29 Nisan 1873 Tarihli Der Deutsche Correspondent Gazetesi Sayfa 1

29 Nisan 1873 tarihli Der Deutsche Correspondent Gazetesi Sayfa 1
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Und Sie, mein lieber Graf, fragte oer Kaiser, welche Rolle spielen Sie in vem großen Trama? Ich bleibe jetzt hier, antwortete Graf Rivero, um die Situation zu verfolgen und stehe stets zu Eurer Kaiserlichen Majestät Verfügung. Sie haben mir durch Ihre Mittheilun gen einen großen Dienst geleistet, sagte der Kaiser, und mich er wendete sich gegen Klindworth vielleicht vor einem Fehler bewahrt. Ich glaube, mein lie ber Staatsrath, die Unschlüssigkeit ist vorbei. Und nun, rief er lebhast, an's Werk nach allen Richtungen, ich fühle Muth und Zuversicht und hosse, das alte Wort wird wieder wahr werden: c«t orki uuivsrs sc»!" ~/lcl 6oi gloriam" fügte der Graf mit leiser Stimme hinzu. Der Kaiser neigte das Haupt und rief dem Grafen, welcher sich mit dem Staats rath Klindworth zurückzog und in der Thür sich noch einmal verneigte, zu: Auf Wiedersehen. Tann setzte er sich cm seinen Schreibtisch uud schrieb mit fliegender Hand zwei Bil lets, die er mit seinem Handsiegel ver schloß. Er klingelte dem Kammerdiener und ließ den Flügeladjutanten rufen. Fürst Liechtenstein trat ein. Lieber Fürst, sagte der Kaiser heiter, lassen Sie diese Billets sogleich an Eren neville und Mensdorff abgeben! Ter Fürst nahm dießriese und entfern te sich schweigend. Jetzt, rief der Kaiser, indem er ausstand und den strahlenden Blick emporhob ist die Anschlüsfigkeit vorbei Gott schütze Oestreich! Neuntes Kapitel. Eine freundliche Nachmittagssonne schien auf das stille Pfarrhaus zu Mechow. Die Rosen blühten in den von Buchsbaum um rahmten Beelen des sorgsältig gepflegten Gartens, dessen weißgeslricheneLauben sich zu beranken begannen. Tie geräumige Vorflur, deren Thüren weit offen standen, war mit Sand bestreut und mit kurzen Tannenreisern umlegt. In dem großen Wohnzimmer desPfarr hauses, dessen einfache Einrichtung den Geschmack bewies, welcher hier waltete, dessen schneeweiße Fenstergardinen zugleich Zeugniß ablegten von der Sauberkeit und Ordnung des Haushalts, saß um den mit blendendem Leintuch bedeckten Kaffeetisch der Pastor Berger, seine Tochter und der Kandidat Behrmann. Helene Berger war beschäftigt, auf ei ner hübschen Maschine von weißem Por zellan das braune Getränk der Levante zu bereiten, dessen duftiges Aroma das Zim mer erfüllte und keine Dame in den Salon der ersten Gesellschaft hätte mit mehr natürlicher Anmuth die kleinen komplizir ten Operationen dieses wichtigen Geschästs vornehmen können. In einem großen, bequemen Lehnstuhl ihr gegenüber saß der Pastor Berger in seiner gewöhnlichen schwarzen Tracht, wel che er nach der Sitte der guten alten Zeit auch zu Hause niemals mit einem Schlaf rock vertauschte. Die einzige Bequemlich keit, die er sich erlaubte, war ein kleines, schwarzes Sammetkäppchen, das er aus dem Haupte trug und das seiner Erschei nung den Stempel häuslicher Behaglich keit ausdrückte. Zwischen ihnen saß der junge Kandidat, ebensalls schwarz gekleidet, ebensalls in weißem Halstuch, aber sein Rock hatte den alten Schnitt, wie der seines Oheims, und seine Erscheinung war, obgleich in den Farben der des alten Herrn vollkom men ähnlich, dennoch eine durchaus ver schiedene. Ter Pastor hatte sich behaglich in die Tiefe seines Lehnsruhls zurückgelegt und die Hände in einander gefaltet. Er sprach, wie das seit seiner letzten Anwesenheit in Hannover imPsarr hause so ost geschah von seiner Begeg nung mit dem Könige. Es ist doch etwas Herrliches, sagte er mit bewegtet Stimme, um so einen gott gesalbten Herrn, der mit einem Wort ss glücklich machen kann und der es so gern thut, wie unser allergnädigster König. Die Unterthanen seines Königreiches sind für ihn keine Steuerzahler, sie sind suhlende Wesen, schlagende Herzen, und wo sei» königliches Herz dem Menschen begegnet, sein Leid und seine Freude fühlt, da ant wortet es mit menschlichem Verständniß. O wie anders ist das in den Republi ken, suhr er sort, da herrscht das Gesetz, der todte Buchstabe, die kalte Majorität, der Zufall! Auch in den großen Mo narchien: steht der Herrscher so fern auf unnahbarer, einsamer Höhe aber hier bei uns in dem schönen, reichen, stillen und einfachen Hannoverland, — da wissen wir, daß der König, wenn er auch mit sreiem Blick von der Höhe weit hinaus das All gemeine umfaßt, doch im menschlichen Herzen menschlich mit uns fühlt. Helene hatte den Kaffee kunstgerecht voll endet und brachte ihrem Vater die große Tasse mit der von Rosenguirlanden gebil deten Inschrift: Dem lieben Vater. Der alte Herr nahm sie und that einen kurzen Schluck daraus, wobei seine Mienen die Zufriedenheit mit der