22 Nisan 1873 Tarihli Der Deutsche Correspondent Gazetesi Sayfa 1

22 Nisan 1873 tarihli Der Deutsche Correspondent Gazetesi Sayfa 1
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F. Raine, Herausgeber. Spezial - Notizen. Baltimore Fire Insurance Bssice, Lüdweit-Ecke von South- und Waterstraße. Diese Äesels»ajtvenlche-t gegen W^n-, Waaietihauser, Hein-: lszii'.ei, A ->ii»deln, - e«trll'li!ch->iten, lm «aa de »lissene oder im Haien in Vadunz desind tiei'c Fahrzeuge a. I. w. Da- Direlloeiam veitedl aut s'.lz'nden Serien: Wm. G.Harrijon, Präsiden»; . R. V.ck r-, v v. lapff. Daoid S, Wiis'n, R»br. ZcnkinS. Aasiah «. Morlaa Stew. rt, Krane,S T. «>nz. B. Ncn-comcr, C rr.ll, Orvitle L'orm>ß, «. S Steuer!. W. W Tavlo.. Wm. H. «rur.e. Israel Cohen. (Äeorqe L Garrison. di?MieÄ» w>rd in der Oifice, Sudwc>t-Eitc von SouiS und WaterstraLe. eitlieil-, wo auch alle Aus t-ü»e wsort eriedigt werden. Aersicherangen w rden au, ilgend eine «»uk angenommen, weiche der Appli- > Ar. Woodworth. Sekr. R. Courtney ck Bruder, Nr. 14, Nord - Charlesstraße, Champagner. «k«in RZrincii von der vuaUrat. Sherry-, Port- und Madeira-Weinen, »ran»»««!». Jamaika , . Scot-H < und Havanna -Zigarren welcke alle s>oei Wocken per Damiisei meines za Eng.os. preisen °er kaaltwe-d.n. «rinrn Thrt auZqtisä!,»- Zrocerie «aarcn sür Kamllte. Qll.iniae Äalntcn des derüt>inteii Tiaddaii sc rei n. nFi ä gge - Wl.' ele y. «De;l6.t^«>l) Ilchtc öroM-'Wailrcn, Kamulsiills-Mrcil und Couprß, Vasen, Statuetten, Tifch-Zieralhen, Visitenkarten-Halter, Tin t «nsässer. « ri es d e süi wer er u. s- »>.. »ine «ichh-'NISI« AiiZwadt ,« billigen preisen bei Gebr. <si!»i>els « «somp , der <ü»d»Vit,arie»> und NattimvreS aß» G»!d- und Si!bcrAaartN> ...»hatt-- 5^..^ is.eza-.ie t j e V r 0 n » e - T ü ch e s ». I. »u seiir billigen Preisen b»> >U. »5. W irner w-B-iliim^eftreze. Dian.nntenl! r - in stnlbcc - Woarcn. Gc-eftt Taschc'uuhren (-twaS Ei-ga-rltS. / Klb«ry!attlrte« ÄLa«ren bei ?«ev. «. »«-bd « v Parlor-Krönleuchtec, Slbtivrhei-Shinderiers, Bidlislh-r-!l'«a,»»>ie:». <K»,z>ii>mer»<?'>andel>«?t» iLßjl mmer-jhandclltrS, Eztimuire-i^aL^elier» ti »ndtlierS, Haueslar-lZhandesinS. Hall-flur-Tha-deern» Aeie "r'ar -- Rr cAsritlS. I Nr.d, Nl-rd-Lidetthgi^ Aünstlici)e Zahne. Dr. W. H. EthcriSgc. Nr. 21, Süd-Broadway. Dieses atrcvnd lang etzbliric Annei-Büreai, in mn alle» «riitelii >-ir das gui D « ist rein, uno l'er Dckwr «aran ~r, 4i>,«e »oiiuv ohne a«s,,,iede». «0. er-eine nvonen ein» duuerlsailen-Äedisie eirselii uüv garantirt, o.>s die ganz! O?errt-on wirk-, Lsereriioncn w ,"en nül EriaZrunz in t »iov>6. > «e ud>s-oadwa»^ Zcnn'vgh' Znhn-Tlnftur. «tue elegante, sichere uns erfolg reiche MÄld-oäsche, znm RiiN'gkN, Bcrsche-nern und Clh.iituo-Z de? Zähl» des salin,lc!schee. und gibt dcar Äil.e.u elae:, an genehmen Sera il, yabcn bei allen T-rvguiflenin R. Hynson, lennin«». « Ssmp , ilir. !»t), Noro-e>oarleesti. Deutsches zahnärztiichcs. «imen-klinik von 7 bis 3 Uhr Morgen«, in Nr. »4, Vanove,». »'Micken tsgnwu>,. nnt Narre«», rr. Bernhard «ener hie ftzer z-chnarzneischuie) zieht erahne vermittelst reiner ri.chgaies ahne Schmerzn aus. jiunftiiche iSebiss« »u !IZ. «Äoldlüttiiniien i?on l,»Uk-imm-:nt Aihnc. iSute Aishie sind sür körperliche Schönheit unerläß lich, und Niemand dars sich iernerhin wegen unglei cher oder saaler Zähne enischuidigcn! denn das P-it l.l, diese !»i>ingel ,n beseitige«, liegen in eines Bereiche. Dr. SS>»-l>cU, in VI r. W e st s? ayette-, oberhalb üutawstraze', ist als wissen schastiicher Zahnarzt weit und breit bekannt. Er is. -nit iedem Zweige seines Vernseö prakiisch vertraut, aud alle seine jahniirztiichen Operationtn besriedigen vi- Patienten aus'» Beste, Die Zähne, anser. natürliches »l iSsehen'und allgemeine Schönheit aus. D..S ezichn-'üllen mit Hold, Stanio! «der ÜoiUpositionS !>!as;e bildet einen wicktigenTheil seiner PeaxiS. Als Zahnankziehen steht Lr. Win ch c> l uuerreichi da. 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Warum nicht? sagte Gras Mensdorff, wenn Italien Alles l>at, was italienisch ist, so hat es kein Oestreich feindliches In teresse mehr nnd kann sich weit eher mit dem Kai'erftaat verbinden, als mit Frank reich, mit welchem es früher oder später um die erste Stelle unter d.'n Nationen romanischer Rasse in Streit kommen muß. Und die vertriebenen Erzherzoge und die Heiligkeit des Oberhaupts der Kirche? fragte der Kaiser. Ich kann es nicht, fuhr er fort, indem er vor sich bin blickte was würde mein Oheim sagen, der sick anschickt, den Italienern die Schärfe des östreichischen Schwertes fühlen zu lassen, — was würde mein ganzes Haus, die Ge schichte, was würde man in Rom sagen I Wenn Italien geschlagen ist, sagte er nach einem Augenblick nachdenkend, wenn wir in Teutschland wieder aus der alten Höhe stehen, dann kann man über Venetien unterhandeln, wenn dann durch dieß Opser die Sicherheit des heili gen Vaters und des Patrimoniums Petri garantirt werden kann Wenn Euer Majestät in Teutschland Sieker sein sollten, erwiederte GrasMenS dorss, dann bedürfen wir keiner Unter handlungen mit Italien mehr. Aber — Ein Schlag an die Thür ertönte. Ter dienstthuende Flügeladjutant Fürst Liechtenstein trat ein. Eine Tepesche snr Kaiserliche Majestät vom Feldzeugmeister. Und er zog sich wieder zurück. Tie Augen des Kaisers leuchteten, als er eilig mit sast zitternder Hand den Um schlag des Telegramms zerriß. Vielleicht ein Zusammenstoß, murmelte er. Sein Augeslog mit hastiger Spannung über die Zeilen. Er wurde tootenblaß, und denAlick starr auf das Papier gerichtet, welches er unbe weglich vor sich hielt, sank er aus den ein fach hölzernen Sessel vor seinem Schreib tisch. Eine kurze Pause trat ein, während welcher die Brust des Kaisers keuchend ar beitete. Graf Mensdorff blickte mit äußerster Spannung auf seinen kaiserlichen Herrn, wagte jedoch nicht, das unverkennbar pein liche Nachdenken zu unterbrechen, in wel ches die empfangene Nachricht ihn versetzt hatte. Endlich richtete sich der Kaiser wieder auf. Eine Tepesche von Benedek! rief er. Und was meldet dcr Felezugnicister? fragte Graf Mensdorff. Der Kaiser schlug mit der Hand vor die Stirn. Er bittet mich, Frieden zu machen um jeden Preis, die Armee sei nicht schlagfer tig, wie er näher auseinandersetzen will. Eure Majestät werden nicht glauben, sagte