16 Haziran 1873 Tarihli Der Deutsche Correspondent Gazetesi Sayfa 1

16 Haziran 1873 tarihli Der Deutsche Correspondent Gazetesi Sayfa 1
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Spezial - Notizen. 7581-lIVI<ZttVO? 150 s Säl.l'liuokc k-ttVSILIAUB NM«, kscwitt(ziuActtlnedioi ' feiv>zi.xB.j , 2. S. Li LO.. 221?. vkarlös Lt. (Mait4,lÄ.) Tr. Emilie Föking, Dentist, in Dr. S. Water's Osfice, altimore, SchmliMtttiniim, Kaufmanns - Bücher Acridknz-Truckcrcien. Man spreche vor und untersuche unseren Vorrath und unsere Prelse, ehe man anderswo kaust. Guggenheimer S» Weil, «r. t?», «e« - Balnmoreftr., (uuterdem.CarroUton-Hotet"). ML-,) Massive silberne Lössel, massive silberne Gabeln, massive silberne Vorleglöffel, Zucker-Löffel, Serviettenringe, Salzfässer und Gemüselöffel, TS. F. Bissing, 280, Wcst-Baltimoiestraße, 280, i«ov7,l2Mtcll gegenüber Hanoverftr. W. Kummer, 165, Süd-Broadway, derwaaren, Stand-Uhren, Brillen aller Art, welche er zu billigen Preisen ofscrirt. 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Uebrigens werde die militärische Prozessirnng der Gefan genen sofort beginnen und von einerSchonung könne nicht die Rede sein. Gen. Sherman versuchte, die Schuld des neulichen Massacres von den Oregoner „Freiwilligen" abzuwälzen nnd glaubt, daß trotz der bittern, in Oregon gemachten Erfahrungen die bisherigeFriedens polilik beibehalten werden wird. Die gefan genen Modocs selbst sehen mit stoischer Ruhe ihrem Schicksale entgegen und legen nicht die entfernteste Furcht an deu Tag. Der Dampfer „Juni ata" soll Ende Kie fer Woche zur Aufsuchung der „Polaris" von New-?)ork abgehen. Am 1t). Juli soll ein zweites Fahrzeug folgen, falls nicht in zwischen die „Juuiata" günstige Nachricht geschickt hat. Die Capelle des Dresdener Re giments Nr. 108 »Prinz Georg," fechszig Mann stark, ist laut einer der „N.-V- Han delszeitung" privatim zugegangenenMelduug am 7. Juni mit dem Dampfer „Vaudalia" nach New-Zork abgereist. Sie beabsichtigt, in voller Uniform eme Conzerr-Tour durch die Ver. Staaten zu machen und wird natürlich zuerst in New-Ä)ork debütiren. Die genannte Capelle gilt sür die besle in der sächsischen Ar mee, und es unterliegt keinem Zweifel, daß unter geschickter GeschäftSleitung die sächsischen Militärmusiker fast ebenso beträchtliche Peku niäre Erfolge in Amerika erringen können, wie die Saro'sche Militärcapelle, die aller dings dasPrestige ihres Sieges bei der Pariser Weltausstellung, den Vortheil der noch nicht abgekühlten deutsch-patriotischen Gluth und vor Allem Das für sich hatte, daß sie die erste ihrer Art war, die von Deutschland herüber kam; in künstlerischer Hinsicht aber soll ihr die DresdenerCapelle vollkommen gleichstehen. Die New-Horker wollen demMusikcorps einen festlichen Empfang bereiten und das fünfte Regiment dasselbe einholen. Das Musik corps Hai drei Monate Urlaub. In New-Dork ist Max Stettheimer, Compagnon der Firma I. L- W. Seligmann, mit Tode abgegangen. Unter Buchanan war der Verstorbeue Couful in Frankfurt a. M. Ein Bostoner Brief sagt, daß die geheime Anti-Liq u o r - P ar tei sich schnell über Massachusetts verbreitet und in Boston allein 19 Logen und VOVO aktive Mit glieder habe, während im Ganzen nicht weni ger als SO.VVO St. controlirt würden. Be darf es noch weiterer Beweise, daß hinter dem Temperenz-Schwindel das alte Nichtswisser thum versteckt ist. Wie in den buer Jabren das Knownothinglhnm zuerst lnMusfachusetts auftauchte, geht jetzt auch von dorr die gehei me Bewegung der Temperenzler ans. In Indianapolis, Ind., schoß David Douworlh auf die an feinem Laden vorüber gehenden Jack Pierce und Ths. Daily. Der Letztere wurde tödtilch verwundet. Inßrooklyn, N.-J., stand die „p r e u gische Gräsin" Antonie Oeiel wegen Schwindeis vor Gelicht und soll vor die Grand-lary kommen. Sie hatte vorgegeben, ihr Mann, der in der preniZlschen Armee ge dient babe, sei gestorben und habe ihr StgMO hintellassen. Aus diese „Erbschaft" hin lieh ihr W.Schindler von Nr. 229, Floydslr., eine nicht unbedeutende Summe. Später erwiesen sich die Angaben der Frau „Gräfin" als bettii ger.sch. Daher die itlaqe! Aus St. Louis wurde vor Kurzem ge meldet, daß dort während einer Borlesung ein Studeut der Medizin, an dem eine Operation vorgenommen werden sollte, unter der Anwen dung von Chloroform plöylich verschieden sei. Ein englisches Blatt bemerkt dazu, daß, wenn ein Professor wegen der niöjlichen Folgen sei ner Borlesungen seine Schüler erst chlorosor miren muß, es Zeit sei, daß er sich nach einem andern „Handwerk" umsehe. Das in New Port, N.-J., erscheinende Blatt „Mercury," dessen Gründer Benjamin Franklin geweien sein soll, hat vor Kurzem seinen 115. Geburt tag gefeiert und ist bei dieser Gelegenheit mit verbesserter und verschö nerter Ausstattung erschienen. Es ist das älteste Blatt in den Ber. Staaten. Von BayardTaylor, dem bekannten Uebersetzcr von Göthe's „Faust," wird, wie die „Academy" sagt, binnen Kurzem eine „Geschichte der Deutschen" in eng lischer Sprache erscheinen, wohl das erste Werk dieser Art, das jemals die Presse verlassen hat. Bayard Taylor verdient sür seine eifrigen Be strebungen, das englisch sprechende Publikum näher mit unserer Nation, ihrerGeschichie und Literatur bekannt zu machen, die wärmste An erkennung. Vor Kurzem, als der nordwärls fahrende Train der „C., P.- und S.-W.