Kunstsertigkeit seiner Tochter ausdrückten. Ich bitte um etwas Wasser in meine Tasse, sprach der Kandidat mit ruhiger, salbungsvoller Stimme, ich kann den starken Kaffee nicht vertragen. Was diese jetzige Generation Alles nicht vertragen kann und wie sie das Was ser liebt! rief der Pastor eisrig. Wasser ist gewiß eine sehr gute Gottesgabe, aber da wo es hingehört, ein ordentlicherKaffee muß stark sein, wenn er das Herz erfreuen soll gießt ihr doch jetzt auch gar Wasser in den edle« Wien dasür hört man aber auch soviel wässerige Worte! Ich hoffe, mein lieber Hermann, Deine Predigt am nächsten Sonntage wird durch kein Wasser verdünnt sein, denn unsere Bauern sind an ein kräftiges, unverblümtes Wort ge wöhnt wie unser großer Reformator es erschallen ließ zum Schrecken der Heuchler, zur Freude der Gerechten! Helene hatte inzwischen des Vaters gro ßen Meerschaumkopf mit dem auf zinner nem Teller geschnittenen Rollentabak ge stillt und brachte dieselbe mit einem ange zündeten Fidibus, Du wirst wohl die alte ehrliche Pfeife nicht mehr zu rauchen verstehen, sagte der alte Herr zu seinem Neffen, indem er mit großem Behagen aus seinen regelrecht an gerauchten Kops, den Gefährten mancher Jahre, herabblickte und mit besonderem Wohlbehagen die ersten Wolken in die Lust blies, dort stehen vortrefflicheCigarren, die ich mit dem OberamtUann aus Ham burg kommen ließ. Ich denke, sagte der Kandidat abiveh» rend, ich rauche gar nicht. Baltimore, Md., Dienstag, den 29. April 1873. Gar nicht? sagte der alte Herr erstaunt, nun freilich, das paßt zum dock, fuhr er ernster sort, jede Zeit bat ihre Sitten, und ich sürchte, sie weiden nicht besser. Hat man Dir, sragte er,. Deine Bestellung zum Adjunkten ausge fertigt und mitgegeben? Nein, erwiederte der Kandidat, man bat mir versprochen, sie so bald als möglich nachzusenden; ich mochte nicht daraus warten, da es mich drängte, meinen Wir kungskreis so bald als möglich kennen zu lernen und im Kreise meiner lieben Ver wandten. mich einzurichten. Sein Blick streisle nach der Tochter des Psarrherrn hinüber, welche sich mit einer weißen Nähterei an einem kleinen Tisch vor dem Fenster niedergelassen hatte. Die Herren Konsistorialräthe waren übrigens, wie es mir schien, nicht sehr er baut über den Kabinetsbesehl Seiner Ma jestät, der mich hier zum Adjunkten mit der Aussicht auf die Nachfolge im Pfarr amte bestimmte, bemirkte der junge Geist liche. (Fortsetzung totzt. Telegraphische Depeschen. E»roMsche ÄabeLbenchtz. Der Skandal der Amerikaner in Wien. Lond o n, 27. April. (Spez. Dep. des „Herald. Skandal iii'Leiress der ame rikanischen Commissäre für die Wiener Welt onsstklliing wird von den Wiener Zeitungen lebhaft bei'vrochen. Ge». Pan Buren hat in einem Schreiben an den Präsidenten energisch gegen seine Suspension protesliit. Er wird vfsen beschuldigt, daß er um die Transaktion gewußt habe. Die abgesehen Commissäre stellen das Recht des Gesandte» lay inFrage, sie zu suspeudiren. Das Geld wurde angeblich als Subserip lion für Errichtung eines ModeU-Ichulhau seS collektirt nnd das Blatt bemerkt ironisch, daß die Commissäre ans diese Weise die Er folge der amerikanischen Musterschule zeigte. Zwei deutsche Restaurateure bezahlten j? SIOOV für dieses Schulhaus. Die amenka nilche Abtheilung der Ausstellung ist infolge dieser Norsälle noch sehr »urück. Ein Artikel in der „Neuen freien Presse," welcher deu Gesandten Jap als Autorität nennt, sagt, daß die suspendirten Commissäre von verschiedenen Firmen bedeutende Sum men sür gewisse Concessionen erhielten. Wien, 28. April. Die Droschkenkut scher haben „Strike" gemacht, weil sie die ihnen von der Regierung vorgeschriebenen Raten nicht billigen, sie werden mit Geldstra fen, Haft und Verlust der Lizens bedroht, im Falle sie den Ausstand weiter treiben. Der Kronprinz Friedrich von Dänemark ist hier eingeirofsen. London, 28. Avrii. Der König und die Königin von Dänemark werden London in den letzten Tagen des Mai besuchen. Die Waggonfabrik der „Laneashire N?.il. way Works" in Manchester wuide gutem Abend durch Feuer zerstört. Fünfzig Loko motiven und 12t) Passagierwaggoiis wurden ein Raub der Flammen. Berlust Kl i)v»,- oov. Paris, 28. April. Folgendes sind die corngirten Berichlc der gestrigen Wahlen: Barodet 180,146, Remnsat 135,406, Stoffel 27,053 Stimmen. In den Departements Correze, Jura und Marne siegte» die Republikaner; in Mordi bau war die klerikale Partei erfolgreich. Die Erwählung Barotet's in hiesiger Stadt wird wohl zu der Umgestaltung des Ministeriums führen; wahrscheinlich werden Leon Sa», der Finanzminlster, Graf v. Nemiisat, der Justin minister, und JnleS Simon, der Unterrichts minister, abdanken. Casimir Perier, früher Minister des Innern und M. Grevi), früher Präsident