holten die Leute herbei. Die armen Leute, unter denen fast jede eu ropäische Nation vertreten war, waren wenig, fast gar nicht bekleidet; ihre Danksagungen ließen einen förmlichen Wirrwarr von Spra chen vernehmen. Kaum die Hälfte war voll ständig augekleidet. Die reichsten Kaufleute und Gelehrten erscheinen dort in den genen Lumpen der Fischer von Prospekt. Fast Jeder vermißte irgend ein entbehrliches oder uueutbchrliches Kleidungsstück. Die Leute wurden alle freundlich aufgenom men, nnd am Bord des „Delta" erleble man viel rührende Scenen. Freunde, welche im ersten Schrecken nie geglaubt halten, sich le bendig wiedcr zu finden, trafen dort als ge rettet zusammen. Gegen 12 Uhr waren Alle, welche den Strand glücklich erreicht hallen, von den Dampfern aufgenommen; der Tpsr. „Delia" Halle ungefähr 330 und der Dpfr. „Lady Head" 77 Passagiere. Capt. Williams steUle eine Errechnung an, welche ergab, dag die Verluste Anfangs b e deutend übertriebe» wurden. Der Dampfer Halle 33 Cajülen- und 800 Aivifchendcckspas jagicre und eine Bemannung von 143 Perso nen, im Ganzen V7K, demnach sind nur 546 Personen u m gel» m men. Das Wrack des Dampfer». Das Wrack verblieb in derielben Lage, in weicher es sich gestern bcsand; die Starbord- Seile und die Masten raglen aus dem Was ser und die see ging so hoch, daß die Boole dem Rumpfe sich nur mit Mühe nähern konn ten. Der Dampfer war an einigen Siellen aufge'oioche», derrn das Wasser spülte Waa renpaekele heraus, welche dem Meere zu jchwamme»; die HaupUadung schien jedoch noch feü zu lieaen. I. W. Fing, derrne Offizier des DpfrS. „Allanlic" berichlete folgendermaßen über das Unglück: „Mine Wache ging um 12 Uhr in der Montags Nacht zu Eude. Der zweite und vierte O'fizier löf'ien mich ab, uud ich begab mich zur Ruhe, ans welcher ich durch einen Stoß aufgeschreckt wurde. Der zweite Offizier kam und sagle, der Dampfer sei gestrandet, er furchle, derselbe sei verloren. Ich kleidete mich rasch riolhöürflig an, ergriff eine Axt, eilte auf's Deck, um die Boole flott zu machen, ehe ich das Deck erreichte, fiel der Dpfr. auf die Seite. Ich machle zwei Backbordboote klar, doch in demselben Augenblicke kam eine Sturz welle und sie verschwanden, rch hielt mich an der Takelage jdes Befanmasles fest uud klet terte hinauf. Tie Nacht war io finster und die Wellen schäumten so stark, daß man gar Nichls sehen koniile. Ich sah Männer aus dem Felsen, wußle aber nichl, wie sie dorlhrn gelangt waren. Alles, was noch lebte, be fand ilch in der Takelage. Gegen Tagesan bruch zählte ich 32 Personen in der Takelage des Bejamastes, darunter eine Frau. Als die Leutesaden, daß Ziehtaue nach dem Felsen gestreckt waren, versuchten sie, dieselben zu erreichen, und mehrere erlranken. Viele erreichten den Felsen und die Ufer auf diesem gefährlichen Wege, die herbeikommenden Fr scheiboote retteten fodann die Uebrigen. Endlich waren Alle entweder gexetiet, oder von der See fortgerissen, bis auf mich, das Frauenzimmer und einen Knaben. Das Meer wurde so stürmisch, daß sich kein Boot herbei wageri konnt. Bald darauf wurde der Knabe forlgespült, aber er schwamm wacker und er. reich.e glücklich eines der Boote. Ich hielt die Frau und band sie an der Ta kelage fest. Ich kounlc die Leute an dem Strande sehen und ihnen zurufen, sie waren jedoch nicht im Stande uns zu helfe». Gegen 