Gras Mensdorfs traurig lächelnd, daß der Feldzeugmeister mit mir kouspirirt. Wenn er die Armee dem Kampfe, der uns bevorsteht, nicht gewachsen findet er, der Vertrauensmann der öffentlichen Meinung, Gras Meusdorfs sagte dieß mit einem seinen, fast unmerklichen Lächeln, dann muß wohl meinen Bedenken ein ernstes Motiv zum Grunde liegen. Ter Kaiser sprang aus und rührte hef tig die goldene Glocke, welche aus seinem Schreibtisch stand. Ter Kammerdiener trat ein. Fürst Liechtenstein! Ries der Kaiser. Eine Sekunde darauf stand der dienst thuende Flügeladjutant vor ihm. Ich lasse den Grasen Erenneville bitten, sogleich zu kommen. Wer ist im Vor zimmer? Feldmarschalllieulenant Baron Gablenz mit seinem Generalstabsches und Adjutan ten! meldete Fürst Liechtenstein in dienst licher Haltung. Sebr gut, rief der Kaiser, lassenZie ihn sogleich eintreten. Einen Augenblick später sübrte der Fürst den General und seine Begleiter ein. Baron Gablenz trat an den Kaiser heran und sprach: Ich bitte Eure Majestät, vor meinem Abgang zur Armee mich abmelden und Allerhöchstdenselbeii meinen unterthänigsten Tanl sür das durch die Uebertragnng des Kommandos über das zehnte Corps sene allergnädigste Vertrauen ausdrücken zu dürsen. Der Kaiser erwiederte gnädig: Dies; Vertrauen, mein lieber Feldmar schallicutenant, ist oerdient und keine Gna de, Sie werden es rechtsertigen durch neue Lorbeeren, welcheEu an die östreichi schen Fahnen knüpfen. Baron Gablenz stellte den Oberst Bour guignon, seinen Azjutanlcn und Herrn von Stielow vor. Ter Kaiser richtete an Jeden einige ver bindliche Worte mit der ihm eigenthüm lichen liebenswürdigen und verbindlichen Manier. Herrn von Stielow fragte er: Sie sind Mecklenburger? Zu Befehl, Majestät. Zhr Herz wird vielleicht getheilt fein, denn ich fürchte, Ihr Vaterland wird zu unsern Gegnern stehen, —gewungen durch seine Lage. Majestät, erwiederte der junge Ossizier mit innigem Ton, solange ich diese Uniform trage, ist mein Vaterland da, wo Eurer Majestät Fahnen wehen. MeinHerz gehört Oestreich. Und er legte die Hand auf die Brust, wo unter der Uniform die Rose an seinem Herzen ruhte, welche er am Abend vorher erhalten. Der Kaiser lächelte freundlich und legte seine Hand auf die Schulter des jungen Mannes. Ich freue mich, daß der Feldmarschall lieutenant Sie gewählt hat, und hoffe von Ihnen zu hören ! Fürst Liechtenstein öffnete die Thür mit den Worten: Feldmarschalllieutenant Graf Crenne vilte! Ter Generaladjutant des Kaisers trat e,n. Er tmz die Uniform seiner Harge vom kleinen Dienst. Sein feines Gesicht von französischem Typus, mit dem schirar zen kleinen Bart auf der Oberlippe und den klugen, dunklen Augen, ließ in seinem lebhasten Mienenspiel die süufzig Jahre nicht erkennen, welche der General bereits durchlebt hatte. Kaiserliche Majestät haben befohlen? sprach er. - Ich danke, meine Herren! sagte derKai fer zu den Begleitern des Baron Gablenz gewendet, ich hoffe, daß der Feldzug Ihnen Gelegenheit geben werde, mir und dem Vaterlande neue Dienste zu leisten. - - Ich bitte Sie zu bleiben, Baron Gab lenz! Herr von Bourguignon. die Adjutanten und Herr von Stielow traten ab. Der Kaiser ergriff die Depesche, welche er vorher erhalten, und sprach: Soeben erhalte ich ein Telegramm, wel ches mich veranlaßt, Ihre Meinung zu hören, —Der Feldzeugmeister, fuhr er mit leisem Beben in der Stimme sort, —bittet mich, Frieden zu machen, weil die Armee nicht in der Verfassung sei, zu schlagen! Unerhört! Ries Graf Ercnneville. > Was sagen Sie dazu, Baron Gablenz? Baltimore, Md., Dikustag, den 22. April 1873. fragte der Kaiserden ruhig und schweigend dastehenden General. Dieser zögerte einen Augenblick mit der Antwort. Der Kaiser hing mit dem Blick an sei nen Lippen. Majestät, sagte der General, es muß der Bitte des Feldzeugmeisters ein ernster Grund zur Seite stehen, im Allgemeinen sürchtet er keine Gefahr und rücksichtslose Kühnheit liegt mehr in seinem Charakter, als bedenkliche Vorsicht. Die tapfere und glänzende Armee Eurer Majestät soll nickt schlagfertig sein? rief Gras Erenneville lebhaft, womit moti virt der Feldzeugmeister diese Ansicht? Er will sie motiviren, sagte der Kaiser. Graf Erenneville zuckte die Achfeln. Baron Gablenz fragte: Können Eure Majestät noch Frieden schließen? Wenn ich Oestreich snr immcr in die zweite Reihe in Deutschland stellen, oder es vielmehr aus Deutschland Herauswersen lasten will ja! wenn ich den Preußen eine doppelte Revanche sür Olmütz geben will ja sonst nicht. Telegraphische Tepeschen. GArosäische Äabeld?rtH?s. M ii n ch e n, 21. April. —Die Beerdigung des Professors von Liebig fand gestern hier statt und eine große Anzahl wissenschafrlichcr Berühmtheiten, u. A. auch Dr. Döltinger, folgten dem Sarge. Leipzig, 2V. April. Der Ausstand der Buchdrucker iu Leipzig ist beendet. Boun, 21. Ap il. Zn einer heute zu Bonn abgehaltenen Versammlung der Alt katholiken 'wurde beschlossen, am -t.Znni einen Bischof in Köln zu wählen. Bert i n, 21. April. Mau sagt, daß Herr v. Stumm zum Sekretär dcr deutschen Gesandtschaft Washington ernannt werden wird. Frankfurt,2 l.Äpril.—Heu'e brach hier ein Aasruhr aus, welcher den ganzen Nach mittag anhielt und nur durch das Einschrei ten des Militärs unterdrückt wurde. Dcr .-Zorn des Pöbels richtete sieb gegen die Wirthe und Brauer, und mehrere Wirthschaften und Brauereien winden demolirt. Die Tiuppen zerstreuten den NolkShaufen, man fürchtet aber, daß heulcllbend die Unruheu vouNeuem ausbrechen. Die Läden sind geschlossen und die freien Plätze von Militär besetzt. Meh rere Personen sind verwundet; das Mililär hat >edoch nicht geschossen^ Wien, 15». April (Spezial-Depesche des I ~N.'