der Nationalversammlung, wer den voraussichtlich Mitglieder des neuen Ca biuets werden. Paris, 28. April, Abends. Das Resultat der Ergänzuiigs-Wahleu in den verschiedenen Theilen Frankreich's war fol gendes: es wurden drei Radikale, ei» Re publikaner und ein Legitiinist erwählt. Alle Journale, mit Ausnahme der radikalen Blät. ter sind über das Resultat überrascht. Die conservativen Blätter sagen, dasselbe hat seine Ursache darin, daß Thiers sich der Linken zu neigt. Die Republikaner schieben die Schuld ans Mißgriffe der Gesetzgebung. Das „Bien Public" hält den Sieg Barodet's sur ein schlimmes Ereigniß, stellt es aber in Abrede, daß seine Partei untauglich ist. Die monarchistische Presse betrachtet das Resultat allgemein als ein schreckliches Erwa chen für die Regierung. Die „Temps" sagt, es sei eine Warnung siir die Regierung. Die gemäßigten Republikaner, welche den Grafen Remüsat unterstützten, siud betreten. Der Gras hat seinen Wunsch zu erkennen ge geben, als Minister des Auswärtigen abzu danken, Präsident Thiers ersuchte ihn, im Amte zu bleiben. Viadrid, 28. April. Die Verfolgung der Mitglieder des permanenten Comite's dauert fort. Die Seuors Becerra und Figue rola befinden sich in Hast. Eine Monster - Massenversammlung der Föderalisten sand gestern statt, in welcher auf reizende Reden gehalten wurden. R e w-Ä) ork, 27. Apri!. Eine Spezial- Kabel-Devesche des „Herald" von Madrid meldet Herne, daß die Ultras die Commune fordern und die Mitglieder der permanenten Commission verfolgen. SenorSagasta wur de in der Straße von einem bewaffneten Mob umringt, dessen Führer eine phrygische Mütze auf einem Baiiouneie lrug. Ceeerra wurde in dem Hause der Mutter Serrano's verhaf tet. Figuerola wurde gestern verhaftet. Man befürchtet einen Zusammenstoß zwischen den Ultras und den Monarchisten. Madrid, 23. April. Eine Bande von 500 Karlisten drang in das Städtchen Capel lades, 30 Meilen von Barcelona, ein und veilangte eine Conlribntion, wurde aber von den Regierungstruppeii verjagt. Lissabon, 28. April. Ein Club hat sich hier gebildet, um die portugiestschen Re publikaner zu vereinigen. R»m. Rom, 28. April. Der Papst hatte eine unruhige Nacht,man hegt ans's Neueßesürch lunge» wegen seines Zustandes. Qneenstown. 28. April. -Die Dpfr. „Aoriatic" und „City os Washington" sind von New-Uork hier eingetroffen. Movilte, 28. April.—Der Dpfr. „Eu ropa" kam von New-Ijork bier an. Plnmouth, 28. April. Der Dpfr. „Silesia" ist von Amerika hier eingetroffen. Sou t h a nip to n, 28. April. Der Dpsr. „Ohio" von Baltimore ist hier einge troffen. Markt und Börse London, 28. April, 11 Uhr Vorm. Consols eröffneten ;n V3H für Geld und sür Brief. ~Amerikaner," alle '6ser 92, '67 er lo.4oer «95; neue Fünfer 90; Erie 51t. Paris, 28. Apnk. Renten 55 Francs 27 Ctms. , Liverpool, 23. April, 11 Uhr Bocm.— Baumwolle eröffnete ruhig, aber stetig; Oberl. 95 Orleans 95. Veikäuse 10,000 Ballen. L t v e r p o 01, 28. April,Nachm.—Baum wolle leichter, aber nicht niedriger. Verkäuse 12,000 Ballen, Spekulation und Ausser 2000 Ballen. Liverpool, 23. April, 2 Uhr Nachm. — Baumlvollen-Velschiffuiigeu von Savannah und Chaikeston sür März n. April zu 95, von denselben Häfen fällig im April und Mai zu 3; do. im Mai zu 9 ljl6. Brodstosse ruhig, «schmalz 41s 6,1. Käse 695. London, 28. April, S Uhr Nachm. Consols 93K siir Geld und Brief. „Amerika ner" 1865 er alte 925; 1367 er 94; 10.40 er 895. Erie 50H. Varls, ÄB. April. Renten 55 Fres. Liverpool, 23. April. Einsuhr von Baumwolle seit unserem letzten Bericht bis zum 28. d. M. von Bombay betrug 28,000 Ballen. Speck 39 Sch. 6V. Gewöhnliches Harz L Sch. 3 P. Feines 16 Sch. Loudon , 28. April.- Rassinirtes Petro leum 15 Sch. Talg 44 Sch. Inland - Dtpeschen. Ans Washington- April.-Das Ober bundesgericht gab heute in einer Anzahl Pro- ;esse seine Entscheidung: die einzelnen Fälle haben siir unsere Leser kein Interesse. Die Odd Fellows des Distrikts Colum bia feierten heute den 54. Jahrestag des Be stehens ihres Ordens. Eine Expedition wird in Fort Rice, Territorium Dakolah, orgauisirl, um die In genieure der nördl. Paclsic-Bahn zu schützen. W a s h i n g t o n, 28. April. Die Reve nue Einnahmen belieftn sich heute aus StSB,- 947.31. Das Gericht siir Forderungen an die Regierung sprach heute dem kreuzen Eugen Dcikelmann 513,595 als Schadenersatz zu, weil sein Schiss „Essex" mährend des Krieges von Gen. Butler in Rem-Orleans zuriickge hzltcn worden war unlerdem Verdachte, Con lreband-Äaaren zu sühren. Die Entscheidung wurde nnier dem Beilrage von I7W mit Preußen abgegeben, wornach jede kiiegsüh. rende Macht' zu Schadenersatz verpslichiet wird, wenn sie das Privilegium der Krieg führenden in Ansprnch nimmt. Die Legislanir des Distrikts Columbia