2 Übr brachte der Ehrw. Aricicnt eine Mannschaft zujammeu und ließ sich in die Nähe des Wracks rüder»; er kletterte in die Takelage seines Bootes und warf mir ein Tan zu. Ich band es fest um meinen Leib und sprang in's Wass>r. Hr. Aucient zog mich in's Boot, welches ich fast ohnmächtig erreichte. Die Frau war jedoch schon zwei Stunden vorher gestorben; die Leiche, vor de ren Mund der Schaum stand, deren Augen aus den Höhlen getreten waren, hängt viel leicht noch in der Takelage. Tilgung New -?> vrk, 2. April. Die Beamten der Wrack-Eompagnie in Halifax sind inilru irl worden, die Ladung zu bergen. Der Dpfr. „Allanlic" und seine,yrachl werden auf 5850,- «100 geschätzt. Der Verlust ist nur theilweije versichert. New - Nc> rk, 2. April. Eine andere Depesche von Halnax sagt Folgendes: „Der Damvfer „Delta" ttihier soeben mrt geretteten Passagieren von dem Wrack angekommen. Der Dampfir „Allanlic" ist noch nicht in Trümmer gegangen und die Ladung befindet sich augenblicklich noch zum größten Theil in Sicherheit. Mehrere Schiffe liegen jetzt fast an der Seite des „Allanlic" uns treffen Vorbereitungen für die Entfernung der Lerchen und der La dung vom Bord des Dampfers. Der Sturm hal sich etwas gelegt. Wie es heißt, wird die Regierung sofort mit einer Unteriuchung be ginnen. Alle Geretteten, die im Stande sind, die Reise nach Nerv-Äjork zu machen, sollen sobald, wie möglich, dahin befördert werden." Nach den legten Berichten sind 413 Perso nen gerettet und 560 umgekommen, darunter 350 grauen und Kinder. Meaftlier'S Rock, oter <sav Protect. Der Fets. aus welchen der Dvfr. Allanlic" stieß, liegl 75 Fuß über der Meeresfläche uud bildet die weüUche Grenze der Perinant-Bai, deren Mündung drei Meilen breil und zwei Äeilen lief ist. Die Bai ist für die Schiff fahrt äußerst gefährlich rmd hat ciue Menge felsige. Untiefen uud kleine Inseln, gewährt aber Schiffern, die mit dem Fahiwaffer ver traut sind, sichern Schutz. Das Ufer an der Spitze der Bai isi abschüssig, uud Hoipilal- Hill reicht dort 250 Fuß üver der Meeresflä che empor. N e w<?) o r k, 2. April.—Der Dpfr. „At lantic" »lachte im Juni 1371 seine er>te Reise über's Meer und kam am 20. des befagten Monates nach etwas mehr, als 10-tägiger Reise von Liverpool in New-Aork an. Das Fahrzeug geHörle zu jenen schwimmenden Palaüen, die zur Zeit den Verkehr zwischen Amerika uud Europa vermitteln. Das Schuf hatte eine Länge von 420, über Deck eine Breite von 40 uud unter Deck von 33 Fug. Es zog 23 Fuß Waffcr, hatte 3723 Tounen gehall, vier Masten und sechs wasserdichte Scheidewände mit der vollständigsten Einrich tung zur Löschung irgend eines ausbrechende» Feuers. Das Sieaerxuder wurde durch Dampf gelenkt und nur von einem Manne bedient. Am Bord befanden sich 11 Kessel und 4 Cylinder mit Zaiammendruck und die ganze Einrichtung ging dahin, das grüßt, möglichste Erfparniß im Ävhlcnconsum zu erziele-,. Ter Dampfer bedurftenur 55 Toa nen Kohlen per Tag. Ein Chef-Ingenieur mit sechs Gehülfen versahen das Maschinen wesen. Capt. Digby Murraq sübrle das Ober-Eommando. n. zur Zeil des Unglückes Halle der zweite Capilän Williams den Be fehl. Drei Zieuerleule, Purser und Ober» Steward gehören zum Offiziers Personale. Der Dampfer wurde 1870 von Harland L- Wolf zu Belfast, Irland, gebaut und Halle drei eiserne Verdecke und galt in jeder Bezie