?). Herald"). Es wird berichtet, daß bei der Ernennung der amerikanischen Ans stellungs-Commissäre Corruption im Spiele war. Mau behauptet offen, daß viele Com misfäre ihre Stellen gekauft haben, um ni amllicher Eigenschaf' in Wien heinmflaniren zu könne». Einer sagt, er habe SLOOO für das Amt bezahlt, gewöhnlich wurden jedoch nur K2WV sür die Ehre eutnchiet. Einige dieser Commissäre sind ganz unsähige Men schen. Die achtbareren Leute unter denselben beabsichtigen, die Sache genau untersuchen zu lassen. Die Zeitungen legen dem Berichte, daß die Cholera iu Wien grassirt, Bedeutung bei uud zeigen, daß vier Personen gestorben sind. Während des ganzen Winters hat die Seuche in Corinth gewüthet. Bon 1000 Erkrankten sind 464 Pcrioneii gestorben. Man vermu thet, daß die Absicht dieser Publikation die ist, sich a» deu Direktoren der Ausstellung zu rächen. Doch, was auch daran sein mag, die Thatsachen sind berichtet. London, 21. April. Das Parlament versammelte sich heute wieder. Im Unter hauie wurde Fawcetr's Bill, religiöse Tesle in der Universität von Dublin abzuschaffen, zum zweiten Male vcrle'cn. Paris, 21. April. Präsident Thiers gab am Samstag Abend im Palast Elmeecin großes Lever, bei welchem General Sebenck durch den amerikanischen Gesandten Wash barne vorgestellt wurde. M. Liepmau hat sich zn Gunsten des Ba ron v. Stoffel von der Bewerbung um deu freien Sitz in der Nallonal-Bersammluug zu rückgezogen. Paris, 21. April. Oberst Stosse! ist als Candida! für die Vakanz in dcr National- Versammlung ausgelitten. Paris, 20. April. Die Regierung hat Nachricht erhalten von der Ankunft des mit verurthcillen Communisten abgeschickten Transporischiffes „Orne" in der ivtrafcolonie Ncnealedonien. Das Fahrzeug hatte 430 Communisten an Bord, die auf verschiedene Zeitdauer nach der Strafcolonie verurlheilt wurden. Das Schiff hatte auf feiner Fahrt sehr stürmisches Wetter zu bestehe». Die Le bensmittel wurden knapp uns die Leute au Bord hatten große Entbehrungen zn ertragen. Dcr Scorbnt herrschte unter ihnen iu erschreck licher Wciie, uud es sind vrele dcr Gefangenen daran gestorben. Brest, 21. April. Das sianz. jiabcl ist gerissen. Der Elcklrijcur dcr Comp, sagt, der Bruch befinde sich 230 Meilen von Br^st. Barcelona, 21. April.—Mebrere Per sonen, von denen man weiß, daß sie kürzlich in der Karlisten-Armee gedient haben, wiuoerr hier kürzlich verhaftet. Perpigna n, 2V. April. —Die Karlisten hielten kürzlich in der Provinz Gerona eine Postkutsche an, nahmen die Post in Beschlag nnd plünderten sämmtliche Passagiere, welche sie dann erichossen. Die Föderal-Republikaner herrschen noch immer in Gerona. Sie machen unter allen erdenklichen Vorwänden Requisitionen. Gestern wurde die Kirche Maria del Mar von Freiwilligen umstellt, weil berichtet wor den war, daß dort ein Karlistcn Club seine Versammlungen halte. Das Gebäude wurde durchsucht, aber Nichts gefunden. ?! ew -A 0 rk, 21. April. Der Corre spondent des „Herald" Halle eine Unterredung mit Don Carlos, welcher sich zur Zeit in einer französischen Stadt an dcr spanischen Grenze aufhält. Don Carlos rechlfcitigl fein gegen wärliges Verfahren damit, daß die Akte, durch welche Jsabella Anwarlschaft auf den spanischen Thron erhielt, eine Verletzung des spanischen Grundgesetzes und infolge Dessen ungesetzlich war. Er beabsichtige deshalb, den Kamps um die Rechte seines Hauses, welchen fein Großvaler begonnen habe, jetzt fortzuset zen. Sein Regierungsprogramm werde sein, daß Alles durch die freien Eortes zu geschehen habe. Außer in dcr Politik wünsche er voll ständige freie Selbstverwaltung der einzelnen Provinzen und Gemeinden. Caslelar nnd Figueras feien Männer von großer Fähigleir, eine Republik sei jedoch in Spanien nicht möglich, ohne daß dieselbe den wildesten foci alistifchen Charakter annehme. Vo» Thiers fagt Don Carlos, er brauche dessen Intriguen oder Feindschaft nicht beson ders zu fürchten. Ueber Euba jagt dcr Prätendent» daß die Abschaffung der Sklaverei dorl unvermeidlich fei; diefelbe solle jedoch allmälig geschehen und nicht aus Kosten dcr Sklavenhalter. Reine Regierung in Spanien düife indeß in eine Trennung Cnba's von Spanien einwilligen. Türkei. Const an ti nop e l, IS. April. Die Eisenbahn zwischen Conilantinopel und Adrr anopel ist fertig, uud es gehen jetzt Züge zwi schen beiden Städten. London, 2l). Äptil.— Eine Depesche von Penang, in dcr Straße von Malaeea, berich tet heute, daß nach den letzten Nachrichten von Sumatra die Holländer bis an den Strand getrieben wurden und sich dort verschanzten. Es ist zweifelhaft, ob diefelben ihre Position hallen können, indem die Atchinefen wert stärker sind und noch beständig Zuzug erhal ten. Die Verluste der Holländer belrugeu seit Beginn der Rebellion üo» Mann; bieder Atchinefen waren jedenfalls weil gröger. Der Haag , 21. April.— Die Regierung hat Depeschen von Sumatra erhalten, welche melden, daß in einem Kriegsralhe beichloffen wiiid"e, die Operationen bis zum Herbste zu verschieben. Die Blockade dcr Stadt wird jedoch fortdauern. Tchiffs-Berichte. Hueenstown, 20. April. Die Dpfc. „Algeria," „Wyoming" und „Calada" sind von New-Uork hier eingetroffen. Moville, 21. Avrit. Der Dampser „Anglra" traf von New-Aork hier ein. Southamptou, 21. April.— Der Damv'er „Hannover" traf von New Orleans hier ein. ÄVarkr »nd Vörse. London, 21. April, 11 Uhr Vorm. Consols eröffneten ;u für Geld und Brief. Amerikaner," alle '6ser vli, '67 er 535. !«>.- 4ver 89ö; neue Fünfer 9«. Erie 525. Varrs, 21. April. Renten 50 Francs 5 Ctm?. London, 1«. April, Uhr Nachm. Erie 51^. L! ivervool. 12. April, Il Uhr Vorm.— Baumwolle eröffnete stetiger; Overl. Orleans sz. Verkäufe 10,000 Ballen. L r v e r p o o l, 21. April, 2 Uhr Nackm. — Baumwolle stetig; Verkaufe 14,000 Balten, Spekulation und AuSfudr 2000 do. Vertäuse von Savannaher oder Eharlcstoncr Banm wolle, saltig im April, zu Bon dcnscl. Ken Häsen im März und April verschiffte Baumwolle zu!»s. Brodstoffe rnhig. Schmal; 40z K>l. London, 21. April, 5 Mr Nachm. Consols schlössen unverändert, Bonds 18K5er alte SIH, Eric 51 j. Liverpool, 21. April, 5 Uhr Nachm. — Baumwolle schloß fest. Verlause Bal len, für Spekulation uud Anssrchr ">.OOO, amerikanische 8,000. März- uud Apot-Ein schisfungeu vonSavaunali und Eharkslon vj, Februar und März l) 7j16. Einschiffungen von Baumwolle aus Bom bay seit dcm letzten Berichte bis zum 21. d. 37,000 Ballen.— Zpeck 41s. London , 21. April.—Talg 4'Z-s Sä; ras sinirtes Petcoleum 14-14^. Londoii, 21. April, Abends. Terpen tin-Spiritus 40- Kä bis 4ls. Unland - TtpesHcu. Aus Waslnngtoii. Washington, 21. April.