-Bahn" sich Dana näherte, bemerkte der Zugführer plötz lich auf dem Geleise einen dunklen Gegenstand, neben welchem ein großer Schäserhnnd stand und heftig bellte. Der Train hielt, Zug führer sprang ab und eilte nach der stelle siehe da, ein >üß schlummerndes Kind, bewacht vom Hunde, lag aus den Schienen. Man hob das von dem Kuhsänger bereits berührte Kind aus —es war unversehrt! Das nennt man Rettung im entsHeidenden Moment! Das Kind gehört einem gewissen H. Filger aus Dana und hatte sich vom Hause verlausen. Daß die Herzet Brauer gewichtige P ers ö nlich kei t e n si n d, hat noch kein Mensch angezweifelt; derßeweis davon ist erst vor wenigen Tagen auf's Neue geliefert wor den. Aus ihrer Rückkehr von Clrveland, wo der Brauereongreß stattfand, haben sich in Rochester zweiundzwanzig Herren aus einer großen Brückenwaage abwiegen lassen. Das Resultat war ein über alleMagen erfreuliches; die Herren wogen etwa zwei Tonnen, d.h. durchschnittlich pro Mann etwas über 195 Pfund. Vom Wassertrinken allein kann ein so schönes Gewicht unmöglich her-ühren. Demnächst soll eine „Geschichte der consöderirtenStaaten," verfaßt von Jesserson Davis, erscheinen. Ein öffentlicher Skandal. Die neuen Staaten des Westens haben, wie kaum anders zu erwarten, nur eiue geringe Aus wahl an Männern, um Aemter, welche Ver trauenswürdigkeit erfordern, zu besetzen, und ganz besonders scheint es ihnen schwer zu fal len, würdige Bundessenatoren auszutreiben. Neuerdings ist ein diesfälllger Skandal vor gekommen: er betrifft den Senator Mitchell von Oregon, dessen wirklicher Name aber Hippie sein soll. Er war ein Emigraut von Pennfylvanien, und in Franklin, Petins, soll in einem Hotel eine Magd dienen, welche be ansprucht, die Frau des Senators zu sein. Er hatte sie nicht früher geheirathet, als bis ihre eigene Reputation es nothwendig machte, und schon im ersten Jahre dieser Ehe verlieg er sie mit einem andern Weibe. Hr.Mitchell, j alias Hipple, hat nun in den Zeitungen Ore gon's (siehe tel. Dep.) eine Erklärung über seine früheren Verhältnisse abgegeben. Es ist traurig geuug, wenn ein mit einem Leumund, der erst der Rechtfertigung bedarf, in den Bunkessenat geschickt werden muß. Weun das Volk von Oregon die Geschichte schon damals gewußt hat. als es ihn zum Se nator wählte, dann theilt der Staat gewisser maßen die Schande mit ihm; wenn es aber dem Volke nicht bewußt war, dann sollte es jetzt den Sinator auiiordern, in's Privatleben Zurückzukehren. In I ii d i an a p o l i s, Ind., hat man der wegen Ermordung des Jung'schen Ehepaa res schon zwei Male zum Tode vernrthnlten Frau Glenn abermals einen neuen Prozeß be willigt. Die Mörderin wird jetzt zum fünf ten Male prozeisirt. In der Seeschule zuAnnz poki«, Md., sind die eines Angriffes auf den farbigen Ca deitenConyers angellagrenMidshipmen Munn und Grindley „nicht schuldig" befunden wor den. Senator Sumner, seit sechs Monaten krank, defindet sich aus dem Wege der Bcsse rung. Er befindet sich nach wie vor in Wa lhington. InHende rson , K«., griff ein Wahn, sinniger, der eine Cirkus-Borstellung besuchte, plötzlich mehrere Leute an, erschlug mit einem Knüppel einen in den Armen seiner Mutter befindlichen Säugling und verletzte schwer an dere Personen. Drei Male wurde auf den Wahnsinnigen geschossen, ehe man ih» über wältigen und in Eisen legen konnte. „Gefälschte Nickels" cirkuliren in solcher Menge in New-Orleaus, daß sich dor tige Eisenbahnen, die im Durchschnitte ein Prozent ihrer ganzen Einnahme in diesen fal schen Scheidemünzen erhalten, sich um Ab hülfe an das Bundesschayamt gewendet haben. In R ochester, N.-A., wurden zwei Zun gen, einer von 10 nnd verändere von 12 lah- Baltimore Md., Montag, den 16. Juni 1873. Ren, verhaftet, weil dieselben brennende Zünd hölzchen in Bries-Sainmellästen geworfen hat ten. wodurch mehrere Briefe ganz oder theil weise zerstört worden waren. Die einundzwanzig Nähmaschinen- Gesellschaften in den Ver. Staaten fa brizirten imLaufe des Jahres 1872 die erstaun liche Zahl von 851,736 Maschinen. Dies zeigt, wie unentbehrlich die Maschine im Haushalte geworden ist. Ein Gerichtshof inAugusta, Maine, hat entschieden, daß Eisenbahn - Fohrkarten sechs Jahre gültig bleiben, wenn sie nicht früher be nützt worden sind. Eine Dame hat die „Grand- Trunk-Eisenbahncomvaznie" von Maine ver klagt, weil ein von ihr vor mehreren Jahren gekauftes Fahrbillet zurückgewiesen worden war; das Gericht entschied, wie gemeldet, ge gen die Eijenbahngeselljchaft. Uebereinstimmenden Berichten aus Mis souri, Süd-Illinois, Kansas uud lowa zu folge wird die diesjährige Weizeuerndte eine außerordentlich große, der Ertrag von Korn uud Hafer dagegen um fo geringer sein. Vor Kurzem machte eine sieben Mann starke Jndianerbande einen Aaub-Einfall in Brown-Couuty, Texas. Die Rothhäute wur den verfolgt, erwischt, und auf gewisse ver dächtige Anzeichen hin gewaschen. Da stellte es sich denn heraus, daß man sieben weiße (nicht „weise") Männer erwischt hatte, die sich indianermäßig beschmiert, beipalt und befe dert hatten, um das Räuberhandwerk unter der Jndianerfirma betreiben zu können. Nachdem sie gewaschen worden waren, hängte man sie alle sieben „zum Trocknen" aus. In Chicago soll am 8. Oktober zur Feier deszweitenZahresiageS des großenßran des ciiielndnstrie-Ausstellung eröffnet werden. Die für die Ausstellung bestimmte Halle kommt an das Seeuser zu stehen und soll bis zum 1. Oktober vollendet fein. Alles, was Industrie und Gewerbefleiß herzustellen vermögen, wirb in der Ausstellung zu finden sein. Während eines Streites in Payne, Black Hawk-County, lowa, zwischen zwei Far mern stach einer deiselben, Namens Writh, seinen Gegner, Namens Rieber, das rechte Auge mit einer Heugabel aus und hetzte dann noch seine Hunde aus ihn, die den Unglückli chen schrecklich zerfleischten. Rieber wird schwer lich mit dem Leben davonkommen. In St. Louis wurde vorgestern derbriti' sche Vice-Cousul Zohn F. Cooke aus die Allklage verhaftet, dem Hrn. Thomas Graham K13,(«Z1 unterschlagen zu haben. I In Tennejfce richtet der Tausendfuß in den Baumwollen-Plantagen großen scha den an. DieErndteberichte von der Küste des Stillen Meeres lautcn sehr günstig. In P hil a d e lp h i a starb der bekannte Bauunternehmer John Childs am Samstage auf sehr plötzliche Weise. Der berüchtigte Mörder Smith von Westfield, Mass., ist vorgestern von einer Commission untersucht worden, welche gün stig über seinen Geisteszustand berichtete; S. w.rd infolge Dessen nächsten Freitag gehängt werden. Im zu San Franzisco schnitt sich der geisteskranke Wm. Roß den Hals ab. Er ließ K2OOO mit der Weisung zurück, dieselben seinen Verwandten im Osten zu übermachen. Aus Wheeling, West-Nirg., wird be richtet, daß letzten Mittwoch Morgen eine An zahl vermummter Männer in die Behausung von John Jeunings eindrang, welcher als Aufürirer einer Diebsbande in Weizel-County bekannt ist. Sie fielen über denselben her, als seine Frau eine Axt ergriff und ihrem Manne zu Hülfe eille. Die Angreifer