trat heute in Sitzung und Gouverneur Cooke schickte seine Botschaft ein. Die fundirie Schuld des Distrikts beträgt zur Zeit Kl»,- 01K,8Sl. Die Jltdla-ier iti Wyoming. Washington, 23. April. Der Eom missär der Indianer - Angelegenheiten erhielt heule Morgen ein Telegramm vom Indianer- Agenten Risley zu Laramie im Territorium Wyoming, worin dieser meldet: „Borgeitern ivurde me'n Postbote auf seinem Wege hierher von Wineconjous Indianern ueun Mal ge schossen. Eins Bande Eh-yennes, denen ich einige Geschenke gemacht Halle, retteten ihm das Leben. Der Arzt erklärt seine Wunden sür sehr gesährlich. Ia der verflossenen Wo che ermordeten dieselben Indianer einen An gestellten ganz in der Nähe meiner Agentur, mir unterstellten Indianer sind friedfertig, haben aber keineilci Mittel zu ihrer Verthei digung." RiSley ist der Whetstone- Agentnr. Die Minceonjous sind eine von den ncuu Banden, welche den Sioux Stamm bil den. x Die Modocs. New-York, 28. April.—Eine Spezial depesche von Washington meldet, Gen. Sho field von San Franzioco habe berichtet, daß dcrt kein Aweisel mehr an der Thatsache '.icrrscht, dag die Modocs glücklich entkommen ünd. Ein allgemeiner ludiauerkrieg wird in Oregon befürchtet. San Franzisco, 23. April. Seit dem 20. d. M. sind keine iieuerenLeiichte von den Lavasclsen hier eingetroffen. Donald Mc- Kay berichtet, dajz die Indianer füouch von den Lavaselsen campiren. San Franzisco, 28. April. Ein Spezial-Conrier traf gestern Abend spät vom Kriegsschauplatze in Areka ein. Im Haupt guariiere herrscht die Ansicht, daß die Modocs sich nicht wieder zum Kampse stellen, sondern sich auslosen werden. Diese einzelnen Ban den zn verfolgen, wird lange Zeit in Anspiuch nehmen. Gen. Jefserwn C. Davis und Stab trafen gestenl in Aceka ein und werden sich so fort nach der Fronte begeben. Friedens-Cominilsär Meacham über das Massacre. Wasqiugtvn, 28. April.—folgenoes Schreiben, nielches heute im Departement des Innern einging, enthält neue Einzelnheiteu über daS Massacre am 11. d. M. „Im Lager an der Südseite des Tule-Sees, 16. April. An den AchtS. C. Tciauo, Sekc. des In nern! Seit unserer Ankunft vor den Lavasel sen hat die Commission im Verein mit dem Gen. Lanby hojfnungsvoll ibre Funktionen versehen und wir hatten auch bereits verichie dcnc Concessionen erlangt, welche aus eine friedliche Losung dieser Frage schließen ließen. Bis zum Freitag Morgen, 1». d. M., hatten wir alle ihre verrätheriichen Pläne vereitelt, liisolge der Treue unserer Dolltneischerin, Fiau Riddle, einer Sguaw vom Stamme der Mo docs. An dem betreffenden Morgen war eine Verjantmiung anaugiri, Gen. Cauby und Dr. Thomas willigten bereitwilligst ein, Hr. Tycr, ich und nniereDollmelscherin,wir fürch teten Verrath. Gen. Canby bemerkte, dag sie es nickt wa gen dürften, uns ;u belästigen, weil die Trup pen die Situation behcrrschien; Dr. Thomas jagte, wo Gott ihn hinschicke, werde er hinge hen, er vertraue vollkommen auf dessen Für sorge. 4/ie Versammlung sand zur bestimmten Stunde und an dem bestimmten Platze statt. Geu. Canby, die HH. Meacham, Thomas u. Dyer und acht bewassnete (anstatt sechs unbe waffnete) Indianer waren anwesend. Die Unterredung war kurz. Der Häuptling der Modocs sagte, daß kerne weiteren Unterhand lungen gepflogen werden könnten, bevor nicht die Soldaten zurückgezogen würden. Die Coniiiiissäre erwiderten, daß die Truppen nicht ehcr zurückgezogen werden würden, bis die ganze Streitigkeit vollkommen beigelegt sei. Beide Häuptlinge erwiderten einstimmig: „Nehmt Eure Truppen fort und wir werden darüber sprechen." Gen. Canby versicherte den Indianern, daß er zum Schlitze beider Parteien anwesend sei uud darauf zu sehen habe, daß die Commis sion treu ihre Pflicht thue. In dieiemAugenblicke erschienen ganz plötz lich zwei bewaffnete ModoeS hinter uns. Ca pitäii Jack winde um eine Erklärung gefragt, nnd Capt. Jack schoß anstatt der Antwort ans General Canby mit dem indianischen Rufe: „Alle fertig!" Der General starb unter dem Meifer des Häuptlings; Dr. Thomas er hielt eiuen Pistolenschuß in die Brust und ei nen Büchsenschuß in den Kopf. Meacham versuchte zu fliehen und wurde von Schonchin, Black Jim uud Hooker Jim verfolgt. Schonchin feuerte sechs Schüsse auf Meacham, verwundete ihn 4 Male und ließ ihn sür todt aus dem Platze. Boston, der Mörder des Dr. Thomas, versuchte Meacham zu skalpnen, wurde aber von Frank Riddle daran verhindert. Dyer entkam unverletzt; Black Jim, Ivel cher »ur wenige schritte von ihm entsernt war, schoß mehrere Male auf ihn. Nachdem er etwa 200 Ä)ards gelaufen war, wandte er sich gegen seinen Vcrsolger, der Indianer floh und'ließ Dyer gehen. Wir glanbeii, daß vollständige Unterweid fung durch das Militär in diesem Falle die alleinige Alternative ist. Sehr achtungsvoll A. B. Meacham, Vorsitzer der Commis sion." Vtocv ein ~Stlike." Salem, Mass., 28. April.