hung als eines der solidesten und prächtigsten Fahrzeuge der modernen Schiffbaukunst. Ein elektrischer Telegpraph unterhielt die Verbin dung mit allen Theilen des Schiffes. Der Salon und die Kajüten waren auf's Süper beile ausgestattet. Das Fahrzeug kostete 5750,000—5800,000. Die „White-Star-Linie," in Liverpool ge eignet, dal außer der „Atlantic" noch die Dpfc. „Oceanic," „Republic," „Adriatic," „Ballic" und „Eeluc." Esropäische Kadelverichte. Berlin, l. April. Ans offizieller Ouelle verlautet, Graf Arnini werde wahr scheinlich zum Nachfolger des verstorbenen Grafen von Bernstoiff als Gesandter des deutschen Reiches am britischen Hose und General von Manleuffcl an Stelle des Gra fen von Arnim zum deutschen Gesanoien in Frankreich ernannt werden. Holland,' Haag, l. April. Die holländische Re gierung hat dem Königreich Atschin auf der Insel Sumatra wegen Verletzung der Ver träge mit den holländischen Eolonien den Krieg erklärt. London, 2. April. General S. B. Van Buren, Chef-Eommifsär der Ver. Staa ten bei der Wiener Ausstellung und Dr. A. Ruppauer, Wm. M. F K-urd und John S. Hülfs - Eommisjäre, find hier eingetroffen. Nach einem mehrtägigen Ver weilen werden dieselb.n über Paris nach ih rem BeuimmungSort Wien Weiterreisen. Die Königin machte heute einen Besuch im Victoria-Lark. Tie Behörden von Hackncq, Shoreditch »nd Bethnal-Green, durch welche sie auf der Fahr! paisirte, überreichten der Kö nigin loiiale Addicssen. Der ganze Weg war mit Menschen bedeckt und die Straßen mit Blumen und Flaggen geschmückt. Die „Times" sagt in einer Revue des Pro spektiv iiiB>> IN wrlchem den Aktieninhabern eine Dividende von 45 Prozent versprochen wiid, es sei ein schlechtes Zeichen für dieHeschästs-Befähigung der Amerikaner, daß sie hierherkämen um Geld für ihre Unternehmungen zu erlangen, und die Admiuistration derielbenEnzländern über ließen. L o n d o n, 2. April. Die Conilte'li der nnd der „New-Hork - New - London Telegraphen-Gesellschaft" sind über eingekommen, diese Gesellschaften miteinander zu verschmelzen, sobald sich die Direktoren je der einzelnen Gesellschast, die sich am nächsten Freitag versammeln werden, damit einver standen erklmen. P aris, 1. April. Der spanische Vice- Consul, welcher des Uitterichiens angeklagt ist, wurde vcrhaftcl nud wiid unlcrßeoeckung nach üliadrid geschickt werden. Par is, I. Apul. Bei der heutigen Diskussion des Mnnjzipalge'eycs für Lyon in der Naüonalversammlnng ließ der Radikale Le Roher die Aeußerung fallen, die Vorlage sei eine Lumperei. Der MarguiL von Grammont von der äu ßersten Rechten sagte, Le Royer sei selber ein Lump. der Präsident der Kammer, rief den Marquis zur Ordnung, dieser aber wurde im penn ent und weigerre sich, seine Beschimp fung zurückzuuehinen. Grevy erklärte würdevoll, daß er uuler sol chen Umständen die Sitzung ausheben müsse und deutete an, daß er sein Amt niederlegen werde. Tie Versammlung ging unter gro ßer Aufregung auseinander. Depniine aller politische» Schattiruugeii besuchten heule Abend den würdigen Herrn Grevy und balen inständigst, das Präsidium zu behalten. Er gab ihnen jedoch keine der artige Zusicherung, Präsident Thiers und die Minister besuchen ihn gleichfalls. Bahonne, I. April.