gaben darauf Feuer, wobei sie JenningS lödteten und die Frau schwer verwundeten. Den üvrigen Mit gliedern der Diebsbande ging der schriftliche Befehl zu, das Counly zu verlassen, oder eineS gleichen BorgehenS gegen sie gewärtig zu sein. Thom. Smith, ein verheiratheter Mann, brannte in Zanesville, Ohio, nilt der Tochter des Dr. Lewis durch. Der Letztere verfolgte das Paar, holte es ein und schoß und schlug auf Smith dermalen, daß derselbe ster ben wlrd. Lewis wurde verhaftet. Im Brllndywiue-Creek bei Philadelphia ertranken vorgestern Abend zwei junge Männer, Namens C. I. Haddock und Frank Ä)ost, bei'm Baden. Im Staats-Gefängnisse zu Wethers field, Conn., entleibte sich David Scott, der im Januar 1872 nahe Windfor-Locks in Gemeinschaft mit seinem Bruder in einem Bordelle drei Frauenzimmer ermordete. JnNew-Orleans schwebt zur Zeit der ziyo,VVo.Jnjurienprozeß des JakobHawkins gegen die „Pieayune." In New - Aork starben in letzter Woche <sü Menschen. Oberst'Fr e ye, der Gesandte Peru's in Washington, reis'te am Samstage nach Eu ropa ab. In Pope-County, Arkansas, spielte ein notorischer Pferdedieb den Polizisten, wur de verfolgt, eingeholt und auf der Stelle nie dergeschossen. Präsident Grant hat die Einladung zum Besuche Philadelphia's angenommen, um dort am 4. Juli der Uebertraguug des Grundes im Fairmount-Parke an die Coin missäre der 100-jährigen Jubelfeier (1876) bei zuwohnen. New-Uork beschäftigie sich in den letz ten Tagen mit den Pferderennen im „Jerome- Park." Seit dem 1. Januar trafen in New-lork 141,856 Enr opamüde ein, m letzter Woche allein SVVV. „N.-V.-Graphic" tadelt den Mißbrauch mit den neu e n Post k ar ten. In vielen Fällen wurden dieselben zur Verbreitung obfcöner Anzeigen, die kein Blalt aufuehmeu will, be nutzt. In S a n F r an z is c o hat endlich die „Aetna-Lebens-Velsichcriings-Gesellschaft" der Wittwe des von Lanra Fair erschossenen Rich ters Clittenden die bisher bestrittene Versiche rn ngs-Summc von 810,000 ausbezahlt. In New-Orleans wurde vorgestern ein in teressanter Fall unter dem Civ i l rech t s ge setze entschieden. Die Negerin Josephine Decnir erhielt von denEigenthümern des Dam pfns „Gouv. Allan" j»w00 Schadenersatz, weil diese ihr nicht dieselben Bequemlichkeiten eingeräumt hatten, als einer weißen Dame. In Shelbhville, Ind., fand am Samstag eine große Versammlung von Farmernu. Arbeitern statt, in welcher Beschlüsse ge gen den Salairdiebstahl, gegen die Eisenbahr monopole und gegen die Geldaristokratie ge faßt wurden. In Aaditn-Connly, N.-C., wurde am vor letzten Samstage ein durchaus vorbedach ter Mord begangen. John Holcombe, ein Farmer, heirathete vor ungesähr einem Jahre, aber die Ehe war keine glückliche. SeiueFrau, Juiia, war ungewöhnlich schön, aber sehr leichlsiunig, und es war ein öffentliches Ge heimniß, daß sie ihrem Manne nie die Treue bewahrt. Am Samstag wollte sie nach Sa lisbury und Charlolta angeblich zu Verwand ten leisen, und alle Bemühungen ihres Gat ten, sie von ihrem Vorhaben abzubringen, waren vergebens. Er ent'chtoß sich daraus, sie zn ermorden und dann sich selbst das Leben zu nehmen. Als sie eben das HauS verlassen wollte, zog er einen Revolver und feuerte drei Schüsse aus sein Weib ab. Julia starb au genblicklich. Die Nachbarn wurden durch die Schüsse herbeigezogen und fanden Holcombe beschäftigt, den Revolver von Neuem zu la den. Er orohie den Nachbarn, den Ersten von ihnen, der sich ihm nähele, niederschießen zu wollen. Dann trat er an die Seite des Leich uamS seiner Frau, setzte den Lauf des RevoU versauf die linke Brust, drückte ab und sank entseelt neben der Leiche seiner Frau nieder. Das Ehepaar besaß ein ziemlich bedeutendes Bei mögen, und die That wird um des Man nes wegen vielfach bedauert, wenn sich auch nur wenig Mitleid für das ungetreue Weib kundgibt. Die deutsche Regierung fahndet auf den Schwindler GlaviS, von dem in die sem Blatte mehrfach die Rede wai. Die Cqi cago'er „Fr. Presse" schreibt nunmehr: „Der Gauner, der bekantillich ein halbes Dutzend „Aliafe" besitzt, hat in letzlerer Zeit inDenijch land sein Unwesen getrieben und eine Menge Leute durch wenblose Obligationen und be trügerische Berläufe angeblich werthvollenLau des im Westen beschwindelt. Anknüpfend an diese Nachricht, möchten wir einige wettere Thatsachen anführen, deren Richtigkeit wir verbürgen, und für deren Wahrheit wir ein stehen. Im Januar v. I. fuhr Hr. OroiUe " Grant,der Bruder des Präsidenten, auf eruem deutschen Dampfer, auf welchem sich auch un ser Gewährsmann befand, vonNew-I)ork nach Deutschland ab, um, wie er sich aussprach, einige amerikanische Papiere auf den Frank- furter Markt zu bringen. Als offizieller Be gleiter befand sich der BundeS-Geheimpolizist Glavis bei ihm, derselbe Glavis, der bereits früher, als er unter einem anderern Namen > „arbeitete," sich als Betrüger entpuppt Halle. , Das Unternehmen scheiterte insofern, als die - Franksurttr Banquiers zu vorsichtig waren. . Hr. Orville Grant lehrte nach Chicago zurück, während sein Begleiter, „der Bundes-Gebeim- Polizist" Glavis, welcher schon auf dem Schiffe wegen eines NolhzuchtsversucheS in Uugele genhnteu gerathen war, in Deutschland blieb nnd jeiueschwindeloperationen, wie es scheint, mit Erfolg fortsetzte. Noch vor wenigen Wo chen erliindigle sich hier in Chicago ein ange sehener Stuttgarter Kaufmann, der zu seinem Privatvergnügen die Ber. Staaten bereiste, zufällig nach Hrn. Glavis, der ihm von an gesehener Seite empfohlen worden fei. Der Stuttgarter äußerte dabei gesprächweise, daß Hr. Glavis eigenhändige Briefe des Präsiden ten vorgezeigt habe. Daß dieie Briefe ge fälscht waren, bezweifeln wir nicht, ächt aber war der Herr Bruder des Präsidenten, und wir glauben, daß der Letztere es seinem Nameu und seiner Stelle schuldig ist, die Sache strenge zu untersuchen und, wenn nöthig, den Hrn. Orville nicht zu schonen." „Vater" Hyacinthe verneint es. daß er Vater geworden fei. Welches Interesse mag diese Kabelmeierei wohl für das Publikum haben? Den Wiener Blattern band ein Witzbold von Prag aus die Windbeutelei auf, daß dort 10,000 Amerikaner Extra-Bahuzüge zur Beförderung nach der Hauptstadt „an ber blauen