—Die in den hiesigen Glaswerken beschäftigten Knaben ha ben siti geweigert, die von der Compagnie ausgestellteil Noten zu acceptiren, welche nur gülüg sind in Läden, die von der Compagnie geführt Der Geldmarkt. New-Pork, 28. April. Geld aktiv schloß zu üie pro Tag. Wechsel IVBZ zu 9. Gold gedruckt zu 117 und schloß zu 1174. Obligationen flau aber üetig; Sechser 120 K, 'L2cr Aktien schlössen fest. Central 100 H, Eric L4K, Lake-Shore LIH, 111. Central 115, Pittebarg 88i. North.Western 815, Prioritä ten BLT, Rock-Jöland 107 H. Bilanz des Unterschatzamtes: 543,743,814 in Gold und K 13,415.511 in Courant. Nerm.icyte Dcpcscyen aus «c»v A»rk. N e w-N ork, 28. April. Der Revenue- Cutter „Bronx," welcher am 4 d. M. auf der Plum-Jnsel auf den Strand lief, ist von der Brandung zerstört morden. Der Postmeister Jones stellt in Abrede, daß Henry Whitney, der Kajsirer jciuesAmteS, ein Desizit hat. Der Dampfer „Gassendi" ist von Rio de Janeiro hier eingetrossen. Die „Atlantic Bank" wurde heute stark von ihren Deponenten überlaufen. Hampton, der Pittsburger Bankräuber, wnrde heule aus Arund eines Habeas-Corpus- Befehles entlasse» und verließ das Gericht in einer Kutsche, weicher eine andere Kutsche ei ligst folgte. Uuter Denen, welche bei dem Bankerotte der „Allantic-Nalional-Baiik" die bedeutend sten Verluste hatten, siud Boswell S. Buc kows, ein reicher Kausmann von Albion, N.- ?)., welcher für SIVO.OOO Aktien der Bank be sitzt, Smith Sheldon verliert Kl5OO und Fül ler, Abbott K Füller verlieren K4OOO. Eine große Anzahl von Deponenten der Bank hiel ten heule Nachmittag eine Versammlung und beschlossen, ein Comite zu ernennen, welches sich mit dem >u erncnuendeu Masseu-Curator in Verbindung setzen soll. Es herrscht große Indignation gegen den betrügerischen Kassirer Taiinor. Die Ansicht wurde ausgesprochen, daß Taintor noch eiuen großen Theil des Raubes im Besitze habe. In eir.ec vollen Versammlung der Di rektoren der „Liguidatiorisbant" wurde heute beschlossen, die „Atlantic- National- Bank" auszustoßen. Dorman B. Eaton hat beschlossen, die Vakanz m der Civildienst-Commisjion zu ac ceptiren. Handy Heudsyn wurde gestern Abend in Brooklyn niedergeschlagen und um HBOO be raubt; der Mann ist schwer verletzt. Heute Nachmittag wäre es zwischen zwei Varlhie'n von Arbeitern an den Werften beinahe zu einem Ausruhr gekommen, indem die Eine den Anderen nicht erlaube» wollte, die Fracht eines Dampsers zu löschen. Die Polizei stellte die Ordnung wieder der. Einführung von Singvögeln. Cincinnati, 27. April. Fünfzehn' hundert deutsche Singvögel wurden heute auf den freien Plätzen losgelassen, um dieselben zu acclimatisiren. Mord in Illino.s. St. Louis, 23. Avril. Ein sarbiger Farm-Arbeiter Namens George Burke, von Collinsville, Jll., ermordete in der Trunken heit die Maria Bowman und warf den Leich nam in eine Felsschlucht. Eifersucht war die Ursache. Der Selbstmord des FlottenoffizierS Dennison. Sau Fr an z isc o, 26. April.—Am IS. ds. gegen Mittag verübte Erasmus A. Den nijon, ein Lieutenant in der Bundesslotte und am Dampfer „Saranac" im Dienste, in ei nem Lozirhanje an der Ecke von Duvont-und Washington - Straße Selbstmord, indem er sich mit seinem Revolver eine Kugel durch den Kops jagte. Der Selbstmörder war von Co lumbus, Ohio, etwa 27 Jahre all und e>n schöner, imponirend aussehender Mann. Er war der Sohn des Generals Deuuiion, vor mals Generalpostmeister, sowie Gouverneur von Ohio. Er erhielt seine seemännische Aus bildung in der National-Seeschule in Anna polis, die er im Jahre IBKS absolvirte. Bor etwa 2 Jahren heirathete er die Wittwe des Commodors Selim E. Woodworth. Es scheint, dag diese Ehe keine glückliche war. Vor einigen Tagen kehrte derDawpser „Saranac" von einer Fahrt zurück und Lieutenant Den nisou begab sich sogleich an das Land. Kaum war er am Ufer, als ihm ein Brief seiner Frau folgenden Inhalts eingehändigt wurde: „San Franziico, 17. April 1873. Au Lieu tenant E. Dennison. Sir! Während Ihrer Abwesenheit habe ich lange und mit Schmerz unsere Beziehungen, wie sie sich seit einigen Monaten gestalten, erwogen. Es wird Sie vielleicht nicht überrasche.!, wenn Sie Mäh ren, da« ich mich unwiderruflich entschlossen habe, nie mehr wieder mit Ihnen zu leben, und ich werde sosort die nöthigen Schritte thun, um unsere Scheidung zu erwirken. Wenn es irgendwie nöthig sein sollte, mit mir in Verlehr zu treten, dann mug es durch meine Anwälte, die Hro. Rodgers, geschehen. Llsette Denniion." Diesem Briese lag eine Mittheilung der An wälte der Frau Dennison bei, in welchem sie den Lieutenant Dennison benachrichtigten, dag sie angewiesen worden