—Berichte sind von hier ausgeschickt worden, daß Sekre tär Tclano beabsichtigt, sich vom Anne;n rückzuziehen nnd bereits sein Abdankungsge such geschrieben hat. Dcr Sekrelärerttan die Sache für ginndlos. Das Fvrdciune;s-Gericht bat zuGuusten des Senators Catdwell geae» die Ver. Staa ten enti lieben nnd zwingt Letzlere, dem Se nator 535,869 zn zahlen, infolge eines Eon trakles für dcn Truppentrauspolt in Ne braska. Ober-Richter Drake war escgcu die Entscheidung. Die Grenz-Commiision ist nai> cincr beschwerlichen Tour in Texas anietoinmen und Halle einen kleinen Scharmützel mit einer Jndianerhorde, welche jedoch von dcr EZkocte schließlich verzagt wurde. Der Eommissär der Fichzncht, Professor Baird, hat Hrn. Green und vier tÄchnisen nach Georgia geschickt, um die von Deutsch land angelommenen St'or-Eiec in den südli chen Gewässern zu pflanzen. Die Angabe, daß die neuen Civildienft- Eommifsäre die Regeln abändern wollen, wird in Abrede gestellt. In den ersten drei Monaten dieses Jah res landeten in San Frarizisco 309« Emi granten, darunter 2504 von Cl>ina, 301 von Australien und 139 von Mexiko. Die Revenue - Einnahmen belieren sich hellte auf K 529,301.92. Der Krieg gegen die Mode»cS. Washington, April. —Gen. Scho field setzt großes Vertrauen in die Truppen, welche gegen die Modoes operiren. Diese be finden sich nach den neueren Berichten nech immer in den Lavaseldern. 2O. April. Soeben ist Frank Mrritt van der Front angekommen, von wo er heute Nahmittag um 2 Uhr abreiste. Er berichret, daß die Indianer noch im Pedregal sind, man hat aber einige Indianer in der Nähe des Platzes gesellen, an welchem Hovey ermordet worden ist, nnd die dazn bestimmt zu sein fchemen, die Verbindung mit dcm See offen zn ha'ten, um daö Lager mit Was ser versehen zu tonnen. Einige Druppen ste hen noch zwi'chen den Lavaseljen. Heute srüh um 6 Uhr macschrrte Oberst Perry mit B'lo Mann nach der Südseite des Pedregals, um die Indianer von den Onellen abzuschneiden. In Eapilän Jack's Hohle fand man die Leiche dcs Searfaccd Cliarley. Am Freitag wurde tn der Nähe des Lagers dcr Leichnam dcs Eu gene Hovels begraben. Derselbe war so ver stümmelt, daß er kaum mehr erkannt werden konnte. Die gefangenen Äloivri - Häuptlinge vZantanta und Big - Drec. Washington, 21. 'April. Bei der letzten Herbst hier mit dcn Kiowas gepfloge nen Conserenz ersuchten die Indianer die Re gierung um Freilassnng ihrer Häuptliuge Santauta nnd Big-Tree, welche wegen Mor des im Slaats;r>chthause zu Texas sitzen; sie versprachen, nichl nur rnhlg aus ihrer Reser vation bleiben zu wollen, sondern anch alle ge machte Beule zurückzuerstatten. Die Regie rung versprach, gelegentlich ein gntes Wort bei dem Gouverneur von Texas einzulegen, im Falle die Indianer künslig ihr Versprechen halten würden. Seit jener Zeit haben die Kiowas sich nicht nur rahig verhallen, sondern auch die Beute zurückerstattet, aber »isolge des kürzlich vorgekommenimModoe-Maffacreräih die Bnndesiegierung nicht, die beiden Häupt linge so rasch iu Freiheit zu setzen. Demnächst wird eine Berathung dcr Regleriingeagenten mil dcn Kiowas , Comanchcn nnd anderen Stämmen iin Indianergebiere staitsinden, wo bei die Angelegenheit der Freilassung beider Häuptlinge ohne Zweisel abermals zur Spra che gebracht werden wird. Dcr Brandstlfinng schuldig be funden. Boston, 21. 'April. Philipp Goldslein wurde heule :m Snperior - Criminalgericht prozessirt und schuldig besunden, seinen Laden Nr. 813, Waihingtonstr., in Brand gesteckt zu haben, nm an die Versichernngs-Compag nie auszuverkaufen. Der Angeklagte appek lirle, wmde abcr in Ermangelung von »1000 Bürgschaft in Haft geschickt. Das (Ltseubahn-slngtuce rn Rhode- Island. Pro vi dence, 21. April.—Bon den sie den Opfern des Eifenbahn-Unglücks bei Rich mond-Switch, sind vier noch nicht ideniisizirt worden. Frl. Austy Warren von Ablington, Mass., wird vermißt; man glaubt, daß sie sich auf dem Zuge besand. Wunderdoktoren in «Schwulitäten. Alba u y, 20. April. A. von der Gesellscha'tzurUntertrückung der Schmutz luerctur, womit von New-Hoik ansdaSLano überschwemmt wird, unternahm heute Abend eine Razzia ans die Quacksalber, medizini schen Pstlscher aller Art, Verkäuser von Lie beslränken und dergleichen Humbug. Reuden Brown, nllas „Dokior" Pardee, noch ein an derer Brown, Rosboro, Rash nnd Burrows wurden duich einen Besuch überrascht und zur Hast gebracht, drei davon jedoch später ge g'.n »3000 Bürgschaft ein Jeder wieder freige lassen. Den Prozeß haben alle am Donner stag vor dem Ler. St.-Commisfär zu bestehen. Außerdem wurde eine ganze Wagenladung voUSchmutzl>icralur,obi?rncrßilderu. Drgl. mit Beschlag belegr. Der Geldmarkt und die Aktien- Börse. New - ?10 rk, 21. April. Die Aufre gung in dcr Wallstr. hal sich gelegt, und alle Befürchtungen sind gefchwunven. Die Woche begann mil einer besseren Stimmung. Gold erössnete zn II7H, fiel anf l l?H und siieg dann wieder auf 1175. Der Grund dieses Weichens ist, daß einige der bedeutenderen Goldspeku lanten stark verlausten, weil morgen oder übermorgen die Maiziusen flüssig werden. Fremde Wechsel sind um H pCt. geitiegeu; ne bringen jetzt IoBj auf 00 Tage und Iollj auf Srcht. Geld eröffnete zu 7 pCt. Gold stieg dann auf Ijl6 pro Tag. Es herrscht größere Nach frage nach guten Handelspapieren. zitew-Aork, 21. April. —Geld besser und mehr; das höchste Angebot ivar 1j32 pro Tag und 7 pro Jahr. Wechsel stärker zu 8 7jlö Gold schwach zu 1175-117 K. Obligat, schlössen fest; Sechser 120?; '62 er Aktien flau aber stetig; Central 102; Erie eez; Lake-Shore l>2j; Jll. Cent. Pittsburg 88j ; North-Weslern 81 ; Prioritäten 87; Rock-Island 10öi. Bilanz dcs Unterschatzamtes: 843,697,881 in Gold und 517,540,106 in Courant. Der grösite Theil de-. Raubes an de; ~<sank von England" wieder erlangt. New-H 0 r k, 2>. April.—Die Wiederer langung von nahezu 5250.000 in Bonds, welche Summe von MeLouneU, Bidwell u. A. durch Fälschungen aus der „Bank von England" erlangt worden war, wurde heule gesichert. Am 5. März wurde der „North Atlantie- Expieg Komp." in London ein Koffer von xinem Manne übergeben, we'cher sich C. Los sing von Turubridge, Wells, nannte. Der Koffer enthielt angeblich Kleidungsstücke und Ivar an Major George Matthews, N,-3)>, adreffirt; derselbe sollte in dem Expreß-Bü rean, Nr. 71, Broadway, bleiben, bis der Eigenthümer danach frage. Das Frachtstück kam am 20. März mit dem Dampfer „Luba" hier an und lag seitdem in dem Expreß-Bü rean. Am letzten samstag erschien eine Frau, welche sich Frau George Matlhews nannre und eine Order von George Matthews vor zeigte, ihr dcn Koffer auszufolgen. Mittlerweile war dcr Anwalt der Bank von England auf diesen Koffer ausmerkiam ge macht worden nnd er veranlaßte die Eomvag nie, denselben bis heute zurückzuhalten, heule aber wurde derselbe in Beschlag genommen und dcm überMcDonnell'S Gelder ernannten Masse Curator übergeben; sein Inhalt bestand in Kleidern, zwei feinen goldenen Uhren, ver schiedenen kleinen Anikeln uud drei in Lein wand gewickelten Rollen 5.20 er und 10.40 er Bondö zum Betrage von 5220.950. Die Bonds trugen dieselben Nummern als dieie nigen, welche Bidwell aus der Bank erlangte, dem Koffer befand sich ferner die Karte Bidwell's und ein Memorandum vou seiner Hirrd. Bon dem ganzen Raube, etwa 5300,- 000 ist jetzt Alles bis aus 530.000 wieder er langt. (sin neues cubanischec Kriegsschiff. New -Ä) or k, 21. April.