Donau" bestellt hätten. Die „bankerotten" Gebrüder Bowles (Paris, London, New-Aork und Boston) er klären, daß sie innerhalb eines Jahre« alle Schulden bezahlen können. Telegraphische Depeschen. Europäische Äabelberichte. London, 14. Hiini. Eine Depesche von Berlin sagt, daß Kaiser Wilhelm immer noch sehr angegriffen fei» und daß die größte Ruhe zur Wiedererlangung seiner völligen Gesund heit erforderlich ist. Berlin, 14. Juni. F. v. Räumer, der bedeutende deutsche Geschichtsschreiber, ist ge storben. vettreich. London, 14. Juni. Eine Wiener De pefche berichtet: Die Anzahl der Besucher bei der Wiener Ausstellung ist viel geringer, als man erwartete. Die Geschäftsleute und Ein wohner sind größtentheils entmuthigt wegeu des Ausbleibens von Fremden, und die Preise der Lebensmittel, welche Viele vom Besuche abschreckten, sind ermäßigt worden. London, 14. Juni. Die Aktionäre der „Französischen" und der „Anglo-Amcri kaiilichin Kabel-Compagnie" haben die Ver schmelzung der der „Französischen und New-lorker." der „New- Foundlaud u. Loudon-Kabel-Compagnie" ge stern einstimmig beschlossen. John Camd'en Hoffen, der wohlbekannte hiesigePublizist und Buchhändler, starb heute. Man sagt, daß sich die Ex-Königin Jsabella zum Zwecke einer Unterredung mit dem Papst über die Aussichten der Bourboneu in Spa nien nach Rom begeben wird. AL o n d o ii, 15. Juni. Prinz Jerome Napoleon ist hier eingetroffen. London, 14. Juni. Ein Pariser Spe zial-Correspoudent der „Loudon-Houl" sagt in einer Depesche an die Letztere, daß zwischen den Anhängern des Ex - Präsidenlen Thiers und den Radikalen in der National-Bersamm lung eme Einigung zu Ztande gckommm ist. Man sagt, daß Thiers feit seinerZurückziehung von der Regierung häufige Coufcrenzeu mit Gambetia geHallen hat. Brüssel, 15. Juni.—Ein Spezial-Te legramm von Paris an die „Jndependence Belge"sagt, daß M. Beule, Minister des In nen!, abgedankt hat, und M. Goulard feiu Nachsolger geworden ist. Paris, 14. Juni. Die National-Ber sammiung hat die Erwählung des M. Ranc zum Deputirten von Lyons einmüthig ratisi urt. Die Kammer hat gleichfalls ein Comtte von 15 Mitgliedern ernannt, welkes General r'Admirault'S Gesuch um Ermächtigung.M. Ranc wegen Handlungen während der Herr schaft der Commune gerichtlich verfolgen zu dürfen, untersuchen wild. Dreizehn Mitglie der des Comite's sind, wie man sagt, zu Guu sten der Genehmigung des Gesuchs uuv zwei oppouireu. Madrid, 14. Juni.—Senor Pi y Mar gall, der Präsident des Ministerrathes, hielt gestern Abend eine Rede in den Corles, in welcher er sagte, die Regierung müsse zuerst Ruhe aus der pyrenäifchen Halbiufel schaffen, ehe sie an die Beruhigung Cuba's denken könne. Bei einer Demonstration in Barcelona wurden gestern Reden gehalten, in denen man die Mumzipalbeamteu der Stadt Diebe hieß, und scharfe Maßregeln vorschlug, um sich die selben vom Halse zu schaffen. Die Versamm lung endete unter den Rufen: „Es lebe die sociale Föderation!" und „Nieder mit der Munizipalität!" Bayonne, 14. Juni. Die Karlislen banden uuier Dorregaray und Oilo haben sich mit anderen Jnfurgentenbanden vereinigt und sind in die Provinz Biscaya eingedrnn gen. Iu der Nähe von Oyarzun kam es zwischen den Karlisten und den Regierungslruppen zur Schlacht, wobei die Republikaner geschla gen würben. Madrid, 14. Juni.— Die Majorität der Constituante hat ein Direktorial-Comite er nannt, von welchem Senor Caslelar Vorsit zer ist. Bayonne, 15. Juni. Es wird berich tet, daß General Nouvilas die Karlisten unter Dorregarray bei Bittarea geschlagen hat. Dreihundert Insurgenten wurden qetödtet und verwundet und sieben hundert Gefangene ge macht. Madrid, 15. Jüni. — Man sagt, daß Tenor Castelar den Corte« vorschlagen wird, Spanien und die Colonien in die solgenden Föderal-Staaten eiinutbeilen: Catalonien, Arragon, Navarra, Biscaya, Valencia, Mur cia, Neu-Castilien, Att-Castilien, Saltcia, Andalusien, Ober- uud Unter-Estamadura,. Euba, Porto-Rico, die Balearischen Inseln, die Canaren und die Philippinen. Die Cortes werden nächsten Dienstag eine Spezial-Commission erwählen, um eine föde rale Constitution zu entwerfen. Die Com mission wird aus fünfundzwanzig Mitglie dern bestehen, von denen zwölf Depntirte der gegenwärtigen Cortes und dreizehn Repräsen tanten der föderalen Staaten fein welden. Madrid, 14. Juni. Iu der Sitzung der Cortes wurde gestern Seitens des Mini steriums augezeigt, daß die Trennung der Kirche vom Staate nur ein Theil des Pro gramms der Regierung ist. Nicholas Galmerau ist zum Präsidenten der Cortes erwählt worden. Er erhielt 176 St. Senor Figueras, sein Gegenkandidat, erhielt nur 74 Stimmen. Der Finanzminister hat den Cortes eine Vorlage für die Contrahirung einer Anleihe von 800,000,000 Realen und die Auferlegung einer neuen Steuer unterbreitet. Rom, 11. Juni. Heute Abend wurde in allcn Kirchen Dank-Gotlesoieust sür die G enesung des Papstes abgehalten. St. Petersburg, 15. Juni. Das ÄriegSdeparlemcnl hat Depeschen vonCentral- Äsien erhallen, welche melden, daß die Divi sion Expedition, welche vom Aralfee gegen Khiwa vorrückte, genügende Forlschritte ge macht ha-. Gen. Warewken besetzte am 20. Mar Kungrad, 100 Meilen nördlich von Khiwa. Die khimanischen Trupx/n hatten den Platz freiwillig geranml. Der General setzte feinen Marsch an der Linie des Oxus bis naäi Khojaili und Kiiinaurgeüj son, derFeiud fl»h vir ihm her. Die Aral-Flotlille war in die Bai von Aiogir, den südlichen Arm des Aralsees, eingelaufen und bis Kungrad vor gedrungen, wo sie durch Untiefen ,m Fahr wasser aufgehalten wurde. Ein Versuch sollte cemacht werden, Kirzilkala an der südlichsten Spilze der Bai zu erreichen, wo die Proviant- Basis für die Truppen des Gen. Warewken errichtet werden follte. Türkei Constantinopel, 14 Juni. Riza Pasha, Marine-Minister, ist abgesetzt n. As mct Pasha an seiner Stelle ernannt worden. Afrika. Aden, 14. Juni, via London 15. Juni. —Der Sultan von Zanzibar hat einen Ber trag mit England über die Unterdrückung des Stlavenhandes abgeschlossen, über welchen Sir Baute Frere mit ihm unterhandelt hat. Schiffj-Beeildte, Queenstown, 14. Zuni. Die Dpfr. „Tuba" und „Minnesota" sind von New- H?rk angelommen, und der Dmpfr. „City of Äutiverp" ist dorthin abzesahren. Moville, 14. Jnni. Der Dampfer „Jtalia" kam von New-Zork an. Markt und Börse. London, 14. Zuni, t l Uhr Vorm. Consols eröffneten zu 92i für Geld und 92j für Brief. „Amerikaner," 'kser92H; 'K7er S2j; 10.40 er 8S; neue Fünfer 8S?. Crie 50. Frankfurt, 14. Juni.