—Die Karlisten er halten in Spanien beständig Wasfen, Muni leon und Proviant, aber größtentheils vom Wasser aus. In Navarra wurden in der verflossenen Woche 400 Karlisten - Rekrnren ausgerüstet. Euo.der hiesige Direktor des Karlisten-Co mite's, entging den Behörden, welche ihn ver haften wollien. Ein Bataillon franz. Truppen geht morgen nach der Grenze ab. Madrid, l. April. Der Priester von Santa Cruz wurde gestern überrascht und entging mil knapper Noth der Gefangen nahme. Mehrere seiner Leute wurden festge nommen. Die Aufregung inßarcelona ist im Abneh men. Die Bevölkerung hat keine weiteren Gewaltthaten begangen. Florenz, 2. April. Salvini, der be rühmte italiem'che Tragöde hat beschlossen, eine Gastspieliour durch die Ver. Staaten zu machen. Buch arest, 2. April. ZwischenFracht wazenführern in Eiorgevo, einer kleinen wal lachischen Stadt, die sich weigerten, gewisse Abgaben zu bezahlen, und den Truppen fand heule Morgen ein Zusammenstoß stall. Meh rere Personen wurden getodtel und verwundn. Nach den letzten Nachrichten ist die Ruhe wie der hergestellt, ScliiffS-Bcrichte. Mopil le, 2. April.-Die Dpfr. „Alexan dria" uud „AustraUa" sind von New-'))ork hier eingetroffen. Soüthamp ton, 2. April.-Der Dam- Pser „Mosel" kam von New ?jork hier an. London, 2. April, lii Uhr Vorm. Vonsols eröffneten zu S2Z—!)2H für Geld V4j; '67 er !»3H; l 0.40 er Bvj; neueFünser 01. Erie zu 50^. Pari s, 2. April.—Renten eröffneten zn 55 Frcs. 52 Enis. London, 2. April, IH Uhr Abds.—Die Rate für Geld an Gonv?rnemenls-licherhei len auf der Börse standen um 4 Pro;, niedri ger, wie die der „Bank von Ehland." Paris, 2. April. Renten schloffen zu S 5 Frcs. 87 Euts. Liverpool, 2. April, lii Uhr Vorm. —Baumwolle fest; Oberl. öZ—Vj; Orl. 9K; Verkäufe 12,000 Ballen. Li verpo 0 l, 2. April, 14 Uhr Nachm.— Baumwolle ruhig, Verkäufe 12,000 Ballen; sür Spekulation und Export 2000 811. Ve» kaufe von Baumwolle von Savannah oder Eharleston in den Monaten März n. April zu Sj; aus denselben Häsen abzuliefern im April zu l»j. Brodstosse ruhig. Rindfleisch 81. Schmalz 39. London, 2. April, Ij Uhr Nachm. — Gereinigtes Petroleum 15—15j. Liverpool, S. April, 1j Uhr Nachm. Baumwolle unverändert; Verkäufe 12,000 B!!., einschleßlich 2uoo 811. für Spekula tion und Export; von diesen Verkäufen ka men 6000 BU. von Amerika. Verläufe von Baumwolle von Savannah oder Eharleston im April abzuliefern zu S.AtIS- Inland - Dtpeschin. Die'Finanz-Wirre.:. April. Es wird mit Nachdruck von amtlicher Seile aus behauptet, daß das Schatzamt weder eine größere Gold summe in den Maikt bringen, noch den 44 Mill. - Reservesond angreifen wird. Sollten dringende Umstände es erhenchen, so dürste man melleicht die Mai - Gotdzinsenzahlnng ohne Rückdaürung antizipiren. Der Schatz amtsjelretär scheint nicht geneiqt zu sein, von einer Menge „patrioiischer" Depeschen von New-Aork Notiz zunehmen, welche ihn mah nen, sich der Situation anzunehmen, wenn er nicht Unannehmlichkeit heraufbeschwören und den Wirrwarr noch vergrößern wolle. Zwist zwischen den Eisenbahnen und der Regierung. Washington, 2. Aprü. Indem Briefe eiueS Hervorragenten Eisenbahn-Prä sidenten heißt es, daß die Bahn-Eompagnie'n nicht mehr verlangen, als sie gerechter Weise beanspruchen köuillcn. Es weide sich dieses bei o r auf Dienstag nach New-Z)ork berufenen Enuftrenz des Senats - Comite's mil den Bahn. Abgeordneten zur Geizüge heraus» stellen. Eine faUche Angabe dementirt. Washington, 2. April. Hiervon