seien, den Eheschei duiizsprozeg einzuleiten. Nachem Lieutenant Dennison jene Briefe gelesen hatte, betrank er sich, hielt einige Unterredungen mit Bekann ten seiner Frau, u. ersuchte die Vermittelung s?ines Freundes Alexander Easelli uach. Am 13. d. Mts. benachiichtigte ihn Caselli, dag Madame Dennison entschlossen sei, die Ehe- zu sorciren. Hieraus gab Dennison dem Caselli zwei Briese mit dem Ersuchen, sie an ihre Adresse zu besördcrn und dann ging er in fein Schlafzimmer. Einige Minuten darauf fiel ein Schuß, und als Caselli die Thüle öfsnete, sah er den Lieutenant Denni> son mit dem Revolver in der rechten Hand am Boden liegen, und es flog Blut aus einer Kopfwunde in der Nähe der rechten Schläfe. Aerztliche Hülfe wurde sogleich herbeigerufen, aber man entdeckte bald, dag dem verwunde ten Manne nicht mehr zu Helsen war, und er starb bald nachher. Einer der Briefe, die Dennison dem Caselli gegeben hatte, war an seine Frau gerichtet und lautet wie solgt: „Mein einziger Liebling, denn Du bist zu edel, um mich zu betrügen. Liebe mich, w!e Du mich früher geliebt haft. Ich habe mich selbst getödtet, damit Deine Kleinen nicht leiden mögen. Lisette, meine letzten Woite an Dich sind: „Ich bin Dir in der Thal treu ger-'eseu, und ich liebe Dich letzt gerade so sehr, als nur ein Mann lieben kann. Deine uud meine Feinde haben dieses Ding gethan. Hüte Dich vor ihnen in Zukunft. E. D." Der Brief war mit Bleistift und mit zit ternder hastiger Hand geschrieben und an Frau E. Dennison, durch Hrn. Caselli, adressirt. Die Coroners-Jurl) gab folgendes Verdikt ab: Dag der Verstorbene an dem Effekt ei ner Pistolen-Schußwunde im Kopse starb, die er sich selbst zusügle, als er in großer durch häusliche Mighelligleiten erzeugter Gemüths auscegung war. Von Ganada. Toronto, 23. Apiil. Eine Depesche von Fort Gaiy, Manitoba, berichtet, daß zwischen den amerikanischen Truppen und den Blackseet-Indianern ein Gesecht stattgefun den hat, in welchem viele Amerikaner gefallen sind. Man fürchtet, daß dieses der Anfang von Unruhen im Lande der Blackfeei ist. Die Indianer von Fort Sully haben die Grenzen überschritten und bedrohen die An siedler von Manitoba. Brände. Eine ganze Familie verbrannt. C i u c i n n a t i, 28. April. Der Bahn hof an der Kieuzuug der „Louisville, New- Albany und Chicago-" und der „Lake Shore- Bahn" brannte am Samstag Abend ab und ein 70-jähriger Greis, Namens Klees, ver brannte mit seinen fünf Enkeln in dem Ge bäude. Geneva, N. - 23. April. D>e Dampf-Sägemühle von Burding K Spoke und die Fabrik von T. Smith K Co. wur den heute Morgen durch Feuer zerstört. Ver lust K 30.000. New - Jork, 28. April. Das „St. Charles Hotel" in Paterson, N.-J., gerieth gestern in Brand und die Bewohner entgin gen mit knapper Noth dem Feuertode. Ein Mann stürzte bei einem Sprunge ans dem Fenster und wnrZe schwer verletzt; zwei an dere Personen erhielten leichte Verletzungen. Provideuce, R.-J..28. April. Heute Abend brach in einem Gebäude der „DnnneU Manufacluring-Comp." Feuer aus; dasselbe wurde im Betrage von iSO,VVD—7S,I>W be schädigt. Telegraphisches Allerlei. Bei einem Aufruhr in Keene, N.-H., am Sonntag Abend wurde der Polizei-Plä siocut Locke schwer verletzt. Jakob Burhaus, ein Arbeiter der „Knickerbocker - Eis-Compagnie" ertrank am Fieitaz Abend bei Kingston, N.-Z., im Flusse; er war S 0 Jahre att und hinterläßt eine Wittwe nebst zwei Kindern. Die Bahn von Middletown nach Will mantik, Conti.»wurde am Samstag vollendet. HerGeneral-Juperiitteiident der „Union- Pacific-Bahn" stellt iu einer Depesche aus Denver, Col., die Nachricht in Abrede, daß die Indianer in Colorado uuruhig werden. Auf dem Erie-See wird zur Zeit die Schiffahrt wieder eröffnet. Lokalberichte auS Washington. Washington, 28, April. Hr. Wm. W. Bailey, Associe der bekannten Fir ma Fay 6c Lailey, starb Freitag Abend an den Blattern, Er hinterläßt eine Frau mit zwei Kindern. Der Perlust, der durch den großenßrand bei Michler's Place in Washington erwuchs, wird die Summe vcn <20,00(1 nicht übe» steigen. Der Hochw'ste Erzbischof Bayley von Baltimore wird im nächsten Monate sämmt lichen katholischen Kirchen des Distriktes Co lumbia einen Besuch abstatten. Hr. Nelson C. Henning, ein Sohn un seres Mitbürgers Heinrich Henning, siel am 24. April in der Nähe von Connelisville, Pa., von einem Eisenbahn-Waggon und er hielt solch' erhebliche Besetzungen,daß er schon nach wenigen Stunden park. Sein Leich nam wurde nach Washington gebracht und hier begraben. Die driite gesetzgebende Versammlung desTistrikiS Columbia versammelte sich heule Mittag in dem „Meyerott-Gebäude." Die Sitzung wird sich auf t! 0 Tage beschränken. Um 12 Uhr 10 'Dtiit. rief Gouverneur Cooke das Oberhaus zur Ordnung, worauf die Mitglieder