—„Amerikaner," : '62 er 96. London, 14. Juni, 3 Uhr Nachmitt. > ConsolS schlössen zu 92H sür Geld, 92Z für . Brief. Erie 50H. Paris, 14. Juni. Renten 56 Francs 75 Cts. Liverpool, 14. Juni, II Uhr Vorm. Baumwolle eröffnete fest; Oberl. BZ-9; Ork. die Verkäufe werde» auf 10,000 Bal len geschätzt. Liverpool, 14. Juni, 1 Uhr Nachm. — Baumwolle ruhig; Verkäufe 10,000 Ballen, einschließlich 2000' Lallen für Spekulation und Ausfuhr. Liverpool, 13. Juni, 2 Uhr Nachm.— Baumwolle schloß ruhig; Berkäufe 10,000 Ballen; für Spekulation und Export 2000, amerikanische 6250 do.; Berschifsuiigeu von Savanuah und Charlestou im Mai 9; do. Juli und August 9; do. August und Sep tember 9 Ij6. Baumwollen - Berschiffungen von Bombay seil dem letzren Bericht bis zum 13. ds. 37,000. Hafer war nicht im Markte. Schweinefleisch 62s 61. Rindfleisch Bls 6t>. Talg 4ls 6«1. Inland - Depesche«. AuS Washington. Washington, 15. Jnni. Professor James C. Watson von Ann Arbor, Mich., Hai einen neuen Planeien, elfter Größe, ent deckt. Die Zeugenaussagen der von der „Pola ris" gcretietenMannschaft befinden sich jetzt im Druck; aus denselben geht hervor, daß die Trennung der Geretteten von dem Schiffe eine rein zufällige war, daß man im crsten Schrecken, als sich das Schiff von der Eis scholle trennte, gar nicht wußte, daß sich Capt. Buddinglon aus dem Dampfer befand. Ein Fahrzeug wird demnächst nach Disco abgehen, um die Vermißten zu suchen; fast, alle Geret teten haben sich erboten, an dieser Expedition theilznnehmen, Der Agent bei Cochise's Apachen berich tet, daß er sich jetzt überzeugt habe, daß die Streifzüge der Apachen nach «sonora nicht von Cvchise's Leuten, sondern von mexikani schen Apachen ausgeführt wurden. Demnächst werden etwa 20 Consuln ab gefetzt werden, um sür Südländer, welche sich um die Partei Berdiensle erworben haben, Platz zu machen. Gen. Howard erklärt, er habe sofort das „kleine" Defizit zwischen 53—400,000 gedeckt und könne über seine ganze Amtsführung ge nau Rechenschaft geben. Privatdepefcheil von Alabama melden, daß die Cholera in Befürchtung erregendem Grade dort graffirt. Der Achtb. John Bingham befindet sich hier, um seine Jnslrukiionen als Gesandter nach Japan zu empfangen; er wird sich erst in einigen Wochen auf seinen Posten begeben. Der Malinemiiiiiier macht kein Hehl daraus, daß das Verhör der von der „Pola. ris" geretteten Leute ergeben hat, daß Capt. Hall eines natürlichen Todes gestorbm ist. Das Schatzdeparlement hat ent!a>ieden, daß von Sammetbändcin, die aus Seide und Baumwolle gemacht sind, nur ein Z>)ll von 50 Prozent zu erheb'!? ist. Eisenbahn-Utifalll Norwich , Conn., 15. Juni. Ein Zug der,,Norwich-Worcester-Badu" entgleiste heute Morgen nahe DaySville, Conn., durch eiue, aus dem Ge!eis liegende Schwelle. Der Lokomotivefützrer, Heizer und Bremicr wur den verletzt, jedoch wurde Niemand gelödlel. Drei Waggons wurden zertrümmert und die Lokomotive in einen Bach geschleuocrt. Versuchter Menchelmorö und Selbstmord. Nashua, N.-H, 14. Juni. Henry Jewett, 25 Jahre alt, wollte Frl. EllaWood, Tochter des Hrn. Charles Wood, zwingen, ihn zu Heirathen. Das Mädchen weigerte sich, seine Gattin zu wcrden und ihrcEUern billig teil ihren Entschluß. Heule Morgen besuchte Jewett Frl. Wooo, zog einen sechsläufigen Revolver aus der Tasche, zielte nach ihrem Kopse und feuerte. Die Kugel drang über dem Auge in die Stirne uud setzte sich unter der Haut fest. Das Mädchen siel zu Boden, verlor jedoch das Bewußtsein nicht und mau hofft, daß sie gerettet werden wird. Jewell ging dann voni Hause iu den Hof, wo erHni. Wood traf und versuchte auch ibn zu ermor den. Der Letztere faßte ihn bei der Kehle nnd schlug das gegen ihn gerichtete Pistol zur Seile, und entlam so mit genauer Noth dem Tode. Der Rasende hielt daraus die Waffe an fein eigenes Ohr und drückte ab; die Kugel drang tief in den Kopf und wird wahrscheiu- lich seinen Tod herbeiführen. Es scheint, daß er beabsichtigte, die ganze Familie zu er- ' morden. (Später.) Die Schieß-Affaire ereignete sich im Empfangszimmer des Hrn. Wood. Nachdem der erste Schuß gefeuerl worden war, packte Hr. Wood den Mörder, und dann entspann sich ein Kampf auf Tod und Leben, in welchem Jewett versuchte, Hrn. Wood zu tödten, welcher schließlich den Ersteren über wältigte und zu Boden schlug. Jewett rich tete darauf das Pistol gegen seinen eigenen Kopf und drückte ab. In der Aufregung des Augenblicks zog Hr. Wood den Verwundeten bei den Absätzen ans dem Hause und lieg ihn unter einem Apfelbaum sein Leben enden. So lange erjnoch seineßesinnung hatte, bat er um Vergebung wegen seiner That. Vor einigen Jahren heirathete Jewett eine Frau Smith aus hiesiger Stadt, aber die Ehe war eine unglückliche und mugte geschieden wer den. Frl. Wood ist noch immer bei voller Besinnung, aber ihre Wiederherstellung ist zweifelhaft. Die chinesischen Arbeiter in der Kürtlerwaarenfabrik zußeaver- AaUs. — «einahe c»n Aufruhr wegen einer Opium-Pfcifc. John China«,ann zieht ab. N e w-N o r k, 15. Juni.—Der Berichter statter des „Herald" in Pittsburg berichtet, dag es am Freitag Abend unter den chinesi schen Arbeitern in der Gürtlcrwaarenfabrik von Beaver - Fall« zu einem Aufruhre kam. Die Compagnie hatte den Gebrauch des Opiums und das Spiel verboten. Ah Pot>, einer der Dollmetscher lieg einem Arbeiter die Opiumpfeife aus dem Munde nehmen, wes halb sämmtliche Chinesen die Arbeit einstell, ten. Am Abend wurde der Versuch gemacht, Ah Poy zu ermorden. Die aufgeregten Chi nesen zogen sich später in ihre Quartiere zu rück. Die Compagnie hat infolge dieser Vor fälle alle chinesischen Arbeiter entlassen; diesel ben werden am Montag nach San Franzisco abreisen. Die Zwanstsgesetze in Massachusetts. Druck erzeugt Gegendruck. New - Hork, 15. Juni.