—Eine Depesche van Philadelphia meldet, daß dort ein Han delsschiff angeblich nach New-Orleans abge fahren iit, von dein man aber vermuthet, daß es zu einem eubanischen Kanonenboote be stimmt ist. Von San Domingo. New - ork, 21. April. Die St.Tho mas „TIMeS" vom 29. März bringt Folgen des auS Puerto Plata: „Das britische Kriegsschiff „Niobe" kam am 20. d. MtS. hier an, um Erkundigungen über die Affaire zwischen dem Gouverneur und dem britischen Consul in Bezug auf das gewaltsame Eindringen in die Wohnung oder das Consnlat des Letzteren uud gewisser dort befindlichen Personen einzuziehen. Der Com mandeur des „Niobe" hatte eine Zusamwcu kunsl mit dcm Gouverneur, und Letzterer wei gerte sich, die Gesungenen auszuliefern, indem er vorgab, diefelben ständ'en außer dcmßereiche feiner offiziellen Macht, da er Ordre's erhal ten habe, sie nachMaeoris zn senden. Schließ lich wies er den Commandanlen an die Re gierung in der Stadt San Domingo. Es wird berichtet, daß das Verhallen des britischen Consuls allgemeine Billiguug ge funden habe. Etwa fünfzig in Puerto Plata ansässige britische Unterthanen haben eine Adresse unterzeichnet, welche dieser Meinung Ausdruck verleiht, und man behauptet, sogar die eliigeboreuen Bewohner dcr Stadt hättcn diese Aorcffe uutcrfchricbcn, wenn sie ihnen zu diefem Zwecke vorgelegt morden wäre. Gen. Taylor, welcher mit dem Dps". „Tyvce" an kam, ist der Ansicht, daß dcr Gouverneur im Unrecht sei; nichtsdestoweniger beharrt er jedoch ans dem Wege, den ihm seine Ralhgeber vor gezeichnet haben. Gen. Plabo Villanneva, der Befehlshaber des Forts, wurde an Bord der „Niobe" eingeladen. Viele sind d.r Ansicht, daß der General sich weit besser zum Gouver neur eignen würde, als der gegenivärlige In haber dieser Stellung. Aernnsckte Vcpcschen auö Sicw?jork. New-Uork, 21. April. Die Produ zenleii und Consumenten dcs Landes beab sichtigen,hier am 7. Mai eine National-Con vcniion abzuhalten. Die bankerotte Firma Barton Allen wiid sich auslösen, uud Barton wird das Ge schärt allein fortsetzen; die Verbindlichkeiien der Firma belanfen sich anf SZ 10,000. Am 25. Marz ist der franz. Postdam pfer „Gambie" an der brasilianischen Kiiste gescheitert. Alle am Bord befindliche Perso nen wurden gerettet. Im Gerichte sür „Oqer und Tcrmincr" bekannt? sich Fitzgibbons dcs TodtichlagS au John O'Hara schnlsig nnd erwartet fein Uitheil. Der Dampser „Italy" kam von Livcr- Pool und der Dpfr. „Albemarle" VLN Ber mnda hier an. Die „Tammanl>"-Gesellschaft erwählte gestern neue Lachems für das laufende Jahr. Die meisien der ausständigen Arbeiter dcr »N.-N- Gas-Comp." haben jetzt ander wenig Beschäftigung gefunden. Die „Bnll'S Hcad-Bank" nimmt am Mittwoch ihre Geschäfte wieder auf. Es wird berichtet, daß Maior Thos. Hcxin von Patterson, N.-J., zum amerikavi fchen Consul inJerusalem ernannt worden ist. Die Libellklage des A. B. Davis gegen die „N.-A. Times" um §50,000 sür Scha denersatz wegen Ehrenkränknng kam heute in sonderbarer Weise zum Abschluß. Davis sollte vernommen werden, als der Anwalt dcr „Times" Ein'prache erhob, daß T. ein be st! Aster Verbrecher sei; dieses machte dcm Pro zesse ein Ende. Kühner Äaub in Philitclphiei. P r> i l a d e l p h i a, 21. April. Gestern Abend wurden acht nach New-Aork bestimmte Frachtwagen, welche auf dem Geleise der „Pennsqloania-Bahn" standen, von Dieben erbrochen und ausgeplündert. Mehrere Rol len Wachstuch ließen die Diebe aus dem Trottoir stehen. Tie Hanptsracht der bestoh lenen Wagen bestand auS Taback, Mehl uud vermischten Artikeln. Die politische Entrechtung in Ar kansas anfgcvoben. Little-Rock, 2U April.— Gouver neur Baxter hat eine Proklamation erlassen, daß die Bevölkerung das die Entrechtung aushebende Amendement zu der Constitution ratifizirt hat. Dcr Frieden mir den Avachcn. Sau Franz i S e 0, 20. April. Spe zialbcrichte übcc die Friedens - Conferenz in Camp Verde, Arizona, fino heute Abend hier eingetroffen. Die Conferenz hatte die unbedingte Unter werfung der India-rer zur Folge, unter den selben sind zwei dec gcfürchletsteu Avachehor den. Dcr Frieden ist das Resultat einer voll ständigen Niederlage der Apachen nach zwan zigjährigem Kampfe. In der letzten Kam pagne wuroen über 200 Krieger getödtet. Die Conferenz begannMorgens öw Uhr „Crock»,," ein Mojaoe<Zndianer, fungirie als Dolmet fcher. Dcr jiriegshünptling der Torrlo Apa chea schloß sich mil 150 Männern, Frauen n. Bindern der Rathsversammlnng an, die Krie ger legten ihre Wasien nieder, als die Unter redung begann. Die Apachen - Häuptlinge sprachen zuerst. Sie erkannten sämmtlich ihre vollständige Niederlage an und gaben dann ih ren Wünschen Ansdrnck. Gen. Crook erwiderte kurz und nahm ibre Capilulaiiori an. Die Häuptlinge veriprachen, allen umherschweifenden Indianern Nachricht zu geben, herbei zu kommen und ihre Uuler wersung anzuzeigen. Gen. Crook versprach, den Eilbolen, welche die Friedensnachrichl zu verbreiten haben, Pässe auszustellen. Als die Conferenz ge schloffen wurde, begaben sich die Häuptlinge nach dem alten Milirärposten, wo ihnen ein Festschmaus aufgetischt wurde. Die Politik des Generals wird die sein, die Indianer human zn behandeln, sie aus Rescr valionen zu vertheilen, ihnen keine Verspre chungen zu machen, welche man nrchr halten kann, die Ordnung unter ihnen ausrecht zu hallen, sie au Erfüllung der einfachsten Pflich ten zu gewöhnen und ihnen aus diese Weise klar zu machen, daß der Frieden für sie besser ist, als der Krieg. Zwischen den Offizieren, den Beamten nnd den Indianern herrichi vollständige Einhellig keit und man hegt keine» Zweifel dara», daß jetzt endlich