New-Asrk eingegangene Depeschen, angeblich aus authentischen Quelle flammend, wollen wissen, daß der SchatzamlSsekretär im Be > griffe stehe, in den New-lorker Banken eir ! Depositum von 10 Mill.'Dkls. zn machen > Diese Angabe ermangelt aller Begründung > und in auch von hier aus nicht eingegebei > worden. Von Massachusetts. Bo st on, I. Avril. sämmtliche Feuer Vcrsicheruiigsg?scll>chaftin von Boston unl die in Boston vertretenen ausländiicheli Gesellschaften haben beschlossen, die Ver sichcrungSgebükreii ans Ziegel-, und Eisengebäude sammt Inhalt, dii mit französischen oder Mamard - Dächern die nicht vollständig aus Eisen gebaut sind, versehen sind, um 5« Moment zu erhöhen. Eine Ger»chtsscene. B o st o n, I. April.—Dem Poliz-igerichli in Boston, Mass., wurde heute Daniel S> March vorgeführt, angeklagt, sein kleines Löhnchen in das Wasser geworfen und er tränkt zu haben. Ehe die Klage gegen den Mann verlesen wurde, erhob sich derselbe, sprach ein Gebet und lies dann leidenschaftlich aus: „Diese Hände thaten es!" Hierauf er zählte er eine ergreifende Geschichte von häus lichem Zwiste, die ihn zum Mörder an seinem Kinde machte. Er wurde in Hast geschickt, um seinen Urtheilsiprnch abzuwarten. Ein Millionär wird seine dritteFran lii», inusi aber KttU.OUi» zahlen. Westporr, Conn. , 2. 'April. Frau Georgiens Alden klagte soeben aus Scheidung von ihrem Manne, den Millionär Stephan H. Aloen. Die von der Depesche als „hübsch und jung" bezeichnete Frau wies nach, daß Aldeu seit drei Jahren sich häufig des Ehe bruchs schuldig gemacht und sie öfter mißhan delt habe. Die Beweisführung war so trif tig, daß daS Gericht der Frau §50,000 Ali niente zusprach und den Beklagten zur Zah lung der Kosten (zusammen ?«'.(>,OVO) verur iheiite. Dieses ist die dritte Frau, welche sich von dem reichen Wüstling «rennen ließ. Fälscher oder Erfinder? New-Hork, 2. April. Otto HaarS wurde geste.n auf die Anklage verhaftet, Zehu- Ceitts-Roieu nachgemacht zu haben; er be ansprucht, eine neue Methode entdeckt zu ha ben, durch Photographie Kupferplallen zu graviren, und die gefundenen Platten seien die Rciultate seiner Eapeiimcnle; er 'ei lein Fäl scher. Haars gab HIOOO Bürgichai't. Die - Verfi chernngS-Gesellschaft." New - ort, 2. April. Der Antrag einiger Atueniuhabcr, die obige Gesellichast als insolvent zu erklären und einen Verwalter zu ernennen, wurde heute vomßichter Faucher auf deu Grund hin abgewiesen, daß den erho benen Beschuldigungen jeder Haltpunkl fehle und dieZahlungssähigteii über allen Verdacht stehe. ' Veriillseyte «.'epeichen aus V«c»v New - ?) ork, l. April. Der Gouver neur von iientuckh hat eine Requisition zur Auslieferung des vorgeblichen engl. Bank- Fälichers Georg an Gouv. Dix geschickt. Die Polizei vou Louisville, in wei chem Orte Mc L. unler dem Äiaiiien Sweet mehrerer Verbrechen angeklagt ist, hat die hie sigen Behörden ersuch', McL. seüzuhalieu, im Falle er nicht nach England ausgeliefert werden sollte. Der Dpsr. „Abhisinia" fuhr heute nach Liverpool ab, er nahm nur tu Spezie mir. Bei Siaten-Island rissen sich mehrere Lastkähne von einem Schleppdampfer los und einer sank; ein Mann und eine Frau, welche sich au Bord befanden, erlranken. Präsident Gram besuchte heute das Post amt und das Zollamt. Der <hclsmarit. New°?)ork, 2. April. Geld knapp; brachte Wechsel schloffen fester zu 7t-Z. Golv schloß zu ll7j. Obligat, flau; Sechser 1l9j; '62elll'-!. Akiieu ielir gediücki; Cential >ooj, Erie Lake-Shore 111. Eeniral lii, Pitiöbnrg 835, ?torih- Western 78j, Prioritäten 86, Rock-Island 113. Bilanz des lliiterschatzamtes: K10,19.