—Ern Brief von Boston meldet, dag eine geheime Anti - Tem pereuz-Partei sich im Staate organisirt; dr selbe hat bereits IS Logen und SOOO aktive Mitglieder in Boston; sie gedenkt bei der Wahl 50,000 Stimmen zu eoutroliren. Vermischte Depeschen aus Siew-Hork. New-Aork, 15. Juni.—Der wöchent liche Bankbericht giebt solgenden Ausweis. Zunahme der Anleihen K 235,600; Zunahme der Spezie K 932.800; Zunahme des Papier geldes Kl,039,000; Zunahme der Depositen «3,695,300; Abnahme der Cirkulation K 31,- 400. Gestern Abend wurden John und Tho mas Hart und Zohn L. Redmond, Zeugen in dem Falle des Mörders Stokes, verhaftet. Zn Hampstead auf Long-Zsland sind mehrere Pferde an der neuauSgebrocheuen Seuche gefallen. Am 31. Mai kam F. W. Bacon, ein Aufivärter des zwischen New-Orleaus, Ha vanna und Philadelphia verlehrenden Dam pfers „Jazoo," mit der Eisenbahn von letzte rer Siadt hier an nnd erkrankte unlerwezs. Man brachte ihn nach dem Hame Nr. 7, El dridgeslraße, wo er von den Aerzten wegen Gelbsucht behandelt wurde. Am leylen Mon tage stellten sich alle Zeichen des gelben Fie bers ein, und der Mann starb an der Krank heit. In dem Falle des James Dowmy, welcher an einer Verletzung infolge eines Steinwmscs von Michael Crowm starb, er kannten die Leichenschau-Geschworenen auf ge rechtfertigten Todtschlag. Ein neues Kapitel der „Tammany"- Betrügereien soll publizirt werden. Die Firma F. W. Roach K Comp, hat den Con troleur um K2VO.VOV für gelieferte Schreib materialien verklagt. Diese Summe ist be reits schon einmal von der Ttadt bewilligt und bezahlt und von Woodward und Ande ren eingesteckt worden. Gestern herrschte an der Baumwollen- Börse nur geringe Aufregung. Der Versuch, eine Panic herbeizuführen, ist fehlgeschlagen. In der verflossenen Woche starben nur 4SS Personen. Gestern wurden K 1 ,335,853 Spezievon hier nach Europa geschickt. Der Import be trug «k,213,013. Auf die Verhaftung des Fälschers Hor ton ist ein Preis von S3OOO gesetzt worden. —Eine Anzahl promitienterPhiladelphia'er reis'te gestern nach Europa ab, darunter auch der Achtb. G. H. Stuart von der Indianer- Commission, welcher Ehren-Commissär der Wiener Weltausstellung ist. In der fünften Ward von Brooklyn wurde gestern eine ungesetzlich betriebene De slillerie entdeckt, in welcher sich l 4 Destillirkol ben, 9 Kühlschiffe und 25,000 Gallonen Mai sche vorfanden. Die Beamten winden von der erbitterten Bevölkerung der Nachbarschaft mit Steinen beworfen; die Polizei schritt ein und verhütete schlimme Unruhen. Adam Danner wurde gestern verhaftet, weil er den Versuch machte, einen PeusiouS- Agenten zu betrügen. Das amerikanische Klipperschiff „Dornig America," welches mi! dem englischen Klipper „Escosesa" gleichzeitig von San Franzisco abfuhr und mir diesem eine Wettfahrt verab redete, gewann die Wette in 105 Tagen. Ein Geheimniß. Mord oder Sclbttmord s Buffalo, N.-A., I-t. Juni. Charles Mann, ein Farmer, der ungesähr 11 Meilen von hier wohnt, wurde gestern hinter seinem Hause im «Sehölze todt gefunden. Er hatte eine Flintenkugel in der Brust und sämmt liche Kleider waren ihm vom Leibe gebrannt. Mau glaubt, daß er Selbstmord begangen, da er in letzter Zeit ernste Streitigkeilen mit sei nem Bruder hatte. Weiteres über Philadelphia'er Mordgeheimniß. P H iladelphta, 14. Juui.— Ueber die geheimnißvolle Ermordung Fulmer'S erfährt man noch Folgendes: Fulmer ging am Donnerstag Abend um 7 Uhr ans, um, wie es heißt, mehrere Frauenzimmer ans Glon cester zu empfangen. Um 12 Uhr wurde Downing's Salon geschlossen, und nach die ser Zeit muß Fulmer, welcher eiueu Schlüs icl zum Etablissement besaß, nochmals in dem Lokale gewesen sein. Ein Revolver des Hrn. Dowuing, welcher noch um 11 Uhr Abends dort war, wird vermißt, nnd der obere Theil eines Fifchbein-Slockes mit goldenem Knopfe, welcher am Abend nicht dort gewesen war, wurde daselbst gesunden. Auf welche Weüe Fulmer verwundet wurde, ist noch nicht auf geklärt. Die Wächter der „Girard-Bank" haben keinen Schuß gehört. Eine Waffe ist nicht in der Nähe des Verwundeten gefunden worden, fo daß auch kein Selbstmordsverfuch vorliegen kann. Fulmer starb am Donner stag Nachmittag im „Pennsylvania-Hospi tale," und Dr. Shaple>> nahm eine Untersu chung der Leiche vor, bei welcher es sich heraus stellte, daß eiue Kugel gerade vor dem rechten Ohre in das Gehirn eingedrungen war. Die wurde im Schädel vorgefunden. Au ßerdem war aus der linken Stirnseile eine Quetschung zu bemerken, uuo das linke Stirnbein gebrochen. Dieser Bruch und die Quetschung müssen von einem Falle oder einem Schlage herrühren. Fulmer wurde von einem Polizisten in Be gleiiung eines Frauenzimmers gesehen; er war znr Zeit sehr betrunken. Bekenntnisse einer schönen Seele. Die Verstanqcnhelt eineS radika len BuudeSsenators. Pittsburg , 14. Juni. Eine Spezialdepesche von Portland, Oregon, nie! det, daß üsenator Mitchell Hippie sich dori am 25. Februar 1862 unt Miß Mollie E. Price verheiralhete. Seine Frau, die er 1860 ver ließ, wurde erst im Jahre 1867 auf ihceu An trag von ihm geschieden. Seiiaior Mitchell hat auch iu den Zeitungen von Oregon eine Erklärung über feine Fluchl au« 4>ennf>iloa. ineu im 1860 veröffentlicht. Er s»gt oarin, daß er Niemanden beichivindelt Hai, selbst nicht seinen damaligen Compagnon, den Obersten Thompson. Seine Flun, das giebl er zu, habe er verlassen,weil er es lüchl länger bei ihr aushalten konnte, und seinen Nomen hat er auch verändert, weil er die Vergangen heit ansjulöfchen wünschte. Er nahm deshalb den Namen seines Großvaters vou mütter licher Seite an, denn der Naine seines Vater erinnerte ihn allzusehr an seine unglückliche Vergangenheit. Die ansteckende keuche in Tenncssce. Nashvillc, 14. Juni.