ein dauernder Frrede gesichert ist. Neuere Berichte von (suba. Havanna, 19. April. Ein hier einge gangenes offizielles Telegramm berichret, die Znsurgeulenbande unler Calixio Gaiela sei am 15. d. M. von den spanischen Truppen geschlagen worden. General Riguelme mel det, es feien dabei 21 Jnfurgenten und 4 Spanier getödtet und 13 Spanier verwundet worden. Zu CardenaS hat die Polizei eine Anzahl angesehener dortiger Bürger wegen Spielens uni Geld verhaftet, darunter den ersten Richter der Stadt. Havanna, IS. April. Der neue Ge ncral-Capilän von Euba, Picltain, ist gestern hiereingeteosseu uud wurde bei jernerLandung feierlich empfangen. Eine ungeheure Men schenmenge war bei seiucr Ausschiffung zuge gen. Als der neue General-Capitäu durch vie Straßen suhr, wurde kein Laut und kein Hochruf gehört, nicht einmal ein Hoch für Spanien war vernehmbar. Diese Slille soll eme Folge dcr ausgesprengten Gerüchte gewe sen sein, daß die Republikaner beabsichtigten, eine Demonstration zu machen. Diese stellen jede derartige Absicht iu Abrede. Gen. Pscltain's Programm ist bis jetzt noch nicht bekannt. Seine erste Maßregel wird die fein, neue Deputirtenivahlen für die Cortes anzuordnen. Bei dcm offiziellen Empfange jagte derGe neral-Capitän, er hoffe, er werde bald im Stande fein, mi'.Hülfe der Loyalen die Rebel lion zn unlerdrückeii. Den O.ualtjermcisteril sagte er, er werde strenge Controle führen. Gen. Pieltain hat augenscheinlich einen gulcn Eindruck gemacht. Der neue Gencrat-Capitän hat eine Pro klamalion erlassen, welche an dic Soldaten, das Volk und au die Freiwilligen gerichlei ist. Ten Soldaten sagt er, daß ihnen ein strenger Felddiensl bevorstehe; er beabsichtigt, einen weiteren entscheidenden Versuch zu machen, die Insurrekrion zu unterdrücken. Dem Volke sagt er, seine Mission sei eine äußerst schwie rige, den Frieden so herzustellen, daß Jeder in die Lage komme, sich dec vollen Freiheit zu er. freuen, welche den Cubanern als Bürger einer großen Nalion jetzt zustehe. Er verlange dic Milwirkung eures Jeden, damit allenthalben Gerechtigkeit geübt werden könne. An die Volontäre wandte er sich folgender maßen: „Ich schätze Ihren Patriotismus, Ihre Loyalität und Ihre Opscrwilligkeil nnd rechne ans Ihrc thätige Mitwirkung. Ich wer de Ihnen immer als loyaler Spanier mein volles Vcrlrancn beweisen, abcr Sie müssen auch Verlrauen auf mich fetzen. Wen» die Jusurgenien Reue zeigen, werden wir sie mir offenen Armen als nnsereFrerrnde empfangen. Ziehen sie es aber vor, unsere Feinde zu blei ben, so werden wir sie unaushörlich bekäm pfen. Gen. CebollcS hat eine ganz sonderbare Abschiedsproklamalion erlassen. Gen. Primo Rivers hat das Amt dcs Ge neial-CapitäriS in Pono-Rieo angctrcten. Ein Schooner vcrmisit. 2l. April. Der sranzösische schoouer „Stella Maria," welcher am 14. März von hier nach St. Pierre, Miguelou, abging, ist nicht au seinem Bestimmungsorte angekommen. Ärcnidc. C h ic a q o, 21. Aug. Die Mahlmühle und Destillerie dcs Jahn Barr in Morris, Jll., brannte am Samstag Abend ab. Ver lust K 30.000. in Bestaliurgen zu Beamien »rliieiir hade. Tic liazt-sleucrn wüiden allenibaldrn eiligetrie Quartal . nur deiieieii sich aber in cei selpeii veriode ds. I. sei»,>,io. Telegraphisches Allerlei. Die Pferdeseuche ist jetzt ziemlich aus Arizona verschwunden, und die Postkruschen haben ihre Fahrten wieder anfgcnomiiicn. Hcule wird der erste Spatenstich an der „Texas - Pacific - Bahn" bci San Diiiao, Cal., gethan werden. Die Behörden von Rhode-Island haben eine Untersuchung dcs schrecklichen Unglückes auf der „Sloi'.iiigloii-Bahn" angeordnet. Dominik Gavin stürzte gestern bei PotlSville, Pa., in einen Stollen und war auf der Stelle iodt. Der Welland-Caual wurde gestern sür die Schifffahrt wieder eröffnet. Anch der Penobscot in Maine kann wieder von Schif fen befahren werden. Zn Chicago frct gcstcrn Abend wicder Zchuce. Palmcr'S neues Hotel i.r Chieago hal schon wieder zwei gesorderl, gestern liürztcn zwei Männer von einem Dachstnhl- Gerüstc; Einer war aus dcr Stcllc loor nnd dcm Andercn waren beide Beirre gebrochen. —'Nach neueren Berichten grasstrt der Aus satz unter den Eingeborenen auf den Sand wichs-Inseln in entsetzlicher Weise. —ln den „Vulean Works" von Züd-St. Louis legle cm Samstag dcr größte Theil dcr Arbeiter die Arbeit nieder, weil aiivcrc Wertführer angestellt worden waren. —lnfolge einer liisttullion des MayorS a» die jeolizei wurde vorgestern das SonntagS gesetz in Pillsburg, Pcunj., streng durchge führt. Alle Wirryschafrea und Conditoreien waren geschlossen. DicProklamation des fünfzehntenAmen dewents wurde gestern von den Negern in Richmond unter entsprechenden Feierlichkeiten durch eine große Parade gefeiert. Tie Neuerung von Prince Edwards- Island hat in der letzten Wahl eine Nieder lage erlitten. Gestern fand in Ciucinuati die erste große Chorprobe sür das am 2. Mai begin nende große Sängerfest stall. Präsu enl Graul erhielt gestern Abend in St. Louis eine Serenade. Iu Elneinnatr haben gestern die Gas haiiSschüier bis aus 1 die Arbeit eingestellt. —lm westlichen Kansas soll cm schreckli ches Prairieseuer wüthcu. Lokalberichte ans Washington. Washington, 21. Apiil. Alex, andria versuchte sich am letzten Donnerstag eine Frau, 'Namens Madisou, vor einen vor übcrsahrendeu Eueubahnzug zu werfen, wurde abcr von umstehenden Personen an der Aus führung der That verhindert. Pardee, lelius Nev. I. Hale Barney, soll auch verschiedene dcr hiesigen Tistrilrs Beam ten beschwindelt haben. Hr. Edmunds, dec städtische Postmeiiier, ist dcr Anficht, daß der Schwindler KIC,OOO bis F20.000 coltekiiN haben wruoe, falls mau ihm 48 Tage Zeit gelassen hätte. Hr. Columbus Jessers starb am Sonn abend plötzlich am Schiagslusse. Die Hy. Hermann ötuchner, Hcrinann Michaelis, Heinrich Kraus, Carl Dcvantier, Heinrich Lieizinauu und Johann Mengcr, Beamrc des „ bhönix-Aibciter-Unlcrstützungz- Vercins," reichten heute ein Attestat der Ancr kcnnung dcs Vercins als Köiperschaft ciu. Die der „Washingtoner Bi bliothek-GescUschast" erwählten am Sonn abend folgende Beamten: William O. Force P.