>,798 in Gold und in Courant. Eisenbahn - Ecscyaebniig in New Trent oii, N.J., 2. April. Ein Ge setz hat beide Häuser der Legislatur Passirl, welches die Hauptbahn und alle Passagier- n. Fracht'Etaiionen Abgaben-f>ei macht, aber das Bcniebsmaterial der Staat- und Mnni zipal-Bcsteueruug unterwirft. Der Gouverneur hat henle Morgen das „Allgemeine Eiseubahu-Gejetz" nnlerzeichnet. Dadurch wird allen Unternehmern der freie Bahnban erlaubt und dem Monopole ein Ende gemacht. Vieler Orls sind aus Jubel über das Ereigniß die Fahnen ansgehißt. Drohende tteberschwelniiiung. Mauch Chuuk, Penns., 2. April.— Der Lehigh-Fluß in sehr hoch. DaS Wasser hat bereits den Fluß-Pfad erreicht und steig! immer mehr. Schiffs Unqlnck. Festung Monroe, 2. April. Der Schooner „Whonona," mit einer Ladung Rartosseln von Poriland, Maine, nach Balti more bestimmt, strandete am 26. Marz an den Wolf-Trap.Untiefen iu der Chefapeake- Bai und ist untergegangen. Das Fahrzeug liegt iu vier Fuß tiefem Wasser und mau de siirchler, daß der Schoouer ein totaler Verlust sein wird. Furchtbare Da»,pskessel Emission. Wiliniugton, Ät.-C., 2. April.— Heute Morgen 20 Minuten nach 6 llhr bar sten die Tampskessel in Colville eic Co's Sä gemühle. Zwei Männer uud eine Frau wur de» auf der Stelle getödtet, ein Mauu uud eine Frau fchwer verletzt. Sämmtliche Ge tödtele und Verwundete sind Farbige. Einer der Kessel wurde über 100 .'jardS weit nach der Fiontsir. geschleudert uuo erschlug uiuer wegs eine Frau; ein anderer Kessel beinahe halbwegs über den Cape-Fearfluß gewonen. Die Ursache des UuglüZs ist (wie gewöhnlich) nicht bekannt, mau nimm: aber an, daß da>- selbe durch den niedrigen Wasserstand in den Kesseln veranlaßt wurde. DerZdeinokratliciie Mninzipalüeq in Missouri. St. Lou i S, 2. April. 30 aus 33 Wahlbezirken der Z'adk geben Brown als Mayor und dem ganzen demokraliichen Zettel eliie Mehrheit vou ungefähr 3300 Stimmni. Später. Nach den neueren Berichten haben die Demakraten eine Majorität von -1000 Stimmen. Von den 16 Alvermen, die erwählt wurden, sind nur K Republikaner. Ans Illinois. «Volk Eisenbahnen. Chicago, 1. Aprii.—ln ganz Illinois hat sich sämmtlicher Farmer mit Bezug auf das angebliche willkürliche Verfahren der gro ßen Eisenbahnen eine nnbe'chreibliche Ausle gung bemächtigt, die täglich zunimmt. Man hält überall Versammlungen, in welchen man Beichlüsse anuimmi, sich mil aller Mach! ge gen dieses Shstcm der Elieobahueu auszuUh neu: „Friedlich, wenn wir können, mit Ge walt, wenn wir müssen." Man sagt, daß sich aus diesem Anlasse bereits 100ti Gciellschaslen mit mindestens 100,000 Milgliedern organi sirt haben. Eine ähnliche sehr zahlreich be suchte Versammlung fand am Samstage in Oregon statt. Der Schraubendampfer „Charles Reese," der am Fiettag NachlS Chicago verließ, kam am Samstage inGraus-yaven an und berich tete, daß der Michigan - See mit Ausnahme einer Strecke von 40 Meilen vor Chicaga mit Eis gefüllt sei. Wichtige Enth.illnaftrn über den Der Morder Slipon ichnlcig befun den. i w o den 2. Telegraphisches «allerlei. —Eine Aothciiuug Mormonen