—Die tüchtigsten Aerzte sind über die hier grassirende anslek keiwe Seuche noch immer gerheilter Ansicht; von den Meisten wiro dieselve nicht sür die Cholera gehalten. Die Sterblichkeit hat ui de» letzten 10 Tagen allerdings zngenommen; die Doktoren berichten jedoch, daß jeder Fall zu curiren ist. Täglich sterben 12 bis l 5 Per sonen, größlentheils Neger. In Memphis wurden heute nur 12 Perso nen beerdigt, 12 weniger, als am Donner stage. Im Laufe der Woche erlagen 38 Per fönen der Seuche. Mord und Selbstmord in Illinois. St. Louis , 14. Juni. Zwei Farbige, Namens Brown und Taylor, in Springfield, Jll., geriethen heute in Streiligleiten und Taylor wurde geprügelt. Der Letztere eilte rachedülsterid nach Hanse, Holle sein beiläufi ges Gewehr, kehrte uach Brown's Haus zu iück und erschoß ihn. Der Mörder ging darauf nach Hiuse und jagte sich selbst ebeu fallseine tiugl. durch den jiopj. Mord in Louisiana. New - I ber ia, La., 14. Juni. Lanet, ei» Franzose, und Alex. Snaer, ein farbiger Friedensrichter, wurden heute Nacht in ihrem Geschäfte fünf Meilen von hi?r von drei Ne gern brutal ermorder, welche schließlich den Laden plünderten und in Brand steckten. Eine Anzahl Bürger ist zur Versolguug der Mör der ausgezogen. Von der mexikanischen Grenze. SanAntvnio, Texas, 14. Juni. — Die HH. Atlinson und Williams, die Spe zial - Indianer - Commisfäre, welche kürzlich nach Mexiko geschickt wurden, kamen gestern Abend in Begleitung des mexikanischen Com missärs, Sennor Montero, und des ersten Häuptlings der Chikapoo - Indianer, Chi guano Kako.hieran. Sie berichten, dag die Jnd'.anerstämnie in Mexiko Willens sind, nach den Ver. Staaten zurückzukehren, vor ausgesetzt, daß man ihnen ihre von General McÄanzie gefangen fortgeführten Franeu und Kinder wieder zurückgiebl. Dieses soll ge schehen. Die gefangenen Modocs. San Francisco, 13. Juni. Capt. Jack und seine ganze Bande sind photogra phirt worden. General Davis hat eine Partie Soldaten ausgeschickt, um die beiden Personen zu ver hasten, welche kürzlich fünf gefangene Modocs niederschössen. Sa n Franz i sco, 14. Juni. Der vielfach angezweifelle Bericht des „Bulletin" über eine Unterredung mit Gen. Davis ist augenscheinlich correkt. Das Kliegsmlnisterinm glaubte nicht, daß General Davis verschiedene Modocs speziell engagirt habe, den Capt. Jack und seine Ban de zu fangen; dieses hat sich jedoch als wahr Boyle's Camp am Tule- See, 11- Juni. Gestern Abend kam der Achtb. I- K. Bnttcell, Congreßrepräsentant des 3. Di strikts, begleitet von Richter Steele, Scheriss Morgan, I. S. Mathews und E. Anirick, hier an. Hente Morgen brachte man Capt. Jack, Sear-Faced Charte», Boston Charley.Schou chin, Moie, William, die „Prinzessin" iviary und Lizzie in das Office Zelt, damit Richter Steele Gelegenheit erhalten könne, sie auszu forschen und um über verschiedene geheimniß velle Punltc Licht zu verbreiten. Jack, Schon chin, Boston und Moie waren gefesselt, die Andren erschienen frei. Die Gefangenen schloffen, w>e gewöhnlich, eiren Halbkreis. Jack blickte finster d'rein, es war ihm augen scheinlich nicht angenehm, dag er hier Ent hüllungen machen solle. Tie Falten aus sei ner Stirn deuten darauf hin, dag ihm die strenge Haft großen Kummer verursacht. Diese Beschränkung seiner persönlichen Freiheit be kümmert ihn mehr, als sein zukünfligesSchick ial. Erst vor einigen Tagen äußerte er gegen einen Offizier, daß se>n Indianerherz todt und fein Leib lalt sei. Alles, was er wünsche, fei, daß Lizzie, seine Lieblings Squaw, neben ihm sitzen dürfe. Dieses wurde ihm augen blicklich bewilligt und Lizzie kam. Während der Unterredung sagen Jack und Schonchin auf einer Waarenkiste und Lizzie setzte sich zu ihren Fügen. Richter Steele reichte ihnen die Hand und sagte, er freue sich, sie iu treffen. Jack war der Einzige, welcher seinen Hut abnahm. Scar-Faced-Charlcy wurde als Dolmetscher verwendet. Richter Steele drückte sein Bedauern aus, dag die In dianer nicht Ruhe gehalten und so in Schwu litäten gerathen seien. Es fei gekommen, um eineUnteiredung mit ihnen zu haben, wünsche aber, dag sie ihm die Wahrheit sagten. Der Richter fragte nun, was sie mit den periönli chen Effekten ihrer Opfer angefangen hätten, erhielt aber keine befriedigende Auekunst. Die Indianer stellten in Abrede, etwas von den Ringen des Dr. Thomas oder des LieulenantS Cramstou gesehen zu haben. Sie erzählten verschiedene Geschichten und verwiesen den Nummer I^3 Richter wegen dieser Sachen an Hooker-Jim, shccknasth-Jliii undSieamboat-Frank, über. Haupt schien es ihr Wunsch zu fein, dieses würdige Kleeblatt so viel, als möglich, zu im plicireu. Jack's Anhänger hassen Jim und Frank wegen ihres Berralbs. Sie haben ihnen den Tod geschworen, und sollten ani, Jahredar üler vergehe», ehe sie ihren Plan ausführen Boston-Tharley sagt, die JudianeiHhätten eine Uhr unter einem Felsen versteckt; die bei den Ringe seien nach der Schlacht am Dry- Lake mit verbrannt worden. Nachdem die Unterredung eine halbeStunde lang ohne Reiultat gedauert hatte, sagte Rich ter Stee!e, wenn sie nicht gestehen w»llten,wo sie ihre Beutestücke versteckt hätten, und wenn sie nicht die Uhren und Ringe herausgäben, so werde er sie ihrem Schicksale überlassen. Die Indianer haben bis morgen Bedenkzeit. Richter Steele und Andere gehen morgen nach den Lavafeldern ab. Man glaubt, dort Miller'S Charley u. dessen Squaw aufzufin den. Weitere Geständnisse der Modocs. San Fr an zis c o, 15. Juni.—Die fol geude Depesche ist hier eingelaufen: BoyleS Camp, Tule Lake, 12. Juni.-Heule Nachmittag schickten die Modocs nach Dr. Cabaneß und fnchlen um eine zweite Unterre dung nach, um über verschiedene fehlende Ge genstände Aufklärung zu geben. Black Jim gestand KlB von Meacham gestohlen zu haben und bändigte die Summe ein. Boston Char leu sagte, er habe Meacham's Pistol unter ei nem Felsen verborgen und werde es zurückge ben, wenn er Gelegenheit habe. Meacham's Tagebuch wurde von den Squaws zerstört. Neuere Berichte von Ehina und Japan. Tie chinesische über . Verfolgung !n Sa n Fra n z i sc^o, 13. Jnni. Der Dampfer „Alaska" kam henieNacht von China und Japan hier an. Am 6. Mai war der Dampfer „Cyphrenes" von Macao eingelrof fen. Die beiden Schiffe brachlen über 2000 chinesische Passagiere. Nachrichten von Hong- Kong bis zum 12. Mai liegen vor. Die „China-Mail" tadelt die Verfolgungen der Chinesen in San Franzisco in den heftigsten Ausdrücken. ES wird berichtet, daß der Betrieb von Koh len- und Eiseubergwerlen und die Einführung von Elsenbabiien in nächster Zeit von der Re gierung m Peking genehmigt werden wird. Nachrichten von Yokohama reichen bis zum 22. Mai. Die japauenschen Filianz-Äiuiilcr baben abgedankt und ein Schleiden veröffent licht, in welchem die