vortraten und den Amtseid ab legten. Die Namen der Mitglieder sind, wie folgt; A. K.Brown, I. I. Brooks, I. W. Baker, Samuel Croß, Lewis M. Golden, G.F. Gulick, A.Hall, Joshua Riley, Daniel Smith, I. W. Thomw» und Wm. Sticlney. Hr. Stickney wurde als Präsident uud Hr.Thompson alsVicepräsident erwählt. Oberst T. E. M. Faehtz wurde zum Chef- Sekretär und Hr. E. I. Klopser zumHulfs- Sekretär ernannt. Das Unterhaus wurde um 12 Uhr 2» Minuten von Hrn. E. L. Slanton, dem Sekretär des Distrikts, zur Ordnung aufgerufen und die Liste der nach stehenden Delegaten verlesen: Salamon G. Brown, O, S. B. Wall, Edgar P, Berry, Jshn E. Cox, Charles L. Hülse, I, F. Murray, G.W, Dyer, Thomas N, Chase, Samuel S. Smoyt, Matthew Trimble, Charles I. Bremer, James G. Long, Arthur Shephärd, Peter Campbell, William H. Claggett.J, W- MeKnight. W. A, Talia fero, W R, Hunt, M. E Urell, I. G. Carroll, Sidney W. Herberl und William E, Vermillio». Nach Verlesung der Namen leistete jedes Mitglied seinen Amtseid, worauf Hr. Mur ray zum Präsidenten nominirt wurde. Als dann schritt man zur Wahl des Sprechers, war aber bei'm 23. Ballst noch zu keinemßo sultate gekommen. Vermischte Berichte. Sieben Männer des Mordes im erst en Gr ad ean ge kl ag t. —ln Fle mington, N.-J., wurde gestern der Prozeß gegen John Boyne, lohnCoyle, David Col- Icgan, Patrick Deloy, Corne'ius MeCreavon, Patrick McCoy und Bernard McFadder er össliet. Die Genannten geborten zu einer Ar beitertruppe, die im vorigen Herbste mit der Errichtung eines Tunnels durch die Musco netcoug - Mountains an der Eisenbahn zwi schen Easto» und Perth-Amboy beschäitigt waren. Diese Ärbeitectruvpe bestand theeil weise aus Irläuderii und tlieilweise aus Far bigen. Bei einer Prügelei, welche am 21. September vorigen Jahres slattsand, trugen die Farbigen den Sieg davon. In der darauf folgenden Samstag Nacht wurden die Hütten der Farbigen in Brand gesteckt. Dieselben entflohen nach einer nahe gelegenen Farm, wohin sie die Weißen verfolgte». Mehrere von den Flüchtlingen wurden daun niederge metzelt und andere mehr oder minder schwer verwundet. Die Affaire rief natürlich große Aufregung hervor, trotzdem wäreu die Thäler in Folge des Verdikts einer theilweise aus den „Rioters" selbst zusammengesetzten Coroners lury dem Arme der Gerechtigkeit eutschlüpst, als am 27. September des vorigen Jahres Richter Durham eine abermalige Untersu chung einleitete, und Z.'ugen reg nrirte, deren Aussagen zufolge die oben genannten Ange klagten an der Nieöcrmetzluiig der Farbige» betheiligt waren. Dem Depejcheniiberjetzer des St. L o li is er „Anz. des Westens" ist in einer der letz ten Nächte etwas Menschliches passirt: Er hat den Bierkrawall in Frankfurt a. M. zu einem Temperenzausruhr in Frankfort, Ken tucky, gestempelt und auch fünf Regierungs' Angestellie nach Georgia gesandt, um dort Eier zu legen, obendrein Fijcheier. Da nuu der Depeschenüberictzer gewöhnlich der Prü geljunge der Redaktionen ist, dessen Fehler mit größter Bereitwilligkeit von seinen Col legen corrigirt werden, so erscheinen am nach steil Tage in demselben Blatt gleich zwei Be richtigungen; in einer wird mit beispiel los zarter Schonung gegen den unglückliche!! Uebersetzer geistvoll bemerkt, dag in der Bock bierzeil Lieckrawall-Zrrthümer gewig »er zeihUch seien. Allerdings, allein das ist ein Redaltionsgeheimniß. Zur Bekräftigung vcr Thatsache, daß „d en t nt> e Neg er" nicht so selten sind, als Mancher glaubt, schreibt Hr. A. Lorey an ein in Cincinnati erscheinendes Blatt: „Im Jahre 1852 exisiitte in Philadelphia eine Buchhandlung unter der Firma M. 6- C. Eines Tages kam ein Sch.vaizcr in den Lade» und frug nach eine»! Deutscheit Buche. Da in Peiinsylvanien viele Neger deunch sprechen, io frug ihn Hr. M.: „Kannst Du auch deutsch sprechen?" Wie erstaunte mein Freund M>, als der Schwarze im reinsten Deutsch antwortete: „Ja, mein Herr, ich bin ein geborner Deutscher und sogar ein naher Landsmann von Ihnen." Der Steger war gebürtig aus Loburg und gehörte einer Fa milie vo» 13 'Negern, Männleui und Weib lein, an, die der Herzog von Sachsen -'.Lo burg-Gotha von seiner Reise nach Afrika mit brachte; er war am Hofe erzogen und kam später nach Philadelphia, wo er als Conduor arbeitete. Das Gesicht meines Freundes M., der in Nordhausen gebürtig war, können Sie sich malen." Dr. Büchner. D>ir -heilten vor eini gen Tagen mit, daß der Geistliche A. Schwenuingcr in Cincinnati Dr. Büchner einlud, einem „kritischen Bortrage" seiner Darwinschen Theorie beizuwohnen. Der Doktor stellte sich jedoch nicht ein, was aber Hrn. Schweniitngcr keineswegs abhielt, seine Vorlesung zn ballen und den „Büchnens mus" gerade nicht in der sanftesten Art zu zergliedern. Merkwürdiger Selbst in o rd v er< such in einer Gefängnißzelle. Phillip Otner, ein Deutscher, der wegen Be trunkenheit in Newark. N.