äsident, F. H. Sinrrh Schatzmeister, und I. Mergs Selrerär.j Die Lehrerinnen derConnty Schulen 0» ganisirien am Sonnabende einen Verein und wählten folgende Beamten; Hr. Joseph R. Keeue, Präsieenr; Frl. Emma Müller, Viee- Präsieenliii; Frl. R. Belle, Selretärin; Mao. F. Douglas, Schatzmeister»!. Heute Morgen kam ein Neger, Namens Rowsec, »am dein Slationshanse des vierten Bcziris unc> meldete daselbst, daß an der O- Straße, zwischen der 20. nnd 21. Srraße, dcr Leichnam eines sarbigcniiindes in einem Käst chen nnsgesrrnde» wvroeu fei. Bald darauf biachle HoUzist Riley das jiästcheir Mit dein Kinde nach dem Stalionshauje. Bei näherer Unter uchung eigab es sich, da>z das>tino Mit teln eines um den Hals geschlungenen Srricke? erwürgt worden n ar. Gestern wurden siins neue Erkrankungs- Fälle an den Blattern bei derSanitälsbehörde zur Anzeige gebracht. Vermischte Berichte. New-i') ork, 21. April.—Schiffbruch ei nes sranzönichcn Postdampfers.) Es ist hier die Nachricht eingetroffen, daß dcr französische Postdampser „Gambie," welcher ain Lv.'Fiär; von Rw-laneiro nach Bahia absegelte, am 25. desselben Monais in der Nähe von Ila yuna, ungcsähr 17 Dtcilcn von Bahia enl fcrnt, gestrandet ist. Die Passagiere, die Post und das Gepäck wurden gerettet und ein Theil der Passagiere segelte am 3i>. Mär; mit dem Postdampser „Noie"nach Europa weiter. Die Beoöikeinng lhar übrigens Alles, was in ib rer Macht stand, um däs Laos der Schiffbrü chigen zu mildern. Schiff und Ladung sind indessen vollständig verloren. Die„Gambie" war ein neues ischisf erst vor einem Jahre gebaut—von 30W Tonnen Gehalt. (Die Pilgerfahrt nach Europa.) Am letzten Samstag segelten folgende sieben Dam pfer größlenibeus mit einer großen Zahl Kajüten-Passagiere-nach Europa ab;,. Mai»" nach Bremen, „Adriane," ..Calabria," „Cil>> of Antwerp" und „ Spain" nach Liverpool, „Bille du Havre" nach Havre und „Califor nia" nach Glasgow. An den vorhergehenden Tagen der Woche gingen folgende fünf Tam pser nach europäischen Häfen ab: „Bremen" nach Bremen, „Silejia" nach Hamburg, „Russia," „Idaho" uud „C>ty of Washing ton" nach Liverpool. Der Dampser „Ca labria" mußte wegen einer Beschädigung sei ner Masäune wieder umkehren und wird erst nach Reparatur derselben in eiuizen Tagen feine Ruse antreten. —hinsichtlich dcr Wiener Weltausstellung hat sich ciu Correspondent eines hiesigen eng lischen Blattes bemüßigt gesehen, allerlei Be richte zu »vermitteln, welche mit den sonsti ge» Nachiichlen der europäischen Zeitungen in diicktkm Widerspruch stehen, so daß man zu dem Schlüsse kommen muß, es liege den selben eine gewisse Tendenz, wenn nicht Ma lice zu Giundc, So Herden die Themata variirt, daß die Ausstellung am Eröfjnnngs tage roch gar weit im Felse fein werde, daß NttMine? die Mehrzahl der Commissäre vollständig in compeient sei, daß furchtbarer Wohiiiings- Mangel und schreckliche Theuerung in Wien herrschen werde, und schließlich bringt der be treffende Correipondenr, dcr vielleicht rnhig in New-Nor'k sitzt, »och das Schreckgespenst der Cholera znm Vorschein. Es hätte kaum der Einsendung von Seiten des ökireichischenCon sulats, welche gestern zur Widerlegung dieser Angabe erschienen ist, bedurft, um die betrcf sendcn ~Co:rc'pondenzeii" in ihrem wahren Lichte erscheinen zu la'scn. Die WcllauSstel lung wird am 1. Mai nichr nur eröffnet wer den, sondern wird auch au d-esein Tage wer ter vorgerückt sein, als iigend eine srühere bei der Eröffnung, und jedenfalls viel neuer, als die dagegen kaum in Betracht kommenden Ausstellungen dcs ..American-Institute" bei idrer Eröffnung zn sein vslegen. Was die Wohnnngösrage betrifft, so ig hervorzuheben, daß in Wien ein WohnungS Nachweisungs- Bürcau existirt und daß vorauSüchtlrch wäh rend dcr gauzcn Ausstellung Wohnungen von S2O bis K3O pro Monat und von 51 bis S 5 pro Tag, je nach der Lage uud Größe, den Besuchern zur Versüauug stehen werden. Die Berichte über die Cholera nennt daö Gene ral-Consutat „durchaus unwahr." (Elwas aus dem Ge'cheistSbetriebe der „New '.')ori Lebens - Versia.cru»gs - Gesell schaft." Ein gewisser Dooley hatte sich mehr mals an obige Gesellschaft um eiu Ansehen von 515.000 gewendet, war aber jedesmal ab gewiesen worden. Schließlich wurde ihni von seinem Agenten ernem Liegen schaslsmä-ller, bedeutet, daß, wenn er sich an Wm. L. Whireaiore wende, so würde er z lm Ziele kommen, da der Oheim desselben, Hr. Bnrion, Vorsttzer des Finanz Coinile'S ter Gesellschaft fei. Dooley lanr auch wirklich zum Ziele, halte aber doppelte Commissionen (LI50) an Whitmore zu einrichten. DiesesGe ichäst kam nun dadurch an dic O'sfentlichkeit, daß den Whilemorc sür die Hälfte der Commiision in dem Civilgeiichte des 6. Distrikts verklagte, da er di-'selbe zu beanspru chen habe. Richier Laue sprach ihm dieselbe auch wirllich zn. ilarl Crenz, der in Folge eincr Depesche aus Celle, Hannover, welche ihn beschuldigt, seruen Compagnon beschwindelt zu haben, neulich verhairet wurde, hat sieh einschlösse», nach seiner Hcimaih zurückznlehien, um sich persönlich aus jede Anklage, dic gegen ihn et wa erhoben werden töniile, z r veraniworien. Er hal mil dcm Dampfer „Main" die Rück reise angetreten. Am Freilag wurde eine angeblich von es seieniden Gasenbeiter» unle-zeichnete Pe tition von zwei Ai beilern, die früher bei der „New.Hork'Gas-Compagnic" beschäftig! wa ren, dein Präsidenten 'derselben übereeicht. Zie sagen darin, daß sie des langen Haders und Haullenzenö müde seien n. wieder in ihre frühere Stelle eintreten möchten. Daraus wurde ihnen die Antwort, es seien gegenwär tig keine stellen leer und könnreii auch keine irr außerordentlicher Weise leer gemacht wer den. Die feiernde» GaSarbettcr behaupten, die Petition nicht unterzeichnet zu haben und erklären das Ganze sür einen T ick, dcr ihnen von den Gegnern gespiell worden sei, nm ih neu dic Vergeblichleil ihres AusstandeS zn zeigen. Bci nahcrer Benchngung dcr PeNlivu stellte es sich danu auch heraus, daß die Na. inen elller vou ein und derselben Hand ges hrie ben waren, welche deu Text des Gesuchs ge schrieben Halle. Die Stadt >nein » a t i, anch Porko wird, wenn man euieni in <st. Lonis erichei neiideii Blatte glauben daif, anf der Wiener Weliarisslelllllig in eigeinhümlicher Werse ver lrclen sei». Sie wird lebensgroße Portraits mehrner rhrcr angesehensten (alleldings bereit.' mit Tode abgegangene«) Einwohner zur Wie. uer Well-Ausficllniig senden. Es sind Bil der berühmter Schweine, die in Cineinnau ans dem Felde der .nidnilrie gefallen sind. He > fenrlich wild Cincinuaii mit