Slaaisschuld des Kaiser reichs aus Klo4,lM»,<X)v geschätzt wird. Die selben erklären, daß das Volk übermäßig be iteuert ist und daß die Schuld sich mit jedem Zahie iu Folge neuer Pläne der Regierung vergrößert. Wahrscheinlich werden die Mi nrster Weisung erhalten, Hurikari zu bege hen. Der Palast des Milaoo soll nach europäi schem Musler errichtet werden. Im Innern Japan's hat man eine alte christliche Kirche eindeckt. abdankenden Minister sagen, daß Ja pan scheinbar nn Fortschritte begriffen sei, aber in Wirklichkeit mehr und mehr zurück bleibe; und daß ein nationaler Finanz Ztrach jeden Ätlgenblick eintreten kann; Ealaiiiilä len sind nach ihrer Ansicht in Zalunst uuvcr meidlich. Brände. Chi c a go , Jll,, 14. Juni. Das große Gebäude Rr. Ll und (!Z, Nord-Wellsstraße, Eigenthum von E. iL. Halron K Compagnie, brannte letzte Nacht ab. Bcrlusi K2t) (Kw. McÄregor, Ja., 14. Zum. Der große Kornspeicher von Hea le Stee in EieSce, lowa, brannte g-stern Abend mildem ganzen Inhalte vollständig ab. ES befanden sich 30,00» Scheffel Waizen in dem Speicher. Der angerichtete Schaden wird aus K«i(l,000 geschätzt. Key Port, N.-J., 14. Juni. Das „Clistwood-House" bräunte gellern vollstän dig ab. Das Hotel war neu und erst kürzlich geöisnet worden. Maxwell, Ont., 14. Juni. —Zivei Drittheile dieser Onschast wurden heule Mor gen durch Heuer zerstört. Der Verlust ist be deutend. E» al v est on , 14. Juni. Eine Feuers brunst in Navasota legte heute Nachmittag den größten Theil der Geschästsgegend der Stadl in Asche. Der Berlust wird auf 5200,- 000 geschätzt. Die Äersicterung beträgt un gesähr K 75.000. Das Feuer tzntstand durch Brandstiftung. Sauck-Centre, Minn., 14. Juni. Alex, ültoore's Mahlmühle brannte vergan genen Donnerstag nieder. Verlust 512,000. Wilmington, Ät.-E., 15. Jnuj.— In dem Engros-Gesaiäft von William son brach heute Feuer au«. Der ganze Waa renvorrath und ein Theil de« Hanses wurde zerstört, derßerlust ist jedoch völlig durch Ver sicheruiig gedeckt. Noch zwei andere kleine Biäudc enlstaiiden in der Nähe, wurden jedoch rechtzeitig gelöscht. New-Häven, Conn., 15». Juni. H. B. Bigelow's Eisenwerke nebst Inhalt wur den heute Morgen gänzlich durch Feuer zer stört. Verlust Kl 00,000; Versicherung tö3,- 000. Fünfzig Männer sind durch diesen Brand außer Arbeit. San Franzisco, 15. Juni.—Henry Schult's Mahl - Mühle in Tuba-Eily und eine Maschlnen-Bauiverlstätte, an die Erstere anstoßend, wurden vergangene Nacht in Asche gelegt. Verlust KIO,OOO. Lokalberichte aus Washington. Washington, 15. Juni. Im Poto mac wurde vorgestern Morgen die Leiche eines unbekannten Mannes gefunden. Der Eoroner wurde benachrichtigt, um eiue Leichenschau zu hallen. In der Tasche des Ertrunkenen fand man ein Eouvcrt mit der Adresse: „I. I. Sanakaniki, Nr. KI4, F-Straße." Pater Grimm, ein katholischer Geistli cher, stürzte sich vorgestern in den Polomac und ertrank. Der genannte Geistliche war in Schleltstadt im Elsaß gebürtig nnd soll schon seil längerer Zeit an Geistesstörung gelitten haben. Ein Zimmermann, dessen Name nicht bekannt geworden ist, sprang gestern aus die vordere Plattform eines Pferdebahn-Wa zgous und richtete an den Kutscher die Frage, ob der Waggon nach dem Kriegshafeu führe. Als er eine verneinende Antwort erhielt, wollte er Mit seinem Werkzeugkasten in der Hand wieder von dem Waggon hcrabjpringen. Der Letztere machte aber in diesem Augenblicke gerade eine Wendung, um in eine andere Straße zu gelan gen. Dave» fiel der Mann herunter und rollte aus das Geleise, wo er gerade zwischen dießä der des Waggons zu liegen kaun. Glücklicher Weise gelang es dem Kutscher, d:e Pferde zum Stehen zu bringen, so daß der Mann Nicht übersahren wurde. Trotzdem trug er einige erhebliche Verletzungen davon. Hr. Gco. WaierS, einer der gcachtetsien Einwohner des Distrikts, starb gestern Mo» gen in seiner Wohnung an der Marketstraße in Georgetown. Die „Lord Baltimore:" und „Washing toner" werden sich morgen in Washington messen. —GesternMorgen um 4 Uhr brach in einem schuppen an der T-Straße ein Feuer aus, welches denselben, sowie eine daranstoßende Achnuedewerkstätle m Asche legte. Verlust K7OO. Borgern fand man eine alle Farbige, Namens Cecilie Poindex, in ihrer Wohnung an d r L>»lraße todt im Belle liegen. Der Coro.,er wurde benachrichtigt, hielt aber eine Todtenschau für überflüssig, da die genannte Frau augeuscheiulich aus natürliche Weise ge- Ilorven war. Freitag Nachmittag um 5 Uhr fiel ein Fuhrmann, Namens Stephen McNamce, an derEcke der E- und 3. istraße von seinem W ag.n und wurde überfahren. Er trug sehr er hebliche, wciiu nicht lödtliche Verletzungen da von. Geld! Geld! Die „Collateral - Serurity - Bank von Baltimore," Nr. 27 und 29, West - Fayette-, nahe Gaystraße, gungen tue qröKr - «iiietien aus alle Arten von Werthsache», Waaren jeder Art u. >. w. ö rivat-Elngangsür Damen. «li" Wegen de« Ruberen spreche man vor in drr Bank, «r. «Z n..d West zayette., »ahc der B, 5. Ullmann, Präsident. Bürrau vrS Grdiiude-^nsprktors. sci?cnt-Äan-Privilcqicn crhalten: von Z, Tb-nuaS um gcschl n n.n Schlipsen, 2V bei M izu», LitchaiMi k Werste! von LI. Wd>tne» un ossenln schuppen. 8 bei 12 H.. M, NcZert um icschlossenFN Schuppen, 8 bei IS jsliß, h.rt.r »ir Ecke von Prall-und Norne- - Roro-»vt»witr.; hinter Sir. Biodilftr.! M, Oft'Monumentftr.z Witsonslr; Fvß, hinter Nr. 179. Madeira Älleii! Paulstr.; diastr,! n, ss > Kuß. hinter Siid-ckhoptankAr.: W°»"Bai'tiu>?r."i"/.; " < »> von H. vicTcrinntt niu einen Tritlstein, Ecke der von 5», »t. Woti nin eii e jtiiche 6 bei 12 Fusz, hin ter Nr.^.gvhn^onur.!^ AttAsteUttn^ Nr. V l, Nord-Charlesitraße, „Die der Katakvnibcu, ' ~«vegräl»»,si eines MärNsrerö," Hol; und Kohlen. Preis.!!, Wlt südlich geii'urt. " Pürcau: Rr. t, Norb-^!ic>rleöstr Liddlc-Sirakc.' " (,Zuni,2,l."ZZ!tc^) Äaujt Eure Modeln dtrclt vom Fabrikanten «ud spart 2? Prozeat t <«r>.d.ig.,) AMAKutschcn, Wagen u. s. w. ErprrßwlMn, Trucks u. s. w. und bin bereit, aus Bestellung alle Arten Bäckern und Brauern Joseph Ncnsli.itv, An Brauer und Maschinisten! Wm. E. Mwd K CmnvaMc, Ecke der Baltimore- und Entaw-Straße, Baltimore, Md. 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