wird ohne Frauen nach Arizona ziehen und dort eine neue Ansiedlung gründen. Europäische Gerichte Man schreibt aus Hannover: „Eine der größten Zierden des hannooer'schen Marstalls waien die weißqeborenen Hengste und eine gleiche Aiizahl-Zjabelleu, und damit sie nicht den Charakter der Seltenheit verlören, wurde Nummer 80. von der Auszucht niemals ein Thier an andere gewöhnliche Erdenkinder verabwlgt. Diese wunderliche Einrichtung ist seit IBLÜ unver» ändert beibekalien, die beiden Dutzend weißen und gelbenPierdc werden sorgfältig verpflegt, spazieren geführt und exklusiv gehalten, ohne irgeud welchen 'Nüven ;u schaffen." Die allgemeine Preissteigerung in Deutschland dürfte durch das neue Münzqe setz erheblich gefördert werden. Der Tlialer ist auf den Anssterbe-Etat geietzt, an seine Stelle wird das Fünfmark tück treten (d. h. l Thlr. ZV Sgr.). Man besorgt, dag Alles, ! was jetzt für einen Thaler zu haben ist, küns. tig 5 Mark kosten wird. Eine recht nette Aus sicht! Der Kampf gegen den Thaler, den man ja immerhin Thaler oder Dreimarkstück nen nen mag, hat seinen Grund in derAniipathie der Süddeuiscken, die Preußenminze zur Münzeinheit zu machen. Es geht nichrs über den deutschen PartikularismuS. Der Kaiser persönlich sieht ungern den Thaler verschwin den, vielleicht rettet ihn der Reichstag! Am 28. v. Mts. erlebte Stiflsvrobst v. Döllinger seinen 7-l. Geburtstag. Er erhielt an demselben, wie verlautet, von dem König von Banern ein sehr huldvolles Handschreiben —eine Auszeichnung, die dem greisen Gelehr ten und Priester schon seit mehreren Jahren zn Theil wird. Es werden Heuer auch fünfzig Jahre, daß Döllinger seine Wirksamkeit als Prosessor der Theologie zuAschaf fenbnrg begann. (Ledochowski.) Das Verfahren gegen Ledochowskl läßt auf sich warten. Nach der „Poseuer Zeitung" hat da« Ober.Präsidium von Posen ein strafrechtliches Vorgehen gegen denselben nicht befürwortet. —(Wagener.) Tie „Kreuzzeitung" vom 12. d. meldet: „Die Disziplinaruntersuchung gegen Wageuer ist von dem Minister-Prasi. deuten lnUebereinstiinniung mit Wagener un ter vorläufiger Beurlaubung desselben veran laßt worden." Der „Neckar-Zeitung" znfolze hat nun auch Bischof Hesele in Rouenbnrg angeord net, daß in allen katholischen.'iirchen Würt temberg's das llusehlbarleitS-Dozma verkün det werde. Die berühmte Gusistahlfabrik von Krupp in Essen wird die WieuerWeltauSstellung mil zwei Erzeugnissen beschicken, welche alles aus diesem Etablissement bereits Hervorgegangene noch übertreffen. Das eine ist eine Gußstahl kauouc von beinahe 7 Meier und 7>ic> 6tr. Gewicht, das andere ein Gußstahl Block, der laoc» Eeniner schwer ist. Tie beiden Ko losse werden mittelst eines ExtrazngeS über Gießen, Nürnberg undPassan nach Wien be sördert werden. tord'iZ Bpcrnljaus. Heute, den 3. April: „D:r Katarakt des Gaiigrö" Drama ! ! Varietäten^! ljcrrjcht Aiiilci lauien icin. An Iraner und Wiaschinisten! E. X- Cmiipägnit, Ecke der Baltiuiore- und Eutaw-Atraße, Baltimore, Md. Röhren - FitterS-Werkzeug und -Maschinen. Ällcini,e s.ir >Äolide s paienlül? amerikanische Governor- und EhaUcnge - t)a,ilpf- Billig. Prompt. John F Wilcy X Comp., die besten und billigsten B u ril lt üd Accidenz - Drncker in der Stadt Südwest - Ccke der Baltimore- und <salvertstrafte. Gkschmalkool!. 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