diesein Aneslel liiugsarlikel viel Lchwein haben." Hillsdale, Mais., 1,1 ein katholi sckcr Geiül'.chcr, Namcüö 4'attict Shcha», unter lmistcriösen Umstanden, wahricliniiüch an Vergiftung, qeiiorlicn. Äan glaubt die Uljache seine? Todcö darin suchen ;n müssen, daß zum Anstrich dcr Winde dcd Pfarrhau ses Pariser Guin verwendet worden war. Tcr Lorgänger Shchan's im Psarramte und eine dritte Person sind in demielben Hause unter ähnlichen Znmptoincn gestorben, wie Sizehan. Das Mordweili an r a ai r wurde in San Franzieeo von den Geschworenen ver nrtheili, chreni Peitheiknqer die rückständige Honoleusuluinc von nebst Zinsen ;n zahlen. Einem amelii'.ins.hen Äalle >vjrd mit gro ßer Befriedign,; von Haris geschriebe.l i „T aS amerik a»>s ch e Element hier Nelit alle anderen Änsländer i» den Schallen. Tie schönen Töchter dcr amerikanischen Mil lionäre haben den HeiratliSinailt der adeligen Äelt vollständig monopolifirt, so daß wenig Hojsnung sür aiid>»s<Lamcn vorhanden »!, die sich nach einem Baronen , Grasen- oder Herzogeillei sehnen."--Tie Zchwachlieit der Ämerikanirinnen, nach den dieponibcln Ali legern europaiichee iinr!lei'chäuser haschen, ist schon oft nnd mit gegeißelt ivo.den. Zill Hierhin aber ist diese Schwachheit i>och verzeihlicher, als die moralische Bellommen heit dcr Sprößlinge „nobler Familien," die eine Ehe eingchen, um—sich von Schulden zu befreien. Aus Hamilton, O!i>o, wird ein !vall ganz überraschender Treulosigkeit einer Schö nen aus der bolaekei berichtet: Ein junger Pole, der erst vor kurzem eingewandert war, Ijigeö Leben eine beträchtliche Hieie Ersparnisse ichickle er nnu vor wenigen Monaien an ein Mädchen in seinem altenßa tcrlllnde, mir dem er seit Jahren veilobt ge wesen war, um ihr Renegel» nach Anierila zn bezahlen. Am letzten Freitag erhielt er ein Telegramm, sie am Bahnhofe zn erwarten; aber man denke sich seine Eiltiän'chnng, als ste ihm bei ihrer Anknnkt einen Mann vor stellte, den sie bald uach dem Empsange seines Geldes-qehenalhet hatte! Ob in Aubetrücht dcr Bcidiciilte, sich der «veldsender nm de» neuen Eh-chund erworben hatte, nachträglich eine „Theilung des po!ni>ä>en Reiches" statt fand, das mag der Lzar wissen. In Cincinnati habsn alle Crispinen die Arbeit eing stellt Ulid nenn Schnhsabli'en stebeii sliU. haben die Arvcit gebcr eine Nelsammlun > gehalten und be schlössen, unter leinen Umnänden nachzuge ben. Tie unglückliche Euuordang de? 'li!. Reardon hat bis zn gewissem Grade oaZ pub likum den Criipine» eutsremder. Die deutschen Republikaner in der eniporblühcnden Stadl Denver, in Colo rado, haben der doetlgen repnblilanischen Pcutei, weil diese sich »on Sonntags- und Temperci'Z Tliraiiuen gängeln läßt,eine derbe Leltion criheili. Sie warsen bei der donigen Stadiwahl 'hre Stimmen in die Äsaagichale der Gegner dcr repiiblikaniichen Partei, nach dem diese Gegner Garantien dasür geboten hatten, daß unter ihrer Herrschaft keine solche Tyrannei ausgeübt werden würde. Das durch die deutschen Z-nmmen herbeigeführte Wahlergebnis bestand in einer gesalzenen Niederlage Repnblitaner nnd d>r dieser gängelnden Fanatiker undHcuchler. (^ll.St.) Noch immer reichen ste den liugcl - beulet aus Deutichiand über den Ozean herüber ;n den Deutsch Amerikanern. Auch her in Stalbach that dies jetzt und will deulsch-amerikanische Spen den haben sür das schon seit IBüs projeklin? Marbachcr Schilicrdciikmal, das noch immer nicht ;u Stande komme» will, obgleich schon im Jahre tB.»S der Grundstein dä;n gelegt wurde. Das Gcburtsstädlchen Schiller's Hai feine Schiltershöhe nnd sein Schillerhaus mit fremden Geldern erworben), nnd konnte anf ein Schillerdenknial, wenn es das selbe nicht ans eignen Mitteln herstellen kann, um so füglickier ver;i»len, als in größeren deutschen Städten immcr mehrSchillcrilalüen erstehen. Uebrigens gebührt dem Marbachcr Schiller-Comite das Lob großer Snarjam. kcit; denn als Ausruf an die Deutsäi-Ameri kauer benutzt es ein altes schou vom 'No vember datincSCirtular, worin es eben falls um milde Beiträge bat. Da dies Cir kular in Deutschland Nichts hals, je wird eS jetzt aus dem Staube hervyrgeuichi, um den LandSleutcn jenseits dys großen Bachs als Bettelbrief 'uzeschickt zu werden. In Shcboygan, sich ein Frl. Mahlenlinrg, die '>it lahrcn an den dor tigen öffentlichen Schulen wirkte, aus Gram ! darüber, daß ihr Verlobter, Dr. C. Muth, sich veraulaßt sah, das Verhältniß plötzlich abzubrechen, vergiftet. Vor ihrem Tode ließ sie den Treulosen rufen, um in seinen Armen zu sterben. Die Theilnahme des Publikums an dem tragischen Ende d>r allgemein belieb ten jungen Dame, nnd die Eiiirünnng gegen ihren ungeüeueu Berwbicn war so daß Letzterer sich veranlagt gesehen hat, die Stadl n aller Eile zu vei laufen. Neue Anzeigen. 'Aus.zcpaslt Zrükjnhrs u: port.7 tiv! icu. Hekritder HödgtS, Nr. 2:!, Han^vcritras!?, Inpanesische Poplins, schwarzc AlparaS Acttcn.-RicdcruM Frey, TiZalvert Nr. -tl, Nord Gaystraße, der iZeUow öa!l>" gege^ader, Die und Astc. Tie mit: leicht lanse ,i d e M HZ N ' Hmc jche ü Ii m „ >' ch i u e gute» de» Käufern eo«'ve»ir!.'udelr Bedingungelt verkauft !!>>. Nnrd l>!>nrl?s?:r.. Agenten in jedem (7onntN» > N?r >.>!' uuc > i j L. Morrison Ecke der Sbarp- lind t'>erm.i I'lr., Ballo., Gaö-, L ,'.sscr- Tampfmai.li tu ,! ?. snr oor, lii> lich >k s l >u > n.l - von I—Nr. 7. OK.V.V'ü: I'l i !>>.?!>/> NU >.!/' L.-l?.r. Große . F!v. a !>, M.t^U- Dc WiüÄqcnt, lJanl?,l2Mle,iaT.'> Die «ützlicyste (vrsu'.duiu, der Änt. Ziäike sollte ui icver qew werden. Comp., Nr. Ritt), We st oinl) a? dst r., Baltimore, Md. All uiid Gm'mc - Ilahüüfcr! N:r M>l.l hat>c.i. g II t c s B r o d lii a ch t, Juli» N. Torsc!,'» Pionecr-^aniilicil-, Pioncer-E^tra-, und Tcv?rtLi»-Ertramcl>l. Vuqcili anS: Sc?. <x„s Ociloe.iftiajj«. (Mai»', li,'.) (klastische Tchlvaultti- Matiatzrn, Polstrr, >usj?!l s. w., Spri n q , eoe r-Ae tt c n !r«liibrr ü»«!ii>r-'»!> «. i. , und <iirchen-t<olster, «»>e,ial,l Me».r7.l2Mtc»l ,7^°!"""'^^ üirr»! vom Fabrikanten sud svart 2.; l Altöbclti, L.'aöeii:(vl,lrjct>- Ladcntisci»?, <svun terH u. s. w. Thomas G. Tnrner, Fabrikant von Excclli 0 r - <) o l Nr. «z, Tlvattftrnüe. < VÄ /L SA h ?? t Z ! rk. 5.D -v- Dießaltimorer Riuct- und - E ck e »d er President- nnd Fawngraße, K SLm. Gilmlir von Wm., Z

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