-J., verhastet wo» den war, versuchte sich iu seiuer Zelle im Stationshanse des 8. das Leben zu nehmen, indem er seinen Kops durch das über der ZeUeulhür befindliche Eiseugitter zwängte. Die Polizeiwache des Stationshaujes ver suchte vergebens, den jiopf des Lebensmüden, dessen Vorhaben noch zur rechten Zeit entdeckt wurde, freizumache», und gelang dies erst, nachdem mehrere Feuerleute von der Mauu fchast der Spritze 'Nr. 8 unter dem Beistände einiger Arbeiter die Thür nach zweistündiger Anstrengung in Stücke zerschlagen hatten. Otner, der nach diesem msßlungenen Selbst mordversuch sehr erschöpst, aber auch wieder nüchtern war, wurde nach Hause geschickt. Europäische Berichte Arthur Müller.) Europäische Blätter melven, daß der dramatische Schriftsteller Ar thur Müller am 10. April in München ver schieden ist. (Ein entmenschter Gatte.) Ein bei nahe unerhörtes, mit thierischer Rohheit be gangenes Verbrechen wurde im Polizeibezirke Roßau verübt, und ruft dasselbe unter de» Bewohner» des Bezirkes die tiefste Entrüstung hervor. Man th'ilt über diesen grauenhaften Vorfall folgende Einzelheiten mit: Der Tag löhner Franz Treltina, ein tibelbelenmunce tes Individuum, lebte mit seinem Weibe Ma rie in stetem Nnfiieden, mißhandelte es fast täglich aus die roheste Weise, iiud die Folge dieser Mißhandlungen war, daß die Arme oft tage>, ia wochenlang das Bell hüten mußte. Anfangs Dezember vorigen Jahres machte Trettina sogar den Versuch, die Wehrlose zu tödteu; er wurde jedoch damals von d.n Hausbewohnern an der Ausführung seines verbrecherischen Vorhabens gehindert und dem Landesgerichte eingeliesert, das ih» wegen Verbrechens der öffentlichen Gewaltthätigkeit, begangen durch gefährliche Drohung zu einer dreimonatlichen Kerkerstrafe verurlheUte. Am 21. v. M., wenige Tage nach seiner Freilas sung aus dem Kerker, fand er sich abermals in der Wohnung feines Weibes ein, verur sachte einen groben Exceß und wurde deSive gen wieder mit einer fünftägigen Arrestsirase bedacht. Doch anch diesmal verließ er die Zelle »ngebessert, den» kaum einen Tag in Freiheit, machte er sich eines Verbrechens schuldig, das von seiner Entiiicnschlheit den besten Beweis liefert. Maria Trettina wurde Vormittags von einem Mädchen entbunden uns hatte kaum die Krisis überstanden, als schon ihr Mann in einem Zustande, der nichts Gutes ahnen ließ, iu ihrer Kammer erschien und, wie immer früher, ohne Ursache sie mit den gemeinsten Schimpfwort?» insultirte. Die noch anwesende Hebamme verwies ihm ein solches Benehmen mit Hinweis auf den gefährlichen Zustand einer Wöchnerin, doch er kehrte sich nicht daran, sondern machte logar Miene, die Frau mit Schläge» zu traktir.n. Diese, eingedenk der srüheren Drohungen und ihren Mann zu Allem fähig haltend, sprang trotz ihrer Schwäche aus dem Bette und wollte sich flüchten; doch in diesem Augen blicke ergriff Franz Trettina eine Holzaxt, schwang dieselbe upd führte eine» wuchtigen Hieb gegen den Kopf der Wöchnerin, die, aus einer klaffenden Wunde an der Stirne blu tend, bewußtlos zu Boden sank. Der unna türliche Gatte eilte hierauf ;um Fenster, riß dasselbe auf und stürzte sich vom 3. Stock werke auf das Straßenpflaster, wo er mit mehrfach gebrochenen Gliedern bewußtlos lie gen blieb. Dies geschah mit solcher Lasch heit, daß die noch immer Hebamme diese Schreckensthal nicht zu verhindern in der Lage war. Die auf ihre Hülsernf? herbeige eilien Hausbewohner und Nachbarn beschäf tigten sich zum Theile mit der Hülfeleistung der noch immer bewußtlosen Wöchnerin, wäh rend ein anderer Theil das Polizei-Czmmis sariat in der Roßau von dem Verbreche» in Kenntniß setzte. Von diesem erschien atsbalh der Commissär Tautfcher in Begleitung des Polizeibeziiks-Arztes, und Wtzserer causta tirte, daß die Verletzung der Frau unter nor malen Umstanden tziue schipeie, jedoch mit Hinblick ans die kurz vorher erfolgte Entbin dung eine lebensgefährliche sc'. Der Zustand des Verbrechers ist ei» absolut lebensgefähr licher. Matratze»- und Mcn-Favrid SLtsh Z»°. PoSack in Ztr. »«, Nord-Howard-Straße, Baltimore. Ilm große AaSwahi von Huar-, Maisstroh kpringseder-MQlratzen, sowie auch voriFedern.Bei«. Zwillii« u. I. w., weiche zu billigen Preis«! vertäust werden, stets aus Lager, «llie Mklraeen ui>» Äcltea werden tillig und nett revanci. tAmi.2-) Nummer 102. Neue Antigen. Frühjahrs Importationen. Gebrüder Hodqes, ?kr. 2 !, Hanoverstrasie, lapanesische Pvplins, jchwar;c Scidriizrugr, Alparas SZekanntmachuug für - r. >b , von « . und liltl.L- Pulver. Größe !5!5,v- . in Metall- Nr. 153, West - Pralttiraze, (